Tails 3.9 ist veröffentlicht – Integration von VeraCrypt – kurz angetestet

7 September 2018 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

The Amnesic Incognito Live System ist als Version 3.9 erschienen. Laut den Entwicklern ist Tails 3.9 das größte Update des Jahres 2018. Es gibt zwei neue Funktionen, an denen das Team seit über einem Jahr gearbeitet haben. Die beiden Funktionen sind noch nicht übersetzt, aber so viel Englisch bringen wir noch zusammen.

Integration von VeraCrypt

Die Integration von VeraCrypt in den Tools Files und Disk Utilities ist Upstream in GNOME eingeflossen. Sie wird neben Tails auch in Debian 10 (Buster) und Ubuntu 18.10 (Cosmic Cuttlefish) verfügbar sein. Die Funktion ist ziemlich cool, weil sich damit VeraCrytp-Container direkt einbinden lassen.

Du findest das Tool unter Anwendungen -> Hilfsprogramme -> Unlock VeraCrypt Volumens

Die Entwickler haben VeraCrypt in Tails 3.9 integriert

VeraCrypt ist in Tails 3.9 integriert

Das Programm ist denkbar einfach. Wähle einen VeraCrypt Container aus und öffne ihn. Wie Du sicher gemerkt hast, kannst Du aber keine VeraCrypt-Container erstellen. Die musst Du bereits haben und kannst sie dann aber in Tails 3.9 einbinden.

Zusätzliche Software in Tails 3.9 – Additional Software

Jedes Mal, wenn Du Tails 3.9 startest, kannst Du ab sofort Software automatisch installieren lassen. Installierst Du ein Debian-Paket, darfst Du entscheiden, ob die Installation einmalig oder bei jedem Start durchgeführt werden soll. Dafür ist das Tool Additional Software zuständig.

Du findest Additional Software unter Anwendungen -> Systemwerkzeuge -> Additional Software.

Additional Software in Tails 3.9

Tails 3.9 mit Additional Software

Achtung! Die Entwickler weisen darauf hin, dass die vorinstallierte Software sorgfältig getestet wurde. Installierst Du zusätzliche Pakete, könnte das die Security in Tails kompromittieren.

Du findest weitere Informationen zur Installation zusätzlicher Software via Synaptic und die automatische Installation bei Systemstart in der entsprechenden Dokumentation.

Thunderbird für RSS und Atom

Thunderbird ersetzt Liferea als RSS und Atom Reader. Wer also seine News mit Tails liest, der wird sich an einen neuen Feed Reader gewöhnen müssen, bekommt aber etwas Schonfrist. Ab Tails 3.12, das Anfang 219 erscheinen soll, wird Liferea entfernt.

Thunderbird ist als Version 60 vorhanden.

Tor Browser 8 und andere Software

Der Tor Browser wurde auf 8.0 aktualisiert. Er basiert auf Mozilla Firefox 60 ESR. Damit ist also Firefox Quantum im Spiel.

Tor (The Onion Router) an sich, also eines der Kernkomponenten von Tails, haben die Entwickler auf 0.3.4.7-rc aktualisiert. Du weist vielleicht, dass Tails per Standard sämtlichen Datenverkehr durch  Tor leitet. Es gibt aber auch einen unsicheren Browser, mit dem Du ohne Tor surfen kannst. Rufst Du den auf, gibt es aber große Warnsignale, da Deine Anonymität kompromittiert ist.

Electrum wurde ein Update on 3.0.6 auf 3.1.3 spendiert.

Hardware-Unterstützung

Die Entwickler haben auch Änderungen unter der Haube vorgenommen, damit Tails besser mit aktueller Hardware funktioniert. Der Linux-Kernel wurde auf Version 4.17 aktualisiert und damit ist auch das Foreshadow-Problem behoben.

Die DRM– und Mesa-Bibliotheken haben ein Update bekommen, um diverse Grafikkarten zu unterstützen.

Auch die Microcodes von Intel und AMD sowie die meisten Firmware-Pakete sind aktualisiert.

Wissenswertes

Solltest Du Tails via DVD benutzen, dauert der Start doppelt so lange als zuvor. Das ist ein bekannter Bug. Die Entwickler stellen außerdem eine Liste mit Bugs zur Verfügung, die das System schon länger plagen.

Willst Du Tails 3.9 installieren, dann folge am besten den Installationsanweisungen, die zum Großteil auch auf Deutsch verfügbar sind.

Natürlich darfst Du auch eigene Wege gehen und kannst die ISO-Datei von Tails 3.9 herunterladen.

Tails 3.10 befindet sich bereits in der Mache und soll laut Plan am 23. Oktober 2018 erscheinen. Was genau geplant ist, findest Du in der Roadmap.

Tails ist natürlich ein Freibrief für das Internet. Natürlich schützt das Tor-Netzwerk Deine Anonymität. Das gilt aber nur insofern Du auch nach den regeln spielst. Surfst Du über den Tor Browser und meldest Dich bei Facebook oder Deinem Google-Konto an.

Auch wenn das Surfen über Tor schneller geworden ist, kann Deine Internet-Verbindung trotzdem empfindlich langsamer werden. Je nach Niveau der gewünschten Anonymität und dem notwendigen Datenschutz reicht Dir aber vielleicht auch ein VPN für Deine normale Linux-Installation.

Was verwende ich derzeit für VPNs?

Die meiste Zeit setze ich ehrlich gesagt auf NordVPN *. Das hat mitunter den Grund, dass es sich um eines der günstigsten VPNs (2,99 US-Dollar pro Monat) handelt, das sehr viele Funktionen bietet. Sowohl Anfänger als auch Profis kommen hier auf ihre Kosten.

Suchst Du einen VPN-Anbieter, mit dem Du WireGuard testen kannst, dann sieh Dir Mullvad an. Der VPN Service richtet sich zwar eher an Profis, vor allen Dingen für Mobile, bietet aber viel.

Einen der schönsten grafischen Clients für Linux hat übrigens PIA (Private Internet Access) *. Es gibt ihn auch auf Deutsch.

AirVPN * ist übrigens auch eine gute Alternative. Vor allen Dingen für kurzfristige Nutzung ist der Anbieter top, weil es ein 3-tages-Paket gibt, das nur 2 Euro kostet.

Benutze ich kostenlose VPNs? Nicht mehr. Die anderen Angebote sind so günstig und bei einem kostenlosen Service habe ich immer im Hinterkopf, das Produkt zu sein. Deswegen lasse ich die Finger davon.

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