ionas-Server auf Raspberry Pi unter die Lupe genommen: Inklusive Seafile und Firefox Sync Server (> Fx 29)

30 November 2014 9 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Ich habe das Vergnügen, mit dem ionas-Server experimentieren zu dürfen. Man hat mir ein Image zur Verfügung gestellt, mit dem ich spielen kann.

Was ist der ionas-Server und was kann er?

Mit einem NAS (Network-attached Storage) hat das zunächst einmal nichts zu tun, auch wenn der Name diese Vermutung nahe legt. Der Begriff ionas steht für Ihr ONline-ASistent.

Die Hardware des ionas-Servers ist eigentlich recht simpel gehalten. Es handelt sich um ein Raspberry Pi B+ und eine externe Festplatte mit einem TByte. Das ist natürlich eine relativ stromsparende Lösung. Laut eigenen Angaben braucht das Konstrukt im Leerlauf und bei geringer Belastung lediglich vier Watt.

ionas-Server in Aktion (Quelle: http://www.ionas-server.com)

ionas-Server in Aktion (Quelle: http://www.ionas-server.com)

An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass ich ohne externe Festplatte experimentiert habe und sich alles auf der SD-Karte des Geräts abspielt. Deswegen gibt es auch keine Benchmark-Tests. Mit einem Raspberry Pi B+ als Gehirn sollte jedem bewusst sein, dass man daran keinen Großkonzern hängen kann. Ich würde aber mal schätzen, dass der ionas-Server für fünf Anwender ausreicht. Ich gehe hier von normalem Anwender-Verhalten aus und nicht von Leuten, die jeden Tag 50.000 neue Dateien synchronisieren. Dennoch soll ausdrücklich darauf hingewiesen sein, dass man sich mit dem Produkt in erster Linie an Einzelanwender richtet.

Der komplette Software-Stack ist Open-Source und als Betriebssystem kommt die Linux-Distribution Raspbian zum Einsatz. Aus diesem Grund könnte man sich so eine Art ionas-Server auch selbst zusammenbasteln. Wer allerdings technisch nicht so versiert ist oder einfach keine Lust darauf hat, kann sich das komplett vorkonfigurierte Gerät für 249 Euro bestellen. Im Preis inbegriffen ist eine Einrichtungs-Hilfe via Telefon.

Man bekommt auf Nachfrage auch das root-Passwort und kann mit dem System machen was man will. Allerdings sollte man dann schon wissen, was man tut und der Support erlischt natürlich. Wenn man schon mit dem Gerät spielt, sollte man zumindest dringen vorher ein Image der SD-Karte machen, um eine Rolle rückwärts tätigen zu können.

Die Hauptfunktionen des ionas-Servers sind Backup und Dateisynchronisation im eigenen LAN oder Netzwerk, sowie Kalender-, Kontakt- und Firefox-Synchronisation. Dafür verwendet das Projekt Seafile und Radicale (CalDAV / CardDAV), beziehungsweise den Mozilla-Sync-Server, mit dem sich neue Firefox-Versionen synchronisieren lassen. Somit müssen diese wichtigen Daten das Haus-Netzwerk nicht mehr verlassen. Man hat genau genommen einen Ersatz für die am häufigsten genutzten Cloud-Services. Um vom Internet aus zugreifen zu können, bringt der ionas-Server OpenVPN mit sich. Somit kann man sich via VPN (Virtual Private Network) auf dem Gerät aus öffentlichen oder fremden Netzwerken einwählen.

Der ionas-Server bringt noch ein paar weitere Funktionen mit sich. Allerdings möchte ich mich zunächst auf die eben genannten konzentrieren. Doch zunächst zur Konfiguration.

ionas-Server in Betrieb nehmen und einrichten

Auf dem ionas-Server ist Zeroconf (Avahi / Bonjour) aktiviert. Man erreicht das Gerät deswegen per Standard via ionas-server.local. Dazu muss aber eine entsprechende Software auf dem Endgerät laufen. Bei Mac OS X sollte das per Standard dabei sein. Auch Linux Mint 17 bringt das Paket vorinstalliert mit sich. Es nennt sich unter Debian / Ubuntu avahi-daemon.

