Consort Desktop-Umgebung: GNOME-Classic-Fork von SolusOS

17 Januar 2013 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

SolusOS Logo 150x150Die Entwickler der Linux-Distribution SolusOS haben es offiziell gemacht und kündigen Cosort an. Es handelt sich dabei um einen Fork von GNOME Classic. Der Name soll Programm sein und der Desktop mit dem Anwender harmonieren.

Derzeit hat man folgende Komponenten abgespalten:

  • gnome-panel wurde zu consort-panel
  • Der Dateimanager Nautilus heißt Athena
  • gnome-session-fallback wird zu consort-session
  • Metacity wurde Consortium getauft
SolusOS: Athena (Quelle: solusos.com)

SolusOS: Athena (Quelle: solusos.com)

Hauptgrund für den Fork ist, dass man Anwendern weiterhin eine klassische Desktop-Umgebung zur Verfügung stellen möchte, die dem Verhalten von GNOME2 gleicht. Die Anzahl der bereits eingepflegten Patches würden einen Fork rechtfertigen. Projekte wie Athena und consort-panel seien schon in einem sehr guten Status und andere nagelneu – der Consortium Fenster-Manager. Weiterhin brauche man für die Eigenentwicklung nicht zwingend Hardware-Beschleunigung, wie das zum Beispiel GNOME Shell oder Cinnamon verlangen (auch via llvmpipe möglich).

Ziel sei es, dem Anwender wieder die GNOME2-Oberfläche und die dort vorhandenen Funktionen zurückzugeben. Die Entwickler sprechen von Rechtsklick-Interaktionen, Applet-Unterstützung, Desktop-Starter und so weiter. Für consort-panel wurde eine neue Wrapper-API geschrieben, die Python_applets für GNOME2 nativ ablaufen lassen kann.

SolusOS: Zum Panel hinzufügen (Quelle: solusos.com)

SolusOS: Zum Panel hinzufügen (Quelle: solusos.com)

Consortium ist ein Fork von Metacity 2.34. Das Projekt liege schon eine Weile brach und brauchte einen neuen Impuls. Derzeit arbeiten die Entwickler daran, es auf GTK3/Cairo-Standards zu heben, damit man es verbessern kann. Man spricht von Anti-Aliasing für Fenster und Plugins, sowie der Möglichkeit von Theming.

Mit der neuen Desktop-Umgebung verliert man die Kompatibilität zu GNOME nicht. Man schraubt laut eigenen Angaben nicht an den Kern-Bibliotheken. Somit soll es möglich sein, die Desktop-Umgebung auf den meisten Distributionen mit GTK3 zu installieren. SolusOS 2 Alpha 7 soll die erste Version sein, die eine Test-Ausgabe von Consort enthält. Testwillige sollten neu installieren und nicht manuell aktualisieren ist am Ende der Ankündigung zu lesen.

Die Repositories liegen allesamt bei github:

Die Entwickler suchen Hilfe. In Kürze sollen ein neues Übersetzungs- und Bug-Tracking-System zur Verfügung stehen.

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