Windows XP wird eingestellt: Tauchcenter stellt auf Linux um

7 Januar 2014 31 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Walhai Teaser 150x150Ich habe es schon einige Mal erwähnt, dass ich einem Tauchcenter einen Linux-Server aufgesetzt habe. Bis auf einen Crash der Backup-Platte (ok, schlechte Sektoren) läuft das Ding einfach.

Die Clients sind noch Windows XP. Aber die Tage von Windows XP und Windows XP Pro sind gezählt. Am 8. April wird die Unterstützung für Windows XP bekanntlich eingestellt. Ich hatte auch schon hier erwähnt, dass ich versuche, die Clients auf Linux umzustellen.

Nun ist das kein riesiges Projekt, weil es sich lediglich um vier Office-Rechner handelt. Allerdings dürften ähnliche Fragen (und Ängste) bei größeren Umstellungen auftauchen. Deswegen möchte ich das hier teilen. Um es vorweg zu nehmen – wir stellen die Clients auf Linux um. Unter anderen ist ein Grund, damit das Tauchcenter keine neue Hardware anschaffen muss. Zwei der Rechner sind schon etwas betagter und bereits mit Windows XP langsam.

Zunächst einmal haben wir die Köpfe zusammengesteckt und den Ist-Zustand aufgenommen.

  • Welche Software benötigt ihr und was macht ihr damit?

Da kam erfreulicherweise eine recht kleine Liste raus. Die Abrechnungen und so sind einfache Excel-Spreadsheets und dann und wann wird etwas in Word getippt. Es hat mich sehr wenig Überzeugung gekostet, LibreOffice ins Spiel zu bringen. Das war einfach. Die machen wirklich keine komplizierten Dokumente und LibreOffice eignet sich für diese Aufgaben genauso gut wie Microsoft Office.

Wir werden endlich das Ärgernis Outlook los. Die haben eine Lizenz für Microsoft Office 2007. Diese Outlook-Version kann weiterhin nur mit pst-Dateien von 2 GByte umgehen – zumindest ist das die von Microsoft maximal empfohlene Größe und das mit gutem Grund. Das Tauchcenter bekommt sehr viele Mails mit teilweise großen Anhängen. Deswegen ist es alle paar Monate wieder, dass wir eine pst-Datei wiederherstellen müssen (kaputt), dann ein Archiv anlegen und ein neues Erstellen. Im Jahre 2014 ist das lächerlich. Ich verwende seit über 10 Jahren Thunderbird (IMAP / Offline), habe fast zehn GByte Mails auf der Platte und das Ding funktioniert einfach. Bei Neuinstallationen kopiere ich einfach den Thunderbird-Ordner und alles ist wieder da.

E-Mail ist natürlich ein Business-entscheidendes Element in der Touristen-Branche. Bisher wurden die E-Mails via Outlook und POP abgerufen. Das habe nicht ich verbrochen, aber wir werden es umstellen – natürlich auf IMAP. Die Kontakte können wir als CSV-Datei aus Outlook exportieren.

Dann gibt es noch die Frage wegen Adobe PDF. Es gibt einige Dokumente, die das Tauchcenter seitens PADI bekommt, und die am besten auf dem Computer ausgefüllt werden. Damit hatte ich mich bisher nicht wirklich beschäftigt. Zu meiner großen Freude stelle ich aber fest, dass Okular mit Form-Feldern umgehen kann. Wie komplex diese sein dürfen, weiß ich nicht. Ich kenne aber die Form-Blätter und da sind nur anklicken und Felder ausfüllen drin. Ich werde mir noch einige davon zuschicken lassen, um das genauer zu testen. Mit Okular konnte ich aber ein Beispiel-Dokument aus dem Internet Felder ausfüllen, Dingen anhaken und das Ganze sogar abspeichern – seems like a winner. Sollte das gar nicht klappen, sehen wir uns das kostenpflichtige PDF Studio noch an. Ich habe aber gelesen, dass es hier bei Version 8 Probleme mit Formularfeldern geben kann. Diese sollen in der bald erscheinenden Version 9 dann behoben sein.

