Adobe Photoshop für Linux: Kommt er oder kommt er nicht – das Henne-Ei-Problem?

13 September 2012 16 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Tux Photoshop 150x150Ich habe in meinem Bekanntenkreis einige Grafikdesigner, die mit Adobe Photoshop oder anderen Produkten aus der Creative Suite groß geworden sind. Ich wiederhole mich hier, dass für diese Leute GIMP zwar ganz nett ist, aber keine wirklich Alternative darstellt.

Vor wenigen Tage gab es ein interessantes Gespräch über die neuen Macs mit dem Retina-Display. Diese Worte kommen nun nicht von mir:

Ich finde es schrecklich, dass Mac nur noch spiegelnde Bildschirme mit MacBooks verbaut und außerdem die 17-Reihe eingestellt wurde. Wenn ich einem Kunden etwas auf meinem Notebook zeige, möchte ich mich darin nicht selbst sehen. Ich habe immer mehr das Gefühl, dass Apple sich einen Dreck um die Grafik-Designer kümmert. Schließlich waren wir es, die der Fima in den schlechten Zeiten die Stange gehalten haben.

Harte Worte von einer enttäuschten Kundin. Die von mir erwähnte Alternative – Windows – käme überhaupt nicht in Frage. Via Wine lässt sich Photoshop unter Linux betreiben, aber einen richtig tiefen Test hat wohl keiner bisher durchgeführt – außerdem ist die Creative Suite mehr als nur Photoshop. Und so sehr ich eine Linux-Verfechter bin, möchte ich keinem Designer so eine Hack-Lösung ans Herz legen.

Somit stellt sich die Frage: Wenn Apple die treusten der Treuen (Designer) vergrault, wohin gehen die dann eigentlich? Ich hatte schon gefragt, ob es ein Interesse an Linux gebe, wenn Adobe portieren würde und die Antwort hatte mich überrascht:

Sollte Adobe die Creative Suite auf Linux portieren, wäre ich mehr als interessiert, einen Wechsel des Betriebssystems in Betracht zu ziehen.

Ich muss der Fairness halber sagen, dass ich vorher noch etwas nachgebohrt hatte. Die Person, mit der ich sprach verwendet abwechselnd Chrome oder Firefox als Browser, Thunderbird als E-Mail-Client und LibreOffice als Bürosoftware – da kann ich nichts dafür, das kam ohne mein Einwirken 🙂 – ich hatte dann aber schon erwähnt, dass es die ganze Software auch für Linux gibt und mal so ein Ubuntu hergezeigt. Ich bin bekanntlich nicht der beste Freund des Unity-Desktops – aber der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel 🙂

Das gefällt mir – der ganze Mist, den mir Apple mittlerweile auf den Rechner spielt brauche und will ich nicht. Manches davon kann ich nicht mal loswerden, selbst wenn ich wollte.

Mehr Frust über Apples Firmenpolitik. Das Problem ist also in diesem Fall Adobe, beziehungsweise der Port auf Linux.

Adobe Photoshop CS4 läuft unter Wine

Adobe Photoshop CS4 läuft unter Wine

Ich war neugierig, habe eine Suchmaschine bemüht und bin im weitesten Sinne auf ein Henne-Ei-Problem gestoßen. Kurz: Adobe portiert nicht, weil es keinen Markt dafür gibt, schiebt die Verantwortung auf die Linux-Community diesen erst zu schaffen. Die Linux-Unterstützer sagen, dass Adobe eine Schlüselrolle in der Desktop-Akzeptanz von Linux spielen könnte. Das Open-Source-Betriebssystem könnte die Rolle übernehmen, die Apple am Leben gehalten hat.

Der Thread ist sehr interessant zu lesen, wenn auch nicht gerade kurz – ist mittlerweile aber auch geschlossen. Adobe macht angeblich immer wieder Umfragen, wie viele Linux-Anwender bereit wären, für die Creative Suite zu bezahlen und auch wie viele an einem Umstieg interessiert seien. Zahlen gibt es leider keine, diese dürften nicht veröffentlicht werden.

