Der Unterwasser-Roboter-Fisch SoFi mit Raspberry Pi als Gehirn

27 März 2018 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Als passionierter Taucher interessiert mich natürlich (fast) alles, was mit der Unterwasserwelt zu tun hat.

Das Team Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) am MIT hat SoFi vorgestellt. Das ist ein Roboter-Fisch, der sich tatsächlich sehr ähnlich wie seine echten Artgenossen bewegt. Das ist interessant und spannend, denn damit dürfte SoFi sehr viel näher an echte Fische rankommen als eine herkömmliche Kamera. Auf jeden Fall ist es sehr viel cooler.

Die Flexibilität eines Raspberry Pi ist schon erstaunlich. Während ich den Winzling für so banale Sachen nutze, wie Werbung um gesamten Netzwerk zu blockieren, basteln andere daraus Fische, die auch noch ziemlich echt wirken.

Wie steuert man SoFi?

SoFi wird mit einem Super Nintendo und akustischen Signalen gesteuert. Der Roboter-Fisch kann bis zirka 6 Meter Tiefe tauchen und sein Akku reicht ungefähr 40 Minuten. Ein Raspberry Pi dient als Gehirn. Der Winzling empfängt die Signale via HiFiBerry. Raspberry Pi, Controller und auch HiFiBerry sind natürlich wasserdicht verpackt. Interessant ist, dass die Silikon-Hüllen mit einem nicht-leitendem Öl gefüllt sind, wodurch Druckausgleich möglich ist. der Druck verdoppelt sich ungefähr alle 10 Meter Tiefe – wissen Taucher.

Vielleicht kann man SoFi noch leckerer machen und würde dann erstmalig filmen, wie ein Fisch von einem Hai verschlungen wird. Allerdings müsste man aus Gründend es Naturschutzes alle Komponenten essbar machen. Ein essbarer Raspberry Pi … klingt lecker … 🙂

SoFi ist süß (Quelle: MIT)

SoFi ist süß (Quelle: MIT)

Wie schwimmt der Roboter?

Ein Motor pumpt Wasser in die beiden Kammern, die sich im Schwanz des Fisches befinden. Sie agieren dann wie ein Kolben in einem Motor. Sobald sich eine Kammer weitet, beugt sie sich auf eine Seite. Wird der andere Kanal mit Wasser befüllt, passiert das Gleiche. So bewegt sich der Schwanz und SoFi schwimmt.

Auf der MIT Website ist noch mal genauer erklärt, wie SoFi funktioniert. Die technische Dokumentation findest Du in diesem PDF.

So funktioniert SoFi (Quelle: MIT)

So funktioniert SoFi (Quelle: MIT)

SoFi für den Tourismus?

Ein Roboter-Fisch ist großartig. Sobald wir Menschen nämlich alles aus dem Ozean geholt haben, was fressbar oder ein vermeintliches Aphrodisiakum ist (hallo China!), würde unter anderem auch die Tauch-Branche zusammenbrechen. Die Lösung des Problems? Roboter-Fische. Sie sind weniger gefährlich und wenn einer oder ein Schwarm kaputt ist, dann tauschen wir ihn einfach. Weiterhin können wir die Farbe an die Touristen anpassen. Rosa Fische für die Italiener, Schwarz-Rot-Gold für den deutschen Taucher und für die Iren pappen wir eine Guinnes-Werbung auf die Seite.

Um noch einmal auf die 6 Meter und 40 Minuten zurück zu kommen. Das klingt nach ziemlich genau einem Tauchgang einer ganz normalen Couch-Kartoffel, die sich einmal im Jahr bewegt und sich dann aber beschwert, nur 195 Bar im 15-Liter-Tank gehabt zu haben. Alles schon gesehen … 🙂

Gut, das Kapitel hier müsste man mit Sarkasmus-Tags umschließen. Aber ein bisschen Wahrheit ist schon dabei. Es ginge auch anders, wie unser Trip nach Raja Ampat gezeigt hat. Dort ist die Welt zwar nicht komplett in Ordnung, aber wesentlich besser als an anderen Orten.

Nette Pi-Konstellation

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