Für ältere Computer: antiX M12 Test 2 bringt 5 Fenster-Manager mit sich

6 März 2012 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

antiX Logo 1150x15010 Monate nach der Veröffentlichung der 11er-Serie, machen sich die Entwickler nun an das Testen der 12er-Reihe. Insgesamt kannst Du mit 3 verschiedenen Versionen spielen.

full (650 MByte) – bringt 5 Fenster-Manager mit sich: IceWM (Standard), Fluxbox, JWM (mit oder ohne Rox Desktop), wmii und dwm. Abiword und Gnumeric sind nicht mehr mit von der Partie. Die Entwickler setzen auf LibreOffice. Iceweasel 10 ersetzt Iceape und Claws-Mail ist der E-Mail-Client der Wahl. antiX 12 setzt auf xmms statt qmmp und yad ersetzt zenity. Auch Thunar wurde entfernt und durch Spacefm und Sunflower ersetzt. Ein weiterer Neuzugang ist Cheese. Mittels der Applikation refracta-snapshot kannst Du recht einfach ein Live-Medium (live.iso) aus einem installierten System machen.

  • SystemRescueCd 2.5.0
antiX M12

Basiert auf Debian ...

base (330 MByte) – bringt Fluxbox, JWM, wmii and dwm mit sich. Ebenfalls an Bord sind Iceweasel 10 und die Base-Edition von antiX-control-centre.

core (115 MBytte) – hat gar kein X dabei und es gibt nur einen CLI-Installer (Command Line Interface)

antiX M12 Test 2 Snapshot

Eigenes Live-Medium erstellen

Die Versionen full und base nutzen per Standard Debians Testing Repositories und sind auf dem Stand vom 4. März 2012. core hingegen bedient sich des stabilen Debian Softwarelagers.

Alle drei Ausgaben nutzen aber den neueste Linux-Kernel 3.2.9. Dieser wurde für antiX angepasst und erlaaubt ein Starten von CPUs der Generationen Pentium I und AMD K5/K6. Schließlich wird antiX auch mit dem Einsatz-Ziel ältere Rechner entwickelt. Die Macher weisen außerdem darauf hin, dass es sich bei dieser antiX-Ausgabe nicht um einen Remaster von MEPIS oder einer anderen Distribution handelt.

Große Verbesserungen gibt es auch in der „beständigen Datei“ während des Live-Modus. Diese Datei lässt sich zwar auf NTFS betreiben, allerdings ist das nicht empfohlen. Anwender sollten hierfür lieber FAT oder ext einsetzen. Die Dokumentation hierzu liegt in /usr/share/antiX/live-boot-docs.

antiX setzt auf schlichte Schönheit. Die ganze Umgebung gefällt, auch wenn die Distribution zum Großteil auf Software-Leichtgewichte setzt. Die Konfigurations-Applikationen öffnen sich teilweise in einem Terminal – sind aber dennoch einfach zu bedienen. Das Snapshot-Tool zum Erstellen des Live-Mediums musst Du nicht über die Konsole suchen. Es befindet sich unter Applications -> System Tools. Das für manche Aufgaben benötigte root-Passwort ist übrigens root.

Alles in allem eine schöne leichtgewichtige Linux-Distribution, bei der sich die macher ganz offensichtlich viele Gedanken machen. ISO-Abbilder gibe es bei sourceforge.net. Die Entwickler sprechen in der Ankündigung von einem bekannten Fehler: GRUB nach root zu installieren funktioniert nicht. Stattdessen solle man MBR (Master Boot Record) benutzen oder keine GRUB-Option nutzen und alles nachträglich manuell hinzufügen.

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