Auch wenn ich das glaube, macht mich die Sache dennoch stutzig – und es geht nichts über eine vernünftige Verschwörungs-Theorie, oder?

Weil es sich laut Adobe hinten und vorne nicht rentieren würde, hat ein Kommentator hat den Vorschlag gemacht, einen Linux-Port der Creative Suite über Kickstarter zu finanzieren. Es wurde von offizieller Seite nicht kommentiert. Warum eigentlich nicht? Die Frage, wieviel ein Port Adobe schätzungsweise kosten würde, bleibt ebenfalls unbeantwortet. Auch wenn der Adobe-Mitarbeiter felsenfest behauptet, dass sich die Entscheidung auf Umfragen stütze, ist man dennoch für alternative Vorschläge anscheinend nicht offen – zumindest stellt man sich taub. Als Verschwörungstheoretiker könnte man natürlich sofort auf Mauscheleien hinter den Kulissen verweisen – was sich allerdings nicht belegen lässt – der Vorwurf ist aber da (Kommentar Nummer 76).

PlayOnLinux bietet ein Installations-Script für Adobe Photoshop CS4 an

PlayOnLinux bietet ein Installations-Script für Adobe Photoshop CS4 an

Ein einfaches Rechenbeispiel: Würden sich 10.000 Linux-Anwender via Kickstarter bereit erklären, die Creative Suite für läppische 200 Euro zu kaufen, wären das 2 Millionen Euro. Ist das ein unrealistischer Preis für einen Port? Den Preis könte Adobe selbst festlegen. Wenn das Projekt nicht zustande kommt, muss man Adobes Analysen einfach Respekt zollen – aber schaden könnte es doch auch nicht, oder?

Chris Cox (Adobe-Mitarbeiter) argumentiert, dass die Kosten für einen Port in die Höhe getrieben würde, weil es keine Standards unter Linux gäbe. Für Photoshop seien Schriftartenverwaltung, Druck- und Farbmanagement wichtig (Kommentar #80). Die Antwort folgt von einem KDE-Entwickler. Er glaube nicht, dass eine Firma wie Adobe solche Unannhemlichkeiten nicht ausbügeln könnte. Firmen wie AMD oder Intel seien auf ähliche Probleme gestoßen, hätten diese aber sehr pragmatisch gelöst und einfach einen Standard geschaffen und implementiert. Wer Photoshop braucht, habe einfach nur die Option Windows oder Mac OS X. Diese Nutzer würden auch einen Toaster verwenden, sollte Adobe Photoshop für das Gerät zur Verfügung stellen. Cox antwortet noch einmal, dass Linux-Anwender Wine zur Verfügung hätten und man helfe CodeWeavers sogar, Photoshop unter CrossOver lauffähig zu machen. Man schreibe zwar keinen Code, würde aber jede Menge Fragen beantworten.

Aus dem ganzen Thread ist auf jeden Fall mehrmals klar zu lesen: Adobe könnte auf Linux portieren, weil die meisten Programmierer einen UNIX-Hintergrund haben. So wie es sich liest, ist der einzige Grund für eine Nicht-Portierung – es lohnt sich aus Adobes Sicht nicht.

Wie bereits erwähnt ist der Thread seit über einem Jahr geschlossen. Ich bin mir jedenfalls sicher, dass Adobe mit Argusaugen Valves Schritt, Linux oder erstmal Ubuntu zu unterstützen, verfolgen wird. Vielleicht könnte das die Karten noch einmal neu mischen.

