Die besten Passwortmanager 2026 im Vergleich

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Zwei der am meisten benutzten Passwörter sind weiterhin 123456 und 123456789. Kaum zu glauben, ist aber so. Unser Leben hängt immer mehr von digitalen Services ab und im Idealfall benutzt Du für alle ein separates und sicheres Passwort. Kein Mensch kann sich aber so viele Passwörter merken und hier kommen Passwortmanager ins Spiel. Nun stellt sich die Frage:

Was ist der beste Passwortmanager?

Es kommt ein wenig auf Dich an, weil der beste Passwortmanager von den Anforderungen der jeweiligen Person abhängt. Ohne um den heißen Brei zu reden: Für die meisten Leute ist Bitwarden 2026 die beste Wahl. Gratis ohne Gerätelimit, Open Source, Apps für alle Systeme inklusive Linux, Tresor auf Wunsch auf EU-Servern, Premium für 19,80 US-Dollar im Jahr. Je nach Situation sieht die Antwort anders aus:

  • Kostenlos: Proton Pass Free (unbegrenzt Geräte, Passkeys inklusive) oder Bitwarden Free, beide ohne Kreditkarte und ohne Zeitlimit.
  • Familie: Bitwarden Families (sechs Personen, 47,88 US-Dollar im Jahr) am günstigsten, 1Password Families (fünf Personen) am komfortabelsten, NordPass Family*, wenn Ihr sowieso NordVPN nutzt.
  • Open Source: KeePassXC, wenn der Tresor als Datei bei Dir bleiben soll, Bitwarden, wenn er in die Cloud darf. Für den Einstieg hilft unsere KeePassXC-Anleitung.
  • Nur Apple-Geräte: Die Passwörter-App von Apple (ab iOS 18 und macOS Sequoia) reicht, solange kein Android- oder Linux-Gerät dazukommt.
  • Nur Android und Chrome: Der Google Passwortmanager verschlüsselt laut BSI-Test nicht vollständig. Besser: Bitwarden oder Proton Pass, siehe unseren Vergleich der Passwortmanager für Android.
  • Daten in der EU: Proton Pass (nur Schweiz, Deutschland, Norwegen), NordPass, Bitwarden, 1Password und Keeper bieten europäische Speicherorte, Enpass und KeePassXC brauchen keinen Anbieter-Server.
  • Einmal zahlen statt Abo: Enpass Lifetime für 99,99 US-Dollar oder KeePassXC für null Euro.
  • Linux: Bitwarden, KeePassXC, 1Password, Proton Pass und NordPass haben einen Linux-Client, Details im Linux-Kapitel unten.

Auf welche Funktionen musst Du bei einem Passwortmanager achten?

Es gibt ein paar Eigenschaften, die jeder Passwortmanager mitbringen sollte. Hier ein paar Anhaltspunkte, auf die Du achten solltest:

  • Auto-Fill von Passwörtern: eine Browser-Erweiterung ist Pflicht, damit Du in Firefox, Chrome, Opera oder Edge keine Kennwörter eintippen musst.
  • Passwort-Generator: ein Passwortmanager muss natürlich starke Passwörter erzeugen können.
  • Verschlüsselung und Zero-Knowledge: Dein Tresor wird auf dem Gerät verschlüsselt, nicht einmal der Anbieter hat Zugriff. Der Haken: Ohne Master-Passwort und Wiederherstellungs-Option sind Deine Daten verloren.
  • Plattformübergreifende Synchronisierung: Deine Anmeldedaten müssen sich zwischen Windows, macOS, Linux, Android und iOS abgleichen.
  • 2FA (Zweifaktor-Authentifizierung): für die Anmeldung am Tresor reicht dann ein Passwort nicht, Du brauchst zusätzlich Biometrie, einen Code oder einen Sicherheitsschlüssel.
  • Passkeys: immer mehr Websites lassen Dich ohne Passwort anmelden. Der Passwortmanager sollte Passkeys speichern und auf allen Geräten synchronisieren.
  • Überprüfung der Passwortstärken: gute Passwortmanager finden schwache oder doppelt benutzte Passwörter.
  • Export und Notfallzugriff: Du musst Deine Daten jederzeit als Datei herausbekommen und im Ernstfall einer Vertrauensperson Zugang geben können.