PDF-Formulare mit Okular bearbeiten

PDF-Formulare mit Okular bearbeiten

Wann findet die Umstellung statt? Wir werden höchstwahrscheinlich auf Ubuntu 14.04 LTS „Trusty Tahr“ warten und dann einen Mix aus Kubuntu und Xubuntu nehmen. Der eine Rechner ist schon verdächtig alt und hat nur 512 MByte RAM. Da taugt auch das drei Jahre unterstützte Xubuntu – so lange macht es die Kiste nicht mehr – da wette ich … :). Ich würde eigentlich gerne Linux Mint nehmen, aber das kommt mir zu spät. Sollte ich Zweifel bekommen, werde ich das auf Ubuntu 12.04 LTS „Precise Pangolin“ basierende Linux Mint 13 nehmen. Das wird ebenfalls fünf Jahre unterstützt und bis 2017 ist viel Zeit und bis dahin sind wahrscheinlich alle Rechner einmal getauscht. Von daher kein Problem.

Die Sache mit dem Browser war schnell abgehakt. Die Leute verwenden sowieso Mozilla Firefox und Google Chrome. Die gibt es für Linux natürlich auch.

Es gibt eine einzige Software (uralt), die sie gerne weiter verwenden würden. Damit schreiben die irgendwelche Aufträge oder was weiß ich. Allerdings ist die laut eigenen Aussagen nicht zwingend notwendig. Wir werden versuchen, die Software mit Wine ans Laufen zu bringen. Sollte das nicht funktionieren, wird es wohl eine LibreOffice-Template. Darüber haben wir gesprochen. Das würde genauso gut funktionieren, aber der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier.

Im Endeffekt spart sich der Besitzer durch Weiterverwendung der Hardware und / oder dem Nicht-Kauf neuer Windows-Lizenzen ein paar Hundert Euro.

Was solltest Du beachten?

In meinem Fall vertauen mir diese Leute voll und ganz. Das ist in Deinem Fall möglicherweise auch so. Deswegen ist es unglaublich wichtig, dass Du auf die Leute hörst, eingehst und deren Bedürfnisse umsetzt. Es bringt nichts, wenn Du einen Traum verfolgst und Linux für Deinen Kunden einfach nicht wirklich funktioniert.

Ganz ganz wichtig ist, dass Du eine Software-Liste machst und dann äquivalente Produkte findest. Diese müssen aber den Job der alten Programme auch übernehmen können. In meinem Fall geht das mit den Excel-Spreadsheets. Bei anderen ist einfach LibreOffice installieren und gut ist es vielleicht nicht getan.

Natürlich hat der Besitzer Angst, auf etwas Neues umzustellen – es geht schließlich um sein Business. Sei deswegen so ehrlich wie möglich. Ich habe so angefangen, dass eine Umstellung so oder so in den nächsten Monaten nötig ist. Windows XP ist irgendwann einfach keine Option mehr, wenn die Rechner auch bestimmt nicht am 8. April 2014 in die Luft fliegen.

Danach bin ich von der Seite an die Sache ran gegangen. Wir haben geredet und ich habe eingeworfen, wie es denn wäre, Plattform-unabhängig zu sein. „Wie gefällt Dir die Idee, dass das Betriebssystem eine untergeordnete Rolle spielt? Wie gefällt Dir die Idee, dass Du kein Geld mehr für ein Office-Produkt ausgeben musst?“. Microsoft Office 2007 ist der Main-Support ebenfalls seit 2012 eingestellt. Extended Support gibt es bis 2017 – ob man dafür zahlen muss – keine Ahnung – interessiert mich auch nicht.

Also die Idee mit der Plattform-Unabhängigkeit hat ihm sehr gefallen und hier haben wir uns auf einen Nenner geeinigt. Nun war er aber immer noch nicht sicher, wie das mit Linux ist. An dieser Stelle konnte ich ihm sagen: „Schau, wir werden also Plattform-unabhängig. Du hast aber Angst, dass wir auf Linux umstellen und mich der sprichwörtlich Laster von der Straße rammt, richtig? Das ist aber egal! Du bist Plattform-unabhängig – dazu gehört auch Windows. Auch wenn Dir mit Linux keiner helfen kann und Dir verreckt eine Kiste, dann stellst Du eben eine Windows-Kiste auf und installierst LibreOffice und einen IMAP-fähigen E-Mail-Client.“

Der Knackpunkt in meinem Fall war also die Plattform-Unabhängigkeit. Deswegen bekommt Linux eine Chance. Die Tür zurück zu Windows ist offen und somit ist die Angst verflogen.

