Linux Mint 20 Ulyana – erste Schritte nach der Installation

4 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Nachdem Du Linux Mint 20 Ulyana nun herunterladen kannst, zeige ich Dir, was ich direkt nach der Installation des Betriebssystems mache. Mir ist schon klar, dass sich jeder sein Desktop-Betriebssystem individuell einrichtet, aber vielleicht findest Du ein paar Anregungen.

Die Neuerungen und Änderungen habe ich bei Ankunft der Beta-Version schon genauer beschrieben. Es gab ein paar Änderungen in letzter Sekunde, die Du hier findest.

Linux Mint 20 basiert auf Ubuntu 20.04 Focal Fossa und wird bis 2025 mit Updates versorgt. Das gilt aber nicht nur für die Cinnamon-Variante, sondern auch für die MATE- und Xfce-Version. Das Betriebssystem ist mit dem Ubuntu-Universum kompatibel – also mit den sogenannten PPAs. Als Linux-Kernel kommt 5.4 zum Einsatz.

Linux Mint 20 Ulyana – Cinnamon

Linux Mint 20 Ulyana – Cinnamon

Mein Beitrag hier widmet sich der Cinnamon-Version von Linux Mint 20 Ulyana. Die meisten Punkte lassen sich aber auch die Varianten MATE und Xfce übertragen.

Download und Installation von Linux Mint 20

Bevor Du Linux Mint 20 einrichten kannst, musst Du es natürlich zunächst installieren. Du findest die aktuelle Version im Download-Bereich der Projektseite. Dort gibt es 64-Bit-Abbilder mit den Desktop-Umgebungen Cinnamon, MATE und Xfce.

Es wird übrigens einen Upgrade-Pfad von Tricia (Mint 19) auf Ulyana (Mint 20) geben. Die Entwickler wollen sich dafür aber 2 Wochen Zeit lassen, um das Upgrade ausführlich testen zu können. Eile zum Upgrade gibt es nicht. Tricia basiert auf Ubuntu 18.04 und wird bis 2023 unterstützt. Neugierde ist eine Sache – never change a running system kann aber auch eine gute Strategie sein.

Hier die Links zu den Torrent-Dateien (die Du bitte selbst verifizierst):

Das ISO-Abbild kannst Du dann zum Beispiel mit Etcher auf einen USB-Stick schreiben. Damit hast Du ein startfähiges, portables Live-Abbild.

Für eine Neuinstallation von Linux Mint 20 startest Du das Live-Abbild – ich habe das, wie erwähnt, via USB-Stick gemacht. Die Linux-Distribution startet auf Englisch. Klickst Du auf Install Linux Mint, kannst Du den Installationsassistenten im ersten Schritt aber schon auf Deutsch umstellen.

Für die Installation kannst Du auf Deutsch umstellen

Für die Installation kannst Du auf Deutsch umstellen

Hier folgst Du einfach den Anweisungen. Je nach Geschwindigkeit des Computers und wie viele Pakete aus dem Internet heruntergeladen werden müssen, kann das ein paar Minuten dauern. Natürlich spielt die Geschwindigkeit der Internet-Verbindung ebenfalls eine Rolle. Ohne den Download weiterer Pakete, also offline, kannst Du auch installieren. Dann musst Du wahrscheinlich beim ersten Update mehr Dateien herunterladen.

Direkt nach der Installation

Zunächst einmal richte ich die Aktualisierungsverwaltung ein und schaue nach, ob es Updates für mein System gibt. Die werden sofort eingespielt. Du findest sie sehr einfach in der Taskleiste und der rote Punkt im Schild verrät, dass es Updates gibt.

Aktualisierungsverwaltung beachten

Aktualisierungsverwaltung beachten

Danach würde ich Dir raten, das Begrüßungsfenster genau zu studieren. Das Willkommen taucht automatisch nach der Installation auf. Unter Erste Schritte ist der spannende Teil.

