Linux Mint 19.2 Tina – das mache ich direkt nach der Installation!

2 August 2019 Ein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Linux Mint 19.2 Tina ist verfügbar und nach einer Neuinstallation folgt der Feinschliff. Natürlich richtet sich jeder sein Linux Mint so her, wie er das möchte. Ich schreibe einfach zusammen, was ich nach einer Neuinstallation mache. Vielleicht ist die eine oder andere Anregung für Dich dabei.

Die Liste hat übrigens keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Aber wenn Dir noch etwas einfällt, dann schreibe Deine Tipps gerne in die Kommentare. Ich nehme sie dann noch hier auf.

Tipp: Das Upgrade auf Linux Mint 19.2 via Aktualisierungsverwaltung ist in der Zwischenzeit auch möglich.

Update, Aktualisierungsverwaltung und Timeshift

Gleich nach der Installation wird Dir die Aktualisierungsverwaltung sicherlich sagen, dass Updates zur Verfügung stehen. Das ist meist bei einer Neuinstallation so. Also aktualisiere ich das System zunächst. Außerdem bekomme ich einen Hinweis, Timeshift einzurichten. Damit macht das System Schnappschüsse des Betriebssystems. Sollte etwas bei einem Update oder Upgrade schieflaufen, kannst Du damit eine Rolle rückwärts machen.

Der Standard von täglich ist mir aber zu viel und mir persönlich reichen wöchentliche Schnappschüsse. Der Grund ist, dass ich alle wichtigen Daten in meiner Nextcloud habe und deswegen so oder so schnell wieder einsatzbereit bin. Notfalls kann ich sogar CODE (Collabora / LibreOffice Online) als Browser-Office nutzen.

Bei Timeshift reichen mir auch wöchentliche Schnappschüsse

Bei Timeshift reichen mir auch wöchentliche Schnappschüsse

Die Aktualisierungsverwaltung bietet mir nun in den Einstellungen, alte Kernel automatisch entfernen zu lassen. Weiterhin darf ich mir Updates automatisch einspielen lassen.

Linux Mint 19.2 - alte Kernel automatisch entfernen

Linux Mint 19.2 – alte Kernel automatisch entfernen

Dieses Angebot nehme ich dankend an, da es ganz einfach Zeit spart. Zusammen mit Timeshift sollte das relativ sicher sein.

Backup von Linux Mint 19.2 mit Déjà Dup

Das enthaltene Backup-Programm ist zwar nicht schlecht, aber mich nervt, dass es immer nur komplette Backups macht. Es gibt natürlich Alternativen, die auch inkrementelle Datensicherung können. Ein sehr gutes Programm ist Déjà Dup, das Du auch in der Software-Verwaltung findest.

Etwas komisch ist, dass Du nach der Installation und dem Start zunächst aufgefordert wirst, das Paket duplicity zu installieren. Danach meckert das Programm, dass es auf irgendwas Google wartet und es geht nicht weiter. Das liegt daran, dass Google nicht in den Internetkonten eingerichtet ist. Das will ich auch nicht. Schließe Déjà Dup einfach (auf Abbrechen klicken) und öffne es über das Menü nochmals. Es wird unter Datensicherungen geführt.

Hast Du Dir eine Nextcloud-Verbindung über die Internetkonten eingerichtet, kannst Du Déjà Dup damit benutzen. Ansonsten definierst Du einen anderen Speicherort. Gibst Du Netzwerkserver ein, bekommst Du beim Klick auf das Fragezeichen auch eine schöne Erklärung.

Déjà Dup - wohin sichern?

Déjà Dup – wohin sichern?

Wer sich sein Backup lieber via Kommandozeile einrichtet, der nimmt möglicherweise rsync. Die erste Einrichtung kann etwas nerven, aber sobald die Sache erst läuft, muss man sich kaum noch darum kümmern.

Backups an sich sind eine Wissenschaft für sich. Wann wird welche Datei wie lange aufgehoben und vor allen Dingen wo? Wie viele Tage willst Du in die Vergangenheit zurückkehren können und so weiter. Da muss jeder selbst eine Strategie finden. Wichtig ist zunächst, dass Du das Backup nicht vergisst.