Persönlich wäre es für mich bereits ein Erfolg für Open-Source und freie Software gewesen, wenn Windows 7 und LibreOffice das Rennen gemacht hätten. Windows 8 kommt gar nicht in Frage und das ging nicht von mir aus. Er hat es gesehen und hasst es einfach. Da will ich gar nicht weiter diskutieren dann und stimme einfach zu.

Was ebenfalls wichtig war in den Gesprächen: Wie lange gibt es Unterstützung? Windows XP läuft aus und die Leute wollen in sechs Monaten nicht schon wieder umstellen, installieren, was weiß ich. Fünf Jahre Support bei Ubuntu oder Derivaten haben überzeugt und das reichte ihm auch.

Ich kann Dir nur raten, auf dem Boden zu bleiben. Für Dich mag es toll sein, eine Rolling-Distribution zu haben, die zwei Tage nach erscheinen des neuesten Kernels diesen auch bekommt. Das interessiert meine Leute aber herzlich wenig. Die wollen Dokumente erstellen und bearbeiten, E-Mails senden, drucken, PDF-Dokumente ausfüllen und einen Browser benutzen. Ich persönlich installiere bei Anwendern nur noch LTS-Versionen.

Wenn Du Leuten bei Umstellungen bezüglich der Support-Einstellung von Windows XP helfen möchtest, ist es höchste Eisenbahn. Den Leuten die Angst zu nehmen – das geht einfach nicht in zwei Tagen. Ich persönlich habe mir aber gerne die Zeit dafür genommen (es sind schließlich auch Freunde von mir und die lassen mich kostenlos tauchen 🙂 ). Hätte ich mehrere Kandidaten und wäre das mein Haupt-Job, würde ich mir eine Checkliste vorbereiten. Diese kann man den Leuten zum Ausfüllen in die Hand drücken. Anhand des Formulars kann man dann recht schnell einschätzen, ob eine Umstellung überhaupt in Frage käme oder wie viel Aufwand damit verbunden ist.

Backups künftig einfacher für mich

Am meisten freue ich mich darauf, dass ich nun die Desktops noch einfacher absichern kann. Die Leute sind zwar angewiesen, alles auf dem Server zu speichern … aber es sind eben Anwender. Da landet dann immer etwas auf dem Desktop. Kein Problem mehr. Da werden Cronjobs mir rsync eingerichtet, die die entsprechenden Home-Verzeichnisse einfach auf den Server synchronisieren. Sollten die Leute „vergessen“, dass Dokumente auf den Server gehören – sie landen dort so oder so.

Die E-Mail, dass wir auf Linux umstellen fand ich heute morgen in meinem Posteingang.  Natürlich ist das in meinem Fall relativ einfach gewesen und es gibt wesentlich größere und komplexere IT-Umgebungen in anderen Firmen. Dennoch höhlt jeder kleine Tropfen den Stein. Heute ist ein guter Tag! … 🙂

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31 Kommentare zu “Windows XP wird eingestellt: Tauchcenter stellt auf Linux um”

  1. Thoys sagt:

    Hi,

    find ich gut, wenn bei einem solchen Projekt alle mitmachen.

    Ich hab auch schon die Erfahrung, dass es nichts bringt jemanden zu Linux aktiv zu bekehren. Man kann Linux zeigen und attraktiv machen, die Entscheidung selbst soll der treffen, der dann damit arbeitet. Ansonsten ist jeder Fehler der Auftaucht kein Bedien- oder Computerfehler, sondern ein Linux Fehler der natürlich niemals unter Windows aufgetaucht wäre und unter Windows war eh alles besser.

