ODROID-C2 ist nun verfügbar – schneller als Raspberry Pi 3 und nur 5 US-Dollar teurer

1 März 2016 2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Ich behalte für den Vergleich die US-Dollar bei, da selbst die Raspberry Pi Foundation ihren Preis mit 35 US-Dollar angegeben hat. Das ODROID-C2 wurde schon vor wenigen Wochen angekündigt. Das Gerät ist schneller als ein Raspberry Pi 3, hat mehr Speicher, eine bessere Grafikkarte und kostet nur fünf US-Dollar mehr. Allerdings sind WLAN / Wi-Fi und Bluetooth nicht wie beim Raspberry Pi 3 integriert.

Die RasPi-Konkurrenz ist ebenfalls mit einer 64-Bit-Architektur (ARMv8) ausgestattet, taktet aber höher.

ODROID-C2 ab sofort verfügbar

Das ODROID-C2 bringt folgende Hardware mit sich:

  • Amlogic ARM® Cortex®-A53 (ARMv8) 2 Ghz Quad Core CPUs
  • Mali™-450 GPU (3 Pixel-Prozessoren + 2 Vertex Shader Prozessoren)
  • 2 GByte DDR3 SDRAM
  • Gigabit Ethernet
  • HDMI 2.0 4K/60Hz display
  • H.265 4K/60FPS und H.264 4K/30FPS
  • 40 Pin GPIOs + 7 Pin I2S
  • eMMC 5.0 HS400 Flash Storage Einsteckplatz / UHS-1 SDR50 MicroSD Card Einsteckplatz
  • USB 2.0 Host x 4, USB OTG x 1 (Strom + Daten möglich)
  • IR-Empfänger (Infrarot)

Das Raspberry Pi 3 ist zum Vergleich mit 1,2 GHz getaktet, hat nur ein GByte Arbeitsspeicher und unterstützt H.265 nicht. Als Media- oder Multimedia-Center würde ich das ODROID-C2 fast vorziehen. Das Pi wartet zudem nur mit 10/100 Ethernet auf und nicht wie das neue ODROID-Gerät mit Gigabit Ethernet.

Laut eigenen Angaben unterstützt das ODROID-C2 offiziell als Betriebssysteme Ubuntu 16.04 Xenial Xerus oder Android 5.1 Lollipop basierend auf Linux-Kernel 3.14 LTS.

Das ODROID-C2 wird via Hardkernel für 40 US-Dollar vertrieben.

ODROID-C2 für nur 40 US-Dollar

ODROID-C2 für nur 40 US-Dollar

Der direkte Preisvergleich hinkt aber etwas. Das Raspberry Pi 3 bringt bekanntlich integrierte Komponenten mit sich, die WLAN / Wi-Fi und Bluetooth ermöglichen. Das ODROID-C2 hat diese Funktionen nicht und der Anwender muss ich über USB-Komponenten helfen, was wiederum USB-Plätze belegt und die Kompaktheit etwas einschränkt – nicht viel, aber es sollte erwähnt sein.

Für eine USB-Netzwerkkarte und einen USB-Bluetooth-Adapter rechnen wir mal günstig und legen 15 US-Dollar an. Dann kostet der schnellere Winzling schon 55 US-Dollar. Wollte ich persönlich ein neues Media-Center basteln, würde ich diesen Preis durch die verbesserte Grafikkarte sehr wahrscheinlich in Kauf nehmen.

Ich glaube sogar, dass der Winzling in dieser Ausstattung als einfacher Desktop-Computer brauchbar ist, wobei sich die Ladezeiten für die Anwendungen im Rahmen halten dürften. Das kommt ein natürlich bisschen auf die Klasse der SD-Karte an und das ist eine persönliche Vermutung. Aber das Raspberry Pi 2 war dafür bedingt schon tauglich.

So ein ODROID-C2 würde ich gerne mal ausprobieren, allerdings ist bei mir ein Pine 64 im Anmarsch. Das ist mit etwas schwächerer Hardware ausgestattet, aber sehr ähnlich.

Möglicherweise sind die Software oder die Betriebssysteme für das Raspberry Pi ausgereifter oder besser getestet. Die Community ist zweifelsohne größer und wer konservativer an die Sache gehen will, bleibt wohl besser beim RasPi.

Als Reseller in Deutschland ist pollin.de angegeben. Dort taucht der Neue aber noch nicht auf. Kann sich nur um Tage handeln. Dort gibt es das Pi 3 übrigens auch.

Nette Pi-Konstellation

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2 Kommentare zu “ODROID-C2 ist nun verfügbar – schneller als Raspberry Pi 3 und nur 5 US-Dollar teurer”

  1. Matt Erdoesnot sagt:

    Warte auch schon lange auf den C2.

    Was du, wenn du den Aspekt der Zugriffszeiten für Desktopnutzung ansprichst, noch erwähnen oder beachten solltest, ist die Tatsache das die Odroids einen eMMC Steckplatz haben.

    Mit eMMC Modulen bekommst du ganz andere Lese/Schreibzugriffszeiten hin als mit SD Karten. Der SD Karten Slot bei den Pis ist meines Wissens nach über den USB angebunden, das führt dazu das du bei den 480Mbit/s (für 2.0) maximal 20Mbyte/s in eine Richtung durchsatz hast.

    Auf meine eMMC in meinem C1 kann ich mit ~50Mbyte/s Sekunde schreiben...

    Nun gut, die eMMC Module kosten ein Schweine Geld im Vergleich zu SD Karten, und sie gibt es momentan (von Hardkernel jedenfalls) nur bis 64GB größe (und kosten dann geschmeidige ~80€ bei Pollin.
    Aber es kommt eben auf den Einsatzzweck an.

    Übrigens: hat der Pi3 mittlerweile mal Gigabit Ethernet?

    Haben die Odroids schon letztes jahr gehabt...

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