Falls nicht installiert: sudo apt-get install avahi-daemon

Somit muss man den ionas-Server nur am Netzwerk einstecken und das Gerät ist erreichbar. Weiterhin kann man sich via SSH mit dem Gerät verbinden. Da ich die Einrichtung selbst übernommen habe, brauche ich natürlich diese Option. Es gibt dann ein kleines Script, mit dem sich die entsprechenden Dienste aktivieren oder deaktivieren lassen. Das sieht so aus.

ionas-Server: Administrations-Konsole

ionas-Server: Administrations-Konsole

Wie Du siehst, kannst Du gezielt die Services aktivieren, die Du auch tatsächlich verwenden möchtest.

Seafile

Seafile ist ein Datei-Synchronisations-Service. Das ist sozusagen der Dropbox- oder Google-Drive-Ersatz für Zuhause. Es gibt Synchronisations-Clients für Linux, Mac OS X und Windows. Der Unterschied zu ownCloud ist, dass Seafile nur Dateisynchronisation betreibt und keine Kontakt- und Kalender-Synchronisation anbietet. Es gibt auch keinen Musik-Player oder eine Dokumenten-App. Seafile macht nichts anderes, als Dateien zu synchronisieren. Für Kollaboration eignet es sich aber, da man Dateien für andere Seafile-Anwender auf dem selben Server freigeben kann.

Wenn ownCloud so viel mehr kann, warum hat man dann Seafile genommen?

Berechtigte Frage, aber einfach zu beantworten. Seafile bringt einen eigenen Daemon mit sich und ist sehr viel performanter als ownCloud, das komplett auf PHP basiert. Performance ist für so ein kleines Gerät wie ein Raspberry Pi B+ essenziell, da die Hardware allein nicht die schnellste auf Erden ist. Die ownCloud auf einem Raspberry Pi läuft und reicht für einen Anwender wahrscheinlich locker aus. Allerdings bin ich schon beeindruckt, wie viel schneller Seafile sich auf einem solchen Mini-Rechner verhält.

Bei meinem Image ist WebDAV leider nicht aktiviert. Das ist schade, denn so muss man den Seafile-Client verwenden. Das ist nicht dramatisch. Es gibt wie schon erwähnt einen Synchronisations-Client für Linux, Mac OS X und Windows. Auch für Android und iOS (iPhone / iPad) sind Sync-Clients verfügbar. Allerdings können diverse Android-Office-Programme mit WebDAV umgehen. Sollte ich an dieser Stelle mit einem Tablet arbeiten, könnte ich meine Dateien direkt wieder auf Seafile via WebDAV speichern.

Seafile: Client unter Linux

Seafile: Client unter Linux

Der Client versteckt sich beim Schließen in der Task-Leiste – da findet man dann so ein oranges Wölkchen.

Seafile auf dem ionas-Server

Sobald Seafile aktiviert ist, erreicht man den Service via https://ionas-server.local/seafile.

ionas-Server: Seafile Web-Client

ionas-Server: Seafile Web-Client

Über den Schraubenschlüssel rechts oben kann man sich dann einen eigenen Anwender einrichten und so weiter. Die Synchronisations-Clients gibt es auf der Seafile-Website und den Android-Client findest Du im Google Play Store.

Radicale: CalDAV und CardDAV

Radicale ist eine sehr schlanke Lösung, die mithilfe der Protokolle CalDAV und CardDAV Synchronisation für Kalender und Kontakte zur Verfügung stellt. Jede Software, die mit diesen Protokollen umgehen kann, lässt sich auch damit verbinden.

CalDAV mit Radicale

CalDAV mit Radicale

Im Endeffekt muss man nur wissen, wie die entsprechenden Pfade heißen und dann ist es sehr ähnliche als würde man seinen Client mit der ownCloud synchronisieren. Ich habe hier schon diverse Anleitungen geschrieben, wie das mit Android, Kontact und Thunderbird funktioniert.