Die besten Passwortmanager 2026 im Vergleich

Acht Passwortmanager, die 2026 eine Empfehlung wert sind oder zumindest eine Erklärung, warum nicht mehr. Preise pro Jahr, Stand September 2026. Bitwarden, Keeper und Enpass rechnen auch in Deutschland in US-Dollar ab; NordPass, Proton Pass und Dashlane zeigen je nach Aktion andere Euro-Preise, diese Werte sind gerundet nach CHIP und PC-WELT.

PasswortmanagerPreis pro Jahr (Einzel / Familie)Gratis-VersionOpen SourcePasskeysServer in der EUSitz
Bitwarden19,80 $ / 47,88 $ (6 Personen)Ja, unbegrenzt GeräteJaJaJa, wählbar, oder Self-HostingUSA
Proton Passrund 30 bis 36 € / Family für 6, AktionspreisJa, unbegrenzt Geräte, mit PasskeysJa (Apps)Ja, auch gratisJa, nur Schweiz, Deutschland, NorwegenSchweiz
1Password32,88 € im 1. Jahr, dann 43,80 € / 51,72 € im 1. Jahr, dann 69 € (5 Personen)Nein, 14 Tage TestNeinJaJa, wählbarKanada
NordPassrund 28 €, im 2-Jahres-Tarif rund 21 € / Family für 6 rund 40 €Ja, nur ein Gerät angemeldetNeinJaJa, Rechenzentren in USA und EUNiederlande / Litauen
KeePassXC0 € / 0 €Ja, komplettJaJa (seit 2.7.7)Kein Server, Tresor liegt bei DirCommunity
Keeper42,99 $ / 91,99 $ (5 Tresore)Praktisch nein (10 Einträge)NeinJaJa, Frankfurt oder Irland wählbarUSA
Enpass23,88 $ im 1. Jahr, Lifetime 99,99 $ / 47,88 $ (6 Personen)Desktop jaNeinJaKein Anbieter-Server, eigene CloudUSA / Indien
Dashlanerund 53 € / Friends & Family für 10, Preis beim AnbieterNein, 2025 eingestelltNeinJaKeine Regionswahl dokumentiertFrankreich / USA
Stand September 2026. Dollar-Preise laut Anbieter, Euro-Preise gerundet nach CHIP und PC-WELT.

Bitwarden: Preis-Leistung, Open Source und EU-Server

Bitwarden hat das beste Verhältnis aus Preis, Transparenz und Funktionen. Apps und Browser-Erweiterungen stehen unter der GPL, der Server-Code unter der AGPL. Wer will, betreibt den Server selbst, alle anderen wählen beim Anlegen des Kontos zwischen US- und EU-Cloud. Bitwarden lässt sich jährlich von Cure53 und anderen Firmen prüfen; die Forscher der ETH Zürich, die Anfang 2026 Angriffe über bösartige Server auf Cloud-Passwortmanager beschrieben, meldeten für Bitwarden: alle Punkte behoben.

  • Stärken: Gratis ohne Geräte- und Passwortlimit, Open Source, EU-Cloud oder Self-Hosting, Linux-Client, Preistipp bei CHIP, Preis-Leistungs-Sieger bei Computer Bild, Redaktionsempfehlung der PC-WELT.
  • Schwächen: Seit 2026 gibt es Authenticator, Dateianhänge, Notfallzugriff und Tresor-Berichte nur noch in Premium, und Premium kostet seit Januar 2026 19,80 statt 10 US-Dollar im Jahr. Schlichtere Oberfläche als 1Password.

Preis: Free 0 Euro, Premium 19,80 US-Dollar pro Jahr, Families 47,88 US-Dollar pro Jahr für sechs Personen.

Bitwarden ansehen

Proton Pass: die beste Gratis-Version, Server in der Schweiz und in Deutschland

Proton Pass kommt vom Schweizer Anbieter hinter Proton Mail und hat die großzügigste Gratis-Version der Runde: unbegrenzt Geräte und Logins, Passkeys auf allen Geräten und zehn E-Mail-Aliasse, ohne Kreditkarte. Die Apps sind quelloffen, die Daten liegen ausschließlich auf eigenen Servern in der Schweiz, in Deutschland und in Norwegen. Recurity Labs hat alle Apps und Erweiterungen von Januar bis April 2026 geprüft und weder Remote-Exploits noch Wege gefunden, die Verschlüsselung zu umgehen.

  • Stärken: Gratis ohne Gerätelimit, Passkeys auch gratis, E-Mail-Aliasse, Audit 2026, Standort Schweiz, bei der FAZ die Alternative zum Testsieger, bei heise der Tipp für Datenschutz, Platz 3 bei Computer Bild.
  • Schwächen: Jüngstes Produkt im Vergleich (Start 2023), Dark-Web-Überwachung und Dateianhänge erst in Pass Plus, nur Platz 5 bei CHIP, Euro-Preise wechseln mit den Aktionen.

