Maru OS 0.3 lässt sich nun via Magic-Device-Tool installieren

11 November 2016 2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Mit einem Tool namens Magic-Device-Tool lassen sich einige Smartphones oder Tablets recht simpel mit Linux-basierten Betriebssystemen bestücken. Auf GitHub ist beschrieben, dass sich mithilfe von Magic-Device-Tool unter anderem Ubuntu Touch, OpenStore, CyanogenMod, Sailfish OS, Factory Android (Android-Abbilder im Auslieferungszustand), Phoenix OS und auch Maru OS 0.3 installieren lassen. Klar muss sein, dass nicht jedes Betriebssystem auf jedem mobilen Gerät läuft und nicht alle auf dem Markt verfügbaren Geräte unterstützt werden. Außerdem ist eine Datensicherung (Backup) von Android-Geräten möglich und auch eine Wiederherstellung (Restore). Darüber hinaus kannst Du den Bootloader entfesseln oder eben wieder abriegeln.

Magic-Device-Tool (Quelle: twitter.com)

Magic-Device-Tool (Quelle: twitter.com)

Damit funktioniert Magic-Device-Tool

Auf GitHub wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass mit Magic-Device-Tool kein Dual-Boot zwischen Ubuntu Touch und Android möglich ist. Außerdem seien nicht alle ROMs für alle Geräte verfügbar. Was funktioniert denn mit welchem Smartphone oder Tablet? An dieser Stelle musst Du Dich einfach bei GitHub ein bisschen durchklicken. Dann wird zum Beispiel auch schnell klar, dass Maru OS 0.3 derzeit nur für das LG Nexus 5 verfügbar ist.

Maru OS 0.3 derzeit nur für LG Nexus 5

Maru OS 0.3 derzeit nur für LG Nexus 5

Die Liste der von Magic-Device-Tool unterstützten Geräte sieht so aus:

  • BQ Aquaris E4.5 (krillin)
  • BQ Aquaris E5 HD (vegetahd)
  • BQ Aquaris M10 HD (cooler)
  • BQ Aquaris M10 FHD (frieza)
  • Meizu MX 4 (arale)
  • Meizu Pro 5 (turbo)
  • LG Nexus 4 (mako)
  • LG Nexus 5 (hammerhead)
  • Asus Nexus 7 2013 WiFi (flo)
  • Asus Nexus 7 2013 LTE (deb)
  • Asus Nexus 7 2012 3G (tilapia)
  • Asus Nexus 7 2012 WiFi (grouper)
  • Samsung Nexus 10 (manta)
  • OnePlus One (bacon)
  • Fairphone 2 (FP2) – hier sind die Entwickler allerdings noch am Schrauben. Das funktioniert womöglich noch nicht.

Xenial Xerus Pflicht

Eine weitere Voraussetzung ist die Verwendung von Ubuntu 16.04 Xenial Xerus. Somit sollten auch Derivate oder Abkömmlinge mit Basis Ubuntu 16.04 LTS funktionieren.

Maru OS habe ich auf dieser Seite auch schon mehrmals erwähnt. Es ist eine Kombination aus Android und Debian für Desktop-Anwendungen. Siehst Du Dir den Screenshot oben genauer an, dass sieht es so aus, als ließe sich Maru OS mit und ohne GApps installieren. Das wird auch in einem entsprechenden Tweet bestätigt.

Ich würde das eigentlich gerne ausprobieren. Mein einziges kompatibles Gerät ist aber ein Nexus 7 (flo). Aber da sind so viele Sachen drauf und ich habe eigentlich keine Lust, das platt zu machen. Oder soll ich es mal mit dem Backup versuchen … hmmm … lieber nicht … 🙂

Fest steht aber, dass es kaum eine bequemere Methode gibt, sein mobile Gerät zu flashen. Voraussetzung ist natürlich, dass Magic-Device-Tool ordentlich funktioniert. Vielleicht sollte ich zusehen, eines der oben genannten Geräte günstig zu bekommen. Neugierig wäre ich ja schon auf die ganzen Betriebssysteme und wie die funktionieren.

Magic-Device-Tool nutzen

Eigentlich wär es nicht schwer, das Magic-Device-Tool zu nutzen. Du kannst es einfach über GitHub klonen, machst die Datei launcher.sh ausführbar und startest das Programm. Selbstverständlich ist das alles auf eigene Gefahr. Aussehen würde das so:
git clone https://github.com/MariusQuabeck/magic-device-tool.git
$ cd magic-device-tool
$ chmod +x launcher.sh
$ ./launcher.sh

Die TODO-Lite

Auf GitHub ist darüber hinaus eine TODO-Liste, was noch auf der Agenda steht. Hier ein paar Beispiele:

  • Der Entwickler, Marius Quabeck, will noch weitere Geräte unterstützen.
  • Dann soll in Zukunft eine Installation von F-Droid möglich sein.
  • Die Option add udev rule steht auf dem digitalen Zettel
  • Hinzufügen von Plasma Mobile
  • Snap

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2 Kommentare zu “Maru OS 0.3 lässt sich nun via Magic-Device-Tool installieren”

  1. Anonym sagt:

    Was mich wundert ist dass CyanogenMod unterstützt wird aber nicht alle Geräte für welche es CyanogenMod gibt. So wäre das eine Alternative zum eingestellten CM Installer geworden. Schade drum

  2. Flohack sagt:

    Ich denke weil Marius es aus dem Dunstkreis der Ubuntu-Touch ports heraus entwickelt hat (das müßte er aber selber beantworten :P) => es sind hauptsächlich Geräte drauf die auch UT unterstützt, mit CM quasi als "alternative" Option.

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