MagPi 68 mit großem Artikel und Spezial über Raspberry Pi 3+

3 April 2018 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Vor lauter Ostern, unterschlagenen Fotos und Pi-hole habe ich die beinahe schönste Sache des Monats übersehen. MagPi 68, die neueste Ausgabe des offiziellen Raspberry-Pi-Magazins, ist da und es gibt einen umfangreichen Artikel zum kürzlich veröffentlichten Raspberry Pi 3+. Der bringt ja bekanntlich schnelleres Ethernet, schnelleres WLAN und auch schnellere CPUs mit.

MagPi 68 ist einen Blick wert – Raspberry Pi 3+ im Detail

Das MagPi 68 ist zwar auch Englisch, aber für die meisten Technik begeisterten Nutzer stellt das kaum eine Hürde dar. Ab Seite 16 geht es in die Vollen mit dem Raspberry Pi 3+ und ich habe die nachfolgenden Seiten verschlungen.

Es ist nicht nur text zu finden, sondern es gibt viele Bilder von den Einzelteilen des Raspberry Pi 3+. Ab Seite 20 geht es ans Eingemachte und die Entwickler stellen Benchmarks zum Raspberry Pi 3+ zur Verfügung.

Benchmark des Raspberry Pi 3+

Es sind alle Pi-Modelle aufgeführt, aber nur ab dem Raspberry Pi 2 wird auch Multi-Threading berücksichtigt. Das ist logisch, denn alle andere Versionen haben nur einen CPU-Kern.

Benchmark von Raspberry Pi 3+ im MagPi 68

Benchmark von Raspberry Pi 3+ im MagPi 68

Auf den folgenden Seiten benchmarken die Entwickler auch noch Durchsatz, Signalstärke und natürlich auch den Stromverbrauch.

Stromverbrauch entscheidet, welcher Pi zum Einsatz kommt

Das ist meiner Meinung auch ein Knackpunkt. Der Stromverbrauch des 3+ ist schon deutlich höher als bei seinem Vorgänger. Der weiße Balken steht dafür, wenn der jeweilige Pi unter Last steht und der gelbe kennzeichnet den Leerlauf. Der 3+ braucht im Leerlauf mehr Strom als der B+ unter Last oder mehr Strom als ein Zero und ein A+ unter Last.

Stromverbrauch der Pi-Familie im MagPi 68 (Quelle: Screenshot aus dem Magazin)

Stromverbrauch der Pi-Familie im MagPi 68 (Quelle: Screenshot aus dem Magazin)

Planst Du ein Projekt mit einem Raspberry Pi, solltest Du den Stromverbrauch auf jeden Fall mit einkalkulieren. Das ist vor allen Dingen dann der Fall, wenn Dein Projekt mit einem Akku läuft. Natürlich spielt auch die Größe des Geräts eine Rolle und wie einfach sich der jeweilige Raspberry Pi verbauen lässt. Überlege Dir aber immer gut, was der Pi machen soll und wie viele Ressourcen dafür notwendig sind.

Ich habe zum Beispiel beschrieben, dass Pi-hole auch auf einem Raspberry Pi B läuft. Das wurde dort installiert, weil ich den übrig hatte. Siehst Du Dir aber die Benchmarks an und vergleichst mit der Tabelle für den Stromverbrauch, dann würdest Du Dich bei einem Neukauf möglicherweise anders entscheiden. Auf jeden Fall sehen ein B+ (mit einem Kern) oder ein Pi 2 (wenn es mehrere CPU-Kerne sein sollen) wesentlich attraktiver aus. Deaktivierst Du das Logging, dann ein B+. Warum kein Zero, Zero W oder A+? So ein Gerät habe ich persönlich gerne am Ethernet-Kabel direkt am Router hängen.  Zero, Zero W und A+ haben per Standard keine Ethernet-Schnittstelle.

Noch mehr zum Thema?

Ja, wie man den Pi 3+ ans Laufen bekommt und so weiter. Das ist aber auch nicht viel anders als beim Rest der Familie. Als Pi-Profis müssen wir darauf nicht näher eingehen … 😉

Was gibt es sonst noch im MagPi 68? Ubuntu MATE 16.04!

Wie immer gibt es viele Projekte, Interviews und eben das große Spezial über das neueste Mitglied der Pi-Familie.

Recht geschickt platziert finde ich den Artikel, wie man Ubuntu auf dem Raspberry Pi installiert. Das ist nicht besonders schwer, weil Du auch nur das Abbild der Linux-Distribution Ubuntu MATE 16.04 auf eine microSD-Karte schreiben musst (Ubuntu MATE 18.04 für Pi kommt übrigens erst im Juli). Am einfachsten geht das mit Etcher. Diese Methode funktioniert auch mit Raspbian.

Clever finde ich es deswegen, weil Ubuntu MATE eigentlich schon sehr brauchbar auf der 3-er-Variante ohne Plus lief. Nun ist die Kiste aber nochmal schneller und das Betriebssystem macht aus dem Winzling einen doch recht ordentlichen Desktop für alltägliche Aufgaben. Browser Firefox sowie LibreOffice lassen sich benutzen und das auf Basis des schicken Ubuntu MATE 16.04.

Ubuntu MATE 16.04 LTS auf einem Raspberry Pi

Ubuntu MATE 16.04 LTS auf einem Raspberry Pi

PiSwitch und kämpfende Roboter

Interessant ist auch das Projekt PiSwitch. Dank der neueste Controller von Nintendo wird Retro-Gaming neues Leben eingehaucht. Der Entwickler hat sogar ein eigenes Touch-Menü entwickelt und sein PiSwitch enthält RetroPie, Kodi und Debian.

PiSwitch (Quelle: Screenshots aus MagPi 68)

PiSwitch (Quelle: Screenshots aus MagPi 68)

Alles tolle Projekte, aber mein Liebling der letzten paar Wochen ist immer noch der RasPi-Roboter-Fisch SoFi.

Wie immer kostenlos

Wer das MagPi 68 nicht kaufen kann oder will, der darf wie immer die kostenlose PDF-Version herunterladen. Die Download-Schaltfläche ist wie üblich in der Seitenleiste rechts zu finden.

Das MagPi 68 ist eine wunderschöne Ausgabe und auf jeden Fall einen Blick wert. Alleine werden dem Spezial lohnt sich der Download.

Nette Pi-Konstellation

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