Firefox-Synchronisation

Meines Wissens ist der ioas-Server derzeit das einzige Gerät, dass die Firefox-Synchronisation für neue Firefox-Versionen mit sich bringt. Für die ownCloud gibt es eine App, die allerdings nur mit Firefox-Versionen vor 29 umgehen kann. Mozilla hat bekanntlich die Synchronisation umgestellt.

Nun könnte man meinen, man hat einen eigenen Server und kann wie früher bei Firefox einfach auswählen, dass man einen anderen Server / Service und nicht den von Mozilla nutzen möchte. Geht in gewisser Weise auch so, allerdings kommt Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher da nicht so schnell drauf. Eigentlich kommt auch Franz ITExperte nicht drauf, wenn er vorher nicht die Dokumentation des neuen Sync-Servers konsultiert. Das finde ich dermaßen unterirdisch von Mozilla gelöst und man bekommt fast den Eindruck, die wollen gar nicht, dass jemand einen eigenen Server einsetzt.

Man muss via about:config in der URL-Zeile die Firefox-Konfiguration aufrufen. Danach sucht man nach Token und findet folgende Zeile:

  • Einstellungsnahme: services.sync.tokenServerURI
  • Wert: https://token.services.mozilla.com/1.0/sync/1.5

Um nun einen eigenen Server verwenden zu können, muss man den Wert an dieser Stelle ändern. Im Falle des ionas-Servers wäre der Wert: https://ionas-server.local/ffsync/token/1.0/sync/1.5

Mozilla Firefox: URL für die Synchronisation

Mozilla Firefox: URL für die Synchronisation

Auch die Entwickler des ionas-Servers sind der Meinung (ich habe nachgefragt), dass sich Firefox Sync mehr als nur ein bisschen zickig verhält. Ein weiteres Problem ist, dass man überhaupt keine oder eigentlich kaum brauchbare Fehlermeldungen bekommt. Dann sieht es so aus als bräuchte ich trotz internem Sync-Server ein Konto bei Mozilla, das dann wiederum irgendwie mit dem Sync-Server verknüpft wird, irgendwann passiert dann etwas auf dem Sync-Server … also echtes undurchsichtiges Chaos, von Transparenz keine Spur. Das kann man wie gesagt dem ionas-Server nicht in die Schuhe schieben, wohl aber Mozilla. Grausam, echt.

Firefox-Sync: Irgendetwas tut sich auf dem ionas-Server

Firefox-Sync: Irgendetwas tut sich auf dem ionas-Server

File Sharing / Teilen von Dateien

Eine recht neue Komponente des ionas-Servers ist eine File-Sharing-Funktion. Diese funktioniert, indem man via Samba / CIFS Dateien in den freigegebenen Ordner fileshare kopiert.

Zunächst einmal braucht man ein Konto bei spdns.de, wenn man anderen Menschen außerhalb des eigenen Netzwerkes Dateien zur Verfügung stellen möchte. Weiterhin musst Du den Router so konfigurieren, dass dieser Port 4444 auf den ionas-Server weiterleitet. Das Prinzip habe ich hier genauer beschrieben.

Danach ruft man den URL https://ionas-server.local/fileshare/ auf und sieht die Liste der Dateien. Entweder muss man rechts oben auf aktualisieren klicken oder man lässt das einen Cronjob erledigen, der alle fünf Minuten läuft.

Dort kommen die Dateien für die öffentlichen Links hinein

Dort kommen die Dateien für die öffentlichen Links hinein

Klicke ich auf den Dateinamen, wird mir sowohl der interne als auch externe Download-Link angezeigt. Bei einem Klick auf das Schild kann ich sowohl ein Passwort vergeben, als auch eine maximale Download-Anzahl festlegen. Per Standard sind die Dateien 24 Stunden freigegeben. Mit einem Klick auf die Uhr wird dieser Countdown um jeweils 24 Stunden verlängert. Es ist gut gemeint, dass mich die Entwickler hier schützen möchten. Dennoch würde ich mir persönlich eine Option wünschen, mit der ich Dateien permanent und für immer freigeben kann. Der Grund ist ganz einfach. Es gibt eben Dokumente, auf die man zum Beispiel verlinken möchte und die einfach dauerhaft verfügbar sein sollen.

