XMG Fusion 15 – echt starke Hardware – entschachteln + erste Eindrücke

Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Nun ist das XMG Fusion 15 doch noch vor Weihnachten gekommen, obwohl ich schon daran gezweifelt hatte. Warum gar so ein Monster wie das XMG Fusion 15? Das hat 2 Gründe. Ich habe das InfinityBook wirklich sehr gerne benutzt, wollte aber wieder Mal einen Rechner zum Zocken haben – also mit einer richtig grantigen Grafikkarte. Deswegen ist bei mir die NVIDIA GeForce RTX 2070 Max-Q 8 GByte drin. Bisher waren mir die meisten Zocker-Notebooks aber zu groß. Das am Black Friday 2020 vorgestellte XMG Fusion 15 mit kompletter Linux-Unterstützung hat wie Arsch auf Eimer gepasst. Etwas größer als das InfinityBook, aber ohne den Ziffernblock, den ich nicht brauche. Ein bisschen schwerer als das alte Gerät, aber unter 2 kg.

Der zweite Grund ist: Es ist mein Nichtraucher-Geschenk für 2020. Es kostet schon ein paar Euro, aber im Vergleich zum Rauchen ist immer noch Geld übrig geblieben.

Entschachteln – der große Moment

Das Gerät kam schon gestern am 23.12.2020, aber ich war mit Einrichtung und Daten kopieren beschäftigt. Nun einen Tag verspätet die ersten Bilder. Das Gerät ist ziemlich schick verpackt. Lange Rede …

Da drin ist es, das XMG Fusion 15

Da drin ist es, das XMG Fusion 15

Noch versteckt es sich hinter dem Vorhang

Noch versteckt es sich hinter dem Vorhang

Da ist das XMG Fusion 15 …

Da ist das XMG Fusion 15 …

Die Hardware ist wunderschön und das Gerät ist schon sehr schnell. Im Vergleich zu meinem InfinityBook (das nun an meine Nichte geht) ist es aber auch ordentlich laut, wenn es unter Last ist. Das soll kein Vorwurf sein, weil die Power muss auch gekühlt werden. Ungewohnt ist es, aber daran werde ich mich schon gewöhnen. Das gilt auch für die Tastatur. Ich vertippe mich gerade ungewohnt oft, da die Tastatur etwas anders ist – aber auch das war erwartet und wird sich legen.

Ich habe zunächst einmal das vorinstallierte Tuxedo OS gestartet, das auf Ubuntu Budgie basiert. Es ist wirklich schön vorkonfiguriert und gefällt mir echt gut. Die Tasten funktionieren alle und so weiter. Leider bin ich eben mein Linux Mint gewohnt und will darauf nicht verzichten. Ich nutze zum Beispiel die Nemo Aktionen für gewisse Dinge und so weiter. Ich verwende schon so lange Linux Mint, dass ich mich damit einfach wohler fühle.

Das vorinstallierte und vorkonfigurierte Tuxedo OS ist echt nicht schlecht …

Das vorinstallierte und vorkonfigurierte Tuxedo OS ist echt nicht schlecht …

Allerdings lasse ich Tuxedo OS als Dual Boot auf dem System installiert. Die SSD ist mit 1 TByte mehr als groß genug und ab und zu ein Blick auf Tuxedo OS werfen, wird sicherlich Spaß machen. Beide Betriebssysteme basieren auf Ubuntu und beim Betriebssystem des Herstellers kann man vielleicht hin und wieder spicken, wenn etwas nicht funktioniert. Auch aus diesem Grund möchte ich Tuxedo OS als Option auf dem XMG Fusion 15 installiert lassen.

Es gibt eine Anleitung

Offiziell wird Linux Mint nicht unterstützt – besser gesagt gibt es keine Option, es vorinstallieren zu lassen. Allerdings stellt Tuxedo Computers eine Anleitung für Leute zur Verfügung, die Ubuntu oder ein Derivat wie Linux Mint selbst installieren wollen.