    Viel Erfolg

  2. Freiheit sagt:

    Hallo Jürgen,

    ich drücke dir für die Umstellung die Daumen. So wie du die Lage schilderst, sollten keine größeren Probleme auftauchen. Und wenn ein Problem auftaucht, gibt es ja auch noch uns. In drei Monaten weiß keiner mehr was Windows war. 😉

    Mich würde aber noch interessieren was für ein Programm unter Wine laufen soll?

    Thoys hat übrigens recht, die Umstellung muss freiwillig erfolgen, alles andere funktioniert einfach nicht. Zur Freiheit gehört es eben auch sich falsch zu entscheiden.

    Viel Erfolg

    • jdo sagt:

      Ich weiß gar nicht genau wie das heißt - es sieht aber aus, als wäre es unter Windows 3.11-Zeiten geschrieben worden. Sie benutzen es, um Agenturen irgendwelche Angebote zu schreiben oder Rechnungen oder so. Dabei brauchen Sie die laufende Nummer aber nicht. Das ist irgendwie nur ein Zettel, damit ein Zettel da ist. Deswegen mach ich mir da keinen Kopf und werde weiterhin versuchen, das LibreOffice-Template zu "verkaufen".

  3. nick sagt:

    Toller Artikel, danke. Bitte schreib mal in 6 Monaten wie es dir und der Firma ergangen ist. Wie lief die Umstellung ab? Wie läuft nach Umstellung der Arbeitsalltag.

    Genau solche Berichte sind es die anderen Mut machen könnten einen ähnlichen Schritt zu wagen.

    Ich versuche seit Jahren meinen Vater auf LibreOffice zu bringen, aber scheitere bisher. Opensource Ideologie zu vermitteln ist nicht gerade einfach.

  4. Roman sagt:

    Hallo!
    Mir ist noch kein PDF-Formular untergekommen, das ich mit Okular nicht bearbeiten hätte können.
    Und mit LibreOffice ist es ja noch leichter ein Solches zu erstellen (XML-Formulardokument - speichern als PDF).
    Als KDE Fan würde ich als XP Ersatz für Linux-Laien gerne KDE empfehlen - sieht eher nach XP aus.
    Viel Glück!

  5. ShalokShalom sagt:

    Wichtig finde ich bei so alten Maschinen generell eine neue Platte und RAM ist theoretisch auch sehr günstig.

  6. hueck sagt:

    Es gibt doch auch den Adbobe Reader unter Linux. Ka was der benötigt im AUR ist eine version drin.

    • jdo sagt:

      Ich stelle aber nicht auf Linux und LibreOffice um, um dann wieder proprietäre Software einzupflanzen für die es wie weiß wie lange Unterstützung gibt. Speziell Adobe traue ich hinsichtlich Linux überhaupt nicht.

  7. Hege sagt:

    Weil vorhin schon jemand RAM erwähnt hat, 512 ist wenig. Mein Laptop hat auch nur 1GB und das ist für mich persönlich das Minimum. Wenn die Festplatte dann schon so alt ist wie meine dann werden die mitm Swappen auch so ihre Freuden haben.

    Deshalb würd ich mir überlegen Zram zu aktivieren, mir hats geholfen und unter Ubuntu brauchst du nur zram-config zu installieren und es wird automatisch eingerichtet.
    Die Sache ist die, dass ich mir nicht ganz sicher bin ob Zram auf einem System mit so wenig Arbeitsspeicher zuverlässig läuft, deshalb solltest dus unbedingt vorher ausprobieren.

    • jdo sagt:

      Zu dem Rechner mit 512 MByte RAM sollte ich erwähnen: der ist für die Tauchlehrer, damit sie unter Tags mal E-Mails prüfen können, Facebook und im Internet etwas recherchieren können. Da läuft nur ein Browser und dafür reichen mir selbst 512 MByte.

  8. TanteKaethe sagt:

    Hallo Jürgen,

    eine super Idee, Beispiele aus
    der Praxis zu sammeln. Wenn jemand
    noch eine gute Ressource mit
    "best pratices" kennt, bitte posten.

