Distributions-Release: Fuduntu 2012.3 ist veröffentlicht

3 Juli 2012 3 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Fuduntu Logo 150x150Als Spaß fing Fuduntu an. Die Entwickler wollten eine auf Fedora basierte Linux-Distribution erstellen, die dem Anwender den Einstieg so einfach in die Linux-Welt machen soll, wie das Ubuntu tut – also ein „Out of the Box“-Fedora. Mittlerweile wurde das Projekt erfolgreich geforkt und man unterhält eigene Repositories. Man schätzt zwischen 30.000 und 40.000 aktive Installationen.

Fuduntu 2012.3 ist die dritte Ausgabe im Jahre 2012. Das Betriebssystem erscheint vierteljährlich in einer neuen Version. Ein Ziel der Entwickler ist es, die neueste Ausgabe mit kleinen Änderungen zu versehen. Natürlich will man das Betriebssystem besser machen, gleichzeitig aber die Stabilität nicht aufs Spiel setzen. Fuduntu ist eine Rolling-Distribution – theoretisch müsstest Du nie wieder neu installieren, sondern durch Online-Updates immer auf dem neueste Stand sein. Bestehende Fuduntu-Anwender sollten bereits auf dem Stand von 2012.3 sein, da sich alle Updates bereits in den Repositories befinden.

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Fuduntu 2012.3

Rolling-Distribution - Fedora-Fork ...

Neuerungen

Zu den wichtigen Updates gehören GCC 4.6.3 und Anaconda 16. Ein Kommentator hat sich beschwert, dass eine Rolling-Distribution, die auf Fedora basiert, schon auch die neueste Fedora-Software beinhalten sollte. Im Detail ging es um GCC 4.7. Die Antwort war, dass es sich hier um einen Fork und kein Remix handelt. Fedora sei natürlich immer vorne mit dabei, wenn es um neueste Software ging. Fuduntu sei aber Rolling und nicht Bleeding. Fuduntu setzt weiterhin auf GNOME 2.32.

Der Standard-Bootloader ist GRUB 2. Diese Änderung erlaubt besser Kompatibilität. Das gelte vor allen Dingen in Sachen Dualboot von anderen Linux-Distributionen. Ebenfalls helfe das bei den Vorbereitungen in Richtung UEFI-Unterstützung. Neuinstallationen bekommen GRUB 2 automatisch. Wer eine bestehende Installation aktualisiert, bekommt den Bootloader nicht automatisch als Upgrade. Die Entwickler haben in ihrem Wiki eine Anleitung zur Verfügung gestellt, wie Du den Bootloader manuell auf die neueste Version aktualisieren kannst. Keine Angst, das sind nur ein paar Schritte, die nicht sonderlich kompliziert sind.

Fuduntu 2012.3: Terminal

Fuduntu 2012.3: Terminal

Mit Version 2012.3 gibt es die neueste Ausgabe von Infinality Freetype. Dies verbessert das Aussahen des genutzten Terminals, weil es die Standard-Schriftart im Terminal auf Droid Sans Mono einsetzt. Wer viel Zeit auf der Konsole verbringt, wird das zu schätzen wissen. Neuinstallationen kommen automatisch in den Genuss. Aktualisierte Fuduntu-Installationen müssen die „Fixed Width“-Schriftart in den Einstallungen ändern.

Natürlich wurden viele Software-Pakete auf den neuesten Stand gebracht. Als Herzstück dient Linux-Kernel 3.4.4. Ebenso mit von der Partie sind Chromium 19, Firefox 13.0.1, LibreOffice 3.5.4.2, GIMP 2.8, Pidgin 2.10.4 und Wine 1.4.1. Als Neuzugang ist VirtualBox OSE 4.1.16 zu verbuchen. Einige dieser Pakete sind nicht auf der Installations-DVD enthalten, befinden sich aber im Repository der Distribution und lassen sich online nachinstallieren. Seit der Ausgabe von Fuduntu 2012.2 im April, sind fast 2000 Pakete aktualisiert worden.

Treiber-Unterstützung

Um es dem Anwender so angenehm wie möglich zu machen, hält Fuduntu diverse kmod-Pakete im Repository vor. Damit ist es einfacher, proprietäre Treiber einzuspielen und die entsprechende Hardware damit anzusprechen. Als Anwender musst Du also nur das entsprechende Paket einspielen, den Rechner neu starten und fertig.

Im Repository enthalten sind

  • NVIDIA Grafiktreiber 290.10 (nvidia-kmod)
  • ATI Catalyst Grafiktreiber 12.4 (catalyst-kmod)
  • Broadcom WIFI Adapter Treiber 5.100.82.112 (wl-kmod)
  • VirtualBox OSE (kmod-VirtualBox-OSE)

Zusätzlich gibt es kmod-staging. Dieses Paket enthält Treiber für viele Geräte, die per Standard nicht unterstützt werden. Mit Fuduntu 2012.3 gehört kmod-staging zur Standard-Installation, allerdings sind die Pakete nicht aktiviert. Vor allen Dingen für diverse WiFi-Karten (Realtek) und USB-Breitband-Adapter könntest Du diese Pakete brauchen. Solltest Du also keine WiFi-Verbindung haben, einfach im /kmods-Verzeichnis . Ein Rechtsklick auf die entsprechende Datei und eine Anweisung, diese mit dem Paket-Manager zu öffnen, könnte Abhilfe schaffen.

Du kannst Fuduntu für die Architekturen i686 und x86_64 bei sourceforge.net herunterladenFuduntu-2012.3-i686-LiveDVD.iso (931 MByte), Fuduntu-2012.3-x86_64-LiveDVD.iso (940 MByte)

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3 Kommentare zu “Distributions-Release: Fuduntu 2012.3 ist veröffentlicht”

  1. killx sagt:

    Und wieder eine neue Version meiner Lieblingsdistribution =)

  2. Rasi sagt:

    Die Infinality Patches haben mit dem Setzen der Terminalfont mal gar nix zu tun. Es ist nur ein alternatives Antialiasing, was das Schriftbild generell verändert, aber unabhängig von der eingesetzten font ist.

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