Preis: Free 0 Euro, Pass Plus rund 30 Euro im Aktionsjahr bis rund 36 Euro pro Jahr, Pass Family für sechs Personen zum Aktionspreis beim Anbieter.

Proton Pass ansehen

1Password: Komfort, Reisemodus und Familientarif

Beim Komfort steht 1Password für mich an erster Stelle. Ich habe bereits erwähnt, dass ich den Reisemodus sehr schätze. Du kannst ihn sehr einfach nutzen. Lege zum Beispiel zwei Tresore an. In einem Tresor sind die sensiblen Daten, Log-ins, gescannte Dokumente und so weiter und in einem anderen die weniger wichtigen. Dann markierst Du mit wenigen Klicks den entsprechenden Tresor, dass er im Reisemodus ist. Im Anschluss musst Du Dich aber auf den Geräten noch einmal anmelden, die Du mit auf die Reise nehmen möchtest. Schließlich müssen sie die Änderungen übernehmen.

1Password: aktiviere den Reisemodus
1Password: aktiviere den Reisemodus

1Password ist die Wahl für Leute, denen Bedienung und Optik wichtiger sind als der Preis. Die FAZ hat es im Juni 2026 zum Testsieger gekürt, heise empfiehlt es für Vielnutzer und Reisen. BSI und Verbraucherzentrale NRW lobten im Dezember 2025 die vollständige Verschlüsselung und kritisierten die Nutzung von Daten zu Marketingzwecken. Den Tresor kannst Du in den USA, in Kanada oder in der EU ablegen.

  • Stärken: Reisemodus, beste Bedienung, Passkeys, Familientarif für fünf Personen mit gemeinsamen und privaten Tresoren, EU-Region, Linux-Pakete für fast jede Distribution, jährliche Penetrationstest-Berichte, Testsieger bei der FAZ.
  • Schwächen: Keine Gratis-Version, einer der teuersten Tarife, kein Open Source, nur Platz 7 bei Computer Bild.

1Password kostenlos testen

Preis: Individual 32,88 Euro im ersten Jahr, danach 43,80 Euro pro Jahr; Families 51,72 Euro im ersten Jahr, danach 69 Euro pro Jahr für fünf Personen (jährliche Zahlung, Euro-Preise laut 1Password). 14 Tage Test ohne Zahlungsdaten.

NordPass: Einsteigerfreundlich und im Bundle mit NordVPN

Vielleicht benutzt Du NordVPN sowieso. Es ist eines der populärsten Virtual Private Networks auf dem Markt und auch eines der besten, vor allen Dingen für das Umgehen von Geoblocking und Zensur. NordPass ist der Passwortmanager aus dem gleichen Haus, Nord Security mit Sitz in Amsterdam. Es gibt Apps für Windows, macOS, Linux, Android und iOS sowie Erweiterungen für alle gängigen Browser. Welches VPN zu Dir passt, zeigt unser VPN-Vergleich.

NordPass unterstützt alle populären Betriebssysteme
NordPass unterstützt alle populären Betriebssysteme

NordPass stellt eine kostenlose Version zur Verfügung. Du kannst damit so viele Passwörter speichern, wie Du willst. Auch Kreditkarten-Daten und Notizen kannst Du damit sicher speichern. Außerdem ist eine Plattform-übergreifende Synchronisierung möglich. Allerdings kannst Du nur auf einem Gerät gleichzeitig angemeldet sein.

NordPass kostenlos testen

Premium hebt das Gerätelimit auf und bringt Passwort-Check, Leak-Überwachung, Dateianhänge und das Teilen mit Vertrauenspersonen; Passkeys speichert NordPass ebenfalls. Die Tresore liegen in AWS-Rechenzentren in den USA und in der EU, im Test der FAZ ließ sich die EU-Speicherung auswählen. NordPass ist nicht der funktionsreichste Passwortmanager auf dem Markt, aber ein sehr angenehmer für den Einstieg: Computer Bild hat NordPass Premium im August 2026 zum Testsieger gemacht, die FAZ vergab den Preistipp, CHIP Platz 4. Cure53 hat den Code geprüft, das Unternehmen ist nach ISO 27001 und SOC 2 zertifiziert, ein Datenvorfall ist nicht bekannt.