Die Schreibtischfarben sind recht prominent ganz oben platziert. Damit darfst Du sofort das Farbschema anpassen. direkt darunter gibt es einen Schalter, mit dem Du zwischen einem hellen und einem dunklen Modus umschalten kannst.

Erste Schritte bei Linux Mint 20

Erste Schritte bei Linux Mint 20

Es kann nichts schaden, die Liste der ersten Schritte durchzugehen. Timeshift einrichten ist eine gute Idee. Damit werden regelmäßig Systemschnappschüsse erstellt und sollte bei einem Upgrade etwas schieflaufen, kannst Du schnell eine Rolle rückwärts machen. Die Treiberverwaltung würde ich auf jeden Fall aufrufen, um zu schauen, ob es vielleicht bessere Optionen für das System gibt.

Die Aktualisierungsverwaltung ist hier an dritter Stelle – bei mir an erster, weil ich meine Systeme gerne aktuell habe. Aber das ist direkt nach der Installation sicherlich Geschmackssache.

Persönliche Einstellungen

Nun mache ich mich an ein paar persönliche Einstellungen. Auch wenn die Hintergrundbilder von Linux Mint toll sind (Fotos von mir haben es auch schon dorthin geschafft), benutze ich lieber meinen eigenen – bevorzugt solche vom Tauchen.

Meine eigenen Fotos als Wallpaper bei Linux Mint 20 benutzen

Meine eigenen Fotos als Wallpaper bei Linux Mint 20 benutzen

Auf meinem InfintiyBook wirkt die Schrift auf dem hochauflösenden Bildschirm etwas klein. Deswegen kannst Du den Skalierungsfaktor in den Systemeinstellungen anpassen. Damit ist es für mich etwas leichter lesbar.

Skalierungsfaktor der Schrift einstellen

Skalierungsfaktor der Schrift einstellen

Vielleicht möchtest Du Dich in den Systemeinstellungen etwas umsehen. Du kannst zum Beispiel unter Datenschutz einstellen, dass das System nicht auf eine aktive Internet-Verbindung prüft. Das erzeugt weniger Netzwerkverkehr, kann aber zu Problemen mit sogenannten Captive Portalen führen.

Auch das Anmeldefenster kannst Du personalisieren. Ist natürlich reine Spielerei, gehört aber auch zum Wohlfühlen dazu, finde ich.

Die am häufigsten benutzten Programme wie zum Beispiel Browser, Writer, Thunderbird und so weiter lege ich mir als Schnellstart in die Taskleiste.

Aktualisiert Du gleich mehrere Computer oder möchtest den neuen Warpinator nutzen, um Dateien auf einfache Weise zu tauschen? Vielleicht willst Du den Gruppencode entsprechend festlegen. Es sehen sich nur Computer mit dem gleichen Gruppencode. Du findest das in den Einstellungen der Software.

Warpinator ist bei Linux Mint 20 vorinstalliert

Warpinator ist bei Linux Mint 20 vorinstalliert

Ich bleibe lieber bei meiner internen Nextcloud für solche Spielchen. Warpinator ist zwar ganz nett, aber ich brauche das Programm nicht.

Zusätzliche Software installieren

Linux Mint 20 ist ganz gut ausgestattet, aber es fehlen mir ein paar Dinge. Deswegen folgt nach der ersten Einrichtung bei mir eine weitere Installations-Party.

Nextcloud Client

Eine der wichtigsten Komponenten auf meinen Systemen ist der Nextcloud Client. Ich synchronisiere damit mehrere Rechner mit meiner externen Nextcloud und auch meinem internen NextcloudPi.

Ich setz hier auf das PPA der Nextcloud-Entwickler.

sudo add-apt-repository ppa:nextcloud-devs/client
sudo apt-get update
sudo apt install nextcloud-client

Nach der Installation fehlt aber, dass die Symbole entsprechend im Dateimanager Nemo angezeigt werden. Das kannst Du schnell beheben:

sudo apt install nextcloud-client-nemo

Schon bin ich im Bilde, was synchronisiert ist und was nicht.

