PCLinuxOS “Phoenix Edition” 2012-02 mit Xfce 4.8.3

21 Februar 2012 2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

PCLinuxOS Phoenix Edition Logo 150x150Die Entwickler der Distributon PCLinuxOS haben eine Wartungs-Ausgabe der “Phoenix Edition” zur Verfügung gestellt. Version 2012-02 bringt Xfce 4.8.3 als Desktop-Umgebung mit sich und setzt auf Kernel 2.6.38.8. Weitere Kernel-Varianten gibt es im Repository. Der PAE-Kernel ist für Rechner mit mehr als 4 GByte Arbeitsspeicher gedacht. Ebenso gibt es einen BFS-Kernel für maximale Desktop-Performance und einen Standard-Kernel mit aktiviertem Group Scheduling.

Darüber hinaus haben die Entwickler dem X.Org-Server ein Update auf Ausgabe 1.10.4 spendiert. Mesa ist als Version 7.11.2 und libdrm als 2.4.26 verfügbar. Das Update verspricht bessere Geschwindigkeit und 3D-Unterstützung für die meisten Intel-, NVIDIA- und AMD-/ATI-Grafikkarten. Die aktuellen AMD-/ATI- und NVIDIA-Treiber befinden sich auf der Live-CD und werden automatisch vom System konfiguriert. Die schlechten Neuigkeiten sind laut eigener Aussage, dass viele alte Rechner mit ebenso angestaubten Grafikkarten möglicherweise nicht mehr richtig funktionieren. Das liegt an den ausgemusterten X.Org-Grafiktreibern.

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PCLinuxOS Phoenix Edition 2012-02

Mit Xfce 4.8 ...

GCC und glibc sind als 4.5.2 und 2.13.4 vorhanden. RPM wurde ebenfalls ein Update spendiert und ist nun als Ausgabe 4.8.1 vorhanden. Der Paket-Manager Synaptic und apt-get wurden auf einen neuen Stand gebracht, um mit den neuen RPM-Paketen zu funktionieren. yum und yumex sollen in den kommenden Wochen als alternative Paket-Manager zur Verfügung stehen.

PCLinuxOS Phoenix Edition 2012-02 Desktop

Theme: gebürstetes Metall

PCLinuxOS “Phoenix Edition” 2012-02 hat einen komplett neuen Anstrich bekommen. Es gibt ein neues “gebürstetes Metall”-Theme, das man auch auf GRUB, Plymouth, GDM, gfxboot und die Applikations-Splash-Screens übertragen hat. Ältere Themes stehen optional zur Verfügung.

Recht angenehm ist, dass gleich während des Startens der Live-CD die Einstellung des Tastatur-Layouts möglich ist. Das erspart wildes Suchen im Adlerkreissystem der entsprechenden Zeichen. Das root-Passwort zum anmelden ist root. Wenn Du allerdings eine gewisse Zeit wartest, meldet sich das System im Live-Modus selbständig als Gast an.

PCLinuxOS Phoenix Edition 2012-02 LibreOffice-Manager

LibreOffice-Manager

Die enthaltene Software ist gut gewählt. Es befinden sich zum Beispiel Firefox 10.0.0.2, Thunderbird 10.0.0.2, Dropbox, Transmission und Pidgin an Bord. BleachBit hilft beim Aufräumen von Dateileichen oder beim Löschen von Cookies und des Browser-Cache. Sobald das System installiert ist, kannst Du mittels LibreOffice Manager die beliebte Bürosoftware-Sammlung in Version 3.5 sehr bequem nachinstallieren.

Ebenso mit an Bord befinden sich ISO Master, DeVeDe und Xfburn. Zum Abspielen von Musik dient Listen Music Player. Die Video-Player der Entwickler-Wahl sind Gxine und Xfmedia. Mein Favorit, VLC, ist in den Repositories vorhanden. Mit dem Emerald Theme Manager und dem CompizConfig Settings Manager lassen sich 3D-Effekte auf den Desktop zaubern.

