Tauchen in Raja Ampat / Indonesien an Bord der ILIKE

30 Dezember 2017 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)
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Nun komme ich langsam dazu, die Südostasien-Reise aufzuarbeiten und fangen mit dem ersten Drittel an: Tauchen in Raja Ampat. Der Urlaub hatte in der Tat holprig angefangen, nachdem uns Emirates 5 Tage vor Reisebeginn den Flug stornierte. Zum Glück konnten wir alles mit viel Stress umorganisieren und haben die gebuchte Tauch-Safari auf der ILIKE in Raja Ampat / Indonesien nicht verpasst.

Bevor ich ins Detail der Tauch-Safari gehe, möchte ich mich an dieser Stelle zunächst von ganzem Herzen bei der Crew der ILIKE bedanken. Ohne Ausnahme war die gesamte Besatzung freundlich, absolut professionell und ganz einfach fantastisch. Wir fühlten uns von der ersten Minute an gut aufgehoben und das hat sich bis zur letzten Minute durchgezogen. Der Cruise Director Edu hatte zu jeder Zeit alles unter Kontrolle. Vom Essen über die Ausrüstung bis zum Tauchen war alles super und ausgezeichnet organisiert. Deswegen: Vielen Dank, ILIKE Crew für dieses kaum in Worte zu fassendes Erlebnis! Da könnten sich viele andere Unternehmen in Sachen Kundenservice ein Beispiel nehmen!

Außerdem ist das Boot total geil, oder? Was für eine Schönheit! Die Black Perl würde vor Neid verblassen 😉

Die ILIKE, mit der wir in Raja Ampat unterwegs waren

Die ILIKE, mit der wir in Raja Ampat unterwegs waren

Und solche Sonnenaufgänge haben uns am Morgen begrüßt.

Sonnenaufgang

Sonnenaufgang

Weiterhin möchte ich anmerken, dass ich in diesem Bericht leider Teile meiner besten Bilder nicht veröffentlichen kann. Ich wusste es vorher nicht, aber der Trip war Teil des Seacam Shootouts. Teilnahme war kostenlos und ich habe einfach mal mitgemacht. Mal sehen, was dabei herauskommt. Im Januar weiß ich mehr, denn die Gewinner werden auf der Boot 2018 veröffentlicht. Egal, ob ich etwas gewinne oder nicht, werde ich auf jeden Fall meine besten Bilder aus Raja Ampat nachliefern.

Ein Paradies für Fotografen

Nicht nur die Unterwasserwelt ist ein Paradies für Fotografen, sondern auch die ILIKE selbst. Das Boot ist perfekt für Unterwasser-Fotografen ausgestattet. Es gibt eine große Ladestation und viel Platz, an dem Du Deine Ausrüstung zusammenbauen und pflegen kannst.

Die Ladestation auf der ILIKE

Die Ladestation auf der ILIKE

Auch die Crew ist absolut auf Fotografen trainiert. Sie behandeln die teilweise sehr teure Ausrüstung mit sehr viel Vorsicht. In die Beiboote werden die Kameras mit Waschkörben transportiert und sind so während der kurzen Ausfahrten zu den Tauchplätzen sehr gut geschützt. Das habe ich auch schon anders gesehen. Auch an dieser Stelle noch einmal ein Lob an die Professionalität der Crew.

Die Unterwasserfotos habe ich übrigens alle mit meiner Sony RX-100 III geschossen.

Beim Tauchen trifft man immer interessante Leute

Außerdem hatten wir einiges an Prominenz aus der Tauch-Szene an Bord. Zum Einen waren das Petra und Rolf von Sinai Divers. Die beiden waren auch der Grund, warum wir den Trip überhaupt gebucht haben – vielen Dank! Dann befanden sich Top-UW-Fotograf Rinie Luykx und Seacam-Repräsentant Geert Nies auf dem Trip. Beide super nette Typen und Rinie hat mir noch ein paar Tipps auf den Weg gegeben, was ich besser machen kann. Auch an dieser Stelle ganz herzlichen Dank! Allgemein war die Truppe total nett und der Trip verlief sehr harmonisch mit viel Spaß. Mehr kann man sich kaum wünschen.

Misool – eines der letzten unberührten Riffe

Der erste Teil unserer Tauch-Safari führte uns nach Misool. Da hat es mir echt den Schalter rausgehauen. Edu meinte während des anfänglichen Briefings, dass das Tauchen in Misool jedes Jahr besser wird. Das ist allerdings mit einigem Aufwand verbunden, der sich aber absolut lohnt. Misool ist eine absolute No Take Zone – wird also so gut wie möglich geschützt. Das kostet Geld und dafür zahlen die Taucher auch eine Gebühr, die dem Schutz der Riffe in Misool zu Gute kommt. Die Gebühr habe ich sehr gerne gezahlt.

