Ubuntu 21.04 Beta – Hirsute Hippo – einige Neuerungen im Überblick

Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Es gibt eine erste und einzig geplante Beta-Version von Ubuntu 21.04 Hisute Hippo. Ein Feature Freeze für die Linux-Distribution ist bereits in Kraft und deswegen sehen wir nun schon sehr genau, was uns am 22. April 2021 erwartet.

Ubuntu 21.04 Hirsute Hippo

Ubuntu 21.04 Hirsute Hippo

Ubuntu 21.04 wird keine LTS-Version und deswegen ist die Distribution eher für Entwickler und Enthusiasten geeignet. Persönlich benutze ich seit Längerem nur noch LTS-Versionen auf meinem Hauptrechner und habe wirklich weniger Kopfschmerzen. Was bedeutet das? LTS-Versionen werden insgesamt 5 Jahre mit Updates und Security-Patches unterstützt, Nicht-LTS-Versionen hingegen nur 9 Monate. Natürlich kannst Du alle 6 Monate mit einem Live-Upgrade auf eine neue Version umsteigen, aber das bringt auch häufig Komplikationen mit sich, vor allen Dingen, wenn PPAs involviert sind.

Long story short: Ubuntu 21.04 ist STS (Short Term Support) und wird nur 9 Monate lang unterstützt.

Häufig ist es so, dass Canonical in den STS-Varianten etwas experimentierfreudiger ist. Dafür bringt Ubuntu 21.04 relativ wenig herausragende Funktionen mit sich.

Neuerungen in Ubuntu 21.04 Hirsute Hippo

Eine Sache sticht aber schon heraus und das ist: Ubuntu 21.04 Hirsute Hippo benutzt per Standard Wayland! Auf ein Neues, kann man da nur sagen. Das wurde bereits mit 17.10 probiert, dann aber zurückgenommen. Mal schauen, wie es diesmal klappt.

Als Herzstück setzt Hirsute Hippo auf Linux-Kernel 5.11. Wie bei jedem neuen Kernel gibt es Unterstützung für modernere Hardware und so weiter.

Die zweite Kernkomponente ist GNOME Shell 3.38.4. Im Endeffekt wurde das auch schon bei Ubuntu 20.10 eingesetzt. Hier bleibt der große Versionssprung auf GNOME 40 aus. Die Veröffentlichung war wohl zu knapp und es gibt zu viele Änderungen. Deswegen plant Canonical erst in der nächsten Version mit GNOME 40 oder möglicherweise höher.

Für Hirsute Hippo wird ein dunkles Theme benutzt. Es sieht ganz gut aus, finde ich. Mit GNOME werde ich aber trotzdem nicht warm.

Der Desktop an sich wurde aber verbessert. Es gibt zum Beispiel vollständige Unterstützung für Drag&Drop. Auch sonst kannst Du die Desktop-Umgebung besser anpassen als vorher.

Ein neues Wallpaper ist natürlich auch vorhanden.

Bei Ubuntu 21.04 vorinstallierte Software

Die vorinstallierte Software besteht wie eigentlich immer aus den aktuellen Varianten der üblichen Verdächtigen. Zum Beispiel ist LibreOffice 7.1 Community enthalten. Also Standard-Browser dient Firefox 87 und das E-Mail-Programm der Wahl ist Thunderbird 78.

Nun müssen wir auf GNOME zurückkommen, denn einige der GNOME 40 Apps sind bereits enthalten. Das sind nun keine Apps, die man dauernd braucht, aber die Umstellung hat bereits begonnen. Zum Beispiel das Tool für die Festplattenbelegung (Disk Usage Analyzer) ist die GNOME-40-App.

Fesplattenbelegungsanalyse ist eine GNOME-40-App

Fesplattenbelegungsanalyse ist eine GNOME-40-App

Weiterhin sind Rhythmbox, Transmission und Shotwell sowie andere Programme und Pakete vorinstalliert. Die vorinstallierte Software ist oftmals so eine Sache. Ich kann mich oft mit diversen Programmen nicht anfreunden und individualisiere mein System zügig. Zum Beispiel darf bei mir VLC nicht fehlen und für die Fotoverwaltung ist mir digiKam auch lieber. Aber das sind persönliche Präferenzen.

Weitere Apps

Weitere Apps

Möchtest Du Ubuntu 21.04 Hirsute Hippo Beta selbst ausprobieren, kannst Du das Image auf der Projektseite herunterladen. Neben dem Desktop-Abbild gibt es auch ein Server-Image. Server mit 9 Monaten Support macht aber noch weniger Spaß. Auf jeden Fall wäre es etwas zu tun, falls Dir über Ostern langweilig wird.

Es gibt übrigens auch wieder ein spezielles Abbild für den Raspberry Pi. Weil man auf den Pi microSD-Karten so schnell tauschen kann, macht das Distro-Hopping dort wesentlich mehr Spaß. Das ist schon eher meine Kragenweite bei STS-Varianten. Du findest das Image bei den Nicht-x86-Abbildern. Es ist als 64-Bit deklariert und für Raspberry Pi 2, Pi 3 und Pi 4 bezeichnet. Die 2 würde ich hier streichen. Wenn Du einen Raspberry pi 4 oder sogar 400 hast, macht das auf jeden Fall mehr Spaß – weiß ich vom Groovy Gorilla. Für den Raspberry Pi gibt es vorinstallierte Desktop- und Server-Abbilder. Pass also auf, welches Du herunterlädst.

Nebenbei bemerkt: Ubuntu Budgie für Raspberry Pi gefällt mir übrigens hervorragend. Das ist eine der schönsten Distributionen, die ich bisher für den Raspberry Pi gesehen habe. Auf einem Pi 400 macht das richtig Spaß.

Weitere Informationen findest Du in den Release Notes.

Beta-Versionen der Abkömmlinge

Wie eigentlich immer gibt es auch Beta-Versionen der Derivate oder der anderen Mitglieder der Ubuntu-Familie. Hier findest Du die Abbilder:

Tägliche Abbilder (Daily Images) findest Du wie immer unter http://cdimage.ubuntu.com

Nette Pi-Konstellation

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