  • Stärken: Einfache Bedienung, günstige 2-Jahres-Tarife, Family für sechs Personen, EU-Speicherung, Linux-App, Testsieger bei Computer Bild, Preistipp bei der FAZ.
  • Schwächen: Kein Open Source, gratis nur ein Gerät angemeldet und kein Leak-Scanner, die Aktionspreise stehen erst im Bestellprozess fest.

Preis: Free 0 Euro, Premium rund 28 Euro im Jahrestarif oder rund 21 Euro pro Jahr im 2-Jahres-Tarif, Family für sechs Personen rund 40 Euro pro Jahr (gerundet nach CHIP und PC-WELT, Aktionen wechseln laufend).

KeePassXC: kostenlos, offline und vom BSI ohne Bedenken

Der Open-Source-Passwortmanager KeePassXC ist richtig klasse und sicher, nur bei Weitem nicht so komfortabel wie die kostenpflichtige, aber günstige Konkurrenz. Für Technik-affine Leute ist KeePassXC eine tolle und kostenlose Option.

Zum Beispiel fehlt die Möglichkeit einer Cloud-Synchronisierung. Der Passwort-Tresor wird lokal gespeichert und das ist nicht einmal zwingend ein Nachteil. Möchtest Du Deine Passwörter auf mehreren Geräten benutzen, kannst Du den Tresor selbst in eine Cloud wie Nextcloud, Dropbox oder Google Drive synchronisieren. Das funktioniert gut, aber Du musst aufpassen, wenn Du den Passwort-Tresor mit mehreren Clients gleichzeitig offen hast, damit sie sich nicht gegenseitig überschreiben. Bei anderen Passwortmanagern ist das kein Problem.

Genau diese Eigenständigkeit ist der Grund, warum KeePassXC im Test von BSI und Verbraucherzentrale NRW vom Dezember 2025 als eines von nur zwei Programmen den Tresor vollständig verschlüsselte und „ohne Bedenken” empfohlen wurde. Der Code steht unter der GPLv3, ein Sicherheitsaudit hat KeePassXC Anfang 2023 bestanden, Version 2.7.9 trägt eine CSPN-Zertifizierung der französischen Behörde ANSSI. Aktuell ist Version 2.7.12 vom März 2026, Passkeys gibt es seit 2.7.7 über die Browser-Erweiterung. Nutzt Du noch das klassische KeePass: Wie sich dessen Master-Passwort 2023 aus dem Arbeitsspeicher holen ließ, haben wir damals beschrieben. Die Einrichtung zeigt unsere KeePassXC-Anleitung.

KeePassXC herunterladen

KeePassXC gibt es nur für Windows, macOS und Linux
KeePassXC gibt es nur für Windows, macOS und Linux

An dieser Stelle muss man anmerken, dass es mobile Apps gibt, die die von KeePassXC erstellten Datenbanken lesen und bearbeiten können.

Für Android ist das KeePass2Android, im BSI-Test neben KeePassXC das einzige Programm mit vollständiger Verschlüsselung. Mehr dazu in unserem Vergleich der Passwortmanager für Android.

Um es auf den Punkt zu bringen: Mit KeePassXC ist viel möglich, aber Du musst einiges an manueller Arbeit reinstecken. Tolle Software für ein einzelnes Laptop oder einen Desktop, aber nicht ganz schnörkellos, wenn Du mehrere Geräte hast.

  • Stärken: Komplett kostenlos, Open Source, kein Konto, kein Anbieter-Server, BSI-Urteil „ohne Bedenken”, Audit und ANSSI-Zertifizierung, Passkeys.
  • Schwächen: Synchronisierung und Teilen (KeeShare) sind Handarbeit, keine eigenen Mobil-Apps, Stiftung Warentest vergab 2022 nur „ausreichend”, weil KeePassXC unsichere Master-Passwörter zulässt.

Preis: 0 Euro, ohne Abo, ohne Konto.

Keeper: CHIP-Testsieger mit Zertifikaten, aber teuer

Keeper Security aus Chicago richtet sich in erster Linie an Unternehmen und Behörden, und das merkt man dem Produkt an: ISO 27001, SOC 2 und SOC 3, FedRAMP High und FIPS 140-3, Penetrationstests unter anderem von der NCC Group. CHIP hat Keeper im Test vom Juni 2026 zum Testsieger gemacht, Computer Bild vergab Platz 2. Privatkunden wählen beim Anlegen des Kontos die Region, in Europa Frankfurt oder Irland. Ein Datenvorfall ist nicht bekannt.