Das System lässt sich ganz im PCLinuxOS-Stil bequem über das Controll Center administrieren. Zugriff auf tausende weitere Pakete ermöglicht der Paket-Manager Synaptic.

PCLinuxOS Phoenix Edition 2012-02 Installation

Installations-Wizard

Eine Installation lässt sich zwar nur in Englisch durchführen, was aber bei dem wirklich einfach zu benutzendem Wizard kein Problem ist. Nach dem Einspielen erfolgt ein Neustart. Dann darfst Du vor Erstgebrauch eine Zeitzone wählen und bestimmen, ob sich der Rechner automatisch via NTP die aktuelle Zeit aus dem Internet holen soll. Im Anschluss erfolgt die Vergabe des root-Passworts und das Anlegen eines Benutzer-Kontos.

Das klingt ja alles super, aber wo ist der Haken? Es gibt immer einen Haken, richtig? Ja, leider ist das auch hier so. Es gibt keine einfach Möglichkeit, das System auf Deutsch einzustellen. LibreOffice lässt sich zwar Deutsch installieren und es befinden sich auch die Pakete firefox-de und mozilla-thunderbird-de im Repository, aber das System an sich möchte nicht Deutsch sprechen. Zumindest habe ich es nicht gefunden. Mich persönlich stört das weniger, ich wollte es aber erwähnt haben.

PCLinuxOS Phoenix Edition 2012-02 ist eine schöne und schnelle Linux-Distribution, mit der auch ein Anfäger zurecht kommt. Ein ISO-Abbild für die Architektur x86 kannst Du im Download-Bereich der Projektseite herunterladen: pclinuxos-phoenix-2012-02.iso (675 MByte)



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2 Kommentare zu “PCLinuxOS “Phoenix Edition” 2012-02 mit Xfce 4.8.3”

  1. Oscar alias xpenguin sagt:

    Die Sprache muß man von Hand umstellen, denn wegen GIMP tut es der Manager nicht. Die GIMP-Help-Sprachpakete sind zu alt und oassen nicht. Der LibreOffice-Manager tut es auch nicht. LibreOffice ist nicht auf den Repos, nur Openclipart. Und OpenOffice auch nicht mehr. Und ich habe erst angefangen mit dem Installieren. Wer weiß, was noch alles nicht geht. Kein Grund also, Loblieder zu singen. Das einzig Gute, wie man es nimmt, daß man den gewohnten alten GNOME hat, wenn man ihn denn installieren kann. Mit der GNOME-Ausgabe von PCLinuxOS habe ich nämlich XFCE nicht installieren können. Die ganze Distro erscheint mir hinten und vorn nicht recht stimmig, als würde jeder Entwickler sein eigenes Süppchen kochen. Nichts paßt so richtig zusammen.

  2. Oscar alias xpenguin sagt:

    Ein halbes Jahr später sieht einiges besser aus. Ein Teil der Repos war veraltet, daher die obengenannten Probleme. Der Linux-User muß ja erst alles selbst herausfinden, weshalb wir ja auch nur 1% sind. Mit apt-sources-update ging es dann besser. ABER: Compiz will mir Emerald aufzwingen, warum auch immer. Ich will aber Metacity mit Blue-Joy als Titelleiste, was ich hineingeladen habe. Im CCSM umgeschrieben in gtk-window-decorator --replace --metacity-theme "Blue-Joy". Das kam dann auch, aber nur bis zum nächsten Systemstart. Dann hatte ich wieder dieses häßliche Ding, und im CCSM stand nur noch gtk-window-decorator --replace, der Rest war weg wie Schmidt's Katze. Wieso wird da immer das häßlichste Thema der Welt vorgegeben? Und wieso gibt es zwar cpufire-applet und byzanz, aber nicht xpenguins, xpenguins-applet und glunarclock wie sonst überall, wo man noch GNOME 2 hat? Und noch etwas Merkwürdiges: Sobald man als Zweitdesktop KDE installiert hat, verwandelt sich Synaptic in ein gleißendweißes KDE-Tool. Vorher war es ein GTK-Fenster... Wie sollen es da je mehr als besagte 1 % werden?...

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