Ubuntu 16.04 LTS wird ein Xenial Xerus – ein Afrikanisches Borstenhörnchen

22 Oktober 2015 3 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Im Laufe des heutigen Tages wird noch Ubuntu 15.10 Wily Werewolf erscheinen. Nun hat Gründer Mark Shuttleworth den Codenamen für den Nachfolger Ubuntu 16.04 LTS angekündigt: Xenial Xerus. Vom Werwolf zum Erdhörnchen ist auch ein gewagter Sprung. Aber seit Ritter der Kokosnuss wissen wir, dass auch Nager gefährlich sein können.

Xenial Xerus - das Afrikanische Borstenhörnchen (Borstenhörnchen 060319 4“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Borstenh%C3%B6rnchen_060319_4.jpg#/media/File:Borstenh%C3%B6rnchen_060319_4.jpg)

Xenial Xerus – das Afrikanische Borstenhörnchen (Borstenhörnchen 060319 4“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Borstenh%C3%B6rnchen_060319_4.jpg#/media/File:Borstenh%C3%B6rnchen_060319_4.jpg)

Xenial Xerus mit Langzeitunterstützung

Ubuntu 16.04 ist die April-Version in einem Jahr mit einer geraden Zahl. Das bedeutet LTS-Version, Long Term Support oder auch Langzeitunterstützung. Diese Ubuntu-Version wird dann fünf Jahre lang mit Updates versorgt. Das heute erscheinende Wily Werewolf wird nur neun Monate lang gewartet.

Wenn man Xenial Xerus etwas frei übersetzt, dann wird daraus wohl ein freundliches Erdhörnchen. Genau genommen ist es ein afrikanisches Borstenhörnchen, dass Mark Shuttleworth als sehr gesellschaftsfähig bezeichnet.

Xenial Xerus wird laut Shuttleworth die Container-Technologie LXD, das sichere Paketsystem Snappy und die physische Cloud MAAS (Metal as a Service) unter einen Hut bringen. In der Ankündigung wird also klar, dass es hauptsächlich auf Server-Seite und in Sachen Virtualisierung sehr große Änderungen gibt.

Zu Snappy ist zu sagen, dass die Updates wie Transaktionen durchgeführt werden. Sie lassen sich aus diesem Grund auch rückgängig machen. Snappy soll auch Servern, Ubuntu Personal, Raspberry Pi, Phone, Tablet und so weiter Einsatz finden.

Die Container-Technologie LXD befindet sich noch in der Entwicklung, begeistert Shuttleworth aber jetzt schon. Es ist ein sehr schneller Hypervisor und es sollen sich komplette Linux-Umgebungen binnen weniger Sekunden auf dem eigenen Notebook hochfahren lassen.

Ubuntu 16.04 LTS wird wohl auch die letzte Version sein, die den X Server als Standard für den Desktop ausliefert. Man erwartet, dass ab Ubuntu 16.10 Unity 8 und Mir Einzug hält.

Bis April ist aber noch viel Zeit und warten wir die Entwicklungen also ab. Da es sich um eine LTS-Variante handelt, dürfte Canonical mit Experimenten eher zurückhaltend sein.

Die nächste große Version von Linux Mint wird ebenfalls auf Ubuntu 16.04 basieren. Auch in diesem Lager dürfte man mit den Entwicklungen beginnen. Dort kommt möglicherweise Cinnamon 2.8 zum Einsatz, das sich bereits unter Linux Mint 17.2 installieren lässt.

Du kannst gerne Deinen Senf zu diesem Beitrag geben: Hier geht es zu den Kommentaren




Schreiben macht durstig! Eine kleine Erfrischung kann daher nie schaden. Wem dieser freie Artikel gefallen hat, der darf mir gerne einen frisch gezapften Hopfen-Tee ausgeben (Paypal - der Spenden-Knopf
oder bitcoin - Adresse: 1NacVNwcLLePUVv8uSafu5Ykdwh8QyDfgK). Ich freue mich über jede noch so kleine Spende. Vielen Dank und Prost!
 Alle Kommentare als Feed abonnieren

3 Kommentare zu “Ubuntu 16.04 LTS wird ein Xenial Xerus – ein Afrikanisches Borstenhörnchen”

  1. Nygaard sagt:

    Spätestens zur 17.10 haben sie keine Buchstaben mehr. Bekannt wie es da weiter gehen soll? Wieder von vorne?

  2. Julius sagt:

    Wie heißt nochmal diese Regel, dass die einfachste Theorie meist die richtige ist (so oder so ähnlich?)?
    Die fangen bestimmt wieder am Anfang des Alphabets an – ich glaube nicht, dass man jemandem mit eine englischen Tastatur aufbürdet, Umlaute einzugeben 🙂

Antworten