Linux Mint 12 “KDE” ist verfügbar

4 Februar 2012 Ein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Linux Mint KDE Logo 150x150Die Entwickler der beliebten Distribution Linux Mint haben eine neue KDE-Version zur Verfügung gestellt. Als Desktop-Umgebung bringt sie KDE 4.7.4 mit sich. Das System basiert auf Ubuntu 11.10 und bringt Kernel 3.0 mit sich. Wie auch bei Linux Mint 12 ist die Standard-Suchmaschine nun Duck Duck Go.

Laut eigener Aussage ist es die erste Mint-Ausgabe, die Hybrid-ISO-Abbilder zur Verfügung stellt. Nun muss ein Anwender nicht mehr zwingen den Startmedienhersteller oder UNetbootin benutzen, um einen Live-USB-Stick zu erstellen. Mit Hybrid-Abbilder kannst Du auch einfach den dd-Befehl bemühen und das USB-Gerät wird sich exakt wie die Live-DVD verhalten. Nachteil dieser Methode ist, dass der USB-Stick keinen permanenten Speicherplatz erhält. Ist dies gewünscht, kannst Du dennoch UNetbootin benutzen.

  • Fuduntu 2012.1
Linux Mint 12 KDE

Die KDE-Version von Linux Mint

Das von den Entwicklern bereit gestellte Tutorial schnell auf den Punkt gebracht:

  • sudo dd if=/Pfad/zu/linuxmint.iso of=/dev/sdx oflag=direct  =1048576 (sdx ist der entsprechende USB-Stick )
  • geht auch grafisch mit imageWriter: apt install usb-imagewriter

Linux Mint bringt auch in der KDE-Version bereits eine gute Auswahl an Software-Paketen mit sich. Als Standard-Browser und E-Mail-Client dienen Firefox und Thunderbird. LibreOffice als produktive Büro-Software ist natürlich ebenfalls an Bord. Wem das nicht genug ist, hat über das Software-Management Zugriff auf Tausende weitere Pakete.

Linux Mint 12 KDE Software Manager Fehler

Man kann es auch übertreiben ...

Ganz ehrlich? So gern ich Linux Mint und Levebfres Ideen (wie zum Beispiel Cinnamon) mag, haut mich die KDE-Version nicht besonderns vom Hocker. Ich würde nicht mal lieblos gemacht sagen – aber man merkt ganz einfach, dass KDE nicht der Hauptfokus von Linux Mint ist. Da gibt es einfach einige Kleinigkeiten, die stören. Beispiel: die riesigen Symbole für Firefox und Thunderbird im Software Manager. Auch die Schriftart und -Größe sind in meinen Augen nicht optimal angepasst – das ist in der GNOME-Version einfach besser. Die KDE-Ausgabe wirkt ein bisschen unfertig.

Das ebenfalls kürzlich ausgegebene PCLinuxOS 2012.2 scheint wesentlich reaktionsfreudiger zu sein als Mints KDE-Variante. Persönlich finde ich, dass andere Distributionen den Umgang mit KDE besser beherrschen.

ISO-Abbilder für die Architekturen x86 und x86_64 gibt es im Download-Bereich der Projektseite: linuxmint-12-kde-dvd-32bit.iso (1,1 GByte, torrent), (1,1 GByte, torrent)

Kurzes Update: In den Kommentaren der Ankündigung wird auch von Abstürzen des Software Centers berichtet.



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Ein Kommentar zu “Linux Mint 12 “KDE” ist verfügbar”

  1. Andi sagt:

    Da gebe ich dir recht: Linux Mint ist keine KDE-Distribution

    Nicht nur die schmlampige Gestaltung, auch die Verzögerung der Veröffentlicung sprechen für sich. Wer nutzt den schon eine Distribution, die bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung veraltet ist? Kubuntu 11.10 (ebenso wie Linux Mint 12 KDE auf Ubuntu 11.10 basierend) erschien Zeitgleich mit Ubuntu - Linux Mint 12 KDE über 3 Monate später.

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