Du kannst gerne Deinen Senf zu diesem Beitrag geben: Hier geht es zu den Kommentaren




Schreiben macht durstig! Eine kleine Erfrischung kann daher nie schaden. Wem dieser freie Artikel gefallen hat, der darf mir gerne einen frisch gezapften Hopfen-Tee ausgeben (Paypal - der Spenden-Knopf
oder bitcoin - Adresse: 1NacVNwcLLePUVv8uSafu5Ykdwh8QyDfgK). Ich freue mich über jede noch so kleine Spende. Vielen Dank und Prost!
 Alle Kommentare als Feed abonnieren

16 Kommentare zu “Adobe Photoshop für Linux: Kommt er oder kommt er nicht – das Henne-Ei-Problem?”

  1. micha sagt:

    Es gibt doch jetzt eine recht populäre Seite, auf der man Petitionen reinstellen kann. Wäre das nicht mal was? Irgendeine Bank hat danach auch irgendeine 5 Dollar Gebühr zurück genommen (ich weiss , das ist sehr unspezifisch')

  2. killx_den sagt:

    Also PS nutze ich nicht wirklich, aber auf Kickstarter würde ich es supporten, einfach um das M$ und Apple Imperium zum Fall zu bringen. Natürlich wird das nicht so schnell passieren ^^ aber es ist ein schöner Gedanke =P

  3. Christian sagt:

    Ich denke die Mühlen in solchen Firmen mahlen langsam. Aber ich höre in den letzten Jahren öfters mal was vom Adobe-Port.

    Dann hoffen wir mal dass Ubuntu bzw Linux im allgemeinen irgendwann die kritische Masse erreicht damit die großen Firmen mitziehen. Canonical tut hier meiner Meinung nach viel und Valve könnte doch ein erstes Zeichen sein.

  4. Mintkatze sagt:

    Hi ihr Hübschen,

    also dass mit einem Adobe-Port auf Ubuntu-Linux (und damit auch auf LinuxMint, weil LinuxMint auf Ubuntu basiert), würde sich echt gut anhören. Dann könnte man das Programm wirklich mal ausprobieren.

    Aber auf diese Spielereien mit Wine verzichte ich ebenfalls lieber. Aber: warum könnte man das ganze nicht auch auf Java machen?? Java ist schon in vielen Anwendungen in Ubuntu, den Ubuntu-Derivaten und auch in LinuxMint enthalten. Ich denke da nur mal an Dropbox, an Wuala oder andere solche Sharing-Anwendungen oder sogar im Multimedia-Bereich an MediatheView.

    Von daher: mich würde ein Port von Adobe Photoshop durchaus interessieren.

    Allerdings: so übel ist Gimp nun auch wieder nicht und auch F-Spot hat sich echt gemausert. Ich nutze keine Googlöe-Programme mehr, da ich sie nicht mehr brauche. Die habe ich seit LinuxMint 13 nicht mehr installiert. Und auch auf die Mehrheit von Adobes Programmen wie etwa den Acrobat-Reader oder sowas verzichte ich ebenfalls, weil es bessere Lösungen wie etwa epdf-view oder auch evince gibt. Photoshop dagegen wäre eine Anwendung, die vielleicht nicht schlecht wäre.

  5. Mintkatze sagt:

    Darüber hinaus habt ihr Recht damit, dass diese closed-source Imperien von Microsoft und Apple endlich fallen müssen. Apple hat flash gestoppt und viele andere Sachen, von denen wir in Ubuntu und allen Derivaten und in LinuxMint nur träumen können.

    Und Apple hat ja auch noch diesen unseligen Patentkrieg gegen Samsung,Google, HTC, LG, Sony-Ericson und andere begonnen, der so überflüssig ist wie ein Kropf seit es von Ubuntu ein opensource-System geben wird für Smartphones. Wenn ich mir mal ein Smartphone kaufen werde, dann eines mit leerer Platte drin und dann kommt dieses Ubuntu-System für Smartphones drauf und nicht so ein proprietärer Mist wie von Microsoft oder gar von Apple! Auf die kann ich - genauso wie ihr - guten Herzens verzichten!

