Release-Kandidat mit Xfce 4.10: Linux Mint 13 „Maya“ Xfce ist veröffentlicht

1 Juli 2012 9 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Linux Mint LogoDie Xfce-Edition von Linux Mint 13 basiert natürlich auch auf Ubuntu 12.04 „Precise Pangolin“. Ab sofort steht ein erster Veröffentlichungs-Kandidat zum Download bereit. Die sichtbarste Änderung ist natürlich die Desktop-Umgebung selbst, in diesem Fall der Sprung auf Xfce 4.10.

In der Vergangenheit konntest Du durch das Plugin xfapplet GNOME-Applets im Xfce-Panel laufen lassen. nach Gesprächen mit den MATE- und Xfce-Entwicklern unterstützt die Software nun auch MATE-Applets. Die meisten wissen, dass MATE eine Fork von GNOME2 ist und aktiv weiterentwickelt wird.

Verbesserungen beim mintMenu sorgen für Unterstützung für Thunar, dem Xfce Settings Manager und andere Aspekte des Xfce-Desktops.

Linux Mint 13 Maya Xfce: Dateimanager

Linux Mint 13 Maya Xfce: Dateimanager

Mit MDM gibt es einen neuen Display-Manager, dessen Code auf GDM 2.20 basiert. Dieser stellt grafische Konfigurations-Werkzeuge, Event Scripting und Sprachauswahl zur Verfügung. Außerdem lässt er sich mit Themes versehen und ein Anmelden ist von außerhalb, automatisch oder zeitgesteuert möglich.

In Sachen Suchmaschine setzt man wie bei der Hauptausgabe (mit Cinnamon oder MATE) auf Yahoo! in den Ländern Deutschland, USA, Kanada, Großbritannien, Irland, Fraknreich, Italien und Spanien. Grund ist, weil Yahoo! dem Linux-Mint-Projekt etwas vom Werbe-Kuchen abgibt. Auch DuckDuckGo und Amazon unterstützen Linux Mint. Wer also bei der Verwendung diese Suchmaschinen benutzt, unterstützt Linux Mint ebenfalls. Andere Suchmaschinen lassen sich natürlich auf einfache Weise nachinstallieren.

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Das System ist Dank des Leichtgewichts Xfce sehr schnell und lässt sich auch sehr angenehm bedienen. Die Open-Source-Prominenz, wie zum Beispiel LibreOffice und Firefox, ist vorhanden. Was nicht an Bord ist, findest Du im Software-Manager. Da Linux Mint 13 auf Ubuntu 12.04 LTS „Precise Pangolin“ basiert, gibt es natürlich 5 Jahre lang Unterstützung. Für Xubuntu und Linux Mint Xfce gibt es immerhin 3 Jahre lang Unterstützung. Dass der letzte Feinschliff fehlt, merkt man allerdings.

Bekannte Fehler

Linux Mint 13 Maya Xfce kein mintMenu

Linux Mint 13 Maya Xfce: kein mintMenu

Die Liste der derzeit bekannten Fehler ist nicht gerade klein. mintMenu sei zwar in der Xfce-Version voll funktionstüchtig, allerdings in diesem Release-Kandidaten nicht per Standard installiert. Wer das manuell nachholen möchte, soll die Pakete mintinstall und xfce4-xfapplet-plugin installieren. Danach musst Du xfapplet zum Panel hinzufügen und in den Einstellungen eintragen, das mintMenu zu laden. Vor der ganzen Prozedur eine Aktualisierung der Repositories (zum Beispiel sudo apt-get update) nicht vergessen, sonst fällt das auf die Nase. Die ganze Geschichte lief auch bis zum Hinzufügen des mintMenu gut, aber das bekam ich auf die schnelle nicht auf die Reihe. Selbst nach einer Installation des Pakets mintmenu, wurde mir das in xfapplet nicht angeboten – egal, soll ja bis zur finalen Version ausgebessert sein.

Beim Vergrößern von Fenstern tritt ein Fehler auf den Seiten und den Fenster-Rahmen auf. Diese stellen sich laut eigener Aussage nicht korrekt dar. Das Problem wollen die Entwickler in der stabilen Version aus der Welt geschafft haben. Zwischenzeitlich kannst Du auch hier manuell nachhelfen, indem Du die Rahmen unter Menu->Settings->Workspaces->Margins entfernst.

Der Xfce-Papierkorb funktioniert im Live-Modus nicht. Dateien lassen sich zwar löschen, landen allerdings nicht im Papierkorb. Sobald das System installiert ist, funktioniert der Mülleimer ohne Probleme.

Ein Upstream-Fehler im verwendeten Linux-Kernel verhindert, dass Linux Mint 13 auf Rechnern mit einer drahtlosen Netzwerkkarte vom Typ b43 startet. Wer sich in einer solchen Situation befindet, soll nachfolgendes versuchen:

  • Um die Live-DVD zu starten, sollst Du den Kompatibilitäts-Modus benutzen (Compatibility mode) oder den Parameter b43.blacklist=yes in den Kernel-Boot-Optionen einfügen.
  • Installiere Linux Mint auf die Festplatte
  • Sofern nicht vorhanden, modifiziere in Grub die Boot-Option und füge b43.blacklist=yes an.
  • Installiere die b43-Firmware auf dem System. Diese sollte sich in den Repositories befinden.

Moonlight wurde aus Linux Mint geworfen, weil ein Fehler Firefox zum Absturz brachte. In Upstream ist der Bug ausgebessert und Du kannst das Moonlight-Plugin von der Webseite des Projekts installieren.

Du findest weitere Informationen in der Ankündigung und den Veröffentlichungs-Hinweisen. Du kannst ein ISO-Abbild für die Architemturen x86 und x86_64 von einem der Spiegel-Server herunterladen: linuxmint-13-xfce-dvd-32bit-rc.iso (804 MByte, torrent), linuxmint-13-xfce-dvd-64bit-rc.iso (787 MByte, torrent)

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9 Kommentare zu “Release-Kandidat mit Xfce 4.10: Linux Mint 13 „Maya“ Xfce ist veröffentlicht”

  1. johannes sagt:

    Sehr schön, ich hoffe nur, dass dieses nicht gerade kleinen Probleme bis zum Release noch korrigiert werden - dann werde ich es auf jeden Fall mal testen!

    • jdo sagt:

      Ich wundere mich in letzter Zeit auch immer, was die Mint-Entwickler da als RCs ausgeben ... für mich liest sich das immer noch wie eine Beta-Version.

  2. tomx3 sagt:

    > Da Linux Mint 13 auf Ubuntu 12.04 LTS “Precise Pangolin” basiert, gibt es natürlich 5 Jahre lang Unterstützung.

    Stimmt nicht ganz. 😉

    Die Xfce- und Xubuntu-Pakete haben nur 3 Jahre Support.

    http://xubuntu.org/news/12-04-release/

  3. mag sagt:

    Ist das jetzt eine reine XFCE-Version oder die LMDE-Variante? Steige da im Moment nicht so richtig durch...

  4. Klaus sagt:

    Danke toller Bericht.
    Die viel zu großen Schriften ließen sich problemlos konfigurieren.

    Problem: Das Feld "Benachrichtigungen", oben rechts, die Schrift zu groß mit der unansehnlichen Standartschrift.

    Bitte wie läßt sich das, als Anfänger ändern?

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