Chromecast mit VPN streamen? Es funktioniert und zwar so!

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Ein VPN (Virtual Private Network) ist eine feine Sache und lässt sich recht einfach auf Linux, Windows, Android und so weiter installieren. Für alle diese Geräte bieten diverse VPN-Provider Clients an. Das ist ein Stück Software, das auf dem Gerät installiert wird und Dich mit dem VPN-Netzwerk des Anbieters verbindet. Für Google Chromecast gibt es aber keinen solchen Client. Deswegen müssen wir zu einem kleinen Trick greifen.

Ich nehme in diesem Beitrag als Beispiel Zattoo Schweiz, weil Du darüber mitunter die Champions League im Free-TV und Formel 1 fast werbefrei gucken kannst. Auch Rugby wird regelmäßig übertragen! Hast Du ein VPN auf Deinem Smartphone, Tablet, Android TV und so weiter installiert, ist ein Zugriff einfach. Du meldest Dich bei einem Server in der Schweiz an, registrierst Dich bei Zattoo Schweiz und guckst.

Kann ich nun nicht einfach auf dem Chromecast streamen?

Das geht leider nicht. Die App erkennt, dass sich der Chromecast in einem anderen Land befindet. Darauf hin zieht das Geoblocking des jeweiligen Anbieters und das Streaming auf den Fernseher funktioniert nicht.

Damit Du mit Geoblocking behaftete Inhalte vom Smartphone auf den Chromecast streamen kannst, müssen sich beide Geräte im gleichen Netzwerk befinden. Anders gesagt muss es für den Streaming Provider so aussehen, als würden sie die gleich IP-Adresse verwenden.

Damit das der Fall ist, hilft nur ein sogenannter VPN-Router. Das Gerät dient als Access Point und als Gateway zum Internet. Du verbindest also sowohl das Smartphone als auch den Chromecast via WLAN mit dem VPN-Router und der stellt die Verbindung zum VPN-Netzwerk her. Ist der VPN-Router mit der Schweiz verbunden, hat sich der digitale Standort von Chromecast und Smartphone nun in die Schweiz verschoben. Beide nutzen die gleichen externe IP-Adresse und deswegen ist der Stream möglich.

Es ist übrigens egal, von welchem Gerät Du auf den Chromecast streamen willst. Ob das nun via Windows, Chrome, iOS, Android ist – irrelevant. Sobald Du via VPN streamen willst und es ist Geoblocking im Spiel (Netflix USA, BBC iPlayer, Zattoo Schweiz …), müssen sich beide Geräte mit dem richtigen Standort beim Streaming Provider melden!

Ist das mit dem VPN-Router nicht kompliziert?

Ist es eigentlich nicht. Es gibt VPNs, die Software für bestimmte Router anbieten. Flexibler bist Du aber, wenn Du Deinen eigenen VPN-Router aus einem Raspberry Pi bastelst. Das ist wirklich nicht schwer.

Am leistungsstärksten ist ein Raspberry Pi 4*. Der Pi 4 hat sowohl eine WLAN- als auch eine Ethernet-Schnittstelle. Das WLAN Interface wird zum Access Point und das Ethernet Interface ist unser Gateway zum Internet.

VPN-Router einrichten – kurz erklärt

Ich habe zwei Beträge geschrieben, die Dir genau die Schritte zeigen, wie Du aus einem Raspberry Pi einen VPN-Router bastelst. Kurz erklärt funktioniert das so:

  • Spiele Raspbian auf Deinem Raspberry Pi ein.
  • Installiere und konfiguriere RaspAP – der verlinkte Beitrag erklärt Dir genau, wie Du aus Deinem Raspberry Pi einen Access Point machst.
  • Registriere Dich bei einem VPN-Anbieterich empfehle NordVPN (günstig und schnell!)*, da der Anbieter einen Kommandozeilen-Client für den Raspberry Pi anbietet. Außerdem kostet das Abo nur zirka 3 Euro pro Monat!
  • Installiere NordVPN auf Deinem Raspberry Pi und konfiguriere das Gerät als VPN-Router (Schritt-für-Schritt-Anleitung).
  • Verbinde Dich mit Deinem Smartphone zum VPN-Router.
  • Konfiguriere Deinen Chromecast so, dass er ebenfalls den VPN-Router als Access Point nutzt. Das funktioniert genauso, als würdest Du das Google-Gerät mit dem WLAN Deiner Fritz!Box verbinden und so weiter.
Chromecast mit VPN-Router verbunden

Chromecast mit VPN-Router verbunden

NordVPN hat übrigens noch einen weiteren Vorteil für diesen Fall. Es gibt eine 30-tägige Geld-Zurück-Garantie und Du kannst den Anbieter risikofrei auf Deinem Raspberry Pi testen.

NordVPN risikofrei testen!*

Sollte Dir der Anbieter nicht taugen, verlangst Du einfach Dein Geld wieder. Natürlich funktionieren auch alle Anbieter, die OpenVPN-Dateien zur Verfügung stellen. Beispiele an dieser Stelle wären AirVPN (ab 2 Euro)* oder PIA (günstig!) *. Damit wird die Konfiguration aber etwas komplexer. Im Beitrag, wie Du aus dem Raspberry Pi den Router bastelst, gehe ich darauf kurz ein.

Standort für den Chromecast ändern

Willst Du also von Deinem Smartphone Inhalte mit Geoblocking auf Deinen Chromecast streamen, müssen beide Geräte mit dem VPN-Router verbunden sein. Das wissen wir schon.

Der Standort des Chromecast hängt davon ab, mit welchem Server Du verbunden bist. Möchtest Du nun den digitalen Standort wechseln, melde Dich auf Deinem Pi an und verbinde Dich mit einem anderen Server. Damit ändert sich auch der Standort für alle Geräte, die mit dem Access Point des Pi verbunden sind.

