Basiert auf Debian unstable: siduction 12.2.0 RC2 „Riders on the Storm“ – auch mit Razor-qt-Desktop

4 Dezember 2012 Ein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

siduction Logo 150x150Ab sofort dürfen sich siduction- oder Debian-Sid-Fans über einen zweiten Release-Kandidaten von siduction 2012.2.0 freuen. Die Entwickler liefern das Linux-Betriebssystem in vier verschiedenen Varianten bezüglich der Desktop-Umgeung aus: KDE SC, Xfce, LXDE und Rqzor-qt. Diese gibt es jeweils als 32- oder 64-Bit-Version.

Die ausgegebenen Abbilder sind laut eigener Aussage Schnappschüsse von debian unstable – in diesem Fall von 2012-12-02. Die Pakete werden mit eigenen Paketen und Scripten veredelt. Zum Bespiel gibt es einen angepasste Version des Linux-Kernel 3.6-8 und Xserver 1.12.4-4 ist auch an Bord. Erwähnenswert ist der Installations-Assistent. Bei siduction läuft die Installation via Browser.

Seit RC1 haben die Entwickler diverse Fehler ausgebessert. Zum Beispiel funktioniert fw-detect wieder wie man das erwartet, um unfreie Firmware zu installieren. Weiterhin ist ntfs-config hinzugekommen, damit Anwender das NTFS-Dateisystem leichter konfigurieren können.

siduction 12.2.0 Razor-qt mit QupZilla als Browser

siduction 12.2.0 Razor-qt mit QupZilla als Browser

Razor-qt ist erstmalig hinzugekommen und wird ab sofort als neue Variante gepflegt. Das Razor-qt-Team hat kürzlich Razor-qt 0.5.1 ausgegeben. Das befindet sich in dieser siduction-Version. Die Desktop-Umgebung Razor-qt ist noch nicht fertig, aber Version 0.5 ist laut eigenen Angaben ein großer Schritt vorwärts. Wer mit Razor-qt mal spielen möchte, hat mit siduction auf jeden Fall die Möglichkeit in Form einer Live-Distribution dazu.

Xfce ist in Debian unstable leider immer noch als Version 4.8 vorhanden, obwohl 4.10 nun wirklich schon einige Zeit auf dem Markt ist. Für die neueste siduction-Version ist allerdinge Xfce 4.10 mit an Bord. Der LXDE-Ausgabe wurden zwei neue Pakete spendiert: lxpolkit und lxappearance-obconf. Letzteres ist ein Konfigurations-Plugin für Openbox für lxappearance. Das Debian-Qt-Team hat die Änderungen von KDE 4.8.5 auf 4.8.4 zurückportiert. Die ausgelieferte Version 4.8.4-4 ist daher eigentlich mit KDE SC 4.8.5 gleichzusetzen.

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Der Installations-Assistent bietet weiterhin das Btrfs als experimentelles Dateisystem an. Ein Release-Kandidat eines Betriebssystems eignet sich sowieso eher weniger für produktive Umgebungen, aber in Sachen Btrfs sollte man zusätzlich Vorsicht walten lassen. Die Entwickler raten dringen zu regelmäßigen Datensicherungen.

Wer eine ATI-Grafikakrte hat, sollte beim Starten der Live-Version die Failsafe-Option benutzen. Diese fügt die Cheatcodes radeon.modeset=0 xmodule=vesa an die Kernel-Boot-Zeile an. Andernfalls lässt sich X nicht starten. Vor einer Installation sollte man außerdem das Paket firmware-linux-nonfree hinzufügen. Dazu musst Du die Datei /etc/apt/sources.list.d/debian.list als root öffnen und contrib non-free an das Ende der ersten Zeile schreiben. Danach erledigt folgender Befehl die Installation: apt-get update && apt-get install firmware-linux-nonfree

Wenn die WLAN-Karte nicht funktioniert, möchte man das Script fw-detect verwenden. Somit bekommt man eventuell Informationen über die drahtlose Netzwerkkarte. Der Installer wird dann auch versuchen, die fehlende Firmware zu installieren.

Du kannst siduction 12.2.0 RC2 von einem der Spiegel-Server herunterladen. Für alle Versionen stehen unter anderem auch Torrents zur Verfügung:

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Ein Kommentar zu “Basiert auf Debian unstable: siduction 12.2.0 RC2 „Riders on the Storm“ – auch mit Razor-qt-Desktop”

  1. tux. sagt:

    Razor-qt sieht immer reichlich unfertig aus. Vielleicht bin ich nur KDE-verwöhnt...

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