Keine i386-Abbilder mehr ab Ubuntu MATE 18.10 – lieber Raspberry Pi

4 Mai 2018 3 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Nun also auch Ubuntu MATE, die sich von i386 verabschieden. Ab Ubuntu 18.10 gibt es keine Abbilder mehr der Linux-Distribution für die Architektur i386.

So schlimm ist die Sache aber gar nicht und kein Grund zur Panik.

Die Entwickler haben angekündigt, dass 32-Bit-Abbilder für den gesamten Zyklus von Ubuntu MATE 18.04 LTS zur Verfügung stehen werden. Einige wissen, dass Ubuntu MATE LTS ingesamt 3 Jahre lang mit Updates versorgt wird. Du hast also bis 2021 Zeit, das letzte aus Deinen alten Kisten zu holen.

Weiterhin wird es Pakete für 32-Bit im Respository geben.

Für Ubuntu MATE 18.04 gibt es noch i386-Abbilder

Für Ubuntu MATE 18.04 gibt es noch i386-Abbilder

Warum wird die Unterstützung für i386 eingestampft?

Weil sie können! 🙂

Im Ernst: Nostalgie hin oder her, aber es wird Zeit, sich von der alten Plattform zu trennen. Bei Ubuntu MATE sieht es so aus, dass weniger als 10 Prozent der Maschinen mit i386 laufen. Die Daten zeigen sogar, dass einige 32-Bit-Abbilder auf Maschinen mit amd64-Architekturen installieren. Also sind noch weniger Geräte von der Entscheidung betroffen.

Außerdem haben viele Treiber- und Software-Hersteller die Unterstützung für 32-Bit Intel eingestellt. Dazu gehören NVIDIA, Mozilla und auch Google.

Weiterhin haben die Tester nur noch eingeschränkten Zugang zu i386-Hardware, auf der die Abbilder getestet werden können. Es ist bereits 10 Jahre her, seitdem die letzten i386-Stücke gefertigt wurden.

Ubuntu MATE will sich lieber auf ARM / Raspberry Pi konzentrieren

Toll an der Sache ist, dass sich das Entwicklerteam statt i386 lieber um ARM kümmern möchte. Das Abbild von Ubuntu MATE 18.04 für den Raspberry Pi kommt erst im Juli. Künftig werden also Ressourcen frei, die sich schneller um Geräte wie den Raspberry Pi kümmern können.

Das finde ich sehr positiv und ergibt auch mehr Sinn. Der kürzlich veröffentlichte Raspberry Pi 3 B+ sollte schnell genug sein, um damit Ubuntu MATE 18.04 einigermaßen gut laufen zu lassen. Ubuntu MATE 16.04 läuft auf einem Pi 3 schon recht ordentlich.

Ich habe auch noch ein i386-Gerät im Einsatz

Seit über 5 Jahren schnurrt meine Zbox unter meinem Tisch als Server. Derzeit läuft Ubuntu Server 16.04 LTS drauf und auch meine interne Nextcloud. Ich muss noch bis Ubuntu 18.04.1 warten, dann wird der Upgrade-Pfad geöffnet und ich kann die i386-Architektur ein letztes Mal upgraden. Bis 2023 sollte dann aber auch gut sein.

Ich spiele jetzt schon mit den Gedanken, wer das Gerät ersetzen wird. Bis vor kurzer Zeit war mein Favorit ein ODROID XU4. Ich schätze aber, dass ein Raspberry Pi 3 B+ die Aufgabe ebenso gut übernehmen kann. Die Zbox hat kein Gigabit-Ethernet und bisher haben mit 100 MBit für das Serverchen gereicht – ich bin ja kein hochskaliertes Rechenzentrum. Der Raspberry Pi 3 B+ bringt sogar eine Gigabit-Netzwerkschnittstelle mit sich, die allerdings Einschränkungen hat. Werden Daten vom Pi 3 B+ übertragen, ist das laut iperf 140 Mbit/s und die Zbox macht knapp unter 100 MBit/s. Es sollte mir also locker reichen, zumal der Server nicht wirklich ausgelastet ist.

iperf Raspberry Pi 3 B+

iperf Raspberry Pi 3 B+

Eine externe Festplatte zusammen mit dem Pi unter den Schreibtisch gedübelt, sollte die Zbox locker ersetzen können. Noch ist es nicht soweit und solange sie läuft, darf sie auch weiter schnurren. Wenn es aber soweit ist, dann verrichten wahrscheinlich 2 Raspberry Pis wichtige Aufgaben in meinem internen Netzwerk. Der Server und auf einem Raspberry Pi 2 läuft Pi-hole, als Adblocker für das komplette Netzwerk. Das funktioniert wirklich ausgezeichnet und würde sogar auf einem alten Pi laufen!

Nette Pi-Konstellation

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3 Kommentare zu “Keine i386-Abbilder mehr ab Ubuntu MATE 18.10 – lieber Raspberry Pi”

  1. tux. sagt:

    Außerhalb der Linuxwelt ist i386 übrigens noch eine Weile am Leben. Deine Chance zu wechseln!

  2. Chris sagt:

    Du solltest dich mehr mit Hardware beschäftigen. Das Gbit-lan des pi ist ein Witz und du bist mit den 100mbit der zbox besser dran. Die Platte per usb am Pi ist die nächste Verschlechterung zur zbox, vor allem wenn du per lan (welches beim Pi auf dem USB Bus wohnt) auf die usb Platte schreiben willst. Kauf dir ne gebrauchte 64Bit fähige zbox, nuc ....Hauptsache nicht so ein Entwickler-Krempel der dafür einfach nicht gemacht ist. Der Pi hat noch viel mehr Nachteile und eigentlich ist für den Einsatz wie du ihn willst nur ein Pluspunkt der Stromverbrauch

    • jdo sagt:

      Ist doch immer wieder schön, wenn man gelehrmeistert wird, was man tun sollte. Dass der Raspberry Pi 3 B+ kein Hochgeschwindigkeitsserver ist, ist mir auch klar. Allerdings ist seine Netzwerkschnittstelle (LAN) wesentlich schneller als die des Pi 3. Die reicht mir nicht aus. Die knapp 140 MB/s Durchsatz vom Pi 3 B+ reichen mir aber sehr wohl. Das ist laut iperf schneller als die Zbox, die macht laut iperf ihre knapp unter 100 MBit/s. Es wird mir auf jeden Fall reichen. Ich wollte noch keine Benchmarks dazu veröffentlichen, weil ich noch kein richtiges Netzteil habe. Ich habe aber nun doch einen Screenshot hochgeladen.

      Da in erster Linie Daten vom Gerät gelesen werden sollen (in meinem Fall), ist das sehr wohl ein passender Ersatz. Wenn Dir das Ding nicht taugt, ist das völlig in Ordnung. Aber einfach mal zu pauschalisieren, dass sich so ein Gerät grundsätzlich nicht für solche Fälle eignet, ist ein Blick in die Kristallkugel.

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