Was in der Anleitung übrigens fehlt: Du musst das BIOS anpassen – also ich musste das machen. Ich musste Fast Boot deaktivieren und USB aktivieren, weil sonst der USB-Stick mit dem alternativen Betriebssystem nicht als Option angeboten wurde. Das brauchst Du übrigens auch, wenn Du Tails starten möchtest und so weiter.

Fast Boot und USB anpassen, damit Du ein anderes OS installieren kannst

Fast Boot und USB anpassen, damit Du ein anderes OS installieren kannst

Weil wir gerade dabei sind. Ich finde es sehr angenehm, dass Dir beim Booten die Optionen angezeigt werden, wie Du ins BIOS kommst oder das Boot-Menü aufrufst. Heutzutage ist das weniger dramatisch, weil es bei den meisten Geräten gleich ist. Früher konnte das schon zur Rate-Orgie ausarten. Es ist nichts Besonderes, ich finde es nur schick, weil es einfach leicht zu finden ist. Du kannst das mit dem Bild oben noch einmal abgleichen. Das sind die drei Zeilen rechts unter dem Tuxedo-Logo.

Sehr schön übersichtlich

Sehr schön übersichtlich

Mit den BIOS-Anpassungen konnte ich nun eine andere Distribution starten und ich habe mich gleich für die Beta-Version von Linux Mint 20.1 Ulyssa entschieden. Während der Installation von Linux Mint kann ich immer noch mein Home-Verzeichnis verschlüsseln lassen. Warum das bei Ubuntu nicht mehr angeboten wird, rätsle ich bis heute.

Linux Mint auf dem XMG Fusion 15

Die Installation erfolgt wie gehabt und bei der Einrichtung des Betriebssystems bin ich im Prinzip diesen ersten Schritten gefolgt. Es haben nicht alle Tasten funktioniert wie bei Tuxedo OS und mir ist aufgefallen, dass die Lüfter relativ stark gearbeitet haben. Es haben Treiber und auch das Tuxedo Control Center gefehlt.

Um die entsprechenden Treiber installieren zu können, musst Du die Paketquellen anpassen, genauer gesagt erweitern. Wie da funktioniert, kannst Du hier nachlesen. Da sowohl Linux Mint 20.1 als auch Tuxedo OS auf Ubuntu 20.04 Focal Fossa basieren, habe ich die entsprechenden Dateien aus dem Verzeichnis /etc/apt/sources.list.d/ einfach kopiert. Es ist im Endeffekt egal, wie Du die Paketquellen anpasst, um an die notwendigen Treiber zu kommen.

Folgst Du der Anleitung mit den Paketquellen und frischt die auf, kommst Du an die relevanten Software-Pakete.

Von diesen Paketen brauchen wir ein paar für das XMG Fusion 15

Von diesen Paketen brauchen wir ein paar für das XMG Fusion 15

Tuxedo Computers schreibt, dass folgende Reihenfolge für das XMG Fusion 15 wichtig ist:

  • tuxedo-keyboard
  • tuxedo-keyboard-ite
  • tuxedo-tomte
  • tuxedo-control-center

Nachdem ich das Tuxedo Control Center installiert hatte, fuhren sich die Lüfter sofort herunter. Die Profile haben also prompt zugeschlagen und im Normalbetrieb ist das Laptop damit deutlich leiser. Die speziellen Tastatur-Befehle haben dann nach einem Neustart funktioniert. Den Treiber brauchst Du zum Beispiel, dass Du die Tastaturbeleuchtung stufenweise regulieren kannst.

Das Tuxedo Control Center

Das Tuxedo Control Center

Der Treiber für die NVIDIA-Grafikkarte wurde mir von Linux Mint vorgeschlagen. Die GPU ist schon echt gut. Ich hatte noch Unigine Valley auf einem USB-Stick und das mit bestmöglichen Einstellungen laufen lassen. OK, der Benchmark ist von 2013, aber da hat nichts mehr geruckelt. Ich dachte aber auch kurzfristig, das Gerät würde abheben. Die Lüfte arbeiten dann schon ordentlich. Wesentlich leiser wird die Sache, wenn Du auf die Intel-Grafikkarte umstellst. Für das Tagesgeschäft brauche ich die NVIDIA-GPU nicht zwingend.

