2013: Mozilla feiert sich selbst – und das völlig zurecht

17 Dezember 2013 2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Mozilla Foundation Logo 150x150In einem Blog-Eintrag feiert sich Mozilla für ein erfolgreiches Jahr 2013 selbst. Völlig zurecht, wie ich meine. Mozilla plätschert über das Jahr immer so dahin. Neue Firefox-Versionen, ein bisschen hier, ein bisschen da, ein Betriebssystem für Smartphones (FirefoxOS) – gleich mit ein paar Hardware-Herstellern im Gepäck und nebenbei feierte man auch noch sein 15-Jähriges.

Dann hat man JavaScript optimiert, die Unreal Engine 3 auf Web getrimmt, Monster Madness ist ein kommerzielles und auf asm.js basierendes 3D-Spiel. Firefox für Android wurde weiter verbessert, Australis in Aussicht gestellt und so weiter und so fort.

Über Webmaker.org gibt man Menschen eine Plattform, die Ihre Webskills verbessern wollen oder diese Techniken einfach erlernen möchten.

Das dritte Mozilla Summit zog 2800 Mozillianer aus 90 Ländern an, die dann insgesamt 114 Sprachen sprachen. Weiterhin hat man in der Zwischenzeit mehr als 8000 Firefox Student Ambassadors. Die Kern-Community von Mozilla erstreckt sich über 109 Länder auf dem Erdball verteilt.

Das sind Zahlen, die man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen muss. Wie gesagt realisiert man über das Jahr gar nicht so wirklich, wie massiv Mozilla eigentlich ist und wie viel diese Leute für ein freies Web und Open-Source tun. Ok, nun auch für ein freies mobiles Betriebssystem.

Etwas klarer kann man die Erfolge erfassen, wenn man die von Mozilla ausgegebene Info-Grafik auf sich wirken lässt.

Mozilla 2013 (Quelle: blog.mozilla.org)

Mozilla 2013 (Quelle: blog.mozilla.org)

Rock On, Mozilla! Das Web, die Open-Source-Community und Millionen von dankbaren Anwendern brauchen Euch! Ich ziehe meinen Hut vor dieser Organisation. Für mich hat Mozilla und Firefox das Web aus den Fesseln von Microsoft befreit. Prozent um Prozent Marktanteil hat man dem Internet Exploder streitig gemacht. Man hat Microsoft förmlich gezwungen, auf offene Standards zu setzen und den eigenen Browser endlich fit zu machen. Es mag schon sein, dass Chrome vielleicht Marktführer derzeit ist (kein Wunder durch Android). An Microsoft IEs Ast zu sägen hat allerdings Firefox begonnen.

Auf ein tolles Neues, Mozilla!

P.S: Weil Weihnachten ist: Ich wünsche mir vom Mozillaus CardDAV für Thunderbird und Firefox OS … :)



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2 Kommentare zu “2013: Mozilla feiert sich selbst – und das völlig zurecht”

  1. Matthias sagt:

    http://sourceforge.net/projects/mozillacarddav/

    Wenn Firefox OS Thunderbird kann und das Add on für beide TB Versionen funktioniert, ist das dein Weinachtsgeschenk. ;)

    Mozilla untertreibt übrigens:

    So ganz nebenbei ist ja noch WebRTC, Shumway und Emscripten entwickelt. Ach ja und Rust/Servo, genau. Also freien Video Chat fürn Home Server, natürlich cross plattforming im Browser, freies Flash, generelles umwandeln von LLVM C und C++ Code in Javascript sowie eine neue Programmiersprache für die Browser Engine der Zukunft. Nur einen qt Browser bieten sie immer noch nicht an, naja, das wird schon noch kommen. Spätestens mit qt5, den damit einhergehenden, modularen KDE Büchereien und der damit einhergehenden Flexibilität in der Entwicklung, können sie doch wohl wirklich nicht mehr an umständliches GTK3 denken, gerade bei einer solch souveränen Präsenz von der wunderschönen KDE SC auf den heimischen open Source Desktops.

    Ich mein, wieso macht Mozilla alles richtig, bis auf das essenziellste?

    • kmork sagt:

      Bezüglich Qt: Da hoffe ich, dass es für die neue Browser-Engine auf Basis von Rust entsprechende Qt-Bindings geben wird, die einen ähnlichen Komfort bieten wie QtWebkit. Das jetzt noch für Gecko zu stemmen wäre den Aufwand wahrscheinlich nicht wert.

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