    Grüße
    eure Mintkatze

  6. GoaSkin sagt:

    So schlecht verbreitet ist der Linux-Desktop garnicht. Man bedenke, dass Mac OS einmal einen niedrigeren Marktanteil als Linux heute hatte, aber dennoch auch von kommerziellen Software-Herstellern beachtet wurde.

    Unternehmen wie Adobe produzieren Produkte, für die es im Open Source Bereich nur wenig Konkurenz gibt. Im Grafikbereich ist zwar GIMP unter Linux-Leuten populär, aber so manch andere Produkte von Adobe sind fast wirklich konkurrenzlos.

    Schaut man sich allerdings die wenigen kommerziellen Linux-Applikationen an, die es so gibt, dann versteht man eh die Welt nicht mehr. So gibt es z.B. viele freie Office-Suiten und dennoch bieten einige Software-Firmen kommerzielle Office-Lösungen für Linux an, die zwar Geld kosten, aber noch nicht einmal Libreoffice das Wasser reichen können. Aber von Software-Sparten, in denen im Open Source Bereich völlig tote Hose ist, halten sich hingegen auch die kommerziellen Hersteller fern.

  7. Erebos sagt:

    Also ich persönlich kann Linux einfach nichts abgewinnen. Standardmäßig sagt mir ein Ubuntu und co. überhaupt nicht zu. Das fängt bei der meiner Meinung nach überladenen GUI an. Dann passt mir auch das mit der Paketverwaltung nicht. So Programme zu installieren, gefällt mir einfach nicht. Ganz aktuelle Programme muss man sich auch oft selber kompilieren, dazu habe ich keine Lust. Allgemein will ich nicht rumfrickeln.

    Zum schreiben gibt es natürlich Latex. Die meisten Leute können aber kein Latex. Libre Office (Open Office) habe ich einmal im Studium auf einem Linuxdesktop nutzen müssen. Ich und auch mein Kommilitone kamen damit ganz schlecht zu recht(da waren wir nicht die einzigen) und das als Informatiker...Da etwas zu formatieren ist noch mal wesentlich umständlicher als mit Word.

    Unter Linux laufen viele Programme die man so nutzt und über die Jahre schätzen gelernt hat nicht. Außer man benutzt wine. Was wieder zum frickeln führt...

    Letztendlich bin ich persönlich schon vor Jahre bei Apple gelandet. Und was ist da bitte so viel an Software dabei die man nicht brauch, im vergleich zu Windows oder einem Ubuntu? Allerdings gefällt mir der momentane Weg von Apple auch nicht. Aber eventuell kommen in den nächsten Jahren wieder Notebooks mit entspiegelten Display. Denn Retina wird im laufe der Zeit zum Standard und es müssen ja neue Kaufanreize gesetzt werden.

    Warum Windows keine alternative ist, kann ich auch nicht nachvollziehen. Es läuft inzwischen wirklich stabil, bietet eine sehr hohe Sicherheit (und das obwohl es am meisten angegriffen wird) und es gibt einfach alles an Programmen was man begehrt. Ist die doofe Registry zugemüllt spielt man einfach ein Backup ein...

    • jdo sagt:

      Dass man ganz aktuelle Programme "immer" selbst kompilieren muss ist eine Sage, die sich aus irgendwelchen Gründen bei den Unwissenden manifestiert hat. Für Ubuntu & Co. gibt es Launchpad, wo man die Prominenz der Open-Source-Programme eigentlich immer aktuell findet.

      Dass unter Linux mehr als ein Weg nach Rom führt, ist für mich ein Segen. Wenn mir die Software-Verwaltung nicht gefällt, kann ich die Konsole nutzen, Synaptic oder gleich eine komplett andere Distribution einsetzen und dann zum Beispiel bei openSUSE das hervorragende YaST2 verwenden. Warum es Dir nicht gefällt, Software nur mit einem Klick installieren zu können bleibt mir gerade auch verborgen.

      Weiterhin könntest Du eine Rolling-Distribution nutzen, die Dich auf dem aktuellen Stand hält. Was Informatiker mit der Benutzung von LibreOffice zu tun hat, ist mir auch schleierhaft. Es gibt auch gelernte Automechaniker, die ihr Handwerk nicht beherrschen.

