Chromecast mit VPN streamen? Es funktioniert, und zwar so!
Der Chromecast selbst hat keine VPN-Einstellung. Beim Chromecast mit Google TV und beim Google TV Streamer installierst Du die VPN-App direkt aus Google Play, beim klassischen Chromecast schickst Du den Datenverkehr über einen VPN-Router. Wichtig ist, dass Chromecast und Smartphone über denselben VPN-Standort ins Internet gehen, sonst greift das Geoblocking.
So geht’s:
- Hol Dir ein VPN, ich empfehle NordVPN (günstig und schnell!)*. Dank der 30-tägigen Geld-zurück-Garantie testest Du den Anbieter risikofrei.
- Chromecast mit Google TV oder Google TV Streamer: Installiere die VPN-App direkt aus Google Play, verbinde Dich mit einem Server im gewünschten Land und starte die Streaming-App auf dem Fernseher.
- Klassischer Chromecast ohne Google TV: Verbinde Smartphone und Chromecast mit einem VPN-Router, zum Beispiel einem Raspberry Pi mit NordVPN*. Wie das geht, zeige ich Dir weiter unten.
- Starte den Stream in der App und schick ihn per Cast-Button vom Smartphone auf den Chromecast.
- Ohne VPN: Alles, was in Deutschland ohne Geoblocking läuft, streamst Du ganz normal vom Smartphone auf den Chromecast.
Ein VPN (Virtual Private Network) ist eine feine Sache und lässt sich recht einfach auf Linux, Windows, Android und so weiter installieren. Für alle diese Geräte bieten diverse VPN-Provider Clients an. Mitunter die meisten Betriebssysteme unterstützt NordVPN*, weil es sogar Clients für Raspberry Pi gibt (32-Bit und 64-Bit). Der Client ist ein Stück Software, das auf dem Gerät installiert wird und Dich mit dem virtuellen Netzwerk des Anbieters verbindet. Für den klassischen Google Chromecast ohne Google TV gibt es aber keinen solchen Client. Deswegen müssen wir zu einem kleinen Trick greifen.
Ich nehme hier als Beispiel Zattoo Schweiz, weil Du darüber mitunter die Champions League im Free-TV und Formel 1 fast werbefrei gucken kannst. Auch Rugby wird regelmäßig übertragen! Hast Du ein VPN auf Deinem Smartphone, Tablet, Android TV und so weiter installiert, ist ein Zugriff einfach. Du meldest Dich bei einem Server in der Schweiz an, registrierst Dich bei Zattoo Schweiz und das war es. Wie Du das VPN direkt auf dem Fernseher installierst, zeigt unsere Anleitung VPN auf dem Smart-TV einrichten.
Das gilt auch für den Chromecast mit Google TV (4K-Modell von 2020, HD-Modell von 2022) und seinen Nachfolger Google TV Streamer, der den Chromecast 2024 abgelöst hat. Auf beiden läuft Google TV. Die VPN-App installierst Du direkt aus Google Play, NordVPN gibt es dort auch, und danach startest Du die Streaming-App gleich auf dem Fernseher. Bei Zattoo Free in der Schweiz ist das Streamen auf Smart-TVs und Streaming-Geräten allerdings auf 10 Stunden im Monat begrenzt, im Browser und in der App auf Smartphone und Tablet gilt das Limit nicht. Den Trick mit dem VPN-Router brauchst Du vor allem für den klassischen Chromecast ohne Google TV.
Kann ich nun nicht einfach auf dem Chromecast streamen?
Das geht leider nicht. Die App erkennt, dass sich der Chromecast in einem anderen Land befindet. Daraufhin zieht das Geoblocking des jeweiligen Anbieters und das Streaming auf den Fernseher funktioniert nicht.
Damit Du mit Geoblocking behaftete Inhalte vom Smartphone auf den Chromecast streamen kannst, müssen sich beide Geräte im gleichen Netzwerk befinden. Anders gesagt muss es für den Streaming-Provider so aussehen, als würden sie die gleiche IP-Adresse verwenden.
Damit das der Fall ist, hilft ein sogenannter VPN-Router. Das Gerät dient als Access Point und als Gateway zum Internet. Du verbindest also sowohl das Smartphone als auch den Chromecast via WLAN mit dem VPN-Router und der stellt die Verbindung zum VPN her. Ist der VPN-Router mit der Schweiz verbunden, hat sich der digitale Standort von Chromecast und Smartphone nun in die Schweiz verschoben. Beide nutzen die gleiche externe IP-Adresse und deswegen ist ein Streaming möglich.
Es ist übrigens egal, von welchem Gerät Du auf den Chromecast streamen willst. Ob das nun via Windows, Chrome, iOS, Android oder Linux ist, ist irrelevant. Sobald Du via VPN streamen willst und es ist Geoblocking im Spiel (Netflix USA, BBC iPlayer, Zattoo Schweiz, ARD Mediathek …), müssen sich beide Geräte mit dem richtigen Standort beim Streaming-Provider melden!
Ist das mit dem VPN-Router nicht kompliziert?
Ist es eigentlich nicht. Es gibt VPNs, die Software für bestimmte Router anbieten. Flexibler bist Du aber, wenn Du Deinen eigenen VPN-Router aus einem Raspberry Pi bastelst. Das ist wirklich nicht schwer.
Gut geeignet ist ein Raspberry Pi 4*, der neuere Raspberry Pi 5 ist noch einmal deutlich schneller. Der Pi 4 hat sowohl eine WLAN- als auch eine Ethernet-Schnittstelle. Das WLAN Interface wird zum Access Point und das Ethernet Interface ist unser Gateway zum Internet.
VPN-Router einrichten: kurz erklärt
Ich habe zwei Beiträge geschrieben, die Dir genau die Schritte zeigen, wie Du aus einem Raspberry Pi einen VPN-Router bastelst. Kurz erklärt funktioniert das so:
Time needed: 30 minutes
Es ist wirklich einfacher, als es klingt. Folgst Du meiner Anleitung, kannst Du Deinen Chromecast in kürzester Zeit mit einem VPN verbinden.
- Installiere Raspberry Pi OS Lite auf Deinem Raspberry Pi
Am besten nimmst Du die CLI-Version des offiziellen Betriebssystems. Sie basiert auf Debian GNU/Linux und die Unterstützung dafür ist großartig. Mit dem Raspberry Pi Imager hast Du das Betriebssystem in kürzester Zeit auf einer microSD-Karte installiert.

