Rolling Rhino – Projekt, um Ubuntu rolling zu machen

Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Der Ansatz Rolling Rhino ist genau genommen gar keine eigene Linux-Distribution. Es handelt sich laut Beschreibung auf GitHub um ein Tool, mit dem Du Ubuntu Desktop und andere offizielle Abkömmlinge in ein sogenanntes Rolling Release umwandeln kannst.

Rolling bedeutet theoretisch, dass Du nie wieder eu installieren musst. Das Betriebssystem aktualisiert sich einfach immer weiter auf aktuelle Versionen von Linux-Kernel und Software. Rolling Rhino funktioniert, indem Du die devel-Serie von Ubuntu benutzt.

Die Entwickler warnen aber auch, dass sich Rolling Rhino an Ubuntu-Entwickler und erfahrene Anwender richtet. Du benutzt durch den Einsatz des Tools schließlich eine Entwickler-Version des Betriebssystems und so ein Ding kann ziemliche Ecken und Kanten haben. Das gilt nicht nur für Ubuntu, sondern für Software und Betriebssysteme ganz allgemein.

Gut ist so ein Ansatz natürlich für Leute, die die aktuelle Entwicklung im Auge behalten wollen. Das ist keine Frage.

Rolling Rhino – worauf musst Du achten?

Wie schon erwähnt, entscheidest Du Dich beim Einsatz des Tools für die devel-Reihe von Ubuntu. Du musst Dein System gut im Griff haben und wissen, an welchen Schrauben zu drehen ist, wenn es auf die Nase fällt.

Rolling Rhino – das rollende Nashorn, sollte vom Porzellanladen fernbleiben

Rolling Rhino – das rollende Nashorn, sollte vom Porzellanladen fernbleiben

Weiterhin musst Du Dich im PPA-Migrationen und auch verwaiste Pakete kümmern. Fett gedruckt schreiben die Entwickler: aktive Beteiligung an der Lösung von Problemen, auf die Du eventuelle stößt. Möglicherweise musst Du sogar mit Tools wie apport und ubuntu-bug hantieren.

Das klingt nun alles nicht nach einem System, das sich für reine Anwender eignet, oder? Das ist es auch nicht. Willst Du einfach im Internet surfen oder mit Dokumenten arbeiten und so weiter, dann bleibe bei einer als stabil geltenden Linux-Distribution.

Die Ursprünge des Pojekts

Bei Ubuntu Podcast wurde der Wunsch geäußert, eine rollende Version von Ubuntu zu erstellen. Dann haben sich schlaue Köpfe darüber Gedanken gemacht.

Via Twitter wurde die Idee in den Ring geworfen, dass es ja bereits eine devel-Reihe gibt. Das wiederum war Inspiration genug, um das rollende Nashorn aus dem Käfig zu lassen – OK, 10 Mark in Phrasenschwein, aber es ist früh am Morgen und der erste Kaffee ist noch nicht drunten.

In einem über 2-stündigen Video kannst Du Dir von Martin Wimpress erzählen lassen, wie die Idee zum Rolling Release geboren wurde:

Ich habe es mir nicht angesehen, muss ich ehrlich zugeben.

Wie funktioniert Rolling Rhino?

Zunächst einmal holst Du Dir ein Daily Image (tägliches Abbild) einer offiziellen Ubuntu-Variante. Da gibt es gleich mehrere Möglichkeiten. Die am wenigsten brauchbare Option in diesen Breitengraden ist wohl Ubuntu Kylin, weil das für den Markt in China entwickelt wird:

Installiere das System und starte es. Danach wandelst Du die Installation mit dem Tool rolling-rhino in eine rollende Distribution um:

git clone https://github.com/wimpysworld/rolling-rhino.git
cd rolling-rhino
./rolling-rhino

Du wirst dann noch gefragt, ob Du wirklich der devel-Reihe folgen willst.

Möchtest Du das selbst ausprobieren, weil Dich Dein Forscherdrang dazu zwingt? Ich würde es in einer virtuellen Maschine machen oder mit einem reinen Testsystem. Wie gesagt solltest Du sehr vorsichtig sein, so ein System produktiv einzusetzen.

Mit einer virtuellen Maschine kannst Du außerdem evaluieren, wie stabil das Rolling Rhino ist. Funktioniert es gut, ist das aber keine Garantie, dass es niemals auf die Nase fällt.

Eines der besten rollenden Systeme ist das auf Arch basierende Manjaro Linux. Allerdings gibt es selbst hierfür einen Test-Zweig, bevor die Pakete auf die reinen Anwender losgelassen werden und selbst da gibt es manchmal Probleme.

Du kannst das Tool übrigens einfach so benutzen. Es sind keine komischen Hürden notwendig – eine Konto-Pflicht bei Ubuntu oder solche Scherze.

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