Kann mit UEFI Secure Boot: Fedora 18 ist veröffentlicht

16 Januar 2013 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Fedora Logo 150x150Was lange währt, wird endlich gut. Guter Wein muss reifen … man kann etliche dieser Sprüche vom Stapel lassen, dennoch hat sich die Ausgabe von Fedora 18 um mehr als 2 Monate verzögert. Die Leidensgeschichte kennt man ja – zum Großteil war das Problem die Neuentwicklung von Anaconda. Man muss den Entwickler aber auch zu Gute halten, dass sie nicht stur einem Ausgabezeitplan gefolgt sind, sondern Fedora 18 “Spherical Cow” eben ausgegeben haben, wenn es fertig ist.

Wie auch in den Veröffentlichungs-Hinweisen zu lesen ist, wurde Fedoras Installations-Software, Anaconda, komplett neu geschrieben und debütiert in Fedora 18. Für neue Anwender soll die Installation von Fedora wesentlich einfacher geworden sein. Allerdings räumen die Entwickler auch noch Ecken und Kanten ein, die es beim ersten großen Auftritt des neuen Anaconda gibt. Wer auf Probleme stößt, kann sich die Vorstellung des neuen Installers durchlesen und wird vielleicht auch bei den bekannten Bugs fündig.

Fedora 18: GNOME

Fedora 18: GNOME

Der Upgrade-Prozess in Fedora verwendet ein neues Tool mit Namen FedUp (Fedora Upgrader). FedUp ersetzt pre-upgrade und die entsprechenden DVD-Methoden, die in früheren Ausgaben verwendet wurden. FedUp arrangiert sich mit systemd und verrichtet seine Arbeit in einer jungfräulichen Boot-Umgebung.

Desktop-Anwender können sich über nachfolgende Funktionen freuen:

  • GNOME 3.6 bringt unter anderem Unterstützung für Microsoft Exchange und Skydrive.
  • Fedora-Anwender haben nun auch die Möglichkeit, Cinnamon als Desktop-Umgebung zu installieren. Dies von den Linux Mint Entwickler erschaffene Software basiert zwar auf GNOME 3, bringt aber eine traditionellere Oberfläche mit sich.
  • Auch MATE ist eine Option. Das richtet sich an Anwender, die weiterhin an GNOME2 festhalten möchten.
  • Als Alternative darf natürlich auch KDE Plasma Workspaces nicht fehlen. Hier setzen die Entwickler Version 4.9 ein.
  • Am Ende wird noch Xfce 4.10 erwähnt. Diese Desktop-Umgebung ist leichtgewichtig, hat sich aber im Laufe der Jahre zu einer echten Alternative gemausert. Version 4.10 bringt unter anderem einen MIME-Typen-Editor, Tabs in Thunar und so weiter mit sich.
Fedora 18: Anaconda

Fedora 18: Anaconda

One tool to rule them all: Für welche Desktop-Umgebung sich der Anwender auch entscheidet, Fedora 18 bringt verbessertes Speicherplatz-Management mit sich. Die Entwickler nennen das SSM (System Storage Manager). Hierbei handelt es sich um ein Kommandozeilen-Werkzeug, mit dem man einheitlich den Speicherplatz verwalten kann. Das Tool macht Systemadminsitratoren die Arbeit einfach, da es eine einheitlich Syntax verwendet. Die Syntax und wie SSM genau funktioniert, findest Du auf dieser Wiki-Seite.

Für Entwickler bietet Fedora 18 neue Versionen bekantner Programmiersprachen: Rails 3.2, Python 3.3 und Perl 5.16. Clojure wurden einige Tooling-Pakete spendiert. Dazu gehören das Leinengen Build Tool und Clojure-Bibliotheken und -Frameworks, inklusive Korma und Noir. DragonEgg ist ein Plugin für GCC-Compiler, mit dem sich LLVM benutzen lässt.

Fedora 18: KDE-Version

Fedora 18: KDE-Version

Systemadministratoren können ab sofort Offline-Update einspielen. Diese Funktionalität befindet sich allerdings nur in der GNOME-Umgebung, verwendet aber die System-neutralen PackageKit und systemd-APIs – man könnte es also in anderem Umgebungen auch verfügbar machen. Mit StorageManagement kommt eine Werkzeug-Kiste für das Verwalten von Storage Area Networks (SAN und Network Attached Storage (NAS) geliefert.

Weiterhin ist Samba 4 an Bord und bringt Unterstützung für Active Directory mit sich. Die neue Scripting-Schnittstelle erlaubt es Python außerdem, mit Sambas Internas zu kommunizieren. In Sachen Cloud taucht erstmalig Eucalyptus (3.2) in Fedora 18 auf. Zur Verfügung steht auch OpenStack (Folsom).

  • Chakra GNU/Linux 2012.10
Fedora 18

Per Standard mit GNOME 3.6 ...

  • Semplice Linux 3.0
Fedora 18 KDE

KDE-Version von Fedora 18 ...

oVirtEngine wurde auf Version 3.1 aktualisiert und bringt zum Beisipiel Unterstützung für Live Snapshots, Klonen von Snapshots, Quotas und vieles weitere mit sich. Virtuelle Gästen wurden die Optionen Schlafen (Suspend) und Aufwachen (Resume) spendiert. Es lässt sich über die Kommandozeile auslösen oder beim Schließen des Notebooks.

Weitere Informationen zu allen Neuerungen findest Du in der Funktions-Liste und den Veröffentlichungs-Hinweisen.

Fedora 18 und UEFI Secure Boot

Fedora 18 und UEFI Secure Boot

Eine Sache hat mich persönlich noch sehr interessiert, die ich untersuchen musste. Die Entwickler von Fedora 18 haben behauptet, dass die Distribution mit UEFI Secure Boot umgehen kann. Das wäre dann nach Ubuntu 12.10 die zweite Distribution, die den Microsoft-Quatsch unterstützt. Es funktioniert, wobei man die Boot-Dateien dem System erst bekannt machen muss. Ich habe die Prozedur hier beschrieben und halte den Ausdruck “Out of the box” für nicht ganz richtig.

Die Arbeiten an Anaconda haben sich gelohnt. Vor allen Dingen Neulingen wird hier wesentlich übersichtlicher unter die Arme gegriffen. Bei einer Installation helfen die Piktogramme bei Zurechtfinden schon enorm.

Im Prinzip ist es nicht schwer, aber es sind zusätzliche Schritte notwendig. Bei mir hat es funktioniert, nachdem ich das Abbild mittels dd if=Fedora-18-x86_64-Live-Desktop.iso of=/dev/sdb bs=16M auf einen USB-Stick geschoben habe und dann eben im BIOS die Boot-Dateien als sicher deklarierte.

Du kannst ISO-Abbilder für Fedora aus dem Download-Bereich der Projektseite, über die Spiegel-Server oder via BitTorrent herunterladen: Fedora-18-x86_64-DVD.torrent (4.3 GByte), Fedora-18-i386-DVD.torrent (4.4 GByte), Fedora-18-x86_64-Live-KDE.torrent (831 MByte), Fedora-18-i686-Live-KDE.torrent (805 MByte), Fedora-18-i686-Live-Desktop.torrent (889 MByte), Fedora-18-x86_64-Live-Desktop.torrent (916 MByte)



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