  • Stärken: Zertifikate wie sonst kein Anbieter im Vergleich, EU-Region wählbar, Familientarif mit fünf privaten Tresoren und 10 GB Speicher, Testsieger bei CHIP.
  • Schwächen: Einer der teuersten Anbieter, die Gratis-Version mit 10 Einträgen taugt nur zum Reinschnuppern, die Dark-Web-Überwachung BreachWatch kostet extra, kein Open Source.

Preis: Unlimited 42,99 US-Dollar pro Jahr, Family 91,99 US-Dollar pro Jahr für fünf private Tresore mit 10 GB Speicher, 30 Tage Test.

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Enpass: Einmalkauf und Tresor in der eigenen Cloud

Enpass geht einen eigenen Weg: Der Anbieter betreibt keine Server. Dein Tresor liegt lokal oder in einem Cloud-Speicher Deiner Wahl (Google Drive, OneDrive, iCloud, Dropbox, Nextcloud, WebDAV), und darüber gleicht Enpass Deine Geräte ab. Das ist der Kompromiss zwischen KeePassXC und den Cloud-Diensten: bequemer als KeePassXC, ohne Anbieterkonto, in das jemand einbrechen könnte. Die Desktop-Version ist kostenlos; wie viele Einträge die Mobil-Apps ohne Abo erlauben, gibt die Preisseite nicht klar an. Als einziger Anbieter im Vergleich verkauft Enpass eine Lifetime-Lizenz.

  • Stärken: Kein Anbieter-Server, Nextcloud und WebDAV als Speicherort, Einmalkauf, SOC 2 Type II, Passkeys auf Apple- und Android-Geräten, Family für sechs Personen.
  • Schwächen: Kein Open Source, Firma mit Sitz in den USA und Entwicklung in Indien, Stiftung Warentest 2022 nur „ausreichend”, Platz 7 bei CHIP.

Preis: Individual 1,99 US-Dollar pro Monat im ersten Jahr (23,88 US-Dollar), Family 3,99 US-Dollar pro Monat für bis zu sechs Personen, 3-Jahres-Lizenz 49,99 US-Dollar einmalig, Lifetime 99,99 US-Dollar einmalig.

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Dashlane: teuer, ohne Gratis-Version und mit Vorfall im Juni 2026

Dashlane war lange ein Tipp für Einsteiger, 2026 fällt es aus der Empfehlung. Den Gratis-Tarif mit 50 Passwörtern hat Dashlane 2025 eingestellt, es bleiben Premium und Friends & Family für bis zu zehn Mitglieder, nur als Jahresabo mit 14 Tagen Test. Mit rund 53 Euro im Jahr ist Premium der teuerste Tarif in dieser Runde. Anfang Juni 2026 haben Angreifer die Zwei-Faktor-Prüfung bei der Geräteregistrierung per Brute-Force überwunden und die verschlüsselten Tresore von weniger als 20 Privatkunden kopiert; die Infrastruktur war laut Dashlane nicht kompromittiert. Die FAZ hat Dashlane daraufhin aus ihren Empfehlungen gestrichen.

Dashlane Premium enthält außerdem ein VPN (Hotspot Shield), im Familientarif nur für die Person, die das Abo verwaltet. Es ist nicht schlecht, aber nicht so gut wie Spezialanbieter, zum Beispiel NordVPN*.

Dashlane bietet nicht nur eine Passwortverwaltung für Einzelpersonen an, sondern auch für Unternehmen.

Dashlane gibt es auch für Unternehmen
Dashlane gibt es auch für Unternehmen
  • Stärken: Dark-Web-Überwachung und VPN inklusive, Passkeys, Familientarif für zehn Personen.
  • Schwächen: Keine Gratis-Version mehr, teuerster Tarif, Vorfall im Juni 2026, keine dokumentierte EU-Speicherung.

Preis: Premium rund 53 Euro pro Jahr (gerundet nach CHIP), Friends & Family für zehn Personen nur zum Preis laut Anbieter, ausschließlich Jahresabos.

Und LastPass? Warum es hier nicht mehr empfohlen wird

LastPass stand jahrelang in dieser Liste, vor allem wegen der großzügigen Gratis-Version. Seit dem Einbruch vom Dezember 2022, bei dem Angreifer verschlüsselte Tresor-Backups von Kunden kopierten, ist das Vertrauen dahin. 2026 folgten Vergleiche mit Behörden in Kanada und den USA, im Juni 2026 gelangten über einen Dienstleister Kundendaten aus dem Salesforce-System von LastPass in fremde Hände; die Tresore waren diesmal nicht betroffen. FAZ und heise raten vom Wechsel ab, im CHIP-Test vom Juni 2026 landete LastPass auf dem letzten Platz. Wer es noch nutzt, exportiert den Tresor und zieht zu Bitwarden oder Proton Pass um.

