Release-Kandidat von Linux Mint 16 „Petra“: Cinnamon und MATE – basiert auf Ubuntu 13.10 „Saucy Salamander“

16 November 2013 4 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Linux Mint Logo 150x150Die Entwickler der auf Ubuntu basierenden Distribution Linux Mint haben einen Veröffentlichungs-Kandidaten von Version 16 „Petra“ zur Verfügung gestellt. Es gibt Ausgaben mit Cinnamon oder MATE. Das Betriebssystem basiert auf Ubuntu 13.10 „Saucy Salamander“.

Linux Mint 16 „Cinnamon“

Die sichtbarste und wohl auch größte Neuerung in Linux Mint ist wohl Cinnamon 2.0. Unter anderem lassen sich nun Töne bei bestimmten Ereignissen abspielen.

Cinnamon Sounds (Quelle: linuxmint.com)

Cinnamon Sounds (Quelle: linuxmint.com)

Weiterhin wurde das Benutzer-Management verbessert. Durch ein neues Applet kannst Du Aktionen hinsichtlich Sitzungen und Benutzerkonten ausführen. Administratoren  haben Zugriff auf das „Users and Groups“-Tool, mit dem sich Anwender und Gruppen verwalten lassen.

Cinnamon: Users and Groups (Quelle: linuxmin.com)

Cinnamon: Users and Groups (Quelle: linuxmin.com)

Weiterhin wurde das Edge-Tiling verbessert. Diese Funktion war vorher schon vorhanden, wurde nun aber optimiert. Edge-Tiling ist die Aktion, wenn Du ein Fenster an den Rand ziehst und es dann zum Beispiel die Hälfte des Bildschirms einnimmt. Das funktioniert auch mit Super (Windows-Taste) und einer Pfeil-Taste. Ab sofort müssen Fenster nicht mehr zwangsläufig die Hälfte des Bildschirms einnehmen. Per Standard agieren sie zwar so, aber sie lassen sich in der Größe verändern. Weiterhin lassen sich die vier Ecken ausnutzen und man kann die Fenster dorthin beordern.

Cinnamon: Tiling (Quelle: linuxmint.com)

Cinnamon: Tiling (Quelle: linuxmint.com)

Neu ist Edge Snapping. Dort hat man sich von der Snap-Funktion der Xbox One inspirieren lassen. Es ist nicht so unterschiedlich zu Edge Tiling. Der große Unterschied ist aber, dass maximierte Fenster keine „snapped Windows“ überlagern.

Cinnamon: Snapped Windows (Quelle: linuxmint.com)

Cinnamon: Snapped Windows (Quelle: linuxmint.com)

Der Dateimanager Nemo kann besser mit MIME-Typen umgehen und bringt Systray-Unterstützung für Dateioperationen mit sich. Weiterhin hat sich laut eigenen Angaben das UI und die Performance deutlich verbessert.

Nemo: Dateioperationen (Quelle: linuxmint.com)

Nemo: Dateioperationen (Quelle: linuxmint.com)

Also Logon-Screen kommt MDM 1.4 zum Einsatz. Auch hier soll es signifikante Geschwindigkeitsverbesserungen geben und die Codebase wurde vereinfacht. Somit ist eine Wartung einfacher. Nischenfunktionen und 24.500 Zeilen Code wurden entfernt.

MDM 1.4 (Quelle: linuxmint.com)

MDM 1.4 (Quelle: linuxmint.com)

Durch ein neues Tool, kannst Du nun USB-Sticks ganz einfach mit den Dateisystemen ext4, NTFS oder FAT32 formatieren.

Mindstick: Formatieren (Quelle: linuxmint.com)

Mindstick: Formatieren (Quelle: linuxmint.com)

Der Software-Manager hat viele Bugfixes erhalten und wurde ebenfalls hinsichtlich der Geschwindigkeit verbessert. Die Software startet schneller, Suchen gehen flotter vor sich und so weiter. Ebenso ist es nun möglich, dass man bei Applikationen mehr als einen Screenshot anzeigen lässt.

Mininstall: Mehrere Screenshots (Quelle: linuxmint.com)

Mininstall: Mehrere Screenshots (Quelle: linuxmint.com)

Unter der Haube gibt es Folgendes zu berichten:

  • Sicherere Kernel-Updates
  • Schnellere Boot-Sequenz und schnelleres Login
  • Bessere EFI-Unterstützung
  • Verbesserte Unterstützung für iOS-Geräte (out of the box)
  • Bessere Unterstützung für Steam
  • Höhere APT-Priorität
  • und so weiter.

Die Cinnamon-Version von Linux Mint 16 gibt es als 32- oder 64-Bit. Für die 32-Bit-Variante muss das System PAE aufweisen können. Weitere Minimalanforderungen sind 512 MByte RAM (ein GByte empfohlen) und fünf GByte freier Festplattenplatz. Du findest alle weitere Informationen in den Veröffentlichungs-Hinweisen.

Linux Mint 16 „MATE“

Viele der oben genannten Tools und Verbesserungen haben auch in der MATE-Variante Einzug gehalten. Unterschied ist eben, dass anstelle von Cinnmon 2.0 die Desktop-Umgebung MATE 1.6 zum Einsatz kommt. MATE ist die unabhängige Weiterentwicklung von GNOME 2, das noch immer sehr viele Fans hat. Du findest die Veröffentlichungs-Hinweise hier.

Linux Mint 16: MATE (Quelle: linuxmint.com)

Linux Mint 16: MATE (Quelle: linuxmint.com)

Download

Hier die entsprechenden Download-Links des Release-Kandidaten zu Linux Mint 16 „Petra“. Die ISO-Abbilder sind weniger stark komprimiert und deswegen sind die Abbilder größer. Allerdings ist eine Dekomprimierung hinsichtlich der Live-Sitzungen schneller. Die ISOs sind zwischen 1,1 und 1,3 GByte groß.

In den offiziellen Ankündigungen (Cinnamon, MATE) findest Du auch eine Liste mit Spiegel-Servern, falls Du nicht via Torrent herunterladen möchtest.

So, ich werde dann mal meinen einen Rechner säubern, das Torrent für heute nach einstellen und morgen Linux Mint 16 „Petra“ RC mal installieren. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser … 😉

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4 Kommentare zu “Release-Kandidat von Linux Mint 16 „Petra“: Cinnamon und MATE – basiert auf Ubuntu 13.10 „Saucy Salamander“”

  1. Ekkehard sagt:

    ...warum sollte man(n) sich sowas installieren?
    Xubuntu 13.10 funktioniert seit Wochen perfekt bei mir auf einem uralten Medion-Netbook.
    Grüsse e.

  2. Marcus sagt:

    Ich hoffe doch, auch diesmal folgt noch eine fertige XFCE-Version. Sind dazu Angaben bekannt?

    • jdo sagt:

      Ich weiß es leider nicht und über Geschmack lässt sich nicht streiten, aber wenn Du eine auf Ubuntu basierende Xfce-Distribution haben möchtest - warum nicht gleich Xubuntu verwenden? Ich verwende Linux Mint in erster Linie wegen Cinnamon - meine KDE-Installation ist allerdings Kubuntu. Auf der ZBOX läuft eine Xfce-Distribution, allerdings fiel hier meine Wahl auf Manjaro Linux (Arch-basiert). Bisschen Abwechslung muss sein ... 🙂

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