Bitcoin-Scam – direkt via Telegram von Betrüger kontaktiert – war spaßig

Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Gestern wurde ich direkt über Telegram von einem Betrüger oder Scammer angeschrieben und ich habe mich darauf eingelassen. Er wollte mir ein dubioses Investment im Namen von Bitcoin aufschwatzen. Wer meinen Blog regelmäßig liest, weiß, dass ich selbst Bitcoin ($BTC) und andere Kryptowährungen halte – Haven ($XHV) zum Beispiel. Für den Betrüger habe ich mich anfänglich aber dumm gestellt, weil ich wissen wollte, wohin die Sache führt.

Ich habe die Desktop-Version von Telegram benutzt und den Chat-Verlauf regelmäßig exportiert. Sobald meine Dummheit auffliegt, würde micht der Bitcoin-Scammer oder Betrüger blockieren und den Chat-Verauf löschen. Das war mir bewusst und genau so ist es auch eingetreten. Aber von Anfang an.

Von Bitcoin-Scammer kontaktiert

Angefangen hat es mit einem einfachen Hello, mit dem mich ein angeblich aus Südafrika stammender Mann namens Mpho Dlamini anschrieb.

Ganz am Anfang wusste ich noch nicht, um was es geht und deswegen habe ich höflich darauf hingewiesen, keine Zeit für Small Talk zu haben. Allerdings wollte ich wissen, woher der Mann meinen Kontakt hat. Er meinte, wir wären in einer gleichen Gruppe. Das kann sein, da ich Mitglied in ein paar Krypto-Gruppen bin.

Im Anschluss kam Herr Dlamini gleich zum Punkt und stellte mir die Frage, ob mir Bitcoin-Investment ein Begriff ist. Ich stellte mich dumm und fragte zurück, das es sich dabei doch um dieses Internet-Geld handelt?

Ohne meine Frage direkt zu beantworten, machte der Scammer der Vorschlag, dass ich mit einer Investition binnen 24 Stunden 10 % Gewinn machen könnte.

Ab diesem Zeitpunk war mir vällig klar, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt.

Ich meinte, dass das zu gut klingt, um wahr zu sein. Außerdem wollte ich wissen, welche Firma solche Gewinne ausschüttet.

Als Antwort kam, dass die Firma mit Mega Trading aktiv sei und alles handeln würde: Gold, Öl, Fremdwährungen – Bitcoin wurde nicht mehr erwähnt. Auf jeden Fall sei die Sache 100 % sicher, weil er selbst hätte den kleinen Betrag von nur 209 $ versucht und das hätte funktioniert. In der gleichen Nachricht befand sich noch ein Link mit einer Referenznummer – also ein Affiliate-Link.

Gegen Affiliate-Links habe ich eigentlich nichts, da ich sie selbst einsetze. Affiliate-Links auf eine Scam-Website sind aber unter der Gürtellinie.

Ich habe kurz zur angegebenen Firma recherchiert und ihn dann einen Scammer oder Betrüger genannt.

Spaßig an dieser Stelle war die Antwort: wie ich es wagen könne, ihn so zu nennen.

Also habe ich dem Bitcoin-Scammer erklärt, warum er ein Betrüger ist (wie bizarr) und wurde daraufhin geblockt – auch der Chat-Verlauf in Telegram wurde von Herrn Dlamini gelöscht. Allerdings war ich schneller und habe den Verlauf noch komplett exportieren können (ich habe auch zwischendurch immer wieder exportiert)

Hier ist die komplette Konversation:

Hallo! Kennst Du Bitcoin?

Hallo! Kennst Du Bitcoin?

Am Ende der Konversation habe ich Herrn Mpho Dlamini dann abermals als Scammer oder Betrüger bezeichnet.

Ein paar Nachforschungen zu TradePayInvest

Alleine der Fakt, dass ich so plump angeschrieben wurde, reicht bei mir schon aus, um alle Alarmglocken schrillen zu lassen. Ich bin schon öfter mit Bitcoin-Betrug in Berührung gekommen – auch mit betrügerischen Tauschbörsen oder Exchanges.

Allerdings hatte ich gerade Lust, etwas tiefer zu graben. Eine einfache whois-Abfrage lässt in diesem Fall schon relativ tief blicken. Die Website der Mega-Trading-Firma wurde erst im Mai 2020 gegründet. Möglich als Startup, aber in diesem Bereich eher unwahrscheinlich.

whois tradepayinvest.com

whois tradepayinvest.com

Spätestens beim Eintrag der DNS-Server – namecheaphosting.com – solltest Du raus aus der Sache sein. Auf der Website selbst gibt es oben mittig und unten links einen Follow-Us-Bereich mit den üblichen Verdächtigen: Facebook, VK, Twitter und YouTube. Die Links führen allerdings nur zur Home-Seite des jeweiligen Anbieters.

Follow us, vertraue uns und verliere Deine Bitcoin

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Für mich waren das nun genug Beweise oder Hinweise, dass es sich bei TradePayInvest um eine Scam-Website handelt.

Vorsicht vor Betrug – Bitcoin wird wertvoller

Da Bitcoin derzeit wieder steigt und einige renommierte Firmen (auch Square / Twitter) größere Summen in die bekannteste Kryptowährung investiert haben, steigen auch die Betrugsversuche damit.

Der beste Schutz ist der gesunde Menschenverstand und eine gute Portion Skepsis.

  • Klingt etwas zu gut, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch.
  • Lass Dich niemals von FOMO (Fear Of Missing Out – Angst haben, den Zug zu verpassen) leiten. Das war in diesem Fall nicht gegeben, ist aber auch eine bekannte Masche.
  • Schau Dir gut an, was Dir da aufgeschwatzt werden soll. Kombiniere das mit ein paar Recherchen über die Suchmaschine Deiner Wahl und Du bekommst schnell ein Ergebnis, ob es sich um Betrug handelt oder nicht.

Ich selbst glaube schon, dass Bitcoin noch kräftiger steigen wird – vor allen Dingen, weil nun auch PayPal mitmischen will. Trotzdem setze ich nur Geld ein, das ich mir leisten kann, zu verlieren. Klar wäre das auch nicht schön, aber es bricht mir nicht das Genick – die Zahlen auf meinem Bitcoin-Ticker gefallen mir derzeit sehr gut.

Wenn Du Kryptowährungen hast, halte Deine Wallets sicher. Cold Storage ist das Stichwort oder zumindest eine virtuelle Maschine.

Was mich besonders ärgert: gerade in diesen schwierigen Zeiten nutzen solche Betrüger die Schwäche der Leute aus und versprechen das schnelle Geld. Ich merke es selbst an den Anfragen zu gesponserten Beiträgen. Seitdem die Corona-Maßnahmen wieder strenger werden, bekomme ich mindestens 5 Anfragen pro Woche von Casinos, Lotterien, Glücksspielen, Wetten und so weiter. In der Not zeigt Homo Sapiens dann noch seine hässlichste Seite.

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