LastPass Free im Jahr 2021
LastPass Free, Screenshot aus dem Jahr 2021: damals noch eine Empfehlung

Testspiegel: Was BSI, Stiftung Warentest, CHIP, Computer Bild und FAZ sagen

Ein eigenes Testlabor hat bitblokes nicht. Die großen deutschen Tester schon, und ihre Ergebnisse widersprechen sich zum Teil, weil jeder andere Kriterien gewichtet:

TesterDatumProdukteErgebnis
BSI und Verbraucherzentrale NRWDezember 2025 (Prüfung im ersten Halbjahr 2025)10, darunter 1Password, KeePassXC, KeePass2Android, Chrome, FirefoxNur KeePassXC und KeePass2Android verschlüsseln vollständig; bei Chrome, mSecure und PassSecurium kann der Hersteller auf Daten zugreifen. Fazit trotzdem: Passwortmanager nutzen. Bitwarden, Proton Pass, NordPass, Keeper, Dashlane fehlten.
Stiftung Warentesttest 7/2022, online aktualisiert im Januar 202616Sieben „gut”, darunter 1Password, Dashlane, Keeper, Bitwarden, NordPass; LastPass „befriedigend”; Enpass und KeePassXC „ausreichend” (unsichere Master-Passwörter erlaubt).
Stiftung Warentest mit Que Choisir und TestachatsFebruar 202612Alle bestehen den Sicherheitstest; beste Kombination aus Sicherheit und Bedienung: NordPass, LastPass, RoboForm. KeePassXC und Enpass bei der Handhabung hinten.
CHIP TestcenterTest im Juni 2026, aktualisiert im September 20269Testsieger Keeper, Preistipp Bitwarden, dann 1Password, NordPass, Proton Pass. LastPass Letzter.
Computer BildAugust 20267Testsieger NordPass Premium (1,3), Keeper 1,4, Proton Pass 1,7. Bitwarden Preis-Leistungs-Sieger.
FAZ KaufkompassJuni 202619Testsieger 1Password, Alternative Proton Pass Plus, Preistipp NordPass, Bitwarden empfohlen. Dashlane gestrichen, Warnung vor LastPass.
Deutsche Passwortmanager-Tests 2025 und 2026 im Überblick

Kein Produkt gewinnt überall: Keeper, NordPass und 1Password holen je einen Testsieg, Bitwarden ist der Konsens beim Preis-Leistungs-Verhältnis, Proton Pass steht bei FAZ und Computer Bild auf dem Podium, KeePassXC bekommt vom BSI die beste Sicherheitsbewertung und von der Stiftung Warentest die schlechteste Note für die Handhabung. Genau deshalb steht oben eine Entscheidungsliste statt einer Rangfolge. Einen Vergleichstest von AV-TEST gibt es für 2025 und 2026 nicht.

Passkeys: Welche Passwortmanager 2026 ohne Passwort auskommen

Passkeys ersetzen das Passwort durch ein Schlüsselpaar: Der private Schlüssel bleibt auf Deinem Gerät oder in Deinem Passwortmanager, die Website bekommt nur den öffentlichen Teil. Phishing läuft ins Leere, weil es nichts abzutippen gibt.

Der Haken: Speicherst Du Passkeys nur im Schlüsselbund von Apple oder im Google Passwortmanager, hängen sie am jeweiligen Ökosystem. Alle acht Produkte in diesem Vergleich speichern Passkeys inzwischen und nehmen sie auf andere Geräte mit, Proton Pass ausdrücklich auch im Gratis-Tarif, KeePassXC seit Version 2.7.7 vom März 2024 über die Browser-Erweiterung und den selbst synchronisierten Tresor. Ein Fragezeichen bleibt beim Gratis-Tarif von Bitwarden, dessen Preisseite die Passkey-Verwaltung unter Premium führt.

Passwortmanager für Linux

Suchst Du speziell einen Passwortmanager für Linux, stehen Dir diverse Optionen zur Verfügung. Wie in diesem Beitrag beschrieben, gibt es komplett kostenlose Optionen und auch kostenpflichtige. Es kommt etwas auf Deine eigene Bequemlichkeit an und wie viel Benutzerfreundlichkeit Du opfern möchtest.