Zusammen mit lokalen Communities wird das gesamte Gebiet vor illegaler Fischerei beschützt. Die Unterwasserwelt strotzt nur so vor Leben und als Taucher und Naturfreund geht einem einfach das Herz auf. Es wird einem vor Augen gehalten und bewusst, wie schön unser Planet eigentlich ist. Man kann nur hoffen, dass der Menschheit irgendwann ein Licht aufgeht und ihr bewusst wird, was sie gerade im Begriff ist, zu zerstören. Plastik ist eines der größten Probleme geworden.

Wir haben uns erzählen lassen, dass mit Radar überwacht wird, welche Boote in das Gebiet eindringen. Auf diese Weise können die Park Ranger schnell reagieren und die Umwelt, Schildkröten, Haie, Mantas und so weiter schützen.

Das geschützte Gebiet umfasst zirka 1200 Quadratkilometer und ein Paradebeispiel, was sich mit Schutz erreichen lässt. Greenpeace rechnet schon lange vor, dass sich ein gewisser Prozentsatz der Weltmeere unter Schutz gestellt gehört und es würde auch die Fischerei davon profitieren.

Misool ist sicherlich nicht Lösung unserer Probleme. Aber das Gebiet ist unglaublich schön und vor allen Dingen ist es ein Funken Hoffnung. Einfach das Video anschauen und selbst urteilen. Wer weitere Informationen möchte, findet sie auf der Misool Homepage.

Mantas, Mobulas, Haie und das blühende Leben

Ich habe zwar Mantas, Mobulas und Haie gesehen, aber ein richtig gutes Bild gibt es leider nicht. Die anmutigen Tiere kamen einfach nicht nah genug, um vernünftige Fotos schießen zu können. Mit Black Clam in Bali hatte ich damals mehr Glück. Ein paar Beweisfotos kann ich aber liefern.

Wie gesagt ist das nicht mein bestes Bild von einem Manta, aber es genügt als Beweis.

Manta

Manta

Dann hatten wir bei fast jedem Tauchgang Haie. Meist waren es Schwarzspitzenriffhaie oder Weißspitzenriffhaie. Leider habe ich bei nachfolgenden Bild einen Moment zu spät abgedrückt. Wir vermuten aber, dass es eine schwangere Haidame ist.

Weißspitzenriffhai

Weißspitzenriffhai

Der Barsch hier war auch nicht gerade ein Winzling.

Grouper

Grouper

Feuerfische kenne ich aus dem Roten Meer eigentlich genügend. Aber der hier hat so gut in die Umgebung gepasst.

Feuerfisch

Feuerfisch

Fisch gab es wirklich reichlich. Immer wieder haben so gelbe Schwärme für entsprechende Farbenpracht gesorgt.

Ein Schwarm Fische

Ein Schwarm Fische

Siehst Du Dir das Riff etwas genauer an, findest Du auch allerlei Kleintiere. Wie zum Beispiel diese Nacktschnecke, die farblich zur Umgebung passt.

Nacktschnecke

Nacktschnecke

Die Anemonenfische oder Clownfische sind immer wieder putzig anzusehen. Ist echt ein hübscher Fisch.

Anemonenfisch / Clownfisch

Anemonenfisch / Clownfisch

Ein Geisterpfeiffenfisch – der ist echt gut getarnt. Dieses Exemplar war vielleicht gerade mal 5 cm lang. Sie sind fast regungslos im Wasser und deswegen wirklich nicht einfach zu entdecken.

Geisterpfeiffenfisch

Geisterpfeiffenfisch

Eine kleine Garnele auf einer Koralle. Ohne dediziertes Makro-Objektiv sind die kleinen Gesellen echt schwer zu fotografieren.

Garnele

Garnele

Ein Drachenkopf oder Skorpionfisch. Auf dem Bild erkennst Du den getarnten Räuber natürlich recht schnell. Im Riff ist er aber sehr gut getarnt.

Drachenkopf

Drachenkopf

Die Korallen in Misool sind unglaublich schön. Alles ist bunt und voll mit Korallen, Schwämmen sowie Fischen. Teilweise wussten wird wirklich nicht mehr, wo wir zuerst hinsehen sollen.

Riff - Schwämme und Fische

Riff – Schwämme und Fische

Manche Flecken waren so schön, dass man am liebsten gar nicht mehr aus dem Wasser gegangen wäre.