Wähle ich mich auf dem VPN-Router bei einem Server an, ändert sich der Standort. Das gilt für den Chromecast und alle anderen Geräte, die mit dem Router verbunden sind.

Wähle ich mich auf dem VPN-Router bei einem Server an, ändert sich der Standort. Das gilt für den Chromecast und alle anderen Geräte, die mit dem Router verbunden sind.

Nicht nur für Chromecast – weitere Vorteile eines VPN-Routers

Bei NordVPN darfst Du zwar 6 Geräte gleichzeitig benutzen, aber in der heutigen Zeit kann das schnell eng werden. Der VPN-Router gilt als nur ein Gerät und wie viele Smartphones, Chromecasts, Tablets und so weiter Du damit verbindest, ist egal.

Du wechselst den Standort für alle damit verbundenen Geräte sehr schnell. Stellst Du am VPN-Router von Schweiz auf Großbritannien um, weil Du nun BBC iPlayer auf den Chromecast streamen willst, ist dafür nur ein Befehl notwendig.

Noch ein paar Argumente für NordVPN

NordVPN bietet nicht nur OpenVPN in seinem Client, sondern auch das VPN-Protokoll WireGuard an. Der Anbieter nennt es NordLynx und es ist im Linux-Client fest implementiert. Speedtests haben gezeigt, dass WireGuard durchaus schneller als OpenVPN ist. So einfach stellst Du das Protokoll um:

nordvpn set technology nordlynx

Zusätzlich installieren musst Du nichts. Allerdings hat die Sache einen anderen Haken. Es gibt derzeit nur eine gewisse Anzahl an Standorten. Verfügbar sind Deutschland, Australien, Kanada, Österreich, Frankreich, Japan, die Niederlande, Singapur, USA und Großbritannien (UK).

Zattoo Schweiz funktioniert damit also nicht, damit musst Du OpenVPN verwenden. Streaming von Netflix USA oder BBC iPlayer auf den Chromecast klappt aber schon mit WireGuard. Aber ehrlich gesagt ist auch OpenVPN schnell genug für gute Streaming-Qualität. Möchtest Du wieder umstellen, funktioniert das wie folgt:

nordvpn set technology openvpn

NordVPN bietet außerdem einen sehr schicken Client für Android. Du wirst vermutlich so ein Gerät haben, wenn Du Dich für das Thema Chromecast interessierst. Bist Du unterwegs und nutzt öffentliche WLANs, solltest Du immer ein VPN aktivieren.

CyberSec heißt der Adblocker des Anbieters. Die Funktion blockiert Werbung, Tracker und Malware. Das ist ebenfalls sehr schick, wenn Du unterwegs bist. Auf Deinem VPN-Router kannst Du CyberSec übrigens auch aktivieren. Alle Geräte, die damit verbunden sind, nutzen dann automatisch den Adblocker. Du musst keine separate Software installieren:

nordvpn set cybersec on

Ansonsten aktivierst Du CyberSec im jeweiligen Client.

CyberSec schützt vor schädlichen Websites und vor nerviger Werbung

CyberSec schützt vor schädlichen Websites und vor nerviger Werbung

NordVPN ist bekannt dafür, das Geoblocking der großen Streaming-Anbieter immer wieder erfolgreich schlagen zu können. Ich kann auf jeden Fall selbst bestätigen, dass Du damit BBC iPlayer gucken kannst.

NordVPN für Deinen Chromecast!*

Der VPN Provider betreibt global weit über 5000 Server. Somit sind Datenstaus auch nicht wahrscheinlich.

Zero Logs und Torrents erlaubt

Die strikte Zero-Logs-Richtlinie ist ein weiterer Schutz. Wer keine Anwenderprotokolle speichert, kann auch keine herausgeben. Der Anbieter ist übrigens außerhalb der 5/9/14-Eyes-Allianz und hat seinen Hauptsitz im Datenschutz-freundlichen Panama.

Torrents und P2P-Aktivtäten sind erlaubt. Es gibt dafür spezielle Server, die Du für solche Aktivitäten nutzen kannst.

Die Server des VPN-Anbieters sind schnell genug, dass Du damit locker auch in 4K streamen kannst – sofern Dein Chromecast dazu in der Lage ist. Natürlich muss Deine Internet-Verbindung auch zwischen 15 und 25 Mbit/s hergeben, hier kommt es auf den Streaming-Anbieter an.

Übrigens: Der Anbieter stellt seine Server gerade um, sodass das Betriebssystem nur im Speicher läuft. Wird er abgeschaltet, sind alle Daten gelöscht. Sollte ein Server also beschlagnahmt werden, befinden sich keine sensiblen Daten auf einem Massenspeicher.

Wie gesagt funktionieren alle VPN Provider, die einen Client für Raspberry Pi anbieten (das sind echt nicht viele) oder OpenVPN-Dateien zur Verfügung stellen. Da gibt es jede Menge. Allerdings brauchst Du technisch viel mehr wissen, wenn Du die Verbindung manuell konfigurierst, aber auch Dinge wie DNS-Lecks vermeiden willst. NordVPN ist für diesen Zweck der Weg des geringsten Widerstandes und ein Streaming via Chromecast funktioniert tadellos. Ich weiß das – ich benutze es ja!

Wissenswertes!

NordVPN – bestes VPN für Home Office, integrierter Adblocker. Schnäppchen! Jetzt zuschlagen!*

Interessiert Dich NordVPN und Du möchtest weitere Informationen? Lies Dir meinen umfassenden Test oder meinen Speedtest zwischen OpenVPN und NordLynx (WireGuard) durch.

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