    Bei meiner Suche bin ich auf die Distri-
    bution LXLE (http://distrowatch.com/table.php?distribution=lxle bzw.
    http://lxle.net/)gestossen. Programmatisch kommt die Distribution mit
    dem Slogan "Revive that old PC" daher. Dahinter steckt ein Lubuntu LTS
    mit einer sehr schicken Oberfläche und einer sinnvollen Programmauswahl.
    Des weiteren gibt es in der nächsten Version ein Konzept, dass
    sich Paradigmen nennt. Dahinter verbirgt sich die Auswahl eines
    Desktop Layouts, nämlich OSX, Gnome2, Netbook, Unity und XP. Ich habe
    die Distribution in VB und auf einem sehr alten PC mit 768 MB RAM ge-
    testet und bin ziemlich beeindruckt.

    Für diejenigen bei denen die Schwachbrüstigkeit der Hardware keine Rolle
    spielt und die weiterhin Produkte dieses anderen OS einsetzen müssen/wollen,
    könnte SolydXK interessant sein http://distrowatch.com/table.php?distribution=solydxk). Die auf Debian basierende und in den
    Niederlanden beheimatete Distribution sieht als Zielpublikum vor allem
    kleinere Unternehmen, Non-Profit-Organisationen und Endverbraucher. Auf
    Ihrer Webseite gibt es eine Reihe von Tutorials, darunter eines mit
    dem Titel "How to install Office 2010 on SolydXK" (http://solydxk.com/get-support/tutorials/#msoffice).

    Persönlich bin ich auf der Suche nach einer schlanken und pfiffigen Lösung, nach dem Supportende von XP mit Linux an einem WTS Server anzudocken.

    besten Dank an Jürgen für all die Arbeit und die Fülle an spannenden Informationen

    • Auch von mir vielen Dank für den rundum gelungenen "Tauchbericht".
      Zu LXDE: Leider gibt es das nur für die 64-Bit-Plattform.
      Ich teste derzeit antiX (auf einem alten Laptop (Toshibna 8000).
      Gefällt mir gut, nur kriege ich den Sound nicht zum Laufen
      (Yamaha (Olp3-sa2).
      Aktuell ist bei denen ein 3.7.10er Kernel, und die arbeiten
      fleißig daaran,
      Ist eine Debian-Disteribution.
      Rainer

  9. Gernold Mühling sagt:

    Ein wirklich gelungener Artikel, chapeau 😀 und sicher auch eine gute Argumentationsgrundlage zur Überzeugung von Privatanwendern (ich versuche seit ewigen Zeiten meinen Eltern oder Freunden die Angst vor Linux zu nehmen, eine beschwerliche Aufgabe insgesamt *g*).

    Also vielen Dank 🙂

  10. Thom aus dem fernen Schöneberg sagt:

    Hallö lieber Jürgen,

    lese immer gerne Deinen Block und konnte schon viele Tips verwenden.

    Schönen Dank dafür

    verwende selber openSUSE 13.1 KDE LTS seit Jahren. habe aber nun durch Zufall Manjaro entdeckt.

    Die sind zwar noch relativ jung, aber schon sehr stabil da es auf den Arch Quellen basiert. ManjaroBox ermöglicht durch seine grafische Oberfläche jedem das resourcen schonende Arch Linux zu installieren.
    Als Ersatz für XP läuft auch die alte Hardware noch flott.

    Vielleicht mal testen?

    http://manjaro.org/

    hier eine kurze Einführung gibt es hier:

    http://www.youtube.com/watch?v=OxXMpO7SycA

    Würde die alten Rechner aber mit maximalem RAM hochrüsten. Es können dann alle Programme permanent im RAM laufen. Das ergibt einen wirklich zufrieden Kunden. Wenn noch etwas Kapital übrig ist, würde ich die Festplatten durch SSD ersetzen.

    ps. das installieren übers Terminal ist ein echter "Segen" verglichen mit der Debian Welt....

    lg Thom aus dem fernen Schöneberg

  11. Thom aus dem fernen Schöneberg sagt:

    @Gernold,

    Hi,

    mache es immer so:

    ich installiere auf Ihrem Rechner

    http://www.malwarebytes.org/lp/de/?gclid=CO6O7IKW7rsCFYFe3godvjIAQg

    nachdem Scan brauchst Du nix mehr sagen, denn der findet immer was.

