Quirky 7.3 Werewolf basiert auf Ubuntu 15.10 Wily Werwolf

12 November 2015 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Der größte Unterschied zwischen Quirky 7.2.x April und Quirky 7.3 Werwolf ist, dass die neueste Version nicht mehr komplett mittels T2 kompiliert wurde, sondern aus den DEB-Paketen aus Ubuntu 15.10 Wily Werewolf entstanden ist. Das macht es aber noch lange nicht zu einem Klon. Quirky 7.2 Werewolf verhält sich genau wie die April-Reihe. Allerdings bietet die Binärkompatibilität zu Ubuntu eine Unmenge an installierbaren Paketen.

Allerdings sind einige Funktionalitäten von Ubuntu eingeschränkt. Dazu gehört auch systemd. Das bedeutet ganz einfach, dass einige der DEB-Pakete aus dem Ubuntu Repositoriy nicht richtig funktionieren könnten. Bei den meisten sollte es aber keine Probleme geben.

Quirky 7.3 Werewolf

Quirky 7.3 Werewolf

Quirky 7.3Werewolf

Eigentlich ist Quirky 7.3 für die Installation auf einer Festplatte oder einem tragbaren Massenspeicher gedacht. Aber auch der dauerhafte Einsatz Live-CD oder Frugal-Installationen sind gar nicht so abwegig. Ich habe die Schwester, Puppy Linux, mal auf einem ZTE Open mit mir herumgetragen – beziehungsweise befindet sich die Linux-Distribution immer noch darauf. Ich verwende das Smartphone nur nicht mehr.

Die Live-CD und Frugal-Installationen von Quirky 7.3 laufen komplett aus dem Arbeitsspeicher. Das macht die Linux-Distribution sehr sehr schnell. Die Grenzen sind an dieser Stelle offensichtlich. Downloads, Pakete, Cache und so weiter müssen sich alle im Arbeitsspeicher unterbringen lassen. Durch die Verwendung von zram (Arbeitsspeicher wird komprimiert) haben die Entwickler die Situation allerdings verbessert.

Weiterhin lässt sich die jeweilige Sitzung auf einen Datenträger speichern. Die Datei kann dabei automatisch wachsen und muss keine feste Größe haben. Laut Angaben der Entwickler startet Quirky 7.3 außerdem schneller.

Als Linux-Kernel setzt Quirky 7.3 auf 4.2.5 und SeaMonkey ist als Version 2.38 enthalten. Eine komplette Liste aller installierten Pakete gibt es in einer Datei, die sich woof-installed-packages nennt, die sich wiederum im Verzeichnis /roo/.packages/ befindet.

Quirky 7.3 gibt es nur als 64-Bit-Version. Die Live-CD lässt sich nicht auf UEFI-Hardware booten, sondern benötigt den sogenannten Legacy Mode oder ein herkömmliches BIOS. Der Entwickler arbeitet derzeit daran, die Live-CD komplett mit UEFI kompatibel zu machen.

Wer allerdings auf einen USB-Stick oder eine SD-Karte installiert, kann sowohl mit UEFI als auch mit einem BIOS booten.

Quirky 7.3 ist eine sehr schnelle und schlanke Linux-Distribution, die viele nützliche Tools bereits mit sich bringt. Zum Beispiel sind auch Abiword und Gnumeric enthalten. Sie sieht möglicherweise nicht ganz so schick wie andere Distributionen aus – das tut aber dem Funktionsumfang keinen Abbruch.

Übrigens hat man über die Schaltfläche Save die Möglichkeit, ein Remaster des Abbildes zu erstellen.

Quirky 7.3: Über den Save-Knopf zum Remaster

Quirky 7.3: Über den Save-Knopf zum Remaster

Download Quirky 7.3

Quirky lässt sich von ibiblio.org herunterladen. Die offizielle Ankündigung findest Du hier. Die Linux User Group aus Holland stellt einen Spiegel-Server zur Verfügung.

Quirky 7.3: Einstellungen

Quirky 7.3: Einstellungen

Quirky 7.3: Menü

Quirky 7.3: Menü

Quirky 7.3: Paketmanager

Quirky 7.3: Paketmanager

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