Google: H.264 erstickt Innovation

15 Januar 2011 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Chromium Logo 150x150Google Ankündigung, den Video Codec H.264 aus dem Internet-Browser Chrome zu verbannen, sorgt ordentlich für Wellen in diesen Tagen. Nun hat der Suchmaschinen-Riese, beziehungsweise seine Chrome-Abteilung, noch mal erklärt, warum man diesen Schritt unternommen hat. Darin wiederholt man im Prinzip etwas ausführlicher, was sowieso schon gesagt wurde: H.264 ist schlecht für die Innovation im Web.

Die kerntechnologien des Webs müssten offen sein: „Wir sind der ehrlichen Meinung, dass Kern-Technologien offen und von einer Community entwickelt werden müssen. Nur ist das Web da, wo es heute ist.“, sagte Mike Jazayeri. „Diese Fakten brachten uns zusammen und deswegen investieren wir in eine offene Alternative, WebM.“

Um H.264 zu benutzen, müssten Browser-, Hardware-Hersteller und Publisher, die für Inhalte Geld verlangen, eine nicht unerheblich Summe berappen. Es gebe auch keine Garantie, dass sich dieses Wegelagererpfand diese Gebühr in Zukunft nicht erhöhe, erklärte Jazayeri. Für große Firmen wie Google seien die Gebühren nicht so tragisch, aber für ein Startup-Unternehmen könnte es fatal sein. Somit werde Innovation erstickt.

Apple, Microsoft und MPEG-LA seht es ein und packt ein: Ihr seid mittlerweile in der Minderzahl! Mozilla spielt auch nicht mit Euch und Firefox hat den Internet Explorer in Europa von der Spitze verbannt. Niemand will dieses H.264-Damokles-Schwert im Browser haben. Romanus eunt domus!

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