Alternative Threema! F#%k You, Facebook Messenger! P%$$ Off, WhatsApp!

16 Dezember 2018 Kein Kommentar Autor: JDO

„Es reicht! Ich habe die Schnauze voll! Facebook soll endlich aufhören, meine Daten zu sammeln!“ Immer wieder beschweren sich Leute über die Datenkraken wie Google und Facebook. Eine Datenschutzverletzung nach der anderen und langsam aber sicher scheinen die Leute auch Konsequenzen zu ziehen. Aber es ist zäh, keine Frage. Wie kommunizieren die meisten weiterhin mit Familie, Freunden und so weiter? Ganz klar über Facebook Messenger oder WhatsApp. Irgendwie ein bisschen inkonsequent, findest Du nicht? Dabei gibt es mit Threema eine tolle Alternative zu WhatsApp und Facebook Messenger.

Erzähle ich den Leuten von Threema, folgen sie mir mit großen und begeisterten Augen. Sage ich ihnen dann, dass sie einmalig 3 Euro (über die Website sogar nur zirka 2,50 Euro) für den Service zahlen müssen, ja dann ist die Aufregung groß.

WhatsApp kostet gar nichts! Spinnen die komplett? Facebook Messenger funktioniert genauso und kostet nichts!

Meine nächste Frage ist dann, wie viel denn das iPhone gekostet hat, das sie da gerade in der Hand halten. Die Frage funktioniert auch mit dem neuesten Smartphone von Samsung oder Google. Je teurer, desto besser schlägt die Frage ein! Oftmals höre ich dann richtig den Klick im Gehirn, nachdem ich nochmals betone, dass der Service EINMALIG 3 Euro kostet.

Threema als Alternative zu Facebook Messenger und WhatsApp

Threema als Alternative zu Facebook Messenger und WhatsApp

Kostet gar nichts – stimmt nicht!

Außerdem stimmt es nicht, dass WhatsApp und der Facebook Messenger gar nichts kosten. Ist der Service kostenlos, bist Du das Produkt!

WhatsApps gehört bekanntlich ebenfalls zu Facebook und wird sehr wahrscheinlich anfangen, Werbung oder personalisierte Werbung zu schalten! Du bezahlst also mit Deinen Daten – Deinem Standortprofil, Deinen Surf-Gewohnheiten und so weiter. Gleiches gilt für Facebook und den Facebook Messenger.

Facebook hat angeblich sogar die Telefonanrufe und SMS-Nachrichten von Anwendern protokolliert. Das Social-Media-Unternehmen bestreitet zwar, das getan zu haben, die Fakten sehen aber anders aus. Weiterhin würde man nie die Daten seiner Nutzer verkaufen. Das ist schön, aber das müssen sie auch nicht. Facebook ist so ein Koloss, dass es Deine Daten auch so und intern monetarisieren kann. Die haben ja ein eigenes Werbenetzwerk. Außerdem hat es heuer genug Datenschutzverletzungen bei Facebook gegeben und die Daten von mehreren Millionen Anwendern sind über Lecks entwichen. Ich brauche nur Cambridge Analytica sagen und jeder weiß Bescheid.

Also Facebook hat behauptet, dass Anwender bei der Einrichtung der Protokollierung zustimmen (Opt-in) müssten. Das ist zwar irgendwie richtig, aber durch etwas schwammige Formulierungen und nicht ganz klare Instruktionen, aktivieren es die Leute eben. Der Teufel liegt in der Synchronisierung Deiner Kontakte. Du kannst das auch abschalten. Öffne einfach die Einstellungen und tippe auf Personen.

Facebook Messenger - Einstellungen - Personen

Facebook Messenger kann Deine Kontakte synchronisieren – protokolliert dann aber auch SMS

Hier stellst Du nun sicher, dass Telefonkontakte synchronisieren deaktiviert ist.

Facebook Messenger Telefonkontakte synchronisieren

Stelle sicher, dass beim Facebook Messenger Telefonkontakte synchronisieren deaktiviert ist. Das sind alles Daten, die Facebook monetarisiert.

Im Endeffekt ist es egal, wie viele Daten sie sammeln – auf jeden Fall bist Du das Produkt und bezahlst mit Deinen Daten. Das gilt nun sowohl für Facebook als auch für WhatsApp. Erschwerend hinzu kommt noch, dass das Unternehmen seinen Sitz in den USA hat und wie die NSA dort hantiert, ist uns allen bekannt. Datenschutz wird in den USA mit Füßen getreten. Deswegen muss eine Alternative her und die ist wirklich nicht teuer.

Threema unterscheidet sich von WhatsApp gar nicht so viel

Kannst Du mit WhatsApp umgehen, dann ist Threema auch kein Problem. Es gibt Unterschiede, aber die mehr beim Prinzip und weniger bei der Einrichtung zu suchen. Sehen wir uns zunächst an, wie die Kommunikation mit Threema abläuft. Da brauchen wir nicht lange um den heißen Brei reden, weil ein Screenshot sagt alles:

Die Benutzung von Threema ist einfach

Threema unterscheidet sich nicht viel von WhatsApp

Wie Du rechts oben siehst, kannst Du Deinen Kommunikationspartner auch anrufen. Haben wir auch schon getestet, das funktioniert sehr gut. Ansonsten ist Threema eben auch ein Messenger wie WhatsApp, Facebook Messenger oder Telegram.