Koralle und Taucherin

Koralle und Taucherin

In den Norden von Raja Ampat

Nach Misool ging es dann in den Norden von Raja Ampat. Auch hier ist das Tauchen ausgezeichnet und eigentlich sollte das Gebiet auch geschützt sein. Aber wie an vielen Orten gibt es Reibereien und die lokalen Fischer pochen darauf, weiterhin an den besten Gebieten fischen zu können. Es ist natürlich klar, dass Taucher und Fischer an die Orte wollen, an denen es die meisten Fische gibt.

Persönlich habe ich auch nichts dagegen, wenn ein paar lokale Fischer mit der Leine einige Fische fangen. Solange sie nicht mit engmaschigen Netzen auch den Jungfisch heraus holen. Außerdem ist es oft so, dass die Fischer nichts von den Eintrittsgebühren in die geschützten Bereiche sehen und von irgendwas müssen sie auch leben. Es gibt also immer zwei Seiten, die ich auch kritisch betrachte.

Tauchen im Norden von Raja Ampat

Im Norden von Raja Ampat ist es unter Wasser teilweise ganz schön windig – es gibt also ordentliche Strömungen. Auch das ist ein Grund, warum sich hier viele Fische, Haie und andere Meeresbewohner tummeln. Dass es hier ordentlich ziehen kann, lässt sich auch recht schnell erklären.

Im roten Kreis sind wir getaucht. Von rechts nach links wird das Wasser flacher und außerdem wird das Meer enger von Landmasse umschlossen. Als Folge daraus wird das Wasser wegen der Gezeiten schneller in diesem Gebiet.

Raja Ampat - von rechts nach links wird es flacher

Raja Ampat – von rechts nach links wird es flacher

Wer sich für die Gezeiten und die Wasserbewegungen interessiert, der kann sich mit den wissenschaftlichen Abhandlungen der NASA beschäftigen (Modelle M2, S2, K1 oder auch hier). Das sieht dann so aus:

Gezeiten visualisiert (Quelle: NASA / https://commons.wikimedia.org/wiki/File:M2_tidal_constituent.jpg)

Gezeiten visualisiert (Quelle: NASA via Wikimedia.org)

Das bedeutet schon mal Riffhaken und auf den Atemregler beißen oder sich hinter Korallenblöcken verstecken, wenn es möglich ist. Aber dann ist die Sache wie Fernsehschauen mit jeder Menge Action. Viele bunte Fische schwimmen vorbei, Haie und Makrelen patrouillieren im Riff und so weiter. Auch Schildkröten tummeln sich einige. Hier ein paar Beweisfotos:

Unterwasser-Impressionen von Raja Ampat

Ich habe es bereits erwähnt, dass das Riff einfach nur wunderschön ist.

Korallen

Korallen

An manchen Stellen scheinen die Korallen einfach nicht mehr enden zu wollen. 

Riesiges Korallenfeld

Riesiges Korallenfeld

Die beliebten Meeresschildkröten dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Meeresschildkröte (Karettschildkröte)

Meeresschildkröte (Karettschildkröte)

Sepias sieht man relativ selten, aber wenn, dann in voller Pracht.

Sepia

Sepia

Ab und zu geht es auch an Land und das wäre eigentlich ein klassischer Raja-Ampat-Schuss geworden. Die vielen kleinen Inselchen und so weiter. Allerdings hat bei diesem Landgang das Wetter leider überhaupt nicht mitgespielt und deswegen sieht es etwas trist aus. Ich stelle das Foto trotzdem zur Verfügung, damit Du einen Eindruck von der Inselwelt bekommst. Das Bild wurde übrigens mit Hugin gesticht.

Raja Ampat

Raja Ampat

Das Ding hier nennt sich Orang-Utan-Krabbe. Die sind nicht besonders groß und irre gut getarnt. Sie sehen wie eine Alge aus und das Kerlchen hier hat ein bisschen gewettert, weil ich seinem Wohnzimmer zu nahe kam.

Orang-Utan-Krabbe

Orang-Utan-Krabbe

Ein weißer Schaukelfisch. Die gibt es auch in anderen Farben.

Schaukelfisch

Schaukelfisch

Noch ein paar Bilder

Fangen wir wieder mit einem Clownfisch an, weil die gar so putzig sind.

Noch ein Clownfisch, weil die gar so putzig sind

Noch ein Clownfisch, weil die gar so putzig sind

Ein paar Süßlippenfische. Kommst Du relativ nah an den Schwarm ran, dann sind die Tiere richtig fotogen.

Süßlippenfische

Süßlippenfische

Das hier ist ein Schlangenstern aus der Nähe. Ich weiß nicht warum, aber das Muster und die Anordnung hat irgendwas.