    Am besten hast Du es, wenn Du einen anderen Rechner zum Testen geben kannst.

    Schwierig ist es bei Gamern. Aber da muss man nur auf Steam warten.

    lg Thom aus dem fernen Schöneberg

  12. Michael Furler sagt:

    Hätte noch einen Tip für die PDF-Situation MasterPDFEditor. Ist für Linuxanwender wohl kostenlos (zumindest als Privatanwender) und findet sich auf der Hompage und in den Ubuntu-Apps .

    Viele Grüße Michael

  13. Jens sagt:

    Vielen Dank für diesen Artikel. Ich freue mich, wenn das Konzept irgendwo klappt. Aber für mich bleiben einige Fragen offen:

    Welche Steuersoftware für USt Voranmeldung wird benutzt/ ist zu empfehlen? Elster Formular ist ja nur in einer Windows Version erhältlich. Und die Buchhaltung? Mit was wird diese gemacht?
    Danke und Grüße

    Jens

    • jdo sagt:

      Das Tauchcenter ist in Ägypten und hier angemeldet. Da muss man noch auf die Regierung und eine Lizenz kaufen. Dafür bekommt man einen Sticker. Die Steuer wird auch über Zettelwirtschaft ausgetragen. Von daher muss ich mir über solche Dinge zum Glück keine Gedanken machen.

    • Tammo sagt:

      Hallo Jens,

      ich habe als Buchhaltung Monkey-Office von ProSaldo laufen. Die Software kommt aus aus der Mac-Ecke und wird für Mac und Windows angeboten. Ich habe sie unter Wine laufen. Bis auf's Drucken funktioniert alles inkl. direkter Online USt-Voranmeldungen. Im Funktionsumfang st sie am ehesten mit Lexware-Buchhalter zu vergleichen, läuft aber wesentlich flotter und ist günstiger.

      • Thom aus dem fernen Schöneberg sagt:

        Hi Tammo,

        würde etwas vorsichtig mit solchen Empfehlungen sein. Habs getested und es hat mir LibreOffice um die Ohren gehauen. Ich kann als Buchhaltung vor Monkey-Office von ProSaldo nur warnen. Die Software kommt ist eh kommerziel. Wäre dieser Hinweis eigentlich mehr als Spam Promo zuverstehen und zu entfernen

        lg Thom aus dem fernen Schöneberg

        • jdo sagt:

          Spam / Promo: Naja, da wollen wir die Kirche mal im Dorf lassen. Spam sieht erstens in der Regel viel anders aus und zweitens ist ja noch nicht mal ein Link in dem Kommentar.

          Dann wäre mal zu evaluieren, warum es Dir LibreOffice um die Ohren gehauen hat. Das eine läuft in einem Wine-Container und ich bin gerade etwas verblüfft, in welcher Weise es sich auf LibreOffice auswirkt.

          Weiterhin ist nicht alles schlecht, was kommerziell ist. Grundsätzlich verteufle ich nichts, das Geld kostet. Wer gute kommerzielle Produkte macht, soll auch entsprechend dafür entlohnt werden. Als spezieller Fall fällt mir da SoftMaker für Leute ein, die noch mehr Kompatibilität zu Microsoft Office brauchen. Das Gleiche gilt für Spiele.

  14. Manny sagt:

    Ich verwende selber erst seit 2 Jahren Ubuntu. Freunde haben sich mir angeschlossen. Eine Schule hat alle Rechner auf Ubuntu umgestellt. Die Lizenzkosten für System und Office sind vorher bei über 1000 Rechnern explodiert, was die Umstellung ausgelöst hat. Meine Freunde, die selbstständig sind, haben inzwischen auch auf Ubuntu umgestellt. Allerdings anfangs aus Angst neben Windows installiert. Jetzt wo sich Linux von seiner besten Seite gezeigt hat, wird Windows vollkommen entfernt. Solange manche Programme zum zeichnen nicht für Linux gibt, und auch nicht unter Wine richtig laufen, bleibt die Win XP Partition ohne Onlinezugang bestehen. Zeichnungen werden auf der Win-Partition zwischengespeichert, und nachher in die Home-Partition von Ubuntu übernommen. Das klappt inzwischen super, denn auch Windows wird nicht langsamer, weil nur das eine Programm zwei bis drei mal in Monat benötigt wird, Ubuntu täglich. Ich für mich auch kein Windows mehr. Alle Rechner laufen mit Linux, ein stressfreies arbeiten ist damit möglich.