Was ist mit Timeshift? Mit Timeshift könntest Du auch Backups machen, allerdings ist das Programm dafür gedacht, das Betriebssystem an sich zu sichern. Beziehungsweise macht es einen Schnappschuss, neudeutsch Snapshot, der Systemdateien und sollte etwas bei einer Installation oder einem Update schieflaufen, kannst Du einen früheren Zustand wiederherstellen. Für die Datensicherung der Anwenderdaten ist das eigentlich nicht gedacht.

Komplettes System migrieren

Möchtest Du übrigens ein komplettes System von A nach B migrieren, dann ist die Backup-Lösung von Linux Mint echt nicht schlecht. Du musst aber aufpassen! Per Standard sichert das Backup-Tool keine versteckten Verzeichnisse im Home-Verzeichnis. Das betrifft auch den Ordner .thunderbird, den Du manuell hinzufügen musst.

Werden Dir versteckte Ordner und Dateien nicht angezeigt, mache sie mit der Tastenkombination Strg + H sichtbar.

Verzeichnisse einschließen - vor allen Dingen versteckte!

Verzeichnisse einschließen – vor allen Dingen versteckte!

Gleiches gilt auch für den Ordner .mozilla. Benutzt Du Firefox, aber keine Online-Synchronisation, dann liegen darin Deine Lesezeichen. Behalte solche Sachen einfach im Hinterkopf. A propos Firefox.

Firefox-Suche auf Startpage umstellen und Brave installieren

Ich weiß, dass die Entwickler an den Yahoo!-Suchen beteiligt werden, aber die Suchergebnisse sind für den deutschen Markt einfach nicht geeignet oder unzureichend. Vielleicht liegt es an mir, aber bei dem Yahoo! finde ich einfach nichts! Google will ich aber auch nicht nehmen, deswegen stelle ich auf Startpage um. Das ist ein Kompromiss, mit dem ich leben kann.

Startpage bei Firefox

Startpage bei Firefox

Der Trend geht ja eindeutig zum Zweitbrowser und ich nehme dafür Brave*. Der Browser zahlt mich für den Klick auf Werbung in $BAT. Reich wirst Du davon nicht, aber Kleinvieh macht vielleicht im Laufe der Jahre auch Mist. Ich sammle einfach Mal und schaue dann irgendwann wieder nach.

Brave Rewards: Wie viel Werbungen pro Stunde

Brave Rewards: Wie viel Werbungen pro Stunde

Brave hat einen Werbeblocker und Schutz vor Tracking bereits eingebaut. Ich benutze den Browser echt gerne, da ich auch das Konzept dahinter unterstütze und gut finde.

LibreOffice auf Fresh-PPA umstellen

LibreOffice ist bei Linux Mint 19.2 Tina per Standard als Version 6.0 enthalten. Das reicht Dir vielleicht, aber ich nutze lieber die neueste Variante. Zum Glück gibt es dafür ein PPA, mit dem sich immer die neueste Version installieren lässt. Öffne ein Terminal und führe nachfolgende Befehle aus, um das Fresh-PPA zu nutzen:

sudo add-apt-repository ppa:libreoffice/ppa
sudo apt-get update
sudo apt install libreoffice

Alternativ dazu könntest Du LibreOffice als Flatpak installieren. Dort ist auch Version 6.2.x vorhanden. Von LibreOffice brauche ich aber wirklich keine zwei Varianten und das PPA erledigt seinen Job sehr gut.

LibreOffice 6.2 unter Linux mint 19.2 Tina

LibreOffice 6.2 unter Linux mint 19.2 Tina

Außerdem installiere ich Sifr:

sudo apt install libreoffice-style-sifr

Öffne ich danach LibreOffice, kann ich sifr unter Extras -> Optionen -> Ansicht -> Symbolstil einstellen. Nun sind die Symbole meines LibreOffice nicht mehr so bunt, sondern in einem ruhigen Monochrom gehalten. Obwohl das Bunt von LibreOffice nicht mehr so laut wie früher ist, ist mir das monochrome Sifr trotzdem lieber.

