Linux Mint 11 RC “Katya” ist testbereit

10 Mai 2011 3 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Linux Mint 10 Logo 150x150Clement Lefebvre hat einen Release-Kandidaten von Linux Mint 11 RC “Katya” zur Verfügung gestellt. Das Betriebssystem ist eigentlich als Live-DVD verfügbar. Trotzdem gibt es eine abgespeckte Live-CD für Leute, die keinen DVD-Brenner haben oder Distributoren in Japan und den USA. Auf der CD befinden sich nur komplett freie Software-Pakete. Es sind auch keine Multimedia Codecs enthalten. Somit lassen sich rechtliche Probleme bei der Auslieferung vermeiden.

Der Software-Manager wurde gründlich überarbeitet und ihm wurde ein Begrüßungs-Bildschirm spendiert. Die Schriftgröße wurde vergrößert und das Programm enthält zwei neue Gruppen: Templates und Schriftarten. Beim Klick auf Programme führt der Software-Manager sofort eine Simulation durch. Somit wissen Sie sofort, welche Pakete beeinflusst werden und welche neu installiert werden müssen.

Der Update-Manager ist schneller geworden. Er muss nun nicht mehr nach einem Update der Regeln, sondern nur noch nach Paket-Updates suchen. Die Regeln sind in der Software implementiert. Sobald es Regel-Aktualisierungen gibt, gibt es einen neuen Update-Manager.

In den Desktop-Einstellungen lassen sich nun die Fortune-Cookies abstellen. Manchen lieben die gesprächige Kuh in der Konsole, anderen geht sie eben auf die Nerven. Somit können Anwender diese mit einem Klick abstellen.

  • Zenwalk Linux 7.0 OpenBox
Linux Mint 11 Katya

Ohne Unity oder GNOME Shell per Standard

Linux Mint basiert auf Ubuntu 11.04 “Natty Narwhal”, setzt aber kein Unity sondern GNOME 2.32 ein. Als Kernel dient 2.6.38. Gwibber ist nicht länger per Standard installiert. gThumb ersetzt F-Spot als Foto-Applikation. Banshee wird per Standard als Musik-Player eingesetzt und LibreOffice löst OpenOffice.org ab.

Mittels des neuen Befehl apt download können Sie ein .deb-Paket mit allen Abhängigkeiten herunterladen. Auf 32-Bit-Systemen lassen sich die Plugins Flash 10.2 und 10.3 Beta separat installieren.

Firefox 4, Chromium und Opera enthalten ein verbessertes Mint-Such-Plugin. Die Entwickler haben Fehler ausgebessert und Anwender können auf einfache Weise in Diensten wie Wikipedia, Youtube, eBay, Amazon, IMDB, flickr, Yahoo, Answers.com und vielen Google-Diensten wie Bilder, Videos, Karten, Neuigkeiten und so weiter suchen.

Sie finden weitere Informationen in auf den Seite “What’s New” und der offiziellen Ankündigung. Informationen zu derzeit bekannten Problemen gibt es hier. Bei den minimalen Systemanforderungen sind 512 MByte Arbeitsspeicher und fünf GByte Festplattenplatz angegeben. Das Betriebssystem ist für 32- und 64-Bit-Intel-Systeme verfügbarlinuxmint-11-gnome-dvd-32bit-rc.iso (868 MByte, torrent), linuxmint-11-gnome-dvd-64bit-rc.iso (867 MByte, torrent)

 



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3 Kommentare zu “Linux Mint 11 RC “Katya” ist testbereit”

  1. Oscar sagt:

    Freut Euch nicht ganz so sehr! Seit die Ubuntu-Leute auf die Schnapsidee gekommen waren, die Icons vom Desktop zu verbanne war das Mint-Repo mit "MintDesktop" die einzig brauchbare Möglichkeit, den Mülleimer nicht auf die Leiste packen zu müssen. Das ging allerdings nur bis "Julia". MintDesktop in Katya dagegen gehört selbst in den Mülleimer, denn damit kann man jetzt überhaupt nichts mehr einstellen! Zuweilen fragt man sich, ob die Entwickler sich von Zeit zu Zeit irgendetwas bei dem denken, was sie tun...

    • Kai sagt:

      @Oscar
      Das ist nicht wahr! Mit der Gnome-Desktop Konfigurationsanwendung, kann man alle Desktop-Einstellungen vornehmen die man möchte! Auch den Mülleimer (der übrigens auch in /home/../.restore zu finden ist) anzeigen lassen!

  2. Oscar sagt:

    @Kai
    Keine Ahnung, welches Tool du mit "Gnome-Desktop Konfigurationsanwendung" meinst. "MintDesktop" jedenfalls nicht. Das wird immer noch als "Desktop Settings" bezeichnet, obwohl da jetzt nur noch "Konsole" und "Kalenderspruch anzeigen" drinsteht. Ich weiß nicht, was man neuerdings unter Desktop Settings versteht. Und wenn du meinst, daß dieses neue Ding eine wie auch immer geartete Verbesserung darstellt, solltest du es dir sauer kochen lassen. Ich mag jedenfalls keinen "aufgeräumten" Desktop, von dem manche Autoren bei Ubuntu schwärmen. Nicht nur ich hätte gern ALLE Icons wieder dort, wo sie mal waren. Aber der Minimalismus hat ja ohnehin Einzug gehalten, und GNOME ist zum Stiefkind geworden. Und jetzt kommt man auch noch mit "GNOME 3"! Welches Netbook-Ding hat denn dafür herhalten müssen? Unity 2 wäre wohl auch eine gute bezeichnung dafür gewesen...

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