      Dass unter Linux viele Programme nicht laufen, die man über die Jahre zu schätzen gelernt hat, ist eine Pauschalisierung, die ich so nicht stehen lassen kann - die Du über die Jahre zu schätzen gelernt hast - ok. Mir geht es genau anders - unter Windows laufen viele Programme nicht, die ich nicht missen möchte oder krude zum Laufen bringen müsste. In vielen Fällen könnte man auch noch zur Lösung mit virtuellen Maschinen greifen, wenn man manche Windows-Software unbedingt braucht.

      Windows ist für viele Grafiker nach deren Aussage deswegen kein Alternative, weil Sie sich über Jahre an diverse Tastatur-Shortcuts gewöhnt haben und Windows immer noch Probleme mit dem Rendern diverser Schriftarten ein Problem zu haben scheint (was ich nicht beweisen kann). Weiterhin schlägt Microsoft gerade Apples Weg ein und ist schon alleine deswegen keine Alternative mehr.

      Die doofe Registry mit einem Backup zu überbügeln, entfernt Dir aber nicht die Dateileichen auf Deinem Rechner. Um diese loszuwerden, müsstest Du frickeln.

    • Skogsvaktare sagt:

      @ Erebos

      es steht jedem frei, sich sein Betriebssystem auszusuchen. Ich verstehe auch nicht, warum Informatiker nicht mit Libre Office klar kommen.
      Seit Windows 3.0 war ich der Annahme es braucht kein anderes OS. Heute sehe ich es anders. Gerade Ubuntu bietet dem Einsteiger und ehemaligen Windowsuser eine Möglichkeit zu wechseln und daher halte ich Ubuntu immer noch für die beste Umstiegsvariante zu Linux.
      Das musste ich hier einfach einmal loswerden.

  8. Andrea sagt:

    hi Leute,

    also ich komme nochmal auf die Sache zurück. Ich würde mich freuen, wenn dieser Linux-Port von diesem Programm kommen würde. Denn wir haben hier ein neues Hardware-Teil zum scannen von alten Dias.

    Und dieses Gerät arbeitet unter anderem mit dieser Software und dem OVT-Treiber (derzeit - noch - aber nur unter Windows). Daher würde ich persönlich es total begrüßen, wenn diese Software und der OVT-Treiber für dieses Gerät auf Linux portiert würden. Denn dann könnte ich sowas sogar unter Linux machen.

    Daher auch von mir an die Entwickler meine Bitte: bitte bitte portiert Adobe Photoshop auf Linux!! Bitte bitte bitte!!!

  9. Olli sagt:

    Ich bin freier Grafiker. Nutze (fast) die komplette Bandbreite der CS6-Produkte. Wenn dann müsste Adobe die komplette CS6 portieren. Meiner Meinung nach stellt es sich mittlerweile für viele Mitglieder meiner Zunft so dar: hoher Kostendruck in der Branche vs. hohe Anschaffungskosten für Apple Prdukte, unter Ubuntu (Linux) kein Adobe ergo Win-PC. Da sich Microsoft mit Win8 sich grade ins Knie schießt und Ubuntu grade auf einem guten Weg ist sein "Nerd-Image" loszuwerden, wäre dieses OS eine echte Alternative WENN die Adobe Produkte drauf laufen würden. Das Argument von Adobe es gäbe zu viele verschiedene Standards lasse ich nicht gelten - ich würde auch ein "Adobe Ubuntu" installieren bei dem als "Service für Webentwickler" zb. der LAMPP schon vorkonfiguriert ist etc. Naja... wird wohl leider ein Traum bleiben...

    • jdo sagt:

      Du bist nicht der erste, von dem ich eine Aussage in diese Richtung höre. Aber es wird Adobe wohl leider wirklich völlig egal sein ...

