Fuduntu 2012.4 ist veröffentlicht

2 Oktober 2012 6 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Fuduntu Teaser 300x275Die Entwickler der in der Zwischenzeit doch sehr beliebten Linux-Distribution Fuduntu haben ein vierteljährliches Update zur Verfügung gestellt. Wer bereits eine Installation am Laufen hat, braucht nicht neu zu installieren, da es sich bei Fuduntu um eine so genannte „Rolling Distribution“ handelt. Existierende Installationen sollten sich bereits auf dem Stand der Ausgabe 2012.4 befinden. Alle Updates haben bereits den Weg in das stabile Repository gefunden.

Laut Ankündigung gibt es Änderungen, wie TMPFS funktioniert. Diverse Mount-Punkte wurden unter /run eingebettet, um Festplatten-I/O (Lese- und Schreibzugriffe) zu reduzieren. Das wirkt sich nicht nur positiv auf die Geschwindigkeit, sondern auch auf die Akkulaufzeit aus.

Weiterhin haben die Entwickler einen Speicherfehler ausgebessert. Somit kannst Du das Betriebssystem (32-Bit-Version) auf Rechnern installieren, die nur über 384 MByte RAM verfügen. Die 64-Bit-Ausgabe setzt 512 MByte Arbeitsspeicher voraus. Sudo lässt sich während des ersten Startvorgangs aktivieren. Somit muss man die sudoers-Datei nicht manuell anpassen. Elmer ist der neue Willkommens-Bildschirm.

Fuduntu 2012.4: Jupiter

Fuduntu 2012.4: Jupiter

In dieser Version ist außerdem Jupiter 0.1.6 enthalten. Das ermöglicht ein Wiederherstellen beim Aufwachen aus dem Standby-Modus. Weiterhin bringt es Updates für die Energieverwaltung. Fuduntu 2012.4 präsentiert sich in einem neuen Gewand – sprich das Standard-Theme wurde geändert. Neue Wallpaper gibt es auch.

Mono ist in der Standard-Installation nciht mehr länger enthalten und alle davon abhängigen Pakete wurden entfernt. Somit ist Fuduntu per Standard Mono-frei. Weiterhin bietet eine Standard-Installation LibreOffice (3.6.1.2), GIMP (2.8.2) und Thunderbird (15.). Die Entwickler setzen auf Linux-Kernel 3.4.10 und als Browser ist Chromium 21.0.1180.89 an Bord. VLC ist nun sowohl für Audio als auch Video das Standard-Programm. Fuduntu setzt weiterhin auf GNOME 2.32 – wer also eine Distribution mit dieser Desktop-Umgebung sucht, ist bei Fuduntu sicher gut aufgehoben.

Das Betriebssystem ist zackig unterwegs und GNOME 2.32 braucht natürlich wenig Ressourcen. Die Auswahl der Programme ist gut und ich persönlich finde den Ansatz VLC für Audio und Video zu verwenden sehr angenehm – Grund ist ganz einfach, weil ich auch nichts anderes verwende. Fuduntu ist schön gemacht, schnörkellos und rolling – theoretisch einmal installiert, nie wieder angefasst. Allerdings frage ich mich, was die Entwickler künftig mit GNOME 2.32 vorhaben – auf MATE wechseln? Doch GNOME-3-irgendwas. Ewig werden sie nicht bei GNOME 2.32 bleiben können, oder doch?

  • Bodhi Linux 2.1.0: Neue Themes
Fuduntu 2012.4

Verwedent weiterhin GNOME 2.32 ...

Du kannst eine Kopie des ISO-Abbilds von Fuduntu 2012.4 bei sourceforge.net herunterladenFuduntu-2012.4-i686-LiveDVD.iso (962 MByte, torrent), Fuduntu-2012.4-x86_64-LiveDVD.iso (957 MByte, torrent)

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6 Kommentare zu “Fuduntu 2012.4 ist veröffentlicht”

  1. killx_den sagt:

    Also meines Wissens bleibt Gnome 2 noch ne ganze Weile und wenn das Ende von Gnome 2 dann in absehbare Nähe rückt wird ein Vote im Forum gestartet, der dann entscheiden wird welche Desktopumgebung der Nachfolger wird.

    Ansonsten kann ich nur sagen, an alle die eine Fedora RR distro suchen, umbedingt ausprobieren. Benutze Fuduntu seit August letzten Jahres und bin begeistert =)

  2. schrutan sagt:

    Was immer über Gnome herungeritten wird? Ich möchte keinen zunahe treten, aberwie ist das Verhältnis Gnome zu anderen Desktop Mangern?

    Es gibt Leute den ist der Desktop-Manager egal, bzw. nutzen Gnome weil

    - sie sind eben Gnome-Fans und damit augewachsen
    - sie arbeiten hauptsächlich im tty.
    - sie wissen nicht was sie tun, hauptsache das Icon ist an der richtigen Stelle und in der richtigen Farbe

    Ich selbst ziehe KDE vor. Das hat nicht unbedingt mit den KDE als Desktop ansich, sondern eher mit dem Design der Tools vom KDE zu tun. Ich bin der Meinung damit schneller an's Ziel zu kommen.

    Ich kenne Firmen, welche Linux-Desktops in Größenordnung von 300 bis 800 einsetzen. Dort läuft KDE.
    In einer andere, kleineren aber nicht unbekannte Firma - dort wird Elster gehostet - laufen die SLES mit Gnome. Auf Wunsch der Software-Entwickler wurden dann auf Zuruf KDE-Tools wie konsole installiert, deren größerer Funktionsumfang erleichert eben doch die Arbeit ....

    - have a lot of fun -

    • killx_den sagt:

      Ich nutze auch recht gerne bestimmte KDE Programme allerding fühle ich mich in KDE nicht wohl. Am besten gefällt mir Gnome2 und OpenBox im Moment. Nicht weil ich ums verecken Gnome2 nutzen will, sondern weil ich mich zum einen in anderen Umgebungen nicht wohl fühle und weil ich sie teilweise umständlicher finde (ist aber wahrscheinlich Gewöhnungsache).
      Zu 50% nutze ich eh bloß das Terminal =P

  3. Eddy sagt:

    Mate ist doch auch nur ein Gnome 2 Fork. Wobei ich persönlich (auf meinem 6 Jahre alten Nb.) Mate mag.
    Ich tippe mal eher das Fuduntu später dann auf XFCE setzt. Sagt so mein Bauchgefühl 🙂
    Momentan fristet Fuduntu sein da sein (noch) in der VirtualBox.
    Sollte es im kommenden Jahr weiterhin so stabil laufen, dann sind die Buntu / Mint Zeiten auf meinem Rechner endgültig ausgezählt.

  4. Eddy sagt:

    Hab gestern übrigens mal ein Update gemacht. Fuduntu wurde auf 2013.1 aktualisiert.
    Kernel 3.6.7-5

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