- Installiere und konfiguriere RaspAP
Nachdem Raspberry Pi OS läuft und Du alle Updates eingespielt hast, installierst und konfigurierst Du RaspAP. Der hier verlinkte Beitrag erklärt Dir genau, wie Du aus Deinem Raspberry Pi einen Access Point bastelst.

- Registriere Dich bei einem VPN-Anbieter
Als nächsten Schritt benötigst Du einen VPN-Anbieter, der mit Raspberry Pi OS kompatibel ist. Ich empfehle Dir NordVPN*, weil der Provider einen Kommandozeilen-Client für den Raspberry Pi anbietet (32-Bit und 64-Bit). Das Abo kostet nur wenige Euro pro Monat.

- Installiere NordVPN auf Deinem Raspberry Pi
Lade das .deb-Paket von NordVPN herunter und installiere es auf Deinem Raspberry Pi. Im Anschluss konfigurierst Du das Gerät als VPN-Router (Schritt-für-Schritt-Anleitung).

- Verbinde Dein Smartphone mit dem VPN-Router
Nun verbindest Du Dein Smartphone, Dein Tablet oder Deine anderen Geräte, mit denen Du zu Chromecast streamen willst, mit Deinem VPN-Router.

- Konfiguriere Deinen Chromecast und verbinde ihn auch mit dem VPN-Router
Deinen Chromecast verbindest Du ebenfalls mit dem VPN-Router. Das funktioniert genauso, als würdest Du das Google-Gerät mit dem WLAN Deiner Fritz!Box verbinden.

- Lege Los!
Jetzt befinden sich Dein Chromecast und Dein Gerät (als Beispiel das Smartphone), über das Du streamen willst, im gleichen Land. Was Du nun auf Deinem Smartphone entsperrst, kannst Du auch an den Chromecast streamen.