Ich freue mich nun schon auf Bard’s Tale IV, das für mich bisher leider unspielbar war. Auch ein paar andere Titel kann ich endlich spielen. Ich habe es gerade sogar gestartet und alles läuft auf Ultra. 🙂

Daten übertragen

Vor dem Vergnügen kommt aber die Arbeit und ich musste zunächst meine Daten übertragen. Durch die Anbindung an die Nextcloud wurden meine wichtigen Daten gleich auf das neue Gerät synchronsisiert.

Für den Rest (Spiele, Downloads, …) könnte nun USB-Sticks jonglieren. Besser ist aber das vorhandene Netzwerk zu nutzen (sofern es ausreichend schnell ist). Ich habe eine Mischung aus Warpinator und SSH eingesetzt, da ich via mit dem eingebundenen Laufwerk flexibler kopieren konnte. Dafür wurde auf dem InfinityBook der OpenSSH-Server installiert und ein Zugriff war möglich. Samba funktioniert bestimmt auch, aber mir ist SSH lieber – Macht der Gewohnheit.

Auch Mints Warpinator kam zum Einsatz

Auch Mints Warpinator kam zum Einsatz

Die großen Daten sind einfach eine Zeitfrage. Firefox und Thunderbird habe ich zum Beispiel einfach die entsprechenden Ordner kopiert. Das funktioniert eigentlich seit Jahren gut.

XMG Fusion 15  – ein paar Gedanken

Was mir unglaublich gut gefällt, sind die Anschlüsse hinten. Also Strom und HDMI werden hinter dem Bildschirm eingesteckt und nicht seitlich. Dieser Kabelsalat seitlich hat mich schon immer ein bisschen gestört.

Das Verhältnis Gewicht zu Leistung ist echt stark. Man hat nicht das Gefühl, einen Betonklotz zu schleppen – kommt es aber darauf an, lässt das Gerät die Muskeln spielen. Klar, das hört man dann aber auch.

Zwei Dinge sind mir noch nicht ganz klar und da habe ich beim Support nachgefragt. Es sind keine essenziellen Sachen, aber ich würde es gerne wissen. Zunächst einmal würd mich interessieren, wie sich die Leuchtleiste vorne am Gerät deaktivieren lässt. Die leuchtet irgendwie immer. Dann wird das Gerät mit RGB-Tastatur beworben.

Optomechanische RGB-Tastatur

Optomechanische RGB-Tastatur

Es gibt hier eine Anleitung, wie man verschiedene Farben einstellen kann. Ein GUI befindet sich laut eigenen Angaben in der Entwicklung. Bis es fertig ist, muss man die Konfigurationsdaten selbst anpassen. Es funktioniert aber nicht. Ich habe das auch mit Tuxedo OS versucht und auch da ändert sich die Farbe der Tastatur nicht. Die Hardware ist echt schick und edel.

144 Hz …

144 Hz …

Zur Bestellung und der Lieferzeit werde ich mich nicht mehr weiter äußern, ich habe meinem Ärger am Ende dieses Beitrags schon etwas Luft gemacht. Das Kriegsbeil ist nun wieder eingegraben, obwohl ich über manche Sachen weiterhin den Kopf schüttle. Vielleicht waren wegen des ganzen Ärgers zwei Kugelschreiber im Paket – möglicherweise bekommt die jeder. Egal nun – Schwamm drüber … bei voller Leistung pusten die starken Lüfter des XMG Fusion 15 die schwarzen Wolken überm Kopf einfach weg.

Noch einmal expliziten Dank an den Support via Twitter, der es herausgerissen hat. Das gilt auch für die Leute, die die Versäumnisse anderer ausbügeln mussten.

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