File Sharing: Dateien gemeinsam nutzen

File Sharing: Dateien gemeinsam nutzen

Weitere Funktionen

Persönlich verwende ich diese Funktionen nicht, da ich dafür im Prinzip meine OUYA mit XBMC 13 „Gotham“ nutze, aber ich möchte die Multimedia-Möglichkeiten nicht unerwähnt lassen. Der ionas-Server enthält sowohl Mopidy als auch MiniDLNA.

Mopidy ist ein erweiterbarer Musik-Server, der in Python geschrieben ist. Du kannst damit Musik von der lokalen Festplatte, Spotify, SoundCloud, Google Play Music und so weiter abspielen.

MiniDLNA ist eine Server-Software, die mit dem Ziel entwickelt wird, komplett kompatibel zu DLNA- und UPnP-Clients zu sein.

Vorteile des ionas-Servers

Nun könnte man die Frage stellen, was der Vorteil gegenüber eines 1-Bay-Synology ist, das man inklusive Festplatte eigentlich zu selben Preis bekommt.

Zunächst einmal ist das der Telefon-Support auf Deutsch, da der ionas-Server in Deutschland erfunden wurde.

Weiterhin kann man mit Linux-Kenntnissen noch wesentlich mehr aus dem Gerät machen, wobei schon wirklich viel dabei ist und die Bedürfnisse der meisten Anwender damit gedeckt sein sollten. Aber man hätte theoretisch Zugriff auf das Raspbian-Repository und somit auf richtig viele Pakete.

Klar kann man sich ein Raspberry Pi kaufen und alles manuell konfigurieren. Mit dem ionas-Server bekomme ich alles eingerichtet und mir wird sogar via Telefon noch geholfen, meinen Mini-Server im eigenen Netzwerk in Betrieb zu nehmen.

Außerdem ist der ionas-Server im Vergleich zu meinem Synology richtig leise – keine Lüfter!

Fazit

Ich finde den ionas-Server schon innovativ. Natürlich hat ein Synology eine hübschere Web-basierte Oberfläche für die Administration. Aber wie oft benutzt man die? Man richtet seine Dienste und seine Anwender ein und dann schnurrt das Ding einfach vor sich hin und erledigt seinen Job. Das ist beim ionas-Server auch nicht anders. Nur dass mir hier bei der Einrichtung geholfen wird. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Dokumentation von Synology richtig gut ist. Dennoch werden sich weniger technisch versierte Anwender teilweise mit der Einrichtung und den Begriffe schwer tun. Für diese Nutzer ist der Telefon-Support / -Einrichtungs-Assistent mit Sicherheit ein Segen.

Die Entwickler wollen in Zukunft ein eigenes Gehäuse entwickeln und das Konzept auch auf stärkerer Hardware umsetzen. Dann eignet es sich für kleinere Firmen und so weiter. Man darf wohl davon ausgehen, dass diese Variante dann gespiegelte Festplatten hat. Ich möchte nochmals erwähnen, dass das Hauptziel des ionas-Servers mit einem Raspberry Pi ein Einzelanwender ist.

Vielleicht könnte man noch Transmission (headless) aufnehmen. Dann hätte der Anwender noch einen zentralen Torrent-Client, der sich ebenfalls über eine Web-Oberfläche steuern lässt. Weiterhin wäre vielleicht eine Version oder die Option mit einer WLAN-Karte vorteilhaft. Die günstigen EDIMAX-USB-WLAN-Karten (150 Mbit/s – neun Euro) funktionieren sehr gut, zumindest bei meinem Raspberry Pi. Somit würde das Konstrukt wesentlich portabler oder es muss nicht in der Nähe einer Ethernet-Schnittstelle sein. Übertreibt man es nicht mit dem Datenvolumen, reicht die Übertragungs-Geschwindigkeit dicke aus. Hat man viele Daten, sollte man die ursprüngliche Seafile-Synchronisation möglicherweise via Ethernet durchführen und dann das Gerät erst in das WLAN hängen. Aber auch das ist von den Einzelfällen abhängig.

