Beta-Version: ROSA mit eigener Linux-Distribution – Marathon

Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

ROSA Logo 150x150Ab sofort steht eine erste Beta-Ausgabe von ROSA Marathon 2012 zur Verfügung. ROSA Labs sind bekannt dafür, innovative Komponenten für Mandriva 2011 geliefert zu haben. Nun haben die Entwickler an einer eigenen Linux-Distribution geschraubt, die auf Mandriva basiert. Das Betriebssystem wird mit 5 Jahren Langzeitunterstützung (LTS) ausgestattet.

Als Desktop-Umgebung setzen die Entwickler auf KDE 4.8.2. Das Herzstück ist Linux-Kernel 3.0.26 und der Treiber-Stack wurde laut eigener Aussage komplett aktualisiert und die Distribution unterstützt Intels „Sandy Bridge“-Architektur. Den Installations-Assistenten haben die Entwickler ebenfalls verbessert. Es wurden einige Fehler ausgebessert und der Installations-Vorgang soll schneller geworden sein.

    ROSA Marathon 2012

    Eigene Ideen mit Mandriva-Basis ...

    Ebenfalls enthalten sind neuere Versionen der von ROSALab entwickelten Applikationen KLook und ROSA Media Player. KLook unterstützt derzeit die Bildformate jpg und png. Ebenso kann es mit allen Video-Dateien umgehen, die auch Phonon unterstützt. txt-Dateien kann die Software ebenfalls lesen und für die Zukunft ist PDF-Unterstützung geplant. Die Entwickler machen keinen Hehl daraus, dass KLook an QuickLook von Mac OS X angelehnt ist.

    Firefox

    Firefox 10.0.2

    Firefox und Thunderbird sind als Version 10 enthalten. Als Büro-Software dient LibreOffice in Version 3.4.5. ROSA Marathon 2012 wurde mit einem neuen und eigens Entwickeltem Build-System mit Namen ABF (Advanced Building Farm) erschaffen.

    Die Haupt-ROSA-Repositories sitzen in Russland und folgen russischem Gesetz. Laut eigener Aussage gäbe das dem Team mehr Möglichkeiten zur Weiterentwicklung, verglichen mit Ländern in Europa.

    ROSA Marathon 2012 KLook

    KLook

    Die Übersetzungen sind noch nicht ganz abgeschlossen. Der Desktop an sich ist allerdings nicht schlecht gemacht. Das Preview mit KLook hat in meinem Test allerdings nicht funktioniert. Das Programm will einfach nicht starten. Das ist schade, weil diese Funktion hätte mich am meisten interessiert.

    Korrektur! Man sollte vielleicht genau lesen, bevor man Software bedient. KLook funktioniert, wenn man die Leertaste mit der entsprechenden Datei verwendet. Ein Klick mit der rechten Maustaste und dann Vorschau klappt allerdings nicht.

    ROSA Marathon 2012 KDE Dashboard

    Dashboard

    Ansonsten merkt man natürlich sehr deutlich, dass die Basis Mandriva ist. Für Mandriva-Fans könnte das eine Alternative sein, weil immer noch nicht klar ist, was mit Mandriva passieren wird. Angeblich soll es gute Nachrichten geben, die Katze ist aber noch nicht aus dem Sack.

    Das System reagiert auch in einer virtuellen Maschine angenehm schnell und ich werde mir sicher die finale Version ansehen. Ich bin gespannt, ob die Entwickler die Ungereimtheiten bis Ende April ausmerzen können. Dann soll die finale Version verfügbar sein.

    Das Installieren und die Einrichtung des Systems ist übersichtlich und auch Anfänger sollten damit schnell klar kommen. Attraktiv ist natürlich das Versprechen der Unterstützung für 5 Jahre. Wer sich über die Feiertage langweilt, einfach das ISO mal runterladen und damit ein bisschen experimentieren.

    Es gibt ISO-Abbilder für die Architekturen i586 und x86_64: ROSA.2012.MARATHON.i586.101.iso (1,4 GByte), ROSA.2012.MARATHON.x86_64.101.iso (1,4 GByte)

    KLook

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