Versteckter USB-Stick im Notebook mit Tails – via Schalter aktiviert

11 März 2019 2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Der monatliche Bericht von Tails (The Amnesic Incognito Live System) liest sich eigentlich recht leicht. Wir erfahren, dass Tails 3.13 am 19. März 2019 erscheinen soll. Außerdem verraten die Entwickler die Highlights.

Tails 3.13 wird auf Debian Stretch 9.8 basieren und Linux-Kernel 4.19.20 sowie Tor 0.3.5 enthalten.

Schade ist, dass die beiden Anträge für finanzielle Unterstützung an das Projekt NGI Zero PET abgelehnt wurde.

USB-Stick mit Tails im Notebook versteckt

Ziemlich abgefahren finde ich aber den Link ziemlich am Ende des Beitrags. Die Entwickler verweisen auf einen Beitrag, in dem ein Anwender erklärt, wie er einen USB-Stick in seinem Notebook versteckt hat. Der Bastler benutzt dafür ein ThinkPad X230 und zeigt Schritt für Schritt, wie er das gemacht hat.

Auf dem USB-Stick ist Tails installiert und er kann ihn via Schalter aktivieren. Es ließen sich natürlich auch andere Live-Linux-Systeme installieren oder Du könntest den USB-Stick als geheimen Speicher benutzen.

Der kreative Mensch erzählt, dass ein nur lesbarer Datenträger natürlich noch sicherer ist. Allerdings hat er sich für einen beschreibbaren USB-Stick entschieden, weil er Persistence oder die permanente Speichermöglichkeit nutzen wollte.

Ich finde die Idee faszinierend, aber mir persönlich wäre es den Aufwand nicht wert. Er benutzt einen relativ großen USB-Stick dafür und rät sogar vom selben Gerät ab, da es sehr langsam ist. Dafür kostet der Stick bei Amazon gerade noch zirka 3 Euro* als 16 GByte.

Auf so einem USB-Stick U202 von Toshiba ist Tails installiert

Auf so einem USB-Stick U202 von Toshiba ist Tails installiert

Ich habe auch immer ein Tails dabei, aber es ist auf einem SanDisk Mini-USB-Stick mit 32 GByte* installiert. Das Ding kostet zirka 9 Euro und ich kann es in meinem InfinityBook sogar stecken lassen, wenn ich es in die Schutzhülle einpacke und dann in meinem Rucksack stecke.

SanDisk USB-Stick mit 32 GByte

SanDisk USB-Stick mit 32 GByte

Die Idee mit dem Schalter und dem versteckten USB-Stick ist schon schick, aber mir echt zu viel Aufwand. 🙂

Was ist Tails?

Solltest Du nicht wissen, was Tails ist, hier eine kurze Erklärung.

Tails ist ein Linux-Live-System, das sämtlichen Datenverkehr oder Traffic durch Tor oder The Onion Router leitet. Damit sorgt die Distribution dafür, dass Du so gut wie möglich anonym im Internet unterwegs bist.

Das klingt toll, hat aber den Nachteil, dass Tor relativ langsam ist. Natürlich sind die Geschwindigkeiten viel höher als noch vor einigen Jahren, aber schnell ist was anderes.

Tails ist nicht für Umgehen von Geoblocking oder Streaming gemacht, sondern um Deine Anonymität zu schützen. Suchst Du nach einer Lösung, um Deinen digitalen Standort zu ändern, um zum Beispiel Sportereignisse (wie die UEFA Champions League - kostenlos!) zu streamen, bist Du bei einem VPN besser aufgehoben.

Installation wesentlich einfacher

Seit Version 3.12 liefern die Entwickler das Betriebssystem als USB-Abbild aus. Vorher war die Installation zwar auch nicht sehr komplex, aber doch um einiges umständlicher.

Nun ist die Installation von The Amnesiv Incogito Live System genauso einfach wie eine andere Live-Distribution, die Du auf einen USB-Stick spielst. Du lädst das Image herunter und nimmst dann zum Beispiel Etcher, um den USB-Stick zu bespielen.

Etcher: Abbild wählen, mobilen Dartenträger aussuchen, flashen - schon ist Tails installiert

Etcher: Abbild wählen, mobilen Dartenträger aussuchen, flashen – schon ist Tails installiert

Es ist wirklich so einfach wie auf dem Screenshot oben. Du wählst das Image, danach suchst Du Dir einen mobilen Datenträger aus und drückst im Anschluss auf Flash. Dann dauert es etwas, bis der Datenträger beschrieben ist.

Du kannst so übrigens nicht nur USB-Sticks, sondern auch SD-Karten beschreiben. Etcher hat eine Sicherheitsfunktion, die verhindert, dass Dir die Systempartition als Ziel zur Verfügung stellt. Du könntest sie in den Einstellungen deaktivieren, aber empfohlen ist das nicht.

USB-Sticks sind auf jeden Fall so günstig und die Installation ist so einfach, dass es keine Ausrede gibt, Tails nicht zu testen. 😉

Wer dennoch ein ISO-Abbild braucht, um das System auf eine DVD zu brennen oder für den Einsatz in einer virtuellen Maschine, der bekommst auch noch eine .iso-Datei.

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