Nextcloud-Erweiterung für Nemo funktioniert auch bei Linux Mint 20

Nextcloud-Erweiterung für Nemo funktioniert auch bei Linux Mint 20

Zugegeben ist das nur ein kosmetischer Eingriff, aber ich habe das gerne so.

Trotz Neuinstallation des Systems bekomme ich meine wichtigsten Daten in der gleichen Ordnerstruktur wieder zurück. Das ist wirklich sehr angenehm und spart ehrlich gesagt auch einiges an Zeit.

VLC installieren

Celluloid als Videoplayer ist zwar ganz nett, aber ich will einfach meinen VLC haben. Ich verwende ihn seit Jahren, er spielt ab, was ich ihm füttere und so weiter. Das ist sicherlich reine Gewohnheitssache und andere Player können Vorteile und was weiß ich haben. Ich schwöre auf VLC und der darf nicht fehlen. Du findest ihn in der Anwendungsverwaltung, also im Paketmanager.

Du musst lediglich aufpassen, dass Du nicht die Flathub-Version erwischt – außer Du willst das.

VLC muss auf mein System

VLC muss auf mein System

VLC ist ja nicht nur Mediaplayer. Ich kann damit auch direkt auf meine Kodi-Bibliothek zugreifen, also darin stöbern und … VLC-Fans brauche ich nicht mehr zu erzählen an dieser Stelle. Die Software gehört für mich einfach dazu.

Das Thema Browser bei Linux Mint 20

Bei Linux Mint 20 ist Firefox vorinstalliert und ich verwende ihn auch für bestimmte Dinge. An dieser Stelle möchte ich eine Sache noch mal aufgreifen.

Linux Mint blockiert die automatische Verbindung zum Snap Store. Ubuntu hat bei einigen Apps, zum Beispiel Chromium, eine Snap-Pflicht eingeführt. Selbst wenn Du den Browser via apt installierst, bekommst Du das Snap untergeschoben und wirst zum Snap Store verbunden. Bei Linux Mint ist Chromium nur ein Dummy-Paket und willst Du den Browser haben, musst Du ihn Dir selbst holen.

Chromium als Snap gibt es nicht

Chromium als Snap gibt es nicht

Ich kann auf Chromium verzichten, da ich hauptsächlich den darauf basierenden Brave* Browser einsetze. Ich mag das Konzept mit der Kryptowährung $BAT und mache einfach mit. Mal sehen, was dabei rauskommt. Ein paar Basic Attention Token konnte ich in den letzten Monaten damit schon in den Umlauf bringen.

Ein paar $BAT springen jeden Monat raus ...

Ein paar $BAT springen jeden Monat raus …

Vielleicht möchtest Du direkt Chrome oder Vivaldi benutzen und dann hat sich das Thema auch erledigt. Ich wollte es nur erwähnen, da das Thema Browser immer Flameware-Potenzial hat. Bist Du mit Firefox glücklich und zufrieden, musst Du gar nichts machen.

Du kannst über ein PPA übrigens eine Beta-Version von Chromium installieren, wenn Du wirklich willst:

sudo apt remove --purge chromium-browser
sudo add-apt-repository ppa:saiarcot895/chromium-beta
sudo apt update
sudo apt install chromium-browser

So kommst Du um den Snap-Zwang und um eine komplizierte manuelle Installation – musst allerdings mit einer Beta-Version leben.

LibreOffice verschönern

Bei Linux Mint 20 ist LibreOffice 6.4.x vorinstalliert. Es ist optisch in Ordnung und sieht nicht mehr wie früher wie ein Relikt aus einem Kaugummiautomaten aus. Ich habe mich aber trotzdem an sifr gewöhnt. Das ist ein sehr flaches und monochromes Thema. Vielleicht zeige ich Dir zunächst wie das aussieht und dann entscheidest Du selbst, ob Du das haben möchtest.

sifr für Libreoffice

sifr für Libreoffice

Gefällt Dir das besser? OK, dann installiere das Paket:

sudo apt install libreoffice-style-sifr

Einrichten kannst Du es via Extras > Optionen > Ansicht > Symbolstil.

