Ubuntu GNOME 15.10 Wily Werewolf mit experimenteller Wayland Session

23 Oktober 2015 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Ubuntu 15.10 Wily Werewolf ist ausgegeben – das gilt natürlich auch für die Derivate. Da es sich um einige Abkömmlinge handelt, darunter auch Ubuntu GNOME 15.10, prasseln so viele Informationen auf einen ein, dass man leicht die eine oder andere sehr interessante Information übersieht. Relativ bekannt ist, dass Ubuntu 15.10 Wily Werewolf eine experimentelle Unity8 Session mit sich bringt.

Ubuntu GNOME 15.10 hat auch einiges zu bieten

In den offiziellen Ankündigungen des einen oder anderen Derivats zu stöbern, lohnt sich aber. Bei Ubuntu GNOME 15.10 findet man diesen Hinweis:

  • Experimentelle Wayland Session ist ab sofort verfügbar. Dazu musst Du das Paket gnome-session-wayland installieren und dann GNOME on wayland im Login-Bildschirm auswählen. Wichtig ist allerdings, dass dies nur mit Treibern der Kategorie OSS GPU funktioniert. Es müssen also freie oder mitgelieferte Grafikkarten-Treiber sein und keine proprietären von NVIDIA oder AMD.
Ubuntu GNOME 15.10: Wayland Session installieren

Ubuntu GNOME 15.10: Wayland Session installieren

Ubuntu GNOME 15.10: Wayland Session auswählen

Ubuntu GNOME 15.10: Wayland Session auswählen

Vielleicht wird es nun doch mal wieder Zeit, dass ich eine GNOME-Variante installiere und mit diese ansehe. Ich bin aber eigentlich mit KDE auf dem einen und Cinnamon 2.8 auf dem anderen Rechner recht zufrieden.

Ansonsten bringt Ubuntu GNOME 15.10 die GNOME Shell 3.16 mit sich. Außerdem sind die meisten Anwendungen aus dem Repertoire von GNOME 3.16 enthalten.

Shotwell wurde durch GNOME Photos ersetzt und GNOME Music ist per Standard installiert. Der Bluetooth Stack wurde aktualisiert (BlueZ 5). Weiterhin gibte es Unterstützung für die Benutzung von syncevolution mit GOA (GNOME Online Accounts).

Ein Wort zu den GNOME Photos. Für mich persönlich ziemlich nutzlos. Die Anwendung sieht zwar ganz nett aus und man kann Fotos als Favoriten markieren und diese in Alben organisieren. Allerdings fehlt die Funktion komplett, Schlüsselwörter, Stichwörter oder Tags zu hinterlegen. Sowohl Shotwell oder Darktable als auch mein Favorit digiKam können das. Würde ich auf dieses Derivat von Ubuntu 15.10 setzen, dann wäre einer meiner ersten Installationen ein vernünftiges Programm zur Fotoverwaltung. Das GNOME Photos ist mehr oder weniger ein Bildbetrachter mit Alben und Favoriten. An dieser Stelle von Ersatz zu sprechen, scheint mir nicht gerechtfertigt.

Ubuntu GNOME 15.10: Photos

Ubuntu GNOME 15.10: Photos

digiKam sieht zwar nicht ganz so schmuck aus wie GNOME Photos, aber die Unterschiede beim Funktionsumfang sind Welten.

digiKam funktioniert unter Ubuntu GNOME

digiKam funktioniert unter Ubuntu GNOME

Auch die üblichen Verdächtigen findet man in Ubuntu GNOME 15.10. Das sind Firefox als Web-Browser, LibreOffice als Bürosoftware und natürlich das Ubuntu Software Center, mit dem sich etliche Programme durch wenige Klicks nachinstallieren lassen.

Minimale Systemanfoderungen für Ubuntu GNOME 15.10

Wer Ubuntu GNOME 15.10 installieren möchte, kann das auf einem relativ unspektakulärem Rechner erledigen. Du benötigst einen Prozessor mit mindestens 1 GHz und 1,5 GByte an Arbeitsspeicher (RAM). Außerdem sind 7 GByte an freiem Festplattenplatz notwendig. Wer einen älteren oder schwächeren Rechner hat, sollte sich nach Alternativen umsehen. Leichtgewichtigere Werwölfe wären Lubuntu oder Xubuntu.

Ubuntu 15.10 GNOME: Installieren oder ausprobieren?

Ubuntu 15.10 GNOME: Installieren oder ausprobieren?

Ubuntu GNOME 15.10: Erste Schritte

Ubuntu GNOME 15.10: Erste Schritte

Tja, da dachte man dass sich bei der Ausgabe von Ubuntu 15.10 das meiste um aktualisierte Pakete handelt. Ein paar Juwelen findet man dann aber doch, wenn man genau hinsieht.

Übrigens: Wer Ubuntu GNOME verwendet und die neueste GNOME-Version verwenden möchte, kann auf ein PPA zugreifen. Das ist allerdings auf eigenes Risiko.

Keine LTS-Version

Viele wissen, dass Ubuntu 15.10 Wily Werewolf keine sogennante LTS-Version (Long Term Support / Langzeitunterstützung) ist. Das Betriebssystem wird neun Monate mit Updates versorgt. Die kommende Ubuntu-Vairante, Ubuntu 16.04 Xenial Xerus – das Afrikanische Borstenhörnchen, ist hingegen wieder mit fünf Jahren Support ausgestattet.

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