Was mir weniger passt ist, dass die Samba-Shares alle ohne Passwort erreichbar sind. Lasse ich jemanden in mein Netzwerk (WLAN), könnte er theoretisch meine Dateien sehen oder löschen. Man ist bei dem kompletten System sehr auf Security bedacht und hier lässt man sie etwas schleifen. Das wäre meiner Meinung nach ein Punkt, den man in Zukunft adressieren sollte. Auf der anderen Seite landen hier nur öffentlich freigegebene Dateien und Multimedia-Sachen. Das Betrachten ist auch weniger das Problem, sondern dass jemand im selben Netzwerk damit pfuschen könnte. Dieser Umstand ist aber vielleicht der eigenen Paranoia geschuldet, die man zwangsläufig bekommt, wenn man lange Zeit in der IT-Branche tätig ist.

Mein persönlicher Eindruck ist durchwegs positiv und ich werde die weitere Entwicklung des ionas-Servers im Auge behalten.

Ein Wort zum Backup

Die Entwickler geben an, dass der ionas-Server auch eine Backup-Lösung ist. Auf der Website ist sogar zu finden, dass man die Festplatte in regelmäßigen Abständen tauschen soll. In der Sektion FAQ spricht man von spätestens fünf Jahren und empfiehlt alle drei Jahre. Festplatten können aber von einer Sekunde auf die andere sterben, wobei man seine Daten dann eigentlich noch auf dem lokalen Rechner haben sollte (Seafile-Synchronisation).

Es ist ein gewisser Schutz, aber meiner Meinung dennoch kein echtes Backup. Ist eine Datei aus irgendeinem Grund kaputt oder es zerschießt mir eine Tabellenkalkulations-Datei, dann würde sie ebenfalls über all meine Geräte synchronisiert. Seafile hat Versionierung aktiviert und man kann in gewisser Weise eine Rolle rückwärts machen. Dennoch würde ich persönlich für wichtige Daten empfehlen, dass man diese auf einen zusätzlichen Wechseldatenträger sichert – vielleicht einmal in der Woche oder öfter. Hier kommt es auf den Einzelfall an.

Nette Pi-Konstellation

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9 Kommentare zu “ionas-Server auf Raspberry Pi unter die Lupe genommen: Inklusive Seafile und Firefox Sync Server (> Fx 29)”

  1. Georg sagt:

    Reicht auch ein Raspberry Pi B (einer von der ersten Generation aus der Produktionslinie in England) denn auch für den Server?

    Eine Alternative wäre ansonsten noch arkOS: https://arkos.io/ Hängt man da eine Festplatte dran und aktiviert den Speicher in arkOS oder installiert das System per Berryboot gleich dorthin, hat man quasi das Gleiche. Ein Vorteil von arkOS könnte eine etwas größere Flexibilität bei ein paar Modulen sein, etwa ein anderer CalDAV-Server oder so. Außerdem basiert arkOS auf Arch, und Arch ist einfach toll. 😉

    • jdo sagt:

      Sollte reichen. Die Hardware ist ja nicht so unterschiedlich. Mehr GPIO-Pins und vier statt zwei USB-Ports ... CPU und RAM sind ja gleich, soweit ich weiß.

      • Martin Zabinski sagt:

        Und die Spannungsversorgung wurde verbessert, aber das sollte bei nur einem kleinen Verbraucher (USB- Festplatte) auch nicht so sehr ins Gewicht fallen.

  2. RoMaTiX99 sagt:

    Hi,

    super Artikel, klingt sehr interessant. Vielleicht solltest du direkt am Anfang ein bisschen deutlicher darstellen, dass man das Image (noch) nicht downloaden kann und es sich bis dato nur auf dem Rpi B+ installieren lässt, da du bisher doch nur über den "normalen" Raspberry geschrieben hast, oder?

    --- Formales ---

    Es gibt noch ein paar Tippfehler ...

