Mit vielen Verbesserungen, inklusive GNOME 3.2 und KDE 4.7: Fedora 16 „Verne“ ist da!

8 November 2011 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Fedora 16 DashboardAb sofort gibt es eine neue Ausgabe der von Red Hat gesponserten Linux-Distribution Fedora. Wie mit jeder Fedora-Version gibt es große Änderungen und neue Technologien. Zum Beispiel wurde HAL komplett entfernt und die Distribution verwendet ab sofort GRUB 2. Sehen wir uns die Änderungen etwas genauer in einem Überblick an.

Für Desktop-Anwender

Mit von der Partie ist GNOME 3.2 und es gibt neue Funktionen in dieser Desktop-Umgebung

  • Die Systemeinstellungen haben „Online Accounts“ spendiert bekommen. Damit haben die Entwickler einen zentralen Verwaltungsknoten für Online-Konten wie Google, Facebook und so weiter geschaffen.
  • Es gibt eine neue Kontak-Management-Applikation, die in Empathy, Evolution und dem neuen „Online Accounts“ integriert ist.
  • Eine neue Applikation für das Dokumenten-Management bietet eine einfachere Alternative zu traditionellem Dateimanagement. Dies gilt laut eigener Aussage für das lokale System und Dokumente, die in der Cloud liegen.
Fedora 16 Desktop

Fedora 16 Desktop

KDE 4.7 als Alternative zu GNOME

  • DigiKam 2.0 bringt Gesichter-Erkennung, Geotagging und weitere neue Funktionen mit sich.
  • Ein aktualisierter KWin (Plasma Workspaces Window Manager) wartet mit Annehmlichkeiten für Mobilgeräte- und Desktop-Nutzer auf.
  • Beim Herunterfahren kann der Anwender sich nun aussuchen, welches Betriebssystem beim nächsten Hochfahren gestartet werden soll. Das setzt natürlich eine Installation multipler Betriebssysteme voraus.

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Für Entwickler: 20.000 Zeilen in C

  • Perl 5.14: Eine neue Perl-Version bringt viele Verbesserungen mit sich. Dazu gehört auch Unterstützung für Unicode 6.0
  • GCC Python Plugins erweitern GCC mit Python 2 und 3, ohne sich im die C-Internas von GCC kümmern zu müssen
  • D2: Laut eigener Aussage is Fedora 16 die erste Linux-Distribution, die die neueste Version der Programmiersprache D mit an Bord hat. Diese vereint die Vorteile und Stärken von C und C++ mit modernen Programmiersprachen wie Ruby oder Python.

Für Systemadministratoren

  • GRUB 2: bessere Konfigurations-Optionen und Unterstützung für Nicht-x86-Architekturen
  • Neue Benummern von System-Konten: Fedora 16 startet bei Benutzer-IDs mit 1000. Somit ist mehr Platz für System-Konten und Administratoren haben es einfacher, Dienste nicht als root laufen lassen zu müssen. Ebenso verbessert das die Interoperabilität mit anderen Linux-Distributionen, die Benutzer-Konten bereits bei 1000 anfangen lassen.
  • Chrony ist Client und Server für das Network Time Protocol (NTP). Die Software ist toleranter im Umgang mit instabilen Uhren oder Internet-Verbindungen, die nicht immer an sind.
  • Der ext4-Treiber kann ext2 und ext3 einbinden. Somit wird der Kernel-Code etwas reduziert.

Verbesserte Virtualisierungs-Tools:

  • Die Verbesserungen in Fedora 16 machen es Administratoren einfacher, große Installationen zu bewerkstelligen
  • Virt-Manager Guest Inspection ist ein einzigartiges Fedora-Tool, dass nur Lesezugriffe auf Gast-Dateisysteme, Applikationen und die Windows-Registry zulässt
  • Fedora 16 kann virtuelle Festplatten sperren. Somit kann diese nicht von mehreren Virtuellen Maschinen gleichzeitig genutzt werden.

Cloud

  • Aeolus: Eine Cross-Cloud-Infrastruktur-As-A-Service (IaaS), das eine Web-basierte Schnitstelle bietet, um verschiedene Cloud-Instanzen zu verwalten.
  • OpenStack, eine andere IaaS-Plattform, ist eine Ansammlung an Diensten, um eine Cloud-Infrastruktur aufzubauen und zu verwalten.
  • Pacemaker-Cloud bietet Hochverfügbarkeit für Cloud-Umgebungen
  • HekaFS ist eine Cloud-Ready Version von GlusterFS mit stärkeren Authentifizierungs-Möglichkeiten und Verschlüsselung.

Interessierte finden weitere Informationen in der offiziellen Ankündigung und den umfangreichen Release-Notizen. ISO-Abbilder gibt es im Download-Bereich, von einem der zahlreichen Spiegel-Server oder als Torrent. Unter anderem stehen auch Live-Ausgaben in den Geschmacksrichtungen KDE oder GNOME für die Architekturen i686 und x86_64 zur Verfügung: Fedora-16-i686-Live-Desktop.iso (605 MByte, torrent), Fedora-16-i686-Live-KDE.iso (697 MByte, torrent), Fedora-16-x86_64-Live-Desktop.iso (604 MByte, torrent), Fedora-16-x86_64-Live-KDE.iso (696 MByte, torrent)

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