Das Ding mit der ID

Du bekommst bei Threema eine ID. Da sich die App dem Datenschutz verschrieben hat, musst Du keine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse hinterlegen. Du könntest die App also relativ anonym nutzen und Deine Freunde oder Familie würde auch nicht wissen, dass Du den Messenger benutzt. Die Threema-ID ist nicht an eine Rufnummer gebunden!

Hinterlegst Du allerdings Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und jemand kennt Dich als Kontakt, dann finden Sie Dich auch. Es liegt also an Dir, wie bequem Du es anderen machen willst, Dich zu finden. Du kannst Leuten aber auch Deine ID schicken und sie dürfen Dich manuell eintragen.

Threema identifiziert Dich über eine ID

Bei Threema gibt es eine ID

Rechts neben Deinem Profilbild hast Du die Möglichkeit, Dir einen QR-Code anzeigen zu lassen. Damit können Dich Menschen ebenfalls hinzufügen oder Deinen Kontakt verifizieren.

Verifizierter Kontakt

Kontakte werden unterschiedlich eingestuft und dafür sind farbige Punkte ein Indikator. Bei einem bestätigten Kontakt (3 gründe Punkte) sind sogenannte MitM-Angriffe (Man in the Middle) eigentlich nicht möglich. Die Nachricht stammt auch wirklich vom Sender. Wer sich mit Kryptografie ein bisschen auskennt – es ist das Prinzip der asynchronen Verschlüsselung (Public / Private Key), bei der die Nachricht sozusagen signiert wird.

2 orange Punkte bedeuten, dass der Kontakt im Adressbuch gefunden wurde. Man kann sich schon sehr sicher sein, dass es sich um die richtige Person handelt.

1 roter Punkt bedeutet, dass es sich um einen nicht vertrauenswürdigen Kontakt handelt. ID und öffentlicher Schlüssel werden vom Server geholt, aber sicher sein, ob es sich auch um die richtige Person handelt, kannst Du Dir nicht.

Es gibt übrigens auch noch blaue Punkte, aber die sind für Threema Work, also für Firmen.

Ganz wichtig! BACKUP!

Update: Seit der neuesten Version gibt es Threema Safe. Damit kannst Du die Backups komplett automatisieren und darfst sogar auf einen eigenen Server wie eine Nextcloud sichern. Android Backup gibt es dafür nicht mehr. Lediglich ID und das für das Backup gesetzte Passwort musst Du gut aufheben.

Ein sehr wichtiger Punkt bei dem Messenger ist, dass Du selbst ein Backup erstellst. Es gibt 3 Möglichkeiten und Du solltest mindestens Deine ID sichern. Warum? Damit Du bei Verlust des Geräts Deine alte ID wiederherstellen kannst. Der preis von hohem Datenschutz bedeutet auch, dass bei Verlust und ohne Backup keine Wiederherstellung mehr möglich ist. Sonst könnte ja jeder …

Du kannst mit dem Backup Deine ID außerdem auf ein neueres Gerät umziehen.

Unbedingt ein Backup anlegen!

Das Backup ist sehr wichtig!

  • ID-Backup: Tut nicht mehr und nicht weniger – es ist eine Datensicherung der ID, die auch noch mit einem Passwort geschützt wird. Lege sie am besten auf einem anderen Gerät ab oder einem sicheren Ort ab. Das ist logisch, weil bei Verlust des Geräts wäre auch das Backup weg.
  • Daten-Backup: Sichert ID und Schlüsselpaar, Kontakte und Vertrauensstatus, Gruppenmitgliedschaften, Chats und optional Medien sowie Dateien. Ich sichere so.
  • Android-Backup: Sichert wie Daten-Backup, allerdings keine Medien und Dateien, dafür die Einstellungen. Ist mir nicht so wichtig, da die App schnell wieder konfiguriert ist.

ThreemaWeb

Wer viel am Computer sitzt und WhatsApp benutzt, der schätzt vielleicht auch die Web-Funktion. Über Browser und Tastatur tippt es sich oft schneller als am Smartphone oder Tablet.

Datenschutz sollte uns 3 Euro wert sein, oder?

Threema sitzt in der Schweiz und der Fokus liegt auf Sicherheit, Datenschutz und Privatsphäre. Die Schweiz befindest sich außerhalb der sogenannten 14 Eyes. Man arbeitet zwar mit den Schnüffel-Staaten zusammen, zu denen auch Deutschland gehört, aber Deine Daten sind wesentlich besser geschützt und die Schweiz unterliegt nicht der Gerichtsbarkeit der 14 Eyes-Staaten. Weiterhin gibt es strenge Datenschutzregelungen in der Schweiz.