Schlangestern

Schlangestern

Die Muscheln können da auch schon mal etwas größer sein. as Ding war wirklich ein Monster.

Eine Riesenmuschel

Eine Riesenmuschel

Unter diesem Steg spielte sich erstaunlich viel Leben ab. Siehst Du auf dem Foto nicht. Ein Bild von darunter muss ich aus schon angesprochenen Gründen nachliefern.

Ein UW-Fotograf unter einem Steg

Ein UW-Fotograf unter einem Steg

Eines kann ich aber veröffentlichen und das sieht fast ein bisschen gruselig aus. Das sind Fledermausfische und in diesem Bild machen sie ihrem Namen alle Ehre 🙂 … die sind eigentlich total friedlich und richtig neugierig. Deswegen kommen die Fledermausfische immer relativ nah an Taucher heran.

Fledermausfische

Fledermausfische

Die Muräne hier sieht auch wesentlich gefährlicher aus als sie eigentlich ist. Die will nur spielen 😉

Muräne

Muräne

Das hier ist ein nachtaktiver Hai, der sich Walking Shark (Hemiscyllium halmahera) nennt. Er gehört zu den Bambushaien. Der Hai schwimmt nämlich meist nicht, sondern läuft eher über den Boden.

Walking Shark

Walking Shark

Noch mal ein Hai, der als Wobbegong oder Teppichhai bekannt ist. Der Kollege hier hat es sich auf einer Koralle bequem gemacht.

Wobbegong oder Teppichhai

Wobbegong oder Teppichhai

Der Einsiedlerkrebs schleppt ein eigenartiges Haus mit sich herum.

Einsiedlerkrebs

Einsiedlerkrebs

Die beiden Schnecken hier nennen sich Flabellina.

Flabellina

Flabellina

Das blaue Ding oben rechts ist eine Fadenschnecke. Man sagt ihr nach, dass sie wie ein Chinesischer Drache aussieht.

Chinesischer Drache - Fadenschnecke

Chinesischer Drache – Fadenschnecke

Ich weiß nicht, wie dieses Tierchen heißt. Kann mir da jemand weiterhelfen? Ich weiß, dass mir das Krustentier gefällt, wüsste aber gerne den Namen.

Ich weiß leider nicht, wie sich dieses Krustentier nennt

Ich weiß leider nicht, wie sich dieses Krustentier nennt

Nicht nur Tauchen ist fantastisch – Adler haben eine fantastische Flugshow geboten

Ich hatte das große Glück, damals in Schottland (Isle of Skye) einen Seeadler vor die Linse zu bekommen. In Raja Ampat boten uns zwei verschiedene Arten ebenfalls eine fantastische Flugshow. Der erste hier ist ein Weißbauchseeadler (Haliaeetus leucogaster). Von dem habe ich noch ein besseres Foto, dass ich aber nachliefern muss. Es ist in der Kategorie Environment eingereicht und ich kann es noch nicht zeigen.

Weißbauchseeadler

Weißbauchseeadler (Haliaeetus leucogaster)

Der Brahminenweih (Haliastur indus) ist ein bisschen kleiner als der Kollege oben, aber ebenfalls wunderschön.

Brahminenweih (Haliastur indus)

Brahminenweih (Haliastur indus)

Bei diesem Bild könnte ich mich in den Arsch beißen, dass ich dem Vogel auf der linken Seite den Flügel leicht gestutzt habe. Es ist aber auch nicht ganz einfach, weil sich die Raubvögel mit einem Affenzahn bewegen.

Brahminenweih (Haliastur indus)

Brahminenweih (Haliastur indus)

Sehr interessant zu beobachten war, dass die beiden Arten komplett unterschiedlich jagen. Während der Weißbauchseeadler mehr auf seine Beute zugleitet, schießt der Brahminenweih von oben im kompletten Sturzflug auf die Beute zu. Er klappt richtig seine Flügel ein und dann geht es steil nach unten.

Wie gesagt war das eine irre Flugshow und man könnte stundenlang zusehen.

Wo liegt eigentlich Raja Ampat und wie kommt man dort hin?

Raja Ampat gehört wohl gerade nicht mehr zu Neuguinea und liegt westlich davon. Der östliche Teil ist Papua-Neuguinea und der westliche Teil gehört zu Indonesien (seit 1963). Sehen wir uns das auf einer größeren Karte an. Links unten ist Jakarta und im roten Kreis ist Raja Ampat.