Wichtig bei NordVPN: Die App für Linux blockiert ab Werk den Datenverkehr aus dem lokalen Netz, der über den verbundenen Rechner ins Internet soll. Damit Dein Pi als VPN-Router für Smartphone und Chromecast arbeitet, schaltest Du LAN Discovery ein:
nordvpn set lan-discovery enable
So sieht das aus …
Hier ein kurzes Beispiel, wie das in meiner Beispiel-Konfiguration aussieht. Du siehst, es gibt ein Wi-Fi mit Namen VPN Router, womit ich meine Geräte verbinden kann. Alle WLAN-fähigen Geräte lassen sich nun mit einem VPN verbinden, auch wenn es keinen nativen Client gibt.
NordVPN hat übrigens noch einen weiteren Vorteil, den wir hier ausnutzen können. Es gibt eine 30-tägige Geld-Zurück-Garantie und damit darfst Du den Anbieter risikofrei auf Deinem Raspberry Pi testen.
Sollte Dir der Anbieter nicht taugen, verlangst Du einfach Dein Geld wieder. Natürlich funktionieren auch alle Anbieter, die OpenVPN-Dateien zur Verfügung stellen. Weitere findest Du bei uns im Artikel über die besten VPNs. Im Beitrag, wie Du aus dem Raspberry Pi den Router bastelst, gehe ich kurz darauf ein, wie Du eine Verbindung über OpenVPN-Dateien herstellst.
Standort für den Chromecast ändern
Willst Du also von Deinem Smartphone Inhalte mit Geoblocking auf Deinen Chromecast streamen, müssen beide Geräte mit dem VPN-Router verbunden sein. Das wissen wir schon.
Der Standort des Chromecast hängt davon ab, mit welchem Server Du verbunden bist. Möchtest Du nun den digitalen Standort wechseln, melde Dich bei Deinem Pi an und verbinde Dich mit einem anderen Server. Damit ändert sich auch der Standort für alle Geräte, die mit dem Access Point des Pi verbunden sind.

