Slackware 14 Beta mit Xfce 4.10 und KDE 4.8.4

25 Juli 2012 8 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Slackware Logo 150x150Patrick Volkerding hat eine erste Beta-Version von Slackware 14 zur Verfügung gestellt. Laut eigener Aussage sei man schon sehr Nahe an der Veröffentlichung einer finalen Version. Grund genug, einen genaueren Blick darauf zu werfen. Der Linux-Dinosaurier bringt unter anderem Kernel 3.2.23 und Xfce 4.10 mit sich. Wenn Du das Installations-Medium startest, weist Dich Slackware darauf hin, dass vor einem Aufruf des Befehls setup eine Partition der Festplatten notwendig ist. ich habe dafür das auf der DVD enthaltene cfdisk verwendet. Also eine Partition muss mindestens den Typ Linux (83) haben und empfohlen wird eine Linux-Swap (82).

Slackware 14.0 installieren

Slackware 14.0 installieren

Rufst Du nun setup auf, greift Dir der tyische Slackware-Installations-Assistent unter die Arme. Je nachdem wie viele Pakete Du installieren möchtest, dauert die ganze Prozedur natürlich eine Weile. Ein Teil der Installations-Routine enthält die Möglichkeit, ein bootfähiges USB-Gerät zu erstellen. Während fast alle anderen Linux-Distributionen schon auf GRUB umgestiegen sind, hält Slackware hartnäckig an LILO als Bootloader fest.

Nach der Konfiguration des Netzwerks kannst Du Dir noch aussuchen, welche Dienste automatisch gestartet werden sollen. Nach Einstellung der Zeitzone kannst Du Dir Deine bevorzugte Desktop-Umgebung aussuchen. Unter anderem stehen KDE, Xfce, Fluxbox und Blackbox zur Wahl. Da Slackware 14 Xfce 4.10 mit sich bringt, habe ich mich dafür entschieden. Die enthaltene KDE-Version ist übrigens 4.8.4. Im letzten Schritt darfst Du ein root-Passwort vergeben und die Installation ist abgeschlossen. Zeit für einen Neustart.

Slackware 14.0 Beta startet nicht in einen grafischen Modus, sondern Du musst Dich auf der Konsole anmelden. Um die vorher ausgewählte Desktop-Umgebung hochzufahren, ist ein startx notwendig.

Slackware 14.0 Menü Netzwerk

Slackware 14.0: Menü Netzwerk

Da ich bei der Paket-Wahl full gewählt hatte, sind natürlich nun unglaublich viele und auch redundante Applikationen enthalten. Kein Mensch braucht wahrscheinlich Konqueror, SeaMonkey und Firefox in einer Installation. Auch in der Xfce-Umgebung hast Du natürlich Zugriff auf die ganzen KDE-Applikationen. Die enthaltenen Pakete sind ansonsten auf einem recht neuem Stand. Zum Beispiel ist GIMP 2.8  mit an Bord. Also Bürosoftware-Sammlung dient Calligra.

Allerdings muss man auch sagen, dass Slackware nichts für Anfänger ist. Es gibt mit pkgtool zwar eine Paket-Management-Software, allerdings werden sich Anwender damit schwer tun, die ein Ubuntu-Software-Center gewohnt sind. In der heutigen Zeit sieht Slackware an sich etwas altbacken aus. Dennoch gibt es einige Distributionen, die darauf basieren und sehr hübsch sind. Dazu gehören zum Beispiel Salix OS, Porteus und Puppy Linux „Slacko“.

Außerdem ist Slackware die älteste aktive Linux-Distribution überhaupt ist – allein schon aus nostalgischen Gründen muss Slackware noch viele Jahre bestehen bleiben. Version 1.0.0 wurde am 17. Juli 1993 ausgegeben. In ziemlich genau einem Jahr feiert Slackware somit seinen 20. Geburtstag.

Interessiert können sich DVD-Abbilder für x86 und x86_64 herunterladen: slackware-current-24_Jul_2012-DVD.iso (2,3 GByte), slackware64-current-24_Jul_2012-DVD.iso (2,3 GByte)

  • Parted Magic 2012_07_13
Slackware 14.0

Älteste noch aktive Linux-Distribution ...

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8 Kommentare zu “Slackware 14 Beta mit Xfce 4.10 und KDE 4.8.4”

  1. tux. sagt:

    Natürlich gibt es Gründe für Firefox, SeaMonkey und Konqueror.

    Ich zum Beispiel entwickle Webseiten und Erweiterungen für Mozilla-Browser.

  2. hellishome01 sagt:

    Juckt mich jedes mal in den Fingern, wenn ich von Slackware lese, komme damit allerdings nicht ins Netz (außer vor drei Jahren mit Salix und Slocko-Puppy live), ganz egal wie die Slack-Distri heißt, Habe nach etlichen Fehlversuchen (zenwalk) die Nase voll.

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