    Im Absatz "Wenn ownCloud so viel mehr kann, warum hat man dann Seafile genommen?":

    "Perfornance ist für so ein kleines Gerät wie ein Raspberry Pi B+ essenziell, da die Hardware allein nicht die schnellste auf Erden ist. Die ownCloud auf einen Raspberry Pi läuft und reicht für einen Anwender wahrscheinlich locker aus."

    * Performance
    * Die ownCloud auf eineM Raspberry Pi läuft ...

    "Der Client versteckt sich beim Schließen in der Tastk-Leiste – da findet man dann so ein oranges Wölkchen."

    * Task-Leiste

    --- zurück zum Inhalt ---

    Jetzt noch meine persönliche Meinung zu dem Projekt ...

    Ich halte es für sehr interessant und werde es sobald es möglich ist (wenn es möglich sein sollte) auf meinem normalen Raspberry Pi testen. Die Idee finde ich super.

    Ich habe auf meinem RPi schon viel mit OwnCloud experimentiert, versucht den letzten Clu rauszuholen (mit verschiedenen Webservern, Datenbankprogrammen, Cronjobs, Overclocking, SWAP Erweiterung ... das volle Programm) jedoch war ich nie ganz zufrieden mit der Performance.

    Deshalb habe ich derzeit meine Dokumente lokal bzw. wenn sie von außen zugreifbar sein müssen in GDRIVE und meine Kontakte und Kalender auf meinem Baikal Server, der jetzt auf meinem Raspberry Pi läuft.

    Allerdings suche ich schon lange nach einer AiO Lösung, die performant auf dem RPi läuft. Das Problem ist bei mir nicht die mangelnde Hardware, sondern der mich störende hohe Stromverbrauch). Ich habe auch schon Seafile und ArkOS ausprobiert, ArkOS jedoch direkt nach der Geburt, wo es kaum brauchbar war.

    Seafile hat mir soweit gut gefallen, jedoch will ich meinen eigenen Server gerade für Kontakte und Kalender haben, denn das ist das was ich am wenigsten gerne an GOOGLE gebe.

    Jetzt habe ich erstmal Windows Server 2012 auf potenterer Hardware (wie ich dachte (dualcore, 2gb RAM)) getestet, einfach um zu wissen wie einfach/schwierig die Installation ist und wie die Performance ausschaut. Mit erschreckenden Ergebnissen... mit dem XAMPP- und OwnCloud Paket ist es noch langsamer als mein raspberrypi. Das nur für Leser dieses Kommentars die mit dem Gedanken spielten umzusteigen.

    Als nächstes werde ich das Ganze noch auf einem Windows Server 2003 ausprobieren und wenn dann mal wieder Zeit sein sollte werde ich mich nochmal mit ArkOS und ionas auseinander setzen. Die Projekte sind meiner Meinung nach sehr interessant. Seafile fällt für mich, solange es keine Kontakte und Kalendersynchronisation bietet vorerst weg.

    Viele Grüße,
    RMTX99

    PS: Ich bin sehr an (kollidierenden) Erfahrungen interessiert, habe bspw. schon oft von Leuten mit ähnlicher HW gehört die mit Windows Server 2012 sehr zufrieden waren, aber vielleicht bin ich einfach nicht für Windows bestimmt ... wer weiß...

    • jdo sagt:

      Bei mir läuft das auf einem Raspberry Pi. Die Entwickler liefern den Server auf einem B+ aus und das Image wird man wohl nicht zum Download zur Verfügung stellen.

      Man hat mir lediglich ein Image zur Verfügung gestellt, da ich das gerne testen wollte und nicht das komplette Hardware-Paket brauchte.

      Das mit dem Windows-Server ist interessant. Ich selbst betreibe ja einen Linux-Server mit ownCloud intern auf einer älteren ZBOX mit einem Intel Atom Dual-Core - schafft es auch nicht in die Top-500-Supercomputer aber für mich reicht es aus.

