VectorLinux 7.0 SOHO Edition mit KDE 4.8.3 und Xfce 4.8

1 Juni 2012 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Vector Linux Logo 150x150So alle dann und wann gibt es mal wieder eine neue Ausgabe von VectorLinux. Ab sofort steht Version 7.0 SOHO zur Verfügung. Diese Ausgabe basiert laut eigener Aussage auf dem GOLD-Release und bringt KDE 4.8.3 als Desktop-Umgebung mit sich. Eine Linux-Distribution mit KDE – und was ist der springende Punkt? Neugierig haben mich zwei Aussagen der Entwickler gemacht

  • Schnellster Linux-Desktop seiner Klasse (wie auch immer das gemeint ist)
  • KDE 4 visuell verändert und mit einem Pulver Vector-Magie aufgepeppelt

Grund genug, mal einen genaueren Blick darauf zu werfen, finde ich. Natürlich gibt es ganz im Vector-Stil folgende Funktionalitäten, ohne dass der Anwender weiter manuell eingreifen muss: DVD-Playback, Audio- und Video-Codecs. Alle Multimedia- und Java-Plugins sind per Standard installiert und funktionieren “Out of the Box”.

Daneben sind zahlreiche Programme aus der Open-Source-Szene enthalten. Die Entwickler listen folgende Programme auf: Gimp, Scribus, Inkscape, Geeqie, Shotwell, Firefox, Opera, Pidgin, Xchat, K3B, Mplayer, UMplayer, Xine, VLC und Amarok. Kennern der Szene muss man diese Applikationen nicht weiter erklären. Für die täglichen Büroarbeiten dient LibreOffice. Als alternative Desktop-Umgebungen sind noch Xfce 4.8 und Fluxbox enthalten.

VectorLinux 7 SOHO Xfce Menü

VectorLinux 7 SOHO Xfce-Menü

Das drahtlose Netzwerken wurde mit aktualisierten Treibern und Firmware aufgepeppelt. Die Verwaltung der WiFi-Netzwerke übernimmt Wicd. Für die Sicherheit sorgt ufw (uncomplicated Firewall – kennen Ubuntu-Anwender sicherlich) und die Gufw-GUI. Des Weiteren gibt es Unterstützung für diverse Webcams.

Als Herzstück dient Kernel 3.2.6. Die Installations-Routine und die Hardware-Unterstützung haben sich ebenfalls verbessert. Die Entwickler sagen aus, dass sich VectorLinux 7.0 SOHO Editionen auf den meisten modernen Rechner betreiben lassen soll.

Artig bedanken sich die Entwickler bei allen Testern und den Software-Einpackern, die während des Entwicklungs-Prozesses mitgeholfen haben.

Wie man gleich beim Starten merken dürfte, basiert VectorLinux auf Slackware und es startet sich sofort ein grafischer Installer. Einen Live-Modus oder eine Live-Version gibt es nicht. Du kannst also entweder die Katze im Sack kaufen, eine virtuelle Maschine für einen Überblick nehmen oder die GOLD-Live-Edition herunterladen. Letztere ist allerdings schon im November 2011 erschienen.

Ich habe es in VirtualBox installiert und als Sprache kannst Du Dich während des Einspielens zwischen Spanisch und Englisch entscheiden. Etwas eigenwillig ist die Partitionierung. Also die Distribution startet GParted innerhalb des Installers und das geht ganz gewohnt. Man sieht allerdings nicht auf den ersten Blick, wie man wieder zum Installations-Assistenten zurückkommt. Dazu einfach das GParted-Menü benutzen, daraufklicken und das Programm beenden. Das hätte man etwas Anwender-freundlicher machen können.

  • Swift Linux 0.2.0
VectorLinux 7 SOHO

Basiert auf Slackware Linux ...

Wer eine komplette Installation auswählt, braucht beide verfügbaren CDs. In meinem Fall habe ich nur die erste heruntergeladen und das System gibt mir die Option “hab ich nicht”. Wählt man das aus, kommt ein Hinweis, dass die Bonus-Software nicht installiert wird. Damit sind einige Programme, wie zum Beispiel LibreOffice und so weiter gemeint. Sehr angenehm in diesem Fall ist, dass der Installations-Assistent nicht abbricht.

Ist das Einspielen der Pakete abgeschlossen, folgen noch ein paar Konfigurations-Schritte. Diese beinhalten Bootloader, Zeitzone, Passwörter und den üblichen Schnickschnack. Ebenso kannst Du Dir noch aussuchen, welche Dienste bei Systemstart ausgeführt werden sollen. Ist das alles erledigt, startest Du den Rechner neu.

VectorLinux 7.0 SOHO

VectorLinux 7.0 SOHO: So sollte die KDE-Sitzung aussehen (Quelle: vectorlinux.com)

Nun kommt der Haken – die KDE-Oberfläche startet bei mir in der virtuellen Umgebung nicht. Das klappt auch nach Installation der VirtualBox-Gast-Erweiterungen nicht. Weder die Failsafe-Option noch das normale KDE. Da die Xfce-Sitzung funktioniert, habe ich einfach damit weitergemacht. Aber auch hier hat sich VirtualBox in Verbindung mit VectorLinux zickig gezeigt. Im Vollbildmodus konnte ich Cairo Dock nicht aufrufen. Somit schaut dieser Screenshot etwas verkorkst aus.

ISO-Abbilder kannst Du bei osuosl.org herunterladen. Das Betriebssystem steht nur für x86-Architekturen zur Verfügung: VL7.0-SOHO-FINAL1.iso (685 MByte), VL7.0-SOHO-FINAL1-CD2.iso (686 MByte).

VectorLinux ist eigentlich ganz nett und tatsächlich sehr schnell. Allerdings glaube ich auch, dass es für den deutschsprachigen Markt weniger geeignet ist – Sprachbarriere und es gibt viele Distributionen, die mir das Gleiche bieten. Dennoch habe ich vor Leuten wie den Vector-Machern höchsten Respekt und experimentiere auch gerne mal mit solchen “Exoten”.



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