Gefällt gut: openSUSE 12.3 Beta ist veröffentlicht

18 Januar 2013 12 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

openSUSE Logo 150x150Laut offizieller Ankündigung bringt die Beta-Version von openSUSE 12.3 nur noch kleinere Änderungen. Der Release-Kandidat ist bereits für den 7. Februar geplant und man wünscht sich ausführliche Tests. Die traditionelle Beta-Pizza-Party wird am 30. Januar 2013 stattfinden.

In einem Hackathon, der heute und morgen stattfinden soll, will man sich um 240 Bugs kümmern. Die Veranstaltung findet in Nürnberg statt, man kann aber auch via Google Plus teilnehmen. Weitere Informationen zur digitalen Kammerjagd gibt es hier.

openSUSE 12.3 KDE: Desktop

openSUSE 12.3 KDE: Desktop

openSUSE 12.3 Beta bringt KDE 4.10 RC2 mit sich. Bezüglich der Xfce-Umgebung nennen die Entwickler speziell die neuen Funktionen des Dateimanagers Thunar. Dieser bringt Unterstützung für Tabs, verbesserte Bookmark-Funktionalität und prüft den freien Platz, bevor er mit Kopier-Vorgängen beginnt. PCMan ist der Dateimanager der Wahl für die LXDE-Umgebung. Als Standard-Browser ist Firefox 18 an Bord. Als Kernel dient Version 3.7.1. Gegenüber 3.4, der in openSUSE 12.2 Verwendung findet, bringt der neue Kernel viele Verbesserungen mit sich. Kernel 3.7 erlaubt zum Beispiel suspend to disk and memory at the same time. Sollte einem schlafenden Computer also der Saft ausgehen, behält er trotzdem die Daten, weil sich diese im Arbeitsspeicher und auf der Festplatte befinden.

LLVM wurde auf die finale Version 3.2 aktualisiert. Weitere Änderungen in dieser Version sind Updates von gdb auf 7.5 und PostgreSQL auf 9.2. Per Standard werden die Entwickler LibreOffice 3.6.x ausliefern. Allerdings garantiert man schon jetzt, dass man Pakete von 4.0 für openSUSE 12.3 zur Verfügung stellen will. openSUSE 12.3 würde außerdem alle Abhängigkeiten mit sich bringen, damit Du LibreOffice 4.0 selbst kompilieren kannst. Warum man GNOME gar nicht in der Ankündigung erwähnte, weiß ich nicht. openSUSE war allerdings traditionell schon immer eher eine KDE-Distribution.

  • LuninuX OS 12.10
openSUSE 12.3 KDE

Mit KDE Workspaces und Applications 4.10 ...

Beim Starten der Live-CD haben mich 2 Dinge angenehm überrascht: openSUSE 12.3 Beta ist trotz des dunklen Hintergrundes immer noch in schlichter Schönheit und das Betriebssystem fühlt sich unheimlich schnell an. Ich kann mich noch an früher erinnern, wo ein Klick auf YaST Kaffeepause bedeutete. Das ist nun so nicht mehr der Fall – da wurde anscheinend ordentlich an der Geschwindigkeits-Schraube gedreht. Das gilt auch für den Installations-Vorgang. Früher hatte ich bei openSUSE immer versucht, jeglichen weiteren Klick im Installations-Assistenten zu vermeiden, weil es dauerte und dauerte. Das ist in openSUSE 12.3 Beta nicht der Fall – Klick und weiter geht es – so macht das Spaß. Die Qualität des Installations-Assistenten ist wie gewohnt erste Sahne. YaST2 ist einfach ein Klasse-Verwaltungs-Tool.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich openSUSE seit einigen Versionen wieder sehr anlacht. Eine gewisse Zeit konnte ich das Betriebssystem gar nicht leiden. Aber openSUSE 12.3 wird Klasse – sagt mir zumindest mein Gefühl. Es ist schnell, reagiert sofort und sieht dazu noch gut aus. Man muss den Entwicklern ein Kompliment machen … so viele schöne Betriebssysteme, so wenig verfügbare Computer … 🙂

openSUSE 12.3 KDE: Dolphin

openSUSE 12.3 KDE: Dolphin

Anwender sollten allerdings im Hinterkopf behalten, dass es sich bei dieser Ausgabe um eine unfertige Test-Version handelt. Für den produktiven Einsatz sollte man openSUSE 12.3 Beta nicht verwenden. Wer damit spielen möchte, findet ISO-Abbilder im Entwickler-Bereich der Projektseite. Es gibt DVD-Images für x86 und x86_64, sowie installierbare Live-Versionen mit GNOME oder KDE. Ich musste mir das KDE-Live-ISO allerdings über einen direkten Link herunterladen, weil der Torrent-Tracker Fehler meldete: openSUSE-KDE-LiveCD-Build0348-x86_64.iso (645 MByte, Torrent), openSUSE-GNOME-LiveCD-Build0348-x86_64.iso (642 MByte, Torrent). Alternativ kannst Du noch einen der zahlreichen Spiegel-Server verwenden.

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12 Kommentare zu “Gefällt gut: openSUSE 12.3 Beta ist veröffentlicht”

  1. Marcus Moeller sagt:

    Hast du die Screenshots in einer VM gemacht? Falls ja mit welcher Auflösung? Das Hintergrundbild wurde bei dir irgendwie nicht richtig skaliert.

  2. bostaurus sagt:

    Leider bleibt meine LiveCD beim Booten in der virtuellen Maschine hängen ...

    • bitblokes sagt:

      Was benutzt Du denn als VM?

      • bostaurus sagt:

        VirtualBox 4.12._Ubuntu

        Die LiveCD bleibt hängen; die DVD startet und ich kann das BS installieren. Nach dem ersten Starten des frisch installierten Systems, gleich ob Gnome oder KDE, kommt die Meldung, dass die graphische Oberfläche nicht gestartet wurde, weil die Grafikkarte nicht unterstützt werde.

        • bitblokes sagt:

          Ich habe VMware verwendet und die Live-CD gerade mit Virtual Machine Manager gestartet (Paket virt-manager) - da funktioniert es auch ...

          • bostaurus sagt:

            Schon seltsam ... Ich habe zwischendurch noch Folgendes versucht: Ich installierte eine Ältere 12.3-KDE_Version. Das klappte ohne Beanstandungen. Diese aktualisierte ich wiederum. Und dann hatte ich wieder das Ergebnis, dass das graphische System nicht startet. Für heute reicht es erst einmal, denn die Wahrscheinlichkeit, dass ich OpenSuse produktiv einsetze, ist gering.

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