Ubuntu Pi Flavour Maker: Weitere Ubuntu-Varianten für das Raspberry Pi 2 erstellen

23 Dezember 2015 2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Von den Entwickler der Linux-Distribution und des Ubuntu-Abkömmings Ubuntu MATE gibt es ein neues Projekt, das sich Ubuntu Pi Flavour Maker nennt. Damit lassen sich sehr interessante Sachen anstellen.

Was Ubuntu Pi Flavour Maker ist

Ubuntu Pi Flavour Maker ist ein Open Source Tool. Wie sich aus dem Namen schon ableiten lässt, kann man damit eine offizielle oder inoffizielle Ubuntu-Variante für das Raspberry Pi 2 portieren. Genau genommen handelt es sich um eine Ansammlung an Shell Scripts und ein PPA, die die Portierung übernehmen. Das Projekt stammt aus den Anstrengungen, Ubuntu MATE auf das Raspberry Pi 2 zu portieren.

Offiziell unterstützt wird Ubuntu Pi Flavour Maker auf Ubuntu, Ubuntu MATE, Kubuntu, Lubuntu, Xubuntu und Ubuntu GNOME. Die Software verwendet dabei die normalen Paket-Management-Tools apt und dpkg.

Die Software stellt auch sicher, dass GPIO und andere Hardware-Schnittstellen des Raspberry Pi 2 nutzbar sind. Weiterhin werden die Abbilder in Bezug auf die Performance optimiert.

Nach dem Erstellen sind Anmeldedaten per Standard:

  • Name: ubuntu
  • Passwort: ubuntu

Da OpenSSH per Standard aktiviert ist, solltest Du das Passwort so schnell wie möglich ändern.

Lubuntu mit Ubuntu Pi Flavour Maker erstellt (Quelle: ubuntu-pi-flavour-maker.org)

Lubuntu mit Ubuntu Pi Flavour Maker erstellt (Quelle: ubuntu-pi-flavour-maker.org)

Mit der ersten Generation der Raspberry Pis funktioniert die Software nicht. Das heißt,Raspberry Pi 1 Model A, B or B+ sind ausgeschlossen und auch das Raspberry Pi Zero wird nicht unterstützt.

Ebenfalls setzt es nicht auf die Technologie, die von Ubuntu Snappy eingesetzt wird. Distributions-Upgrades sind ebenfalls nicht möglich.

Die mit dem Tool erstellten Abbilder basieren auf der regulären Ubuntu ARMhf. Die Etnwickler emfpehlen, Class 6 oder Class 10 microSDHC-Karten einzusetzen, die über vier GByte groß sein sollten.

Weitere Informationen findest Du auf der Projektseite. Vor allen Dingen die FAQ dürften für einige sehr lesenswert sein. Dort kann man lesen, dass weder Canonical noch die Raspberry Pi Foundation mit dem Projekt offiziell etwas zu tun haben und auch das Xubuntu-Team heißt es nicht gut – warum auch immer. Die Sektion ist wohl sehr interessant, mit welchen Varianten sich ein vernünftig lauffähiges Abbild für das Raspberry Pi erstellen lässt. Die Unterstützung für die Skripte sind eine Sache, die andere natürlich, was dabei herauskommt.

Das Xubunut-Team ist wohl nicht so glücklich

Das Xubunut-Team ist wohl nicht so glücklich

Lubuntu, Ubuntu MATE, Ubuntu Server (minimal und Standard), sowie Xubuntu lassen sich erstellen und sind nahezu identisch zu den Desktop-Versionen.

Kubuntu, Ubuntu Unity und Ubuntu GNOME funktionieren derzeit allerdings nicht, weil der Xorg-Treiber für das Raspberry Pi keine 3D-Beschleunigung unterstützt. Das ändert sich möglicherweise ab Linux-Kernel 4.5.

Download

Im Download-Bereich der Projektseite kannst Du Abbilder für Lubuntu, Ubuntu MATE, Ubuntu Server und Xubuntu herunterladen. Aus Traffic-Gründen sind nur Downloads via BitTorrent möglich.

Die Abbilder lassen sich dann genau so auf eine micrSD-Karte einspielen, wie man das von Ubuntu MATE 15.10 oder 15.04 kennt.

Weitere Informationen gibt es auch in diesem YouTube-Video:

Nette Pi-Konstellation

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2 Kommentare zu “Ubuntu Pi Flavour Maker: Weitere Ubuntu-Varianten für das Raspberry Pi 2 erstellen”

  1. Max sagt:

    Wie sind die Anmeldedaten? pi/raspberry ?

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