Eine weitere Sache bei LibreOffice ist mein eigenes Wörterbuch. Es hat sich im Laufe vieler Jahre gefüllt und ich möchte es natürlich nutzen. Es liegt sogar in der Nextcloud, damit ich es auf mehreren Rechnern einsetzen kann. Du musst einfach den Pfad für die Wörterbücher ändern: Extras > Optionen > Pfade > Wörterbücher

Vom Wörterbuch ist der Sprung zur Rechtschreibung nicht weit. Ich bin großer Fan von LanguageTool, von dem es eine kostenlose Erweiterung für LibreOffice gibt.

GIMP fehlt bei Linux Mint 20

Ich brauche den Photoshop für Linux einfach zu oft, als dass ich auf GIMP verzichten könnte. Allerdings habe ich mit GIMP 2.10.x immer wieder Probleme, das Plugin Heal Selection zu benutzen. Das liegt an der Umstellung von Python 2 auf 3. Deswegen benutze ich derzeit ausschließlich ein AppImage von GIMP 2.10, bei dem Heal Selection und viele andere Filter bereits integriert sind.

Warum ich das Plugin unbedingt haben will? Hier eine Demonstration.

Fotografierst Du gerne und willst störende Objekte aus einem Bild entfernen, ist Heal Selection einer Deiner besten Freunde.

Desktop-Anwendung von Telegram

Ich habe WhatsApp und Facebook Messenger abgeschworen und verwende in erster Linie Threema und Telegram. Für letzteres konnte ich auch meinen Bruder plus Familie und einige Bekannte überzeugen.

Ich mag es aber nicht, immer zwischen Desktop um Smartphone zu springen. Teilweise interessieren mich die Messenger auch nicht, wenn ich mich konzentrieren muss. Threema kann ich über einen Web-Client auf dem Desktop nutzen. Für Telegram gibt es auch eine spezielle Desktop App, die ich sehr gut finde.

Desktop App von Telegram unter Linux Mint 20

Desktop App von Telegram unter Linux Mint 20

Für Telegram kannst Du übrigens auch einen Web-Client nutzen, aber die Desktop App kann mehr.

VPN unter Linux Mint 20 einrichten

Ab Linux-Kernel 5.6 ist WireGuard implementiert. Allerdings haben die Entwickler von Ubuntu das VPN-Protokoll in Kernel 5.4 zurückportiert und bei neueren Ubuntu-Varianten kannst Du WireGuard einfach über die Standard-Repositories installieren. Es reicht:

sudo apt install wireguard

Möchtest Du selbst einen WireGuard-Server einrichten, vielleicht sogar auf einem Raspberry Pi, ist das gar nicht so schwer. Das reicht auch aus, um Dich in fremden WLANs, öffentlichen Hotspots und so weiter zu schützen. In gewisser Weise dürfte das auch reichen, der Zensur einiger restriktiven Länder zu umgehen. Mit einem WireGuard-Server in Deutschland solltest Du von außerhalb auch Zugriff auf die Mediatheken von ARD und ZDF bekommen, also alle Inhalte – zumindest Dein Einwahlknoten nicht als VPN markiert wird. Das ist mir bei einem Contabo-Server schon passiert.

Willst Du aber Geoblocking umgehen und zum Beispiel Netflix USA, BBC iPlayer, Zattoo Schweiz und so weiter schauen, wirst Du einen externen Anbieter brauchen, der geografische Sperren nachweislich aushebeln kann. Einer der besten Anbieter an dieser Stelle ist NordVPN (günstig und schnell!)*.