      Danke für den Hinweis mit den Rechtschreibfehlern - ich sollte mein Zeug wirklich probelesen 🙂

      • RoMaTiX99 sagt:

        Hi,

        vorab mal wieder einen Rechtschreibfehler:

        im Absatz:
        Vorteile des ionas-Servers

        "Nun könnte man die Frage stellen, was der Vorteil gegenüber eines 1-Bay-Synology ist, das man inklusive Festplatte eigentlich zu selben Preis bekommt."

        * zum selben Preis.

        so, sorry 😀

        ---

        Ich bin mit dem Entwickler in Kontakt, da ich durchaus Interesse an dem Konzept habe. Da ich jedoch genug Hardware habe bin ich eigentlich nur bereit für die Software zu zahlen und möchte möglichst kein Geld mehr für Hardware ausgeben, die ich schon habe.

        Auch die Software Lösung ist im Prinzip nichts anderes als mein Baikal Server zusammen mit einem SAMBA Verzeichnis oder eben Seafile. Vielleicht bin ich doch nicht die richtige Zielgruppe, denn ich möchte schon noch ein bisschen Bastelspaß haben und muss nicht überall "an die Hand genommen werden", was jedoch in meinen Augen die größten Vorteile für die "normal-Anwender" sind. Wenn ich mir mein System zerschieße will ich daraus lernen und aus dem gewonnenen Wissen es wieder neu aufbauen, wenn möglich mit kleinen Verbesserungen.

        Insbesondere mit Blick auf eine kürzlich vorgestellte Alternative (den Odroid C1, der mit ARM Quadcore und 1GB Ram für ~40€ kommen wird) fällt mir die Kaufentscheidung besonders schwer. Denn ich glaube, dass der Odroid in der Lage sein wird auch OwnCloud ausreichend performant zu bewältigen.

        OwnCloud bietet in meinen Augen immer noch das vollständigere Gesamtpaket, welches Ionas perfekt nachbaut weil schwache Hardware limitiert. Bei OC hat man Kontakte, Kalender und Dateien in einem Interface/System und nicht in zweien, man kann die Kontakte im Web ansehen und bearbeiten, kann das System mit Apps um beliebig viele Funktionen erweitern etc. Für meinen Anwendungsfall würden diese Aspekte durchaus Vorteile sein und die Multimedia Funktionen würde ich ebenfalls nicht benutzen (HTPC mit KODI). Allerdings muss man bei Owncloud muss man dafür teils eben (je nach Hardware) Einbußen in der Performance machen, ich denke allerdings, dass das mit dem Odroid dann nicht mehr der Fall sein sollte.

        Die Kaufentscheidung fällt mir derzeit also ziemlich schwer, auch weil der Odroid sicherlich die günstigere Lösung ist.

        ---
        Wie stehst du denn zum Odroid C1?
        ---

        Was meinst du mit "interessant" in deiner Aussage zum Windows Server? Dass er so langsam ist oder den Unterschied zu Windows Server 2003 zu testen?

  3. Marcus sagt:

    Ich habe mir den ionas-server zugelegt und bin super zufrieden. Die Einrichtung ging dank der Hilfe des ionas Supports super einfach und war schnell erledigt.

    Es gab auch schon die ersten Updates, die einige neue Funktionen gebracht haben.

    Insgesamt kann ich sagen: ein tolles Gesamtkonzept. Weiter so!

  4. C sagt:

    wie siehts denn nun mit der neuen Raspberry Pi 2 aus? Die müsste doch für ionas gerade prädestiniert sein 🙂
    Meine ist heute in der Post gekommen.
    Gibt es für ionas ein Image welches man auf die Pi schieben kann? Oder muss ich mir eine langsame Pi B+ samt zu kleiner Festplatte kaufen?

    • jdo sagt:

      Den ionas-Server gibt es nicht als Image, sondern nur als komplettes Paket. Man kann sich das Ganze natürlich selbst zusammenbasteln, denn die verwendeten Komponenten stehen auf der Website der Hersteller. Wer aber das komplette Paket inklusive Support haben möchte, muss sich an die ionas-Macher wenden.

      Aber Du hast Recht, dass das Raspberry Pi 2 für so einen ionas-Server geradezu perfekt ist.

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