Threema ist unabhängig und eigenfinanziert. Die Software-Entwicklung findet in der Schweiz statt und die Server befinden sich ebenfalls dort.

Es ist alles Ende-zu-Ende verschlüsselt

Bei Threema sind alle Nachrichten End-to-End verschlüsselt. Das gilt nicht nur für Nachrichten, sondern auch für Dateien, Medien, Gruppenchats, Sprachanrufe und Statusmeldeungen! Es kann wirklich nur der vorgesehene Empfänger die Nachrichten lesen. Auch das Unternehmen hat keinen Zugriff auf die Daten oder Nachrichten.

Du findest Threema bei Google Play (2,99 Euro), im Apple Store (3,49 Euro) oder auch im Microsoft Store (1,99 Euro). Benutzt Du ein Gerät von Microsoft oder iOS, musst Du die Stores benutzen. Bei Android hast Du auch die Möglichkeit, im Threema Shop einen Lizenzschlüssel zu kaufen (2,56 Euro) und danach kannst Du ein APK installieren.

Auf diese Weise ließe sich der Messenger auch als Geschenk digital verpacken, falls Du Familie oder Freunde zum Umstieg überreden möchtest.

Datenkrake WhatsApp mit Werbung oder die sichere Alternative Threema?

Bisher hatte ich tatsächlich auch noch WhatsApp auf dem Smartphone, weil es eben so viele Bekannte und Verwandte benutzen. Nachdem aber der Messenger mit Werbung verseucht wird, ist Schluss. Die App kommt runter und ich lasse verlauten, nur noch via Threema oder E-Mail erreichbar zu sein. Bei Telegram drücke ich derzeit noch ein Auge zu. Auf jeden Fall haben sich WhatsApp und Facebook mit der nervigen Werbung selbst disqualifiziert und zahle lieber 3 Euro als ein Produkt zu sein.

Einziger Nachteil ist derzeit noch, dass man seine Freunde, Bekannten und Familienmitglieder davon überzeugen muss. Es lohnt sich aber, seine Daten zu schützen.

Der Bürger soll immer gläserner werden und deswegen sollten wir verschlüsseln, was das Zeug hält. Das gilt nicht nur für den Messenger, sondern für alle Daten und Verbindungen. Wo wir beim Thema VPN wären.

Bei einem VPN gehe ich auch keine Kompromisse ein

Solche verkappten Freemium-Angebote ziehen sich wie ein roter Faden durch die App- und Software-Welt. Ein wichtiger Eckpfeiler beim Datenschutz ist ein VPN. Das gilt vor allen Dingen in öffentlichen Netzwerken, im Urlaub, Airbnb, Flugzeug und so weiter.

Nun gibt es relativ viele kostenlose VPNs, die sich aber entweder mit Werbung finanzieren oder Deine Daten anderweitig zu Geld machen. In dem Fall ist der komplette Sinn verfehlt. Zugegeben gibt es auch kostenlose VPNs, die ich mit Vorbehalt empfehlen kann, die aber auch Einschränkungen haben.

Dabei sind VPNs nicht mehr teuer und bei längerfristigen Abonnements gibt es die Dinger bei Sonderangeboten für unter 5 Euro pro Monat. Das ist mir mein Datenschutz wert, weil ich damit auch sicherstelle, dass der Internet Service Provider oder neugierige Regierungen nicht mehr schnüffeln oder monitoren können.

NordVPN (momentan 75 % Rabatt!) * hat immer wieder Hammer-Angebote und PIA (günstig!) * ist eigentlich dauerhaft günstig. Bei einem VPN lege ich wie bei Threema wert darauf, dass meine Aktivitäten nicht geloggt werden. Seriöse Anbieter, zu denen auch AirVPN (ab 2 Euro)* gehört, bieten Dir alles, was Du brauchst und das zu einem erschwinglichen Preis.

Was verwende ich derzeit für VPNs?

Die meiste Zeit setze ich ehrlich gesagt auf NordVPN *. Das hat mitunter den Grund, dass es sich um eines der günstigsten VPNs (2,99 US-Dollar pro Monat) handelt, das sehr viele Funktionen bietet. Sowohl Anfänger als auch Profis kommen hier auf ihre Kosten.

Suchst Du einen VPN-Anbieter, mit dem Du WireGuard testen kannst, dann sieh Dir Mullvad an. Der VPN Service richtet sich zwar eher an Profis, vor allen Dingen für Mobile, bietet aber viel.

Einen der schönsten grafischen Clients für Linux hat übrigens PIA (Private Internet Access) *. Es gibt ihn auch auf Deutsch.

AirVPN * ist übrigens auch eine gute Alternative. Vor allen Dingen für kurzfristige Nutzung ist der Anbieter top, weil es ein 3-tages-Paket gibt, das nur 2 Euro kostet.

Benutze ich kostenlose VPNs? Nicht mehr. Die anderen Angebote sind so günstig und bei einem kostenlosen Service habe ich immer im Hinterkopf, das Produkt zu sein. Deswegen lasse ich die Finger davon.

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