  10. Reini sagt:

    Leite selbst ein Fotostudio / Video mit 4 Mitarbeitern, 3 davon arbeiten derzeit auch in der Bildbearbeitung und Postprocessing. Wir haben unser gesamtes System schon lange auf Mac Rechner, insbesondere die mobilen Geräte für Outdoor und die Bildbearbeitungsgeräte auf Mac Pro. So, nun gibt es die Mac Pros nicht mehr, Erstz keiner in Sicht. Die Powerbooks mit spiegelnden Displays sind eine Katastrophe im Ausseneinsatz, sehr brauchbar aber im Studio mit einem externen Monitor. Wenn nun Apple, so wie es aussieht keine neuen Mac Pros mehr rausbringt, dann sind wir innerhalb von 2-3 Jahren aber schon richtig am A... Also mittelfristig umstellen. Erschwerend dass unser Server mit NFS unterwegs ist, da können Windows Geräte eigentlich nicht mit. In unseren Diskussionen haben wir festgestellt, dass Adobe mit CS der eigentliche Knackpunkt ist. Unterstützt Adobe Linux, sind wir die meisten Sorgen los. Officesoftware spielt dabei kaum eine Rolle, da gibts ja die iMacs, Pads usw. Bleiben noch die Kamerasteuerungen, die laufen ebenfalls nur OS oder Microsoft.Sollte Adobe Linux unterstützen, tun die Kamerahersteller im professionellen Bereich das genauso. Also mein ok hat Adobe, wäre sofort bereit zu wechseln und zu bezahlen...(Ist ihnen aber wahrscheinlich ziemlich egal...)

  11. Hopplahoppsingen sagt:

    Abgesehen von einigen Rechtschreib- wie Grammatikfehlern ein guter wie aufschlussreicher Bericht.

    Ich bin ebenfalls der Überzeugung, dass Adobe bislang nur deswegen noch nicht portiert hat, weil Apple und Microsoft den Leuten von Adobe vertraglich ein paar Daumenschrauben aufgesetzt haben.

    Denn alles in allem würde Adobe doch eher gewinnen, wenn sie auf Linux/Ubuntu portieren würden;

    Sie würden ihren Kundenkreis dadurch erweitern und entsprechend mehr einnehmen. Das steht eigentlich im Sinne eines so großen Unternehmers.
    Aus diesem Grund kann ich mir Adobe's bisherige Handlungsweise nur mit vertraglichen Grenzen seitens Apple und Microsoft erklären.

    Ich persönlich finde das schade, weil ich gerne auf Ubuntu ausweichen würde. Denn das einzige, was mich ernsthaft an Windows hält, sind Photoshop und After Effects...

  12. Flori sagt:

    Adobe wartet darauf, dass mehr Nutzer Linux installieren. Dabei bin ich überzeugt, dass es sehr viel mehr Linux-Nutzer gäbe, wenn Photoshop drauf laufen würde.
    Die Argumentation von Adobe ist also irgendwo unlogisch.
    Es gibt sicherlich etliche Grafiker die das Betriebssystem wechseln würden, aber nicht können.
    War nicht früher das Argument für einen Mac dass dieser die perfekte Arbeitsumgebung für Grafiker hatte? Die haben heute eine andere Zielgruppe.
    Ich denke, dass es machbar ist und die von Adobe nur irgendwie immer in die falsche Richtung denken.
    Erstmal müssen die ihre Software entwickeln und dann kommt der Markt von selbst.

    Von dem Kickstarter halte ich überhaupt nichts. Ich zahle bereits jeden Monat an Adobe fürs Abo. Die meisten Grafiker, die auf Linux wechseln würden wohl auch. Ich würde nicht noch was oben drauf legen, damit die ihr Software für eines der drei größten Betriebssysteme entwickeln. Schließlich ist die Suite schon teuer genug.
    Adobe würde zwar durch mich dadurch keinen neuen Kunden gewinnen, aber einen zufriedeneren!

Antworten