Die neuen Funktionen von Windows Server 2012 hauen mich echt von den Socken

5 September 2012 2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Shell Teaser 150x150Ich bin gerade auf computerworld.com.au gelandet, weil ich den Artikel mit der Million seitens Oracle an Google gelesen habe und versurfte mich auf der Seite. Der bericht über die neuen tollen Funktionen des gerade veröffentlichten Windows Server 2012 hat mich dann schon umgehauen. Was es nicht alles gibt, dachte ich mir – allerdings kommt mir das auch irgendwie alles bekannt vor – und zwar schon seit Jahren.

Der Autor schreibt, dass Windows Server 2012 die erste Version ist, die sich von der Ferne kontrollieren lässt und sich somit für Rechenzentren eigne. Wie bitte?! Einen Rechner aus der Ferne administrieren – glaub ich nicht – das ist Hexenwerk und Teufelszeug! Wir befinden uns erst im Jahre 2012!

Weiterhin habe Microsoft sein Verprechen gehalten, dass sich das Betriebssystem komplett via Kommandozeile administrieren lässt. WAS! So ein Unsinn, ein Betriebssystem, dass sich ohne Maus bedienen lässt ist einfach Unfug, viel zu kompliziert, unübersichtlich und der Administrator weiß ja gar nicht mehr, was er tun soll ohne seine Klickibunti-Oberfläche.

Es seien Technologien im Einsatz, mit denen man 100 Server so einfach wie einen adminisrtieren könne. Also jetzt reichts aber – glaub ich nicht. Wer braucht schon 100 Server und wie zur Hölle sollen sich diese über die Kommandozeile alle domptieren lassen?

Microsofts Hyper-V Virtualisierung unterstütze nun 64 virtuelle Prozessoren und könne 1 TByte Arbeitsspeicher für die Gäste verwalten. Unglaublich – das ist wirklich Hexenwerk! Gut, da gibt es so ne Klitsche (Red Hat), die das angeblich seit 2009 können (RHEL 5.4). Unverschämterweise haben die weiterentwickelt und unterstützen derzeit in Red Hat Enterprise Linux 6.3 bis zu 160 virtuelle CPUs und für Gäste gibt es maximal 2 TByte RAM. Gut schreiben kann man viel – ich glaube die lügen, keiner kann mehr als Microsoft (Niemand braucht mehr als 640kB RAM in seinem PC) – die haben schließlich auch das Internet erfunden!

Der Autor schreibt aber auch, dass sich die PowerShell wohl schon einiges von UNIX abgeschaut hat. Die kann nun mit Forward / Pipe eines Prozesses in einen anderen umgehen … wer braucht solchen Schnickschnack?

Kommandozeile: top

Buuuuh! Das ist aber sehr hässlich – wo ist mein Start-Knopf?

Den Satz finde ich allerdings herrlich:  “It even adds a few new tricks, such as the ability to handle software objects, which have come about from studying Unix’s limitations. “It is an incredibly well-designed shell,” Jones said.“. Meint Jones die UNIX- oder die PowerShell … :)

Natürlich wäre das GUI immer noch verfügbar – lässt sich aber entfernen und man habe einen komplett funktionierenden Server – pffff, das ist ja als würde man mir ein Butterbrot ohne Butter servieren – mir deucht – der klingt wie einer dieser Frickel-Geeks – ich glaube, der hat seinen Beruf verfehlt und ist so ein Lunix-Spion, der Microsoft kaputt machen will – der wird sicher von dem Unbutnu bezahlt, um solche Verschwörungs-Theorien zu verbreiten!

Wer immer noch Administrations-Technologien benutze, bei denen man physikalisch an einem Server arbeiten muss, müsse in das 21. Jahrhundert umziehen und die Server wie in einem Rechenzentrum verwalten – GENAU! 21. Jahrhundert – so ist es – der Mann hat Recht!

Zum Beispiel könne der Administrator mit wildem Umherklicken einmal wöchentlich eine Datensicherung in einem grafischen Programm machen. Mit der Kommandozeile schreibt er sich einfach ein Script, die diese Schritte automatisch ausführt! – IRRE! DER WAHNSINN! ICH BIN SPRACHLOS! UNVERSCHÄMTHEIT! Gebt mir eine grafische Oberfläche – ich bin schließlich ein umgeschulter Metzger und keine Sekretärin!!! (allerdings weiß ich auch, dass man sogar bei NT4 schon über einen Task-Manager Backups automatisieren konnte – ich weiß nicht, wovon der spricht).

Wer nur auf der GUI zuhause sei, würde sich in die PowerShell zunächst einarbeiten müssen – es sei es aber wert. Außerdem bringe Windows Server 2012 eine Funktion mit sich, mit der man das Betriebssystem über das Netzwerk installieren kann. – EUREKA! Aber der Mann meint hoffentlich nicht Norton Ghost.

Fazit: Es ist sinnvoll, sich auf einer Shell bewegen zu können, um vernünftig Server zu administrieren – DANKE, MICROSOFT! … ich wüsste dann aber ein paar Alternativen zu Windows …

P.S: Apple überlegt sich bereits eine Patent-Klage, weil sie schließlich erfunden haben, dass man mit einem Klick auf ein schwarzes, bildschirmartiges Symbol ein Terminal öffnet …



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2 Kommentare zu “Die neuen Funktionen von Windows Server 2012 hauen mich echt von den Socken”

  1. senden9 sagt:

    Ich kenne auch Leute die meinen das Apple gerade eine Technologie entwickelt die sich NFC nennt ...

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