GNOME 3.6 ist offiziell veröffentlicht – viele Verbesserungen und Änderungen

26 September 2012 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

GNOME Logo 150x150Das GNOME-Team hat GNOME 3.6 mit vielen Neuerungen und Änderungen offiziell angekündigt. Derzeit ist man daran, Live-Abbilder zu kreieren, die in Kürze zur Verfügung stehen sollen . und zwar unter http://www.gnome.org/getting-gnome/. Viele Distributionen werden auf den Zug aufspringen und bald GNOME 3.6 ausliefern. Auch Fedora 18 “Spherical Cow” wird GNOME 3.6 einsetzen.

Die Liste der Neuerungen und Änderungen ist lang. Da kann sich jeder mal selbst durch die ausführlichen Veröffentlichungs-Notizen. Auch wenn die Entwickler Files (Nautilus) mit viel Enthusiasmus anpreisen, ist das wohl die umstrittenste Änderung in GNOME 3.6. Die neue Version bietet eine wesentlich bessere Suche. Allerdings wurden auch Funktionen weggenommen, die von anderen Entwicklern als Notwendigkeit bezeichnet werden. Linux-Mint-Chef Clement Lefebvre hat Nautilus 3.6 als Katastrophe bezeichnet und den Dateimanager und dem Namen Nemo geforkt. Ubuntu 12.10 “Quantal Quetzal” wird zwar auf GNOME 3.6 setzen, aber Nautilus 3.4 einsetzen – auch hier scheint man nicht zu glücklich über die Änderungen zu sein. Man findet in vielen Foren, dass man die Entscheidungen zu Nautilus 3.6 nicht nachvollziehen kann – einfach mal Google benutzen (Beispiel fedoraforum.org).

Was ganz schmuck aussieht ist das in GNOME 3.4 vorgestellte Boxes. Das ist eine GNOME-Applikation, mit der Du die virtuellen Maschinen im Griff hast. Es wurde laut eigener Aussage viel Wert auf einen guten Arbeitsfluss gelegt. Als Beispiel gibt man das Ändern der Größe von Fenstern mit virtuellen Maschinen an.

GNOME 3.6 Boxes: Übersicht (Quelle: gnome.org)

GNOME 3.6 Boxes: Übersicht (Quelle: gnome.org)

Ganz schick ist auch der Betrachter für Schriftarten. Damit lassen sich alle installierten Schriften auf einen Blick anzeigen.

GNOME 3.6: Font Viewer (Quelle: gnome.org)

GNOME 3.6: Font Viewer (Quelle: gnome.org)

In Sachen Bildschirmbenachrichtungen stellen die Entwickler sicher, dass man keine Nachricht mehr verpasst. Der Hinweis wird erst dann ausgeblendet, wenn der Anwender mit dem System interagiert. Den kleinen Sprechblasen hat man außerdem ein ein Symbol zum Schließen angefügt, damit man diese leichter wegklicken kann. Auch wenn dies ganz hübsch ist, gefällt mir der Ansatz von Cinnamon hier besser. In Cinnamon 1.6 gibt es ein Applet, das als Sammelstelle für Benachrichtigungen agiert. Ein Klick darauf und man hat alle verpassten im Fokus.

In Sachen Online-Konten gibt es ebenfalls Vereinfachungen für den Anwender. Facebook ist nun per Standard vorhanden und man kann ganz einfach mit seinen Freunden in dem sozialen Netzwerk chatten. Ebenso wird Microsoft Exchange ohne zutun unterstützt – also via Exchange Web Services (EWS). Unterstützung gibt es auch für SkyDrive (Microsoft Cloud). Anwender können nun auf Dokumente in SkyDrive zugreifen, genauso wie das mit Google auch schon funktioniert.

Die Netzwerk-Konfiguration wurde dahingehend geändert, dass man sich einfacher zu drahtlosen Netzwerken verbinden kann. Eine Liste mit allen verfügbaren Netzwerken wird angezeigt und der Anwender kann dann einfach wählen.

GNOME 3.6: Netzwerkeinstellungen (Quelle: gnome.org)

GNOME 3.6: Netzwerkeinstellungen (Quelle: gnome.org)

Ganz interessant finde ich auch noch die Funktion, die sich an Menschen mit Sehschwächen oder schwierige Lichtverhältnisse richtet. GNOME Magnifier stellt nun zur Verfügung, dass man Videos invertieren kann und bietet Optionen für Helligkeit, Kontrast und Graustufen an. Somit kann man sich das Bild für den entsprechenden Umstand selbst perfekt anpassen.

GNOME 3.6: Magnifier - Helligkeit, Kontrast, Invertierung (Quelle: gnome.org)

GNOME 3.6: Magnifier – Helligkeit, Kontrast, Invertierung (Quelle: gnome.org)

Wie gesagt, die Liste der Änderungen ist lang und jeder sollte sich einfach den Teil der Veröffentlichungs-Notizen ansehen, die ihm wichtig erscheinen oder auf die er besonderen Wert legt.

In der Ankündigung steht übrigens auch drin, dass GNOME 3.8 für März 2013 geplant ist.



Du kannst gerne Deinen Senf zu diesem Beitrag geben: Hier geht es zu den Kommentaren


Schreiben macht durstig! Eine kleine Erfrischung kann daher nie schaden. Wem dieser freie Artikel gefallen hat, der darf mir gerne einen frisch gezapften Hopfen-Tee ausgeben (Paypal - der Spenden-Knopf
oder bitcoin - Adresse: 1NacVNwcLLePUVv8uSafu5Ykdwh8QyDfgK). Ich freue mich über jede noch so kleine Spende. Vielen Dank und Prost!
 Alle Kommentare als Feed abonnieren

Antworten