Zudem ist noch ein Kriterium, welche Distribution Du benutzt. NordPass kam für Linux als Snap-Paket, was auf Ubuntu selbstverständlich ist und anderswo zumindest funktioniert. Bitwarden und Proton Pass haben ebenfalls Desktop-Apps für Linux plus Browser-Erweiterungen. Alle drei sind Plattform-übergreifend und das ist praktisch, wenn Du nicht nur Linux benutzt.

1Password bietet mehr Installationsoptionen für Linux. Hier kannst Du Dich zwischen .deb- und .rpm-Paketen entscheiden. Zudem gibt es Optionen für Arch und sogar ARM-Varianten (AARCH64). Für x86-Plattformen kannst Du 1Password aus dem Snap-Store installieren oder ein Flatpak nutzen.

1Password für Linux
1Password für Linux

KeePassXC läuft auf eigentlich allen Linux-Distributionen, die mir bekannt sind. Der Passwortmanager für Linux ist komplett kostenlos, aber nicht so benutzerfreundlich wie die eben erwähnten. Bei der Synchronisation über mehrere Geräte musst Du etwas kreativ werden und vielleicht einen Cloud-Service nutzen.

Welchen Passwortmanager für Linux Du nutzt, musst Du selbst entscheiden. Es wird wohl darauf ankommen, wie viel Komfort Du haben möchtest und wie viele andere Betriebssysteme Du benutzt. Die kostenpflichtigen Passwortmanager für Linux darfst Du aber alle risikofrei testen.

Für den Fall der Fälle …

Ich möchte hier noch einen persönlichen Tipp geben, falls etwas passiert. Ausschließen kann man das nicht. Das Thema ist unangenehm, aber wir sollten einen realistischen Blick darauf werfen.

Einige Passwortmanager bieten Notfallzugriffe. Die sind ganz OK, haben teilweise auch Tücken. Ich habe sozusagen eine 2MA (Zwei-Menschen-Authentifizierung) eingerichtet. Was? Wie?

Ein Beispiel für so eine Tücke: Bitwarden hat den Notfallzugriff 2026 aus dem Gratis-Tarif gestrichen, er steckt jetzt in Premium. Prüfe also, ob Dein Tarif die Funktion enthält und wie die Vertrauensperson im Ernstfall tatsächlich an die Daten kommt.

Das Prinzip ist ganz einfach. Ich habe meine relevanten Daten auf zwei Menschen aufgeteilt, denen ich natürlich 100 % vertraue. Nur zusammen können sie meinen Passwort-Tresor öffnen. Diese Leute haben eingeschweißte Papierzettel von mir bekommen, die sie wiederum an einem sicheren Ort aufbewahren.

Im Falle von Master-Passwörtern könntest Du Dein sicheres Kennwort aufteilen oder es in eine KeePassXC-Datenbank legen. Eine Person bekommt dann die Datenbank und die andere das Passwort darauf. Somit kommen sie im Notfall auch wieder nur zusammen an Deine Daten.

Die Datenbank selbst kannst Du zusätzlich in einem verschlüsselten Cloud-Tresor ablegen, zum Beispiel mit Cryptomator, damit sie auch dann noch existiert, wenn der Laptop verloren geht.

Ob das nun ein idealer Ansatz ist, darüber lässt sich auch streiten. Selbst Bankschließfächer haben Vorteile und Nachteile. Wichtig ist, dass Du Dir eine Methode überlegst, wie vertrauenswürdige Personen im Notfall auf Deinen Passwort-Tresor zugreifen können. Wie Du das machst, bleibt Dir überlassen. Auf jeden Fall solltest Du eine Option wählen, die Dich ruhig schlafen lässt.

FAQ: Die häufigsten Fragen zum Passwortmanager

Welcher Passwortmanager ist der beste?

Für die meisten Leute Bitwarden: kostenlos ohne Gerätelimit, Open Source, EU-Server, Premium für 19,80 US-Dollar im Jahr. Für Komfort und Familie 1Password, für null Euro Proton Pass, für den Tresor auf der eigenen Festplatte KeePassXC. Die deutschen Tests 2026 haben drei verschiedene Testsieger (Keeper bei CHIP, NordPass bei Computer Bild, 1Password bei der FAZ); einen objektiv besten gibt es nicht, nur den besten für Deine Anforderungen.

Welcher Passwortmanager ist kostenlos?