Der Anbieter stellt einen Kommandozeilen-Client zur Verfügung, der dafür auch auf dem Raspberry Pi läuft. Das ist deswegen praktisch, weil sich mit einem Raspberry Pi und NordVPN ein schicker VPN-Router basteln lässt. Du kannst sogar den Adblocker CyberSec aktivieren, der für das gesamte System gilt. Du musst also nicht extra in jedem Browser ein Add-on installieren. Es gibt aber noch diverse andere, nützliche Funktionen.

NordVPN: Whitelisting von Ports und Subnetzen möglich

NordVPN: Whitelisting von Ports und Subnetzen möglich

Mit NordLynx bietet NordVPN auch das Protokoll WireGuard an, das nachweislich schneller als OpenVPN ist. Schicke Apps für Android, Windows, macOS sowie Browser-Erweiterungen für Firefox und Chrome gibt es sowieso. Das VPN kostet nicht mehr als ein Bier pro Monat*.

Für mich ist NordVPN das universellste Virtual Private Network – aber das ist natürlich Geschmackssache.

PIA – Private Internet Access

Willst Du lieber einen grafischen VPN-Client für Linux Mint 20, dann ist PIA (günstig!) * möglicherweise eine gute Alternative. Auch Private Internet Access stellt in der Zwischenzeit WireGuard zur Verfügung. Unter Ubuntu und Derivate wie Linux Mint 20 läuft der grafische Client hervorragend.

PIA mit WireGuard unter Linux mint 20 benutzen

PIA mit WireGuard unter Linux mint 20 benutzen

PIA legt sich derzeit mächtig ins Zeug, erweitert das Server-Netzwerk konstant und setzt sich stark für Datenschutz und Privatsphäre ein. Auch Private Internet Access bietet mit MACE einen guten Adblocker.

Surfshark

Suchst Du den günstigsten, vertrauenswürdigen Anbieter, würde ich mir Surfshark (unbegrenzt Verbindungen!)* ansehen. Das VPN kostet unter 2 Euro pro Monat, bietet für Linux aber auch nur einen Kommandozeilen-Client an. Natürlich gibt es ovpn-Dateien, um manuelle Verbindungen einzurichten und Deine IP-Adresse zu verschleiern. Ein Client ist aber immer schicker, wenn Du das Land schnell wechseln willst. Der Client für Android ist aber Klasse und Surfshark bietet noch ein Sahnehäubchen.

Multihop: Über mehrere Länder verbinden

Multihop: Über mehrere Länder verbinden

Bei Surfshark darfst Du unbegrenzt viele Geräte simultan verbinden! Hast Du einen großen Haushalt oder viele Geräte, ist das ideal. Surfshark hat ebenfalls einen Adblocker im Paket.

OVPN aus Schweden

Einen habe ich noch und das ist der schwedische Nischenanbieter OVPN (sympathischer Geheimtipp)*. Das teste ich gerade und es ist echt nicht schlecht. Der Fokus der Anbieter liegt weniger auf Umgehen von Geoblocking und so weiter, sondern auf Privatsphäre, Anonymität und Datenschutz. Allerdings kann der Anbieter einige Netflix-Archive und auch Hulu entsperren. Die Server laufen zum Beispiel alle ohne Festplatte und befinden sich im Besitz des Unternehmens.

Für Ubuntu und Derivate gibt es einen Client, der das Protokoll OpenVPN benutzt.

OVPN läuft unter Focal Fossa und auch unter Linux Mint 20

OVPN läuft unter Focal Fossa und auch unter Linux Mint 20

Während der Client nur auf Englisch verfügbar ist, gibt es die Website und die dort guten Anleitungen auch auf Deutsch. Der Anbieter liegt preislich etwas höher (5 € bei längerfristigem Abo) als die ersten drei genannten, hat aber durchaus Charme.

