Linux-Leichtgewicht: Finale Version von Porteus 1.2 ist verfügbar

4 Juli 2012 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Porteus Logo 150x150Die Porteus Community hat die finale Version 1.2 ausgegeben. Es handelt sich hier um eine leichtgewichtige Live-Distribution, die auf Slackware basiert (früher unter SLAX entwickelt). Das Betriebssystem ist dahingehend optimiert, um von USB-Geräten, Flash-Karten, CDs und so weiter zu laufen. Das Ziel der Entwickler ist ein einfach zu bedienendes und sauberes Betriebssystem zur Verfügung zu stellen.

Die 32-Bit-Version wird mit Trinity 3.5.13.1 (Fork von KDE 3) und LXDE ausgeliefert. Die 64-Bit-Ausgabe liefert ebenso LXDE aus, aber auch KDE 4.8.4. Es gibt noch eine weitere Geschmacksrichtung: Xfce 4.10. Diese Variante steht sowohl für x86 als auch x86_64 zur Verfügung.

Als Kernel dient 3.4.4 und Wicd wurde durch den NetworkManager ausgetauscht. Dieser Schritt ist für mich persönlich sehr gut, da sich die neue Konfigurations-Software für Netzwerke wesentlich schöner bedienen lässt. Außerdem wurden die Applikationen für die Systemkonfiguration verbessert.

Porteus 1.2 mit Xfce 4.10

Porteus 1.2 mit Xfce 4.10

Porteus soll angeblich eine der am schnellst startenden Live-Distributionen sein. Dies sei auf die derzeitigen Implementierungen der rc*-Scripte zurückzuführen und die Entwickler hinterfragen, warum Slackware systemd brauche. Ebenso gibt es Batch-Unterstützung für das Aktivieren und Deaktivieren von Modulen, was diese Prozesse beschleunigt.

Als neue Cheatcodes (Boot-Optionen) sind base_only, norootcopy, noautologin und volume hinzugekommen. Unterstützung für verschlüsselte save.dat-Container ist auch an Bord. Porteus ist binärkompatibel mit Slackware 13.37. Die nächste Porteus-Version wird auf dem kommenden Slackware 14.0 basieren.

  • Bodhi Linux 1.4.0
Porteus 1.2 Xfce

Basiert auf Slackware mit Xfce 4.10 ...

  • Pear Linux 4 Comice
Porteus 1.2 KDE / LXDE

basiert auf Slackware ...

Wer es ganz genau wissen möchte, kann sich die entsprechenden Changelogs zu Gemüte führen: 64-Bit32-Bit. ISO-Abbilder stehen, wie bereits erwähnt, für 32- (i486) oder 64-Bit zur Verfügung: Porteus-v1.2-i486.iso (251 MByte), Porteus-v1.2-x86_64.iso (262 MByte), Porteus-XFCE-v1.2-i486.iso (206 MByte), Porteus-XFCE-v1.2-x86_64.iso (202 MByte)

Die offiziell unterstützte Methode, um Porteus auf ein USB-Geräte zu installieren ist wie folgt:

  • Brenne das ISO-Abbild auf eine CD und starte davon
  • Finde den Porteus Installer, der sich unter KDE, LXDE oder Xfce im Menüpunkt System befindet.
  • Folge den Anweisungen

Eine virtuelle Maschine mit dem entsprechenden ISO-Abbild sollte den Job genauso erledigen. Du brauchst nicht zwingend eine CD dafür opfern. Allerdings muss die virtuelle Maschine den USB-Stick erkennen – logisch. Wer das ganze lieber komplett manuell durchführen möchte, sollte sich diesen Artikel auf der Porteus Webseite ansehen. Dort gibt es Schritt-für-Schritt-Anleitungen für eine Installation von Windows oder Linux aus.

Du kannst gerne Deinen Senf zu diesem Beitrag geben: Hier geht es zu den Kommentaren




Schreiben macht durstig! Eine kleine Erfrischung kann daher nie schaden. Wem dieser freie Artikel gefallen hat, der darf mir gerne einen frisch gezapften Hopfen-Tee ausgeben (Paypal - der Spenden-Knopf
oder bitcoin - Adresse: 1NacVNwcLLePUVv8uSafu5Ykdwh8QyDfgK). Ich freue mich über jede noch so kleine Spende. Vielen Dank und Prost!
 Alle Kommentare als Feed abonnieren

Antworten