Im roten Kreis befindet sich Raja Ampat

Im roten Kreis befindet sich Raja Ampat

Wir sind auf jeden Fall nach Jakarta geflogen und haben von dort aus einen Inlandsflug nach Sorong gebucht. Auch hier eine kleine Orientierungshilfe. Links unten ist wieder Jakarta und rechts oben ist Sorong. Wer nun glaubt, das ist so ein kleiner Sprung mit einem Island-Hopper, der hat sich getäuscht. Der Flug dauert satte 4 Stunden mit einer Passagiermaschine für Mittelstrecken (Airbus 320).

Von Jakarta nach Sorong fliegt man 4 Stunden

Von Jakarta nach Sorong fliegt man 4 Stunden

Raja Ampat oder die Vier Könige

Die Inselgruppe Raja Ampat oder auch die Vier Könige besteht aus den vier Hauptinseln Misool, Salawati, Batanta und Waigeo. Raja Ampat ist knapp südlich unter dem Äquator und befindet sich im Korallen-Dreieck. Das bedeutet, dass sich dort die größte Biodiversität auf der Erde befindet. Hier eine grobe Übersicht, was Raja Ampat ausmacht. Genau genommen besteht das Archipel neben den Hauptinseln aus zirka 1500 Inseln, die teilweise aber sehr klein sind.

Raja Ampat

Raja Ampat

In diesem Bereich verläuft auch die sogenannte Wallace-Linie oder die mehreren korrigierten Linien. Raja Ampat ist dem Gegenstück zur Wallace-Linie, also der Lydekker-Linie am nächsten. Die Linien beschreiben grob gesagt die Übergänge zwischen asiatischer und australischer Fauna.

Unterm Strich – Fantastisches Erlebnis

Der Beitrag hier kann kaum vermitteln, wie toll dieses Erlebnis war. Es hat einfach alles gepasst und wenn ich könnte, würde ich gerne meine Erinnerungen aus meinem Gehirn extrahieren und hier veröffentlichen. Auf jeden Fall waren es die besten Korallenriffe, die ich je gesehen habe und vom Fischreichtum und der anderen Unterwasser-Fauna ist Raja Ampat unglaublich.

Also Wrack-Tauchen im Roten Meer ist auch toll und die Thistlegorm ist immer einen Besuch wert. Viele bunte Fische gibt es dort auch und vor allen Dingen ist die Sicht im Roten Meer ganzjährig gut. Weiterhin muss man nicht um den halben Erdball fliegen, um tolle Tauchgänge zu haben. Wer ebenfalls Tauch-Junkie ist, der sollte sich Raja Ampat auf jeden Fall auf die To-Do-Liste schreiben. Hast Du die Möglichkeit, diesen magischen Ort zu besuchen, dann mach das unbedingt. Die Erfahrung wirst Du Dein Leben lang nicht vergessen.

Ein Wort zur Umwelt und zum Plastik

Wir waren wirklich weit ab vom Schuss und hatten mehrere Tage keine Internet-Verbindung. Plastikmüll schert sich aber nicht um Zivilisation und treibt auf dem Meer überall hin. Die eine Seite ist, dass es echt die Natur verschandelt.

Wir sind in einer Höhle aufgetaucht und als erste bin ich gegen ein Stück Plastik gedonnert.

Plastik in der Höhle

Plastik in der Höhle

Nacktschnecken sind echt hübsch, bunt und einfach toll. Liegt allerdings ein Stück Müll daneben …

Nacktschnecke neben Müll

Nacktschnecke neben Müll

Auch wenn Zigarettenkippen klein sind, bleiben sie uns lange erhalten. Es gibt sogar Lebewesen, für die Kippen recht groß sind.

Einsiedlerkrebs neben einer Kippe

Einsiedlerkrebs neben einer Kippe

Es tut einem einfach das Herz weh. Plastikmüll ist wirklich überall und das kann nicht gut sein.

Plastik sieht aber nicht nur unschön aus als Müll, sondern ist echt teuflisch. Schildkröten halten Plastiktüten für Quallen und selbst Plankton hat schon Mini-Plastik im Bauch. Das wurde in Videos nachgewiesen und damit ist das sogenannte Mikroplastik in der Nahrungskette. Nur weil wir es nicht mehr mit bloßem Auge sehen können, ist es noch lange nicht weg.

Jeder kann ein bisschen dazu beitragen, Plastik zu vermeiden. In Deutschland sind wir damit schon recht fortschrittlich, aber es könnte noch mehr getan werden. Vor allen Dingen muss das Zeug aus den Ozeanen. Unser Planet ist es wert, geschützt zu werden, auch wenn einige Betonköpfe das nicht einsehen wollen, weil die Aktionäre sonst unzufrieden sind. Unsere Nachfahren werden leider nicht davon satt, Aktien zu fressen.

Sony RX100

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