Der VPN-Provider bietet aber auch WireGuard als Protokoll an und Du darfst die Konfigurationsdateien dafür selbst erstellen. Das ist dann ein Vorteil, wenn Du eben keinen Client benutzen möchtest. Die offizielle Android App von WireGuard ist echt brauchbar und die lässt sich mit OVPN wunderbar einsetzen. Unter Linux wäre es dann eben wg-quick.

VPNs sind Vertrauenssache und Geschmackssache. Eines zu haben, finde ich schon wichtig. Wie Du Dich in fremden Netzwerken und vor neugierigen Augen schützt, musst Du selbst wissen. Teuer sind die Anbieter nicht und sie erfüllen alle leicht andere Ansprüche.

VirtualBox brauche ich ebenfalls oft

Ich kann mich gar nicht genau erinnern, wie lange mich VirtualBox schon begleitet. Ich weiß nur, dass ich es damals als kostenlosen Ersatz für VMware eingesetzt habe und bin seitdem dabei geblieben. Daran hat auch die Übernahme durch Oracle nichts geändert.

VirtualBox ist einfach toll, wenn Du neue oder andere Distributionen ausprobieren möchtest. So richtig vollständig wird es meiner Meinung nach aber erst mit dem Extension Pack, den Du via Anwendungsverwaltung installieren kannst.

VirtualBox Extension Pack

VirtualBox Extension Pack

Das gilt übrigens auch für Virtualbox Guest Additions ISO. Es ist das ISO-Abbild mit den Gasterweiterungen für VirtualBox.

Virtuelle Maschinen eignen sich übrigens nicht nur als Gummizelle für Betriebssysteme und Tests. Du kannst damit auch ganz gut eine nahezu Cold Wallet für Kryptowährungen erstellen. Logisch ist dann aber, dass die Installation der virtuellen Maschine verschlüsselt und ausreichend abgesichert ist – damit ist auch ein Backup gemeint. Seine privaten Schlüssel noch auf Papier im Safe aufheben, ist ebenfalls keine doofe Idee,

Steam installieren

Im Sommer ist das weniger relevant, aber für kalte Winterabende kommt Steam dann doch gerade Recht. Du findest die Software in der Anwendungsverwaltung, eine Installation ist also simpel.

Steam darf irgendwie auch nicht fehlen

Steam darf irgendwie auch nicht fehlen

Es ist schon erstaunlich, wie viele native Spiele für Linux sich im Laufe der Humble-Bundle-Jahre angesammelt haben. So viele davon habe ich noch nie gespielt. Einige interessieren mich ehrlich gesagt auch nicht, aber da sind schon ein paar Titel dabei, die noch auf der ToDo-Liste sind. Allen voran ist eigentlich Bard’s Tale IV, aber da habe ich derzeit keinen geeigneten Rechner.

Augen schonen und Redshift aktivieren

Redshift ist ein Programm, das die Farbtemperatur des Bildschirms an die Tageszeit anpasst. In der Dämmerung gibt es einen Übergang von Tag zu Nacht oder andersrum. Mehr macht das Programm nicht, aber das reicht schon. Damit schonst Du Deine Augen.

Mit Redshift die Augen unter Linux Mint 20 schonen

Mit Redshift die Augen unter Linux Mint 20 schonen

Redshift ist vorinstalliert und Du musst es lediglich aktivieren. Sobald Du es gestartet hast, zeigt sich in der Taskleiste eine kleine Lampe. Klickst Du darauf, darfst Du festlegen, ob sich Redshift per Standard mit Systemstart aktivieren soll. Ebenso kannst Du das Programm hierüber eine gewisse zeit pausieren.

Ich lasse die Software bei Programmstart ausführen, da es gerade am Abend deutlich freundlicher für die Augen ist. Die Software konfiguriert sich eigentlich von selbst. Benutzt Du aber ein VPN, kann es mit dem Standort ein Problem sein. Wie Du das Programm manuell konfigurierst, habe ich in diesem Beitrag beschrieben.

