Vivaldi 3.5 ist veröffentlicht – E-Mail-Client auf Raspberry Pi nutzen

Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Die Entwickler des auf Chromium-basierten Browsers Vivaldi haben Version 3.5 veröffentlicht. Für mich ist das in erster Linie für den Raspberry Pi interessant. Warum? Vivaldi 3.5 bietet einen experimentellen E-Mail-Client. Schlanke E-Mail-Clients in einem modernen Gewand sind auf dem Raspberry Pi immer willkommen.

In meinem Desktop-Test mit dem Raspberry Pi 400 habe ich mich für Geary und gegen Claws Mail entschieden. Das hat mehrere Gründe, auch das Aussehen. Vivaldi finde ich auf dem Pi aber ganz nett und der integrierte E-Mail-Client ist interessant, auch wenn es sich noch um eine technische Vorschau handelt.

Außerdem basiert Vivaldi 3.5 auf Chromium 87. Hier gibt es gegenüber Vorgängerversionen bekanntlich ziemliche Geschwindigkeits-Vorteile – zumindest teilweise. Nun muss man hinzufügen, dass die Raspberry Pi Foundation den im eigenen Betriebssystem enthaltenen Chromium-Browser speziell anpasst. Trotzdem finde ich Vivaldi ganz schick.

Vivaldi 3.5 auf dem Raspberry Pi 400

Ich habe Vivaldi 3.5 gerade auf meinem Raspberry Pi OS aktualisiert. Wie bereits erwähnt hat mich der experimentelle E-Mail-Clien am meisten interessiert. Sie wurde via vivaldi://experiments aktiviert und ich konnte ein E-Mail-Konto einrichten (IMAP).

E-Mail-Client via Vivaldi Experiments aktiviert

E-Mail-Client via Vivaldi Experiments aktiviert

Das funktioniert erstaunlich gut auf dem Raspberry Pi 400. Auf jeden Fall ist es reaktionsfreudiger als Geary, zumindest kommt mir das so vor. Natürlich hat das erste Indexieren der E-Mails etwas gedauert aber danach geht das alles recht zackig.

E-Mails mit Vivaldi 3.5 abrufen und lesen

E-Mails mit Vivaldi 3.5 abrufen und lesen

Es ist aber noch zu früh, definitive Aussagen zu machen. Hierfür sind längere Tests notwendig. Allerdings werde ich vorerst beim E-Mail-Client von Vivaldi bleiben und schauen, wie sich die Software langfristig verhält.

Kalender via CalDAV

Den experimentellen Kalender darfst Du übrigens via CalDAV an Deine Nextcloud oder einen anderen Kalender-Server anbinden. Das funktioniert auch.

Schade ist nur, dass es keine CardDAV-Option für die Adressen gibt. Wer weiß, vielleicht arbeiten die Entwickler ja daran.

Was ist sonst neu in Vivaldi 3.5?

Die Entwickler haben Verbesserungen im Tab-Management vorgenommen. Per Standard öffnen sich Links zum Beispiel in einem Hintergrund-Tab. Außerdem kannst Du einen Tab im Hintergrund duplizieren. Bewegst Du Deinen Mauszeiger über eine Tab-Gruppe, erkennst Du dort jeden Tab sofort und kannst ihn auswählen.

Medienwiedergabe wurde verbessert

Die Entwicklerinnen und Entwickler schreiben, dass einige Leute in der jüngeren Vergangenheit Probleme mit Streaming unter Vivaldi hatten. Konkret nennen sie Amazon Prime HD, Spotify, Peacock TV und so weiter.

Kurz gesagt gibt es in Vivaldi nun Widevine-Zertifikatsschlüssel, damit das mit dem DRM (Digital Rights Management) besser funktioniert. In der Ankündigung ist aber nur von Windows und macOS die Rede. Unter Linux müsste man das nun ausprobieren.

Teilen von URLs via QR-Code

Ziemlich schick ist, dass Du Dir von einer gerade benutzten URL einen QR-Code erzeugen lassen kannst. Damit lassen sich Websites, URLs und so weiter schnell zum Beispiel auf das Smartphone übertragen.

Möchtest Du die Funktion nutzen, musst Du sie aber erst aktivieren: Einstellungen → Adressleiste → Adressfeld-Optionen → QR-Code Generator.

Der neue QR-Code-Generator in Vivaldi 3.5

Der neue QR-Code-Generator in Vivaldi 3.5

Nun kannst Du URLs bequem via QR-Code teilen. Dazu klickst Du einfach auf das entsprechende Symbol in der Adresszeile des Browsers.

Nun kannst Du URLs bequem via QR-Code teilen

Nun kannst Du URLs bequem via QR-Code teilen

Darüber hinaus gibt es noch Verbesserungen bei der Anpassung des Menüs und bei den Tastatur-Kürzeln. Außerdem hast Du bessere Kontrolle über externe Services. Google Hangouts, Google Cast und Google Cloud Print kannst Du nun über die Einstellungen komplett deaktivieren.

Alle Neuerungen und Änderungen findest Du auch in der auf Deutsch übersetzten Ankündigung. Die Übersetzung klingt teilweise sehr abenteuerlich, deswegen hier ist das Original. Ich glaube nicht, dass Amazon Prime HD sehr glücklich darüber ist, wenn Du den gesamten Speicherplatz der Website löscht. 😉

Du findest die aktuelle Vivaldi-Version im Download-Bereich der Projektseite. Es gibt Versionen für Linux (auch Raspberry Pi), macOS, Windows und Android.

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