Sifr

Sifr

Extras -> Optionen -> Pfade richte ich mir mein persönliches Wörterbuch wieder ein. Das liegt in der Nextcloud und ich kann damit von allen Rechnern aus zugreifen. Da hat sich schon einiges gesammelt und ich möchte meine eigene Wörter-Sammlung nicht mehr missen. Ein

cat standard.dic | wc -l

hat mir gerade verraten, dass sich bereits 751 Wörter in meinem persönlichen Wörterbuch befinden. Da ist viel Denglisch dabei oder auch Eigennamen / Firmennamen. Es sammelt sich was im Laufe der Zeit. Die Sache mit der Rechtschreibprüfung ist aber noch besser geworden, seitdem ich LanguageTool einsetze.

LanguageTool unter Linux Mint 19.2 installieren

Weil wir gerade beim Wörterbuch sind. Natürlich installiere ich auch das Addon LanguageTool für LibreOffice. Es funktioniert wirklich gut und ist mir sehr ans Herz gewachsen. Das Browser-Addon fand ich früher besser. Nun hakelt es leider oft und ich habe es die meiste Zeit deaktiviert. Bei LibreOffice ist es allerdings immer aktiv.

LanguageTool für LibreOffice installieren

LanguageTool für LibreOffice installieren

Wer viel mit Text zu tun hat, will auf dieses Addon nicht verzichten. Für LibreOffice funktioniert das LanguageTool offline!

Internetkonto für Nextcloud einrichten

Obwohl ich gerne den Sync-Client für die Nextcloud verwende, richte ich sie mir trotzdem als Internetkonto ein. Nebenbei bemerkt könnte man eigentlich das ownCloud-Logo ersetzen, wenn schon Nextcloud daneben steht. Das ist zwar nur Kosmetik, aber trotzdem.

Nextcloud in Linux Mint 19.2 verbinden

Nextcloud in Linux Mint 19.2 verbinden

Den Grund für die Nextcloud-Anbindung siehst Du im Screenshot. Eine Kontakt-App fehlt per Standard zwar, aber die vorinstallierte Kalender-Anwendung interagiert mit der Nextcloud. Kontakte brauche ich hier nicht, da ich das via Thunderbird verwalte. Mit dem Kalender ginge das übrigens auch, aber ich mag die Kalender-App von GNOME.

Nextcloud-Client installieren

Ich möchte nicht mehr ohne meine Nextcloud auskommen und der Sync-Client funktioniert in der Zwischenzeit gut. Du findest ihn auch in der Anwendungsverwaltung, aber nur als Flatpak. Mir sind über 700 MByte einfach zu groß. Ja, viel davon ist Laufzeitumgebung und die wird von anderen Flatpaks genutzt, aber ich habe keine anderen Flatpaks im Einsatz. Deswegen hole ich mir den Nextcloud-Client aus dem dazugehörigen PPA:

sudo add-apt-repository ppa:nextcloud-devs/client
sudo apt-get update

Für die Installation nimmst Du am besten zwei Pakete und hier kommt es darauf an, welche Mint-Variante Du benutzt. Damit Dir die netten Symbole im Dateimanager angezeigt werden, ist das entsprechende Paket noch zu installieren. Für die Cinnamon-Version lautet der Befehl:

sudo apt install nextcloud-client nextcloud-client-nemo

Ist das das Plugin für Nemo installiert, bekomme ich auch das entsprechende Symbol am Nextcloud-Ordner angezeigt.

Nextcloud – alles synchronisiert

Nextcloud – alles synchronisiert

Es gibt auch spezielle Pakete für Caja (MATE), Dolphin (KDE) und Nautilus (GNOME). Die heißen ganzunspektakulär wie folgt:

  • nextcloud-client-caja
  • nextcloud-client-dolphin
  • nextcloud-client-nautilus

Thunderbird unter Linux Mint 19.2 einrichten

Für E-Mails und Kontakte benutze ich seit Jahren Thunderbird. Ich liebäugle schon länger damit, auch das in die Nextcloud zu ziehen, aber die Gewohnheit …

Thunderbid ist vorinstalliert, aber ich müsste es erst wieder einrichten. Da bin ich aber zu faul und außerdem müssten sich dann wieder etliche E-Mails herunterladen.

Deswegen erstelle ich aus dem Ordner ~/.thunderbird ein Archiv und packe es auf dem neuen Rechner oder der neuen Installation einfach wieder aus.