Komplett kostenlos ist KeePassXC. Gratis-Tarife ohne Gerätelimit bieten Proton Pass Free und Bitwarden Free. NordPass Free speichert unbegrenzt Passwörter, lässt Dich aber nur auf einem Gerät gleichzeitig angemeldet sein. Bei Enpass ist die Desktop-Version kostenlos, Keeper Free mit 10 Einträgen taugt nur zum Ausprobieren. 1Password bietet nur 14 Tage Test, Dashlane hat seinen Free-Tarif 2025 eingestellt.

Sind Passwortmanager sicher?

Ja, und vor allem sicherer als die Alternativen: dasselbe Passwort überall, Zettel am Monitor oder der Browser-Speicher. Das BSI kommt in seinem Test vom Dezember 2025 trotz einzelner Kritikpunkte zu genau diesem Schluss. Die Anbieter in diesem Vergleich verschlüsseln Deinen Tresor auf dem Gerät, ein Einbruch beim Anbieter liefert nur verschlüsselte Daten; das zeigten die Vorfälle bei LastPass 2022 und Dashlane 2026. Halte Apps und Erweiterungen aktuell: Die im August 2025 bekannt gewordene Clickjacking-Schwachstelle in den Erweiterungen fast aller Anbieter wurde nur per Update geschlossen.

Passwortmanager oder Browser?

Der Passwortspeicher von Chrome, Firefox oder Edge ist bequem und besser als gar keiner. Das BSI rät trotzdem zu eigenständigen Programmen, weil Browser-Speicher von Schadsoftware leichter auszulesen sind. Im BSI-Test verschlüsselte der Google Passwortmanager in Chrome nicht vollständig, Google kann auf die Daten zugreifen und 2FA-Codes verwaltet er nicht. Die Passwörter-App von Apple ist im reinen Apple-Haushalt eine gute Lösung, unter Android und Linux gibt es sie nicht. Sobald Du mehrere Browser oder Betriebssysteme nutzt oder Passkeys überall brauchst, ist ein eigenständiger Passwortmanager die bessere Wahl.

Was passiert, wenn ich mein Master-Passwort vergesse?

Bei Zero-Knowledge-Diensten kann der Anbieter Dein Master-Passwort nicht zurücksetzen, sonst käme er ja an Deine Daten. Die meisten Cloud-Anbieter bieten stattdessen Wiederherstellungscodes oder den Notfallzugriff über eine Vertrauensperson an, beides musst Du vorher einrichten. Bei KeePassXC gibt es keinen Rettungsweg. Ratsam ist deshalb, das Master-Passwort auf einem Zettel in einem echten Tresor oder bei einer Vertrauensperson zu haben, wie im Abschnitt „Für den Fall der Fälle” beschrieben.

Empfehlung: Welchen Passwortmanager solltest Du nehmen?

Nimm Bitwarden, wenn Du nicht lange überlegen willst: kostenlos ohne Gerätelimit, Open Source, EU-Server, Linux-App, Premium für 19,80 US-Dollar im Jahr, sobald Du 2FA-Codes, Dateianhänge oder den Notfallzugriff brauchst. Nimm Proton Pass, wenn Du nichts zahlen und trotzdem Passkeys auf allen Geräten haben willst oder der Serverstandort Schweiz zählt. Nimm 1Password, wenn Komfort, Reisemodus und ein Familienkonto für fünf Personen wichtiger sind als der Preis. Nimm NordPass, wenn Du ohnehin NordVPN nutzt. Und nimm KeePassXC, wenn Deine Passwörter keinem Anbieter anvertraut werden sollen; wie das geht, zeigt unsere KeePassXC-Anleitung. Keeper und Enpass sind gute Spezialisten für Zertifikate beziehungsweise Einmalkauf, Dashlane und LastPass lässt Du 2026 links liegen.

Egal, wofür Du Dich entscheidest: Fang mit den zehn wichtigsten Konten an (E-Mail, Bank, Apple- oder Google-Konto, Amazon), vergib dort neue, einmalige Passwörter, schalte 2FA ein und lass den Rest beim Surfen nach und nach einsammeln.

Aktualisiert am 07.09.2026 um 10:55 Uhr von Henry. Fakten geprüft: Preise und Gratis-Tarife der acht Anbieter (Stand September 2026), Passkey-Unterstützung, Serverstandorte, Audits und Vorfälle 2025/2026 sowie die Ergebnisse von BSI und Verbraucherzentrale NRW, Stiftung Warentest, CHIP, Computer Bild und FAZ.




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