Weiteres vom Ubuntu Developer Summit: Mozilla, KVM, Kalender und Energieverbrauch

3 November 2011 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Ubuntu Logo 150x150Die Entwickler stecken derzeit auf dem Ubuntu Developer Summit in Orlando die Köpfe zusammen und treffen wichtige Entscheidungen für die kommende Version mit Langzeitunterstützung Ubuntu 12.04 LTS “Precise Pangolin”. Über Neuerungen und Voraussetzungen im Grafik-Stack gab es ja schon reichlich Informationen.

Ubuntu One als Benutzerkonto: Canonical plant offenbar die Möglichkeit eines Single-Sign-Ons mit Hilfe der Ubuntu One Cloud. Meldet man sich an einem Ubuntu-System (Desktop oder mobiles Gerät) an, könnten Anwender sofort Zugriff auf alle Daten haben, die in Ubuntus Datenwoke gespeichert sind. Logischerweise braucht man hier einen aktiven Zugang zum Internet. Der Plan ist ein PAM-Modul zu entwickeln, das mit Ubuntu One kommuniziert. Somit würden Anwender gar kein lokales Konto mehr brauchen. Es ist sogar im Gespräch, das Facebook-Konto als Login-Möglichkeit zu benutzen.

Mozilla und Ubuntu: Die Firefox- und Thunderbird-Pakete in den Ubuntu-Repositories sollen schneller an die gesteigerte Taktrate der Mozilla-Veröffentlchung angepasst werden. Im Klartext: Wenn es neue Versionen des E-Mail-Clients oder Browsers gibt, sollen die auch schnellstmöglich Ubuntu-Anwendern zur Verfügung gestellt werden.

Low-Latency Ubuntu-Kernel: Es wird einen inoffiziellen lowlatency-Kernel im Precise-Repository geben. Dieser Kernel wird vom Ubuntu-Studio-Team gewartet. Er eignet sich besser für Arbeiten mit Audio als der Standard-Kernel.

KVM-Virtualisierung in Ubuntu 12.04: Das Ziel ist QEMU 1.0 zu integrieren und dieses mit SPICE-Unterstützung für QEMU/KVM zu bauen. Allerdings sind zu diesem Thema nicht so viele Pläne in Aussicht. Die Entwickler wollen wohl im Zuge des LTS-Zyklus auf der sicheren Seite sein.

Ein Kalender für Ubuntu: GNOMEs Evolution wurde in Ubuntu 11.04 “Natty Narwhal” durch Mozilla Thunderbird ersetzt. Nun diskutieren die Entwickler entweder über den Einsatz des Lightning-Plugins oder eine komplett eigenständige Kalender-Applikation für Precise. Für GNOME 3.x gibt es allerdings keinen. Eine Möglichkeit wäre die Software Maya aus dem Elementary-Projekt einzusetzen.

GNOME und Ubuntu 12.04 LTS: Manwird sich wohl an die Pakete von GNOME 3.2 und nicht 3.4 halten. Allerdings wird es ausgewählte GTK+-3.4 und andere GNOME-3.4-Komponenten geben. Dazu gehören zum Beispiel GNOME Games, Gedit, Gcalctool, Evince und möglicherweise Yelp. Der Dateimanager Nautilus dürfte allerdings in Version 3.2 Einsatz finden. Evolution 3.4 und neuere Totem-Versionen brauchen Clutter. Canonical will Clutter aber nicht in einer LTS-Version einsetzen.

Text-freies Starten: Das Ziel mit Ubuntu 12.04 ist ein flackerfreier Start-Prozess. Ebenso soll die Konsole beim Aufwachen nicht mehr erscheinen.

Energie-Verbrauch: Zu diesem Thema hüllten sich die Entwickler größtenteils in vornehmes Schweigen. Die Entwickler gaben ledigllich Informationen aus, wie man hier und da ein oder zwei Watt sparen kann. Allerdings will Canonical Strom-Messungen im User- und Kernel-Space vornehmen.



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