Entweder machst Du das komplett via Kommandozeile:

tar czvf thunderbird.tgz .thunderbird

Oder Du rufst Dein Home-Verzeichnis mit Nemo auf und drückst dann Strg + H, um versteckte Ordner sichtbar zu machen. Dann kannst Du aus dem Ordner .thunderbird einfach mit der rechten Maustaste ein komprimiertes Archiv erstellen.

Thunderbird-Ordner komprimieren

Thunderbird-Ordner komprimieren

Wie Du das Archiv erstellst, ist egal. Persönlich finde ich es die schnellste Option, Thunderbird von System A nach System B zu migrieren. Funktioniert seit Jahren. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich Thunderbird zum letzten Mal manuell eingerichtet habe.

Zusätze für Gimp und andere Foto-Tools

Ich mache relativ viel mit Gimp und spiele manchmal einfach gerne damit. Deswegen installiere ich grundsätzlich die Pakete gimp-plugin-registry und auch G’MIC. Du findest beide Pakete in den Repositories. Diese beiden Filter-Pakete nun im einzelnen zu erklären, würde Bücher dauern. Aber sie sind einfach Klasse.

G'MIC gibt es natürlich auch für Linux Mint 19.2

G’MIC gibt es natürlich auch für Linux Mint 19.2

Linux Mint 19.2 liefert immer noch Gimp 2.8 aus. Version 2.10 ist schon länger da, aber gerade wegen der Filter bleibe ich persönlich an dieser Stelle konservativ. Mir reicht, was Gimp 2.8 kann.

Du könntest Gimp 2.10 als Flatpak installieren, aber da braucht es 2,7 GByte. Das ist viel Platz. es liegt daran, dass die Laufzeitumgebung installiert werden muss.

Als Hobby-Fotograf kommen bei mir immer auch RawTherapee, digikam und Darktable auf den Rechner. Von RawTherapee nehme ich allerdings das AppImage, das im Download-Bereich der Projektseite zu finden ist. Das gilt auch für digiKam (Download). Für Darktable gibt es ein PPA, das Dich mit der neuesten Version versorgt.

Old Man of Storr: Screenshot aus dem 360° Panorama

Old Man of Storr: Screenshot aus dem 360°-Panorama

Zusätzlich installiere ich noch Hugin, das ich zum Stitchen von Fotos verwende. Außerdem mache ich damit meine 360°-Panoramas, wenn ich dazukomme.

Bildlaufleiste etwas größer machen

Seit Linux Mint 19.2 Tina kannst Du die Größe der Bildlaufleiste oder Scrollbar selbst definieren. Mir wird die Funktion gegeben, also nutze ich sie auch, weil mir der Standard tatsächlich etwas zu fummelig ist.

Du darfst bei Linux Mint 19.2 die Bildlaufleiste größer machen

Du darfst bei Linux Mint 19.2 die Bildlaufleiste größer machen

Du findest die Einstellung bei den Themen, wie Du im Screenshot oben siehst.

Eigenes Hintergrundbild – Themes und sonstige Kosmetik bei Linux Mint 19.2

Die Hintergrundbilder von Linux Mint sind normalerweise schön, aber ich bevorzuge trotzdem meinen eigenen Unterwasser-Fotos. Meistens nehme ich das 5-Meter-Walhai-Baby, weil es so ein unvergessenes Erlebnis war.

Farblich passend dazu wäre bei den Themes übrigens Mint-Y-Aqua, das es in einer hellen oder eine dunklen Ausführung gibt. Es lohnt sich tatsächlich, einen Blick auf die Themen zu werfen, um das Betriebssystem ein bisschen zu personalisieren.

Walhai und Mint-Y-Aqua bei Linux Mint 19.2

Walhai und Mint-Y-Aqua bei Linux Mint 19.2

Empfehlen kann ich auch einen Rechtsklick auf die Desktop-Oberfläche und dann Anpassen. Dort kannst Du mit den Schiebereglern links und unten die Abstände der Symbole bestimmen. Außerdem kannst Du konfigurieren, wie Cinnamon auf dem Desktop sortieren soll.

Desktop anpassen

Desktop anpassen

Obwohl es viele Neuerungen gibt, ist alles irgendwie beim Alten geblieben. Das schätze ich seit Jahren an Linux Mint. Die Entwickler behalten ihre Linie bei und springen nicht wild durch die Gegend.