  15. Ikem sagt:

    Guck dir mal [url=http://www.teejeetech.in/p/timeshift.html]TimeShift[/url] an. Das ist die System Wiederherstellung für Linux.

  16. Jan sagt:

    Erstmal dank für den Artikel 🙂
    Wenn deine Tauchschule Onlinebanking machen würde und hier eine Software einsetzt unter Windows (z.B. StarMoney oder Multicash) was für ne Software hättest du dafür genommen (Browserbanking bitte nicht empfehlen, das hat man ja immer noch). Bzw. wenn die Tauchschule HBCI-Chipkarte bzw. HBCI-DATEI machen würde, dann bräuchten die auch eine Software.
    Das war vor paar Jahren nehmlich Frage, wo meine Frau sich einen Mac gekauft hat. Unter MacOS hab ich es dann via Outbank realisieren können(PINTAN).

    • jdo sagt:

      Das kann ich leider nicht beantworten, weil ich in die Verlegenheit nicht gekommen bin. Läuft Star Money nicht mit Wine?

      • Jan sagt:

        nein leider nicht.
        Man könnt mit VirtualBox ein Windows installieren, darin dann mit StarMoney arbeiten. Aber das ist nicht so toll (Resourcen u. Lizenzkosten sprechen dagegen). Beim Mac habens Freunde von mir schon mit Prallels gelöst und haben dort StarMoney am laufen - hier haste aber auch das Problem mit den Resourcen und die Windows- + Parallels-Lizenz kostet, Paralells . Ein interessantes Projekt gibts hier bzgl. Onlinebanking - http://wiki.ubuntuusers.de/Hibiscus . Das macht aber anscheinend alles ein einziger Entwickler, da weiß halt nicht wie lang das hält (aber der machts schon recht lang). GnuCash u. Aqbanking hab ich noch nicht getestet. Da ich selbst nen Mac, mehrere Linuxkisten und Windows7 habe, betreibe ich das OnlineBanking letztendlich bei mir mit Windows und StarMoney 9.0 🙂

  17. Mathias sagt:

    StarMoney läßt seit Version 7 die Linuxer links liegen, da ist auch nichts mehr mit Wine. 6 war die letzte, die in Wine ging. Hibiscus ist recht nett.

    Ich selber habe mir - unter Debian Linux - eine Lizenz von Moneyplex von Matrica gegönnt (http://www.matrica.de/produkte/produktmpx.html). Das hat den Charme, daß zum einen der Leistungsumfang nicht wirklich weit von StarMoney ist, und es zum anderen eine native Anwendung ist in allen 3 Betriebssystemen - Mac, Win, Pinguin - für die es das Teil gibt.
    Wenn ich noch Windows verwende, dann meistens, um meinem Navi neue Karten zu spendieren.

    Viele Grüße,

    Mathias

  18. Arne sagt:

    Ich kann dazu nur aus dem privaten Umfeld berichten. Ich habe meine Eltern bereits seit einem Jahr erfolgreich auf Ubuntu 12.04 LTS gehoben. Sie hatten vorher Windows XP und OpenOffice auf einem Thinkpad T60 im Einsatz, so dass die Umstellung bei der Office-Software kein Problem war. Thunderbird und Firefox waren auch bereits vorher im Einsatz, so dass der produktiven Nutzung für Internet, Email, ein paar Briefe und Tabellen nicht entgegenstand.

    Hauptargument bei meinen Eltern war die Sicherheit, die nach einem Zeitungsbericht durch meine Eltern als wesentlich höher als mit Windows erkannt wurde. Mein Vater meinte zudem gerade am Wochenende, dass das Scannen unter Ubuntu viel einfacher wäre als unter Windows. Die Umstellung habe ich nicht bereut, für mich als der "Admin" gab es seitdem keinerlei Zusatzaufwand.

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