Free Software Foundation unterstützt Googles WebM-Projekt

20 Januar 2011 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

WebM Logo 150x150Derzeit gibt es ja wieder einigen Rummel um den <video>-Tag in HTML 5. Google hat gesagt, dass der H.264-Codec Innovation erstickt und diesen aus Chrome verbannt. Bei Google wird man voll auf den WebM-Codec setzen, der nun frei ist.

Google hat viel Beifall aus der Open-Source-Gemeinschaft für diese Schritte bekommen. Auch die FSF (Free Software Foundation) zeigt sich begeistert. Es sei ein positiver Schritt für freie Software, seine Anwender und jeden, der das Web benutzt, ließ die FSF verlauten. Bisher wurden die meisten Videos im proprietären Flash-Format ausgeliefert. Freie Alternativen wie GNU Gnash ließen den einen oder anderen Anwender dann und wann schon verzweifeln.

Als man begann an der nächsten Generation des HTML-Standards zu arbeiten, waren sich alle einig, wie der <video>-Tag aussehen soll. Allerdings gab es keine Einigung, mit welchem Codec die Videos ausgeliefert werden sollen. Microsoft und Apple unterstützen den unfreien H.264-Codec. Mozilla und Opera setzen auf WebM und Ogg Theora. Google hat eine ganze Weile beide Codecs unterstützt, sich aber nun für die freie Variante entschieden und H.264 den Laufpass gegeben.

Das ist gut, weil sich sonst nicht viel an der bisherigen Situation geändert hätte. Mit H.264 als Standard hätten wir wieder eine patentierte Software, die komplett unter der Kontrolle der MPEG LA wäre. Entwickler müssen Lizenzbestimmungen akzeptieren, die komplett inkompatibel mit freier Software sind.

Die FSF ist der Meinung, dass sich WebM gut als Quasi-Standard für HTML 5 mache. Google liefere eine Lizenz, die sich mit freien Software-Lizenzen verträgt. Es gab einige Stimmen, die Googles Schritt als falsch und einen Rückschritt bezeichneten. Soll das Web frei sein, war es allerdings die richtige Entscheidung, das proprietäre Datenformat nicht weiter zu unterstützen.

Die FSF ist dem WebM-Projekt nicht nur als offizieller Unterstützer beigetreten, sondern hat die PlayOgg-Kampagne in PlayFreedom umbenannt.

Übrigens Microsoft und Apple: Mit Eurem gräßlichen H.264-Codec seit ihr seit Googles Weggang nun eindeutig in der Minderheit. Und wer nun schreit “aber die Marktanteile …” … ja stimmt, allerdings nicht mehr in Europa. Da ist Firefox die neue Nummer Eins! Und Version 4, die bald kommt, ist richtig schön schnell.



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