VPN – Virtual Private Network für Linux Mint 19.2

Ein VPN gehört in der Zwischenzeit zur Standardausstattung meiner Geräte. Dabei ist es egal, ob es sich um ein Notebook mit Linux oder ein Mobilgerät mit Android handelt. VPNs schützen nicht nur vor neugierigen Augen, sondern in fremden WLANs (zum Beispiel Airbnb) vor Hackern.

Außerdem lässt sich damit nerviges Geoblocking aushebeln oder Du kommst in den Genuss eines fast werbefreien Formel-1-Rennens. Auch einige Champions-League-Spiele über das Schweizer Fernsehen konnte ich damit gucken und das wird die kommenden beiden Jahre noch so bleiben. In Deutschland ist das inzwischen alles Pay-TV (2 Abos – Sky und DAZN, wenn Du alle Spiele sehen willst).

Darüber hinaus kannst Du mit einem VPN Zensur umgehen. Das funktioniert in einigen Ländern aber nur, wenn Du ein VPN benutzt, das VPN-Sperren umgehen kann. Diverse Provider haben dafür Stealth-Technologie im Einsatz.

VPN-Anbieter gibt es in der Zwischenzeit wie Sand am Meer und ich kenne nicht alle. Es ist auch egal, wie Du Dich schützt. Vielleicht nimmst Du Deine Fritz!Box oder ein VPN für Arme (sshuttle), wenn Du einen eigenen Server oder einen Raspberry Pi aus dem Internet erreichst. Es gibt sehr viele Optionen, die mehr oder weniger benutzerfreundlich sind.

VPN kosten pro Monat weniger als ein Bier und so viel sollte uns zusätzliche Security wert sein. Ich kann Dir verraten, welche Lösungen bei mir gut funktionieren und welche ich im Einsatz habe. Alle hier vorgestellten VPN-Anbieter verfolgen eine strikte Keine-Logs-Richtlinie.

NordVPN – das universellste VPN

NordVPN (top Preis-Leistung!)* ist einer der günstigsten und besten Anbieter auf dem Markt. Der Client für Android ist sehr benutzerfreundlich. Er ist wirklich nicht kompliziert. Seit kurzer Zeit bietet das Unternehmen auch NordLynx an. Das ist WireGuard-Unterstützung von NordVPN. Damit ist die Firma der erste richtig große Anbieter, der das VPN-Protokoll WireGuard offiziell unterstützt.

Dank NordLynx gibt es WireGuard-Unterstützung

Dank NordLynx gibt es WireGuard-Unterstützung

Eine weitere erstklassige Funktion von NordVPN ist CyberSec. Das ist ein Adblocker, der auch Tracker und Malware abhält. Solange ich in meinem eigenen LAN bin, schützt mich Pi-hole vor Werbung und Trackern. Sobald ich das Haus verlasse, ist NordVPN inklusive CyberSec aktiv. Wie Du im Screenshot oben siehst, ist CyberSec auch im CLI für Linux enthalten. Die Funktion arbeitet auf Netzwerkebene und gilt damit für das gesamte System.

Für Linux gibt es einen Kommandozeilen-Client, der aber auch auf dem Raspberry Pi funktioniert. Das ist übrigens auch eine der einfachsten Methoden, einen System-weiten Adblocker auf dem Raspberry Pi zu installieren.

In Ländern mit VPN-Sperren wie Ägypten funktioniert NordVPN sehr gut. Dafür dienen die verschleierten Server (obfuscated).

NordVPN erlaubt außerdem Torrents und P2P. Du kannst bis zu 6 Verbindungen gleichzeitig aufbauen. Das sollte für die gesamte Familie reichen, zumal Du das VPN auch auf einem Router betreiben darfst.

Der Anbieter ist bekannt dafür, Geoblocking immer wieder aushebeln zu können. Ich habe zwar kein Netflix, aber BBC iPlayer und Zattoo Schweiz funktionieren damit ohne Probleme.

Probiere den Service einfach aus, weil Du eine 30-tägige Geld-Zurück-Garantie hast! Preis-Leistung bei NordVPN ist erstklassig.