Nicht nur für Chromecast: weitere Vorteile eines VPN-Routers
Bei NordVPN darfst Du zwar 10 Geräte gleichzeitig benutzen, aber in der heutigen Zeit kann das schnell eng werden. Der VPN-Router gilt als nur ein Gerät und wie viele Smartphones, Chromecasts, Tablets und so weiter Du damit verbindest, ist egal.
Du wechselst den Standort für alle damit verbundenen Geräte sehr schnell. Stellst Du am VPN-Router von Schweiz auf Großbritannien um, weil Du jetzt BBC iPlayer auf den Chromecast streamen willst, ist dafür nur ein Befehl notwendig.
Noch ein paar Argumente für NordVPN
NordVPN bietet nicht nur OpenVPN in seinem Client, sondern auch das VPN-Protokoll WireGuard an. Der Anbieter nennt es NordLynx und es ist im Linux-Client fest implementiert. Speedtests haben gezeigt, dass WireGuard schneller als OpenVPN ist. So einfach stellst Du das Protokoll um:
nordvpn set technology nordlynx
Zusätzlich installieren musst Du nichts. NordLynx ist bei NordVPN der Standard. Sollte es nicht funktionieren, kannst Du auf OpenVPN TCP oder UDP umstellen.
Funktioniert ein Service damit nicht, kannst Du es mit OpenVPN probieren. Streaming von Netflix USA oder BBC iPlayer auf den Chromecast klappt aber mit WireGuard. Ehrlich gesagt ist auch OpenVPN schnell genug für gute Streaming-Qualität. Möchtest Du umstellen, funktioniert das wie folgt:
nordvpn set technology openvpn
NordVPN bietet außerdem einen sehr schicken Client für Android. Du wirst vermutlich so ein Gerät haben, wenn Du Dich für das Thema Chromecast interessierst. Bist Du unterwegs und nutzt öffentliche WLANs, solltest Du immer ein VPN aktivieren.
Schutz vor Betrug und Phishing heißt der Adblocker des Anbieters, früher hieß er CyberSec. Die Funktion blockiert Werbung, Tracker und Malware. Das ist ebenfalls sehr schick, wenn Du unterwegs bist. Auf Deinem VPN-Router kannst Du die Funktion übrigens auch aktivieren. Alle Geräte, die damit verbunden sind, nutzen dann automatisch den Adblocker. Du musst keine separate Software installieren:
nordvpn set protection on
Ansonsten aktivierst Du den Schutz vor Betrug und Phishing im jeweiligen Client.
NordVPN ist bekannt dafür, das Geoblocking der großen Streaming-Anbieter immer wieder erfolgreich schlagen zu können. Ich kann auf jeden Fall selbst bestätigen, dass Du damit BBC iPlayer schauen kannst.
NordVPN für Deinen Chromecast!*
Der VPN Provider betreibt global weit über 5000 Server. Somit sind Datenstaus auch nicht wahrscheinlich.
Zero Logs und Torrents erlaubt
Die strikte Zero-Logs-Richtlinie ist ein weiterer Schutz. Wer keine Anwenderprotokolle speichert, kann auch keine herausgeben. Der Anbieter ist übrigens außerhalb der 5/9/14-Eyes-Allianz und hat seinen Hauptsitz im Datenschutz-freundlichen Panama.
Torrents und P2P-Aktivitäten sind erlaubt. Es gibt dafür spezielle Server, die Du für solche Aktivitäten nutzen kannst.
Die Server des VPN-Anbieters sind schnell genug, dass Du damit locker auch in 4K streamen kannst, sofern Dein Chromecast dazu in der Lage ist. Natürlich muss Deine Internetverbindung auch zwischen 15 und 25 Mbit/s hergeben, hier kommt es auf den Streaming-Anbieter an.
Übrigens: Der Anbieter betreibt seine Server so, dass das Betriebssystem nur im Speicher läuft. Wird er abgeschaltet, sind alle Daten gelöscht. Sollte ein Server also beschlagnahmt werden, befinden sich keine sensiblen Daten auf einem Massenspeicher.
Wie gesagt, funktionieren alle VPN Provider, die einen Client für Raspberry Pi anbieten (das sind nicht viele) oder OpenVPN-Dateien zur Verfügung stellen. Allerdings benötigst Du technisch viel mehr Wissen, wenn Du die Verbindung manuell konfigurierst, aber auch Dinge wie DNS-Lecks vermeiden willst. NordVPN ist für diesen Zweck der Weg des geringsten Widerstandes und ein Streaming via Chromecast funktioniert tadellos. Ich weiß das, ich benutze es ja!
FAQ: Chromecast mit VPN verbinden
Nachfolgend kurz die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Chromecast mit VPN verbinden zusammengefasst.
Ja. Auf dem Chromecast mit Google TV und dem Google TV Streamer installierst Du die VPN-App direkt aus Google Play. Für den klassischen Chromecast ohne Google TV gibt es keine nativen VPN-Clients, dort hilft nur ein VPN-Router. Mit einem Raspberry Pi hast Du einen VPN-Router selbst schnell gebastelt, das ist nicht teuer.
Auf dem Chromecast mit Google TV und dem Google TV Streamer ja, die VPN-App gibt es in Google Play. Für den klassischen Chromecast gibt es keinen VPN-Client. Willst Du ein VPN auf diesem Gerät nutzen, musst Du einen VPN-Router einsetzen.
Es gibt kostenlose VPNs, die Du als Router einsetzen kannst. Das Problem ist aber, dass kostenlose VPNs alle Einschränkungen haben. Entweder gibt es nur Server in bestimmten Ländern, die Geschwindigkeiten sind gedrosselt oder das Datenvolumen ist begrenzt. Besser ist es, die 30-tägige Geld-Zurück-Garantie eines günstigen Premium-Anbieters wie NordVPN* zu testen. Hier gibt es keine Limits und gefällt Dir der Service nicht, bittest Du um eine Rückerstattung.
Das klappt schon. Beim Chromecast mit Google TV und beim Google TV Streamer installierst Du die VPN-App direkt. Für den klassischen Chromecast gibt es keinen nativen VPN-Client. In diesem Fall musst Du einen VPN-Router benutzen, den Du mit einem Raspberry Pi aber einfach und günstig selbst basteln kannst.
Aktualisiert am 09.10.2026 von Patrick. Fakten geprüft.









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