Linux Mint 20 ist eingerichtet

Damit ist meine Neuinstallation von Linux Mint 20 eingerichtet und erfüllt meine grundsätzlichen Anforderungen. Im Laufe der nächsten Wochen und Monate werden sicher Feineinstellungen folgen. Ich bin mir zum Beispiel noch nicht sicher, ob ich die gruppierte Fensterliste behalten möchte.

Gruppierte Fensterliste bei Linux Mint 20

Gruppierte Fensterliste bei Linux Mint 20

Alternativ dazu überlege ich mir, wieder auf ein älteres System umzustellen mit den Apps Leistenstarter und der einfachen Fensterliste.

Mit Fensterliste zurück zum alten Verhalten

Mit Fensterliste zurück zum alten Verhalten

Ich versuche derzeit, mich an das neue Verhalten zu gewöhnen – muss mit mir aber erst noch ausmachen, ob mir das auch gefällt.

Ansonsten gefällt mir sehr gut, dass sich trotz der neuen Version für den Anwender wenig geändert hat. Wer mit den Vorgänger-Versionen zurechtgekommen ist, wird sich auch bei Linux Mint 20 sofort zu Hause fühlen. Die Entwickler schaffen es seit Jahren, das System zu modernisieren, ohne komplizierte Lernkurven beim Umstieg zu schaffen.

Auch Windows-Umsteiger sollten sich schnell heimisch fühlen.

Wissenswertes!

NordVPN – bestes VPN für Home Office, integrierter Adblocker, läuft mit Raspberry Pi. Bis zu 68 % Rabatt!*

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4 Kommentare zu “Linux Mint 20 Ulyana – erste Schritte nach der Installation”

  1. Mareen Lumma sagt:

    Hallo, habe da ein Problem. Habe heute morgen Linux Mint 20 Xfce installiert, lief einwandfrei! Jedoch kann ich jetzt die Aktualisierungsverwaltung und auch andere Punkte in den Systemeinstellungen nicht aufrufen bzw. bei Klicken auf die Icons passiert gar nichts mehr! Ist das so gewollt? Bei der Eingabe des Befehls "sudo apt-get update" kommt diese Meldung hier:

    Traceback (most recent call last):
    File "/usr/lib/cnf-update-db", line 8, in
    from CommandNotFound.db.creator import DbCreator
    File "/usr/lib/python3/dist-packages/CommandNotFound/db/creator.py", line 11, in
    import apt_pkg
    ModuleNotFoundError: No module named 'apt_pkg'
    Paketlisten werden gelesen... Fertig
    E: Problem executing scripts APT::Update::Post-Invoke-Success 'if /usr/bin/test -w /var/lib/command-not-found/ -a -e /usr/lib/cnf-update-db; then /usr/lib/cnf-update-db > /dev/null; fi'
    E: Sub-process returned an error code

    Was bedeutet das? Ich bin totaler Linux-Neuling!

    LG

    Mareen

    • jdo sagt:

      Uff ... Da ist entweder die Installation nicht sauber durchgelaufen oder es ist ein Hardware-Problem würde ich tippen. Ist aus der Ferne schwer zu sagen.

  2. brem sagt:

    Das war tatsächlich das unspannendste Upgrade, dass ich seit langem durchgeführt habe.
    Nichts aber auch wirklich gar nichts hat geklemmt oder gar am Ende nicht funktioniert 🙂
    Aber es ist immer wieder toll und macht extrem viel Spass deinen Blog zu lesen. Das musste ich jetzt einfach mal loswerden 🙂
    Grüße aus Wien

  3. Michael sagt:

    Ein echt super Beitrag, wo du uns nicht nur mit Text beschrieben hast wie man Linux Mini 20 auf seinem Computer richtig installiert. Sondern du hast dich echt schön bemüht, um uns das auch mit Bilder zu zeigen. Und das ist besonders gut für diejenigen Leuten die sich mit sowas zum ersten Mal begegnet eine echt mildernde Sache

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