PIA – Private Internet Access – der beste Linux-Client

Linux Mint arbeitet offiziell mit PIA (günstig!) * zusammen und bietet auch einen eigenen VPN-Client (PIA Manager) an. Ich weiß ehrlich gesagt nicht warum. Der Client kann eigentlich gar nichts und hat in der Vergangenheit immer wieder Probleme gemacht. Nachfolgend ist ein Screenshot, der den aktuellen Client von Private Internet Access zeigt.

PIA MACE - toller Adblocker

PIA MACE – toller Adblocker

PIA ist super sympathisch, hat für mich den besten grafischen Linux-Client und PIA MACE ist ebenfalls ein Ad- / Malware-Blocker. Auch bei PIA ist P2P erlaubt und Du kannst sogar 10 Geräte gleichzeitig verbinden. Genau wie NordVPN bietet auch PIA einen eigenen Android-Client an.

Die Geld-Zurück-Garantie von PIA beträgt 7 Tage. Willst Du ein VPN-GUI für Linux, mit dem Du alles einstellen kannst, dann nimm PIA.

Mullvad – das anonymste VPN für Linux Mint 19.2

Den schwedischen VPN Provider Mullvad muss man einfach mögen. Du könntest sogar Bargeld inklusive Deiner Kundennummer hinschicken und Dein Abonnement wird verlängert. Da Du nur eine Kundennummer bekommst und weder E-Mail-Adresse noch andere persönliche Angaben machen musst, ist es das anonymste VPN, das ich kenne.

Bei Mullvad ist sämtlicher Datenverkehr (Torrents, P2P) gestattet und Du kannst 5 Geräte gleichzeitig verbinden. Beim Preis gibt es kein Chaos, da Mullvad pro Monat 5 Euro kostet – nicht mehr und nicht weniger, unabhängig von der Laufzeit. Bei anderen Anbietern bekommst Du für Langzeitabonnements ziemliche Rabatte. NordVPN für ein bisschen über 2,50 Euro ist schon ein Kampfpreis.

Mullvad war einer der ersten Anbieter, die WireGuard unterstützt haben. In der Zwischenzeit lässt sich auch der grafische Client so konfigurieren, dass er WireGuard als Protokoll nimmt.

Mullvad GUI mit WireGuard verbunden

Mullvad GUI mit WireGuard verbunden

Wie Du im Screenshot oben siehst, bietet Mullvad einen grafischen Linux-Client an. Leider gibt es keine App für Android und hier müsstest Du manuell einrichten. Mit dem WireGuard-Client für Android ist das nicht schwer, aber bei vielen Ländern etwas nervig. Da sind dedizierte Apps wie von PIA oder NordVPN schon bequemer.

AirVPN – von Nerds für Nerds

Hübsch ist Eddie, der grafische Client von AirVPN (ab 2 Euro)* nicht. Ist das Thema VPN Neuland für Dich, dann ist er auch etwas verwirrend. Funktionieren tut er aber gut und es ist ein grafischer Client, der auch auf dem Raspberry Pi funktioniert.

Ich würde sagen, dass AirVPN genau wie Mullvad etwas für fortgeschrittene Anwender ist, auch wenn AirVPN seit kurzer Zeit einen Android-Client anbietet.

Für Problemländer bietet AirVPN OpenVPN via SSH, SSL oder Tor an. Irgendwie kommst Du dann auf jeden Fall durch. AirVPN ist einer der wenigen Anbieter, der ein 3-Tages-Paket anbietet. Das kostet zwar 2 Euro, aber Du musst Dich nicht langfristig binden. Außerdem eignet sich das kleine Paket hervorragend, um den Service zu testen.

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Ein Kommentar zu “Linux Mint 19.2 Tina – das mache ich direkt nach der Installation!”

  1. Jörn sagt:

    Deine Beiträge sind immer wieder unterhaltsam und auch lehrreich. Danke dafür.
    Aber das mit dem Gimp solltest Du schon mal überdenken, ich kann mir nicht mehr vorstellen, mit der alten Version zu arbeiten. Dafür gibt es ja das Kesselgulasch-PPA ;-). Sogar auf MX19 ist die 2.10 per default.

    Für VPN nehme ich übrigens Winscripe, bis 10 GB kostenlos. An Aktionstagen auf 20 GB erweiterbar, langt für Mail & Co über suspekte Wifi-Verbindungen.

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