Noch ein Datenretter: SystemRescueCd 2.5.0

22 Februar 2012 3 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

SystemRescueCd LogoNachdem kürzlich Parted Magic 2012_02_19 ausgegeben wurde, steht nun mit der SystemRescueCd 2.5.0 eine weitere, auf Linux basierende Datenrettungs-Distribution zur Verfügung. Das Changelog verrät, dass die Entwickler auf den Langzeit-unterstützten Linux-Kernel 3.0.21 (rescuecd + rescue64) umgestiegen sind. Alternativ steht Linux-Kernel 3.2.6 zur Verfügung (altker32 + altker64).

Aktualisiert wurde auch sys-fs/ntfs-3g auf 2012.1.15 und ersetzt damit die ntfsprogs. Die btrfs-progs wurden auf die neueste Version aus git aktualisiert. Diese sind alelrdings mit Vorsicht zu genießen, weil sie sich derzeit in einem nicht sehr stabilen Zustand befinden. Die Dateisystem-Tools für ext3 und ext4 e2fsprogs sind als Version 1.42 vorhanden. GParted wurde ein Update auf 0.12.0 spendiert.

  • Thinstation 5.0
SystemRescueCd 2.5.0

Retter in der Not ...

Die Systempakete glibc und gcc sind als Versionen 2.13 und 4.4.6 vorhanden und die Firmwares wurde auf linux-firmware-20120125 aktualisiert. Um Platz zu sparen haben die Entwickler Firefox durch den leichtgewichtigen, auf WebKit basierenden Browser Midori ersetzt.

Für das Aufsprüren doppelter Dateien dient fdupes, das Du unter app-misc findest. Ebenso wurden sys-fs/partclone auf 0.2.38, app-admin/testdisk auf 6.13 und sys-boot/grub auf 1.99-r2 aktualisiert.

SystemRescueCd 2.5.0 Midori

Browser: Midori

Die Distribution bringt gleich Kernel für 32- und 64-Bit-x86-Systeme mit sich. Ebenso angenehm ist, dass man bei Systemstart ein Tastatur-Layout einstellen kann. Im Gegensatz zu Parted Magic startet die SystemRescueCd nicht direkt in eine grafische Oberfläche. Nach Systemstart bekommst Du aber die notwendigen Anleitungen, wie Du diese Starten kannst. Dort erfährt man auch, dass die SystemRescueCd auf Xfce setzt. Wenn Du Dir in Sachen grafische Oberfläche nicht sicher bist, hilft die Eingabe von wizard.

Neben den ganzen Datenrettungs-Tools sind auch ISO Master, vncviewer und Xfburn mit an Bord. Wer lieber auf die Konsolen-Werkzeuge setzt, muss sich mit dem Starten der grafischen Oberfläche erst gar nicht auseinandersetzen.

Ob Du nun Parted Magic oder der SystemRescueCd den Vorzug gibst, ist sicher Geschmacksache. Für IT-Professionelle schadet es auf keinen Fall, beide im Gepäck zu haben. Beim Thema Datenrettung und Sicherheit ist es sicher gut auf Nummer Sicher zu gehen … :)

Beide Systeme sind kostenlos verfügbar. Sie sind unglaublich praktische und wertvolle Tools nach dem Crash. Die Entwickler freuen sich bestimmt auch über eine Spende.

Ein ISO-Abbild gibt es im Download-Bereich der Projektseite: systemrescuecd-x86-2.5.0.iso (355 MByte). Wer die SystemRescueCd lieber auf einem USB-Stick mit sich umherträgt, findet auf der Projektseite eine Anleitung.



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3 Kommentare zu “Noch ein Datenretter: SystemRescueCd 2.5.0”

  1. Tim sagt:

    Hallo!

    Gibt es auch eine Datenrettungs-CD inkl. Teamviewer.
    Musste vor kurzem jemanden die Partitionen verschieben und es war mühsam mit der Ubuntu-CD demjenigen telefonisch durch die Teamviewer Installation zu begleiten ;-)

    Danke!

    Gruß
    Tim

  2. Tim sagt:

    hallo jdo!

    Danke, hab ich mir auch schon überlegt. Aber dann müsste ich es wo hochladen damit der Hilfesuchende es dann runterlädt und brennt